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Gibt es ein Remake für Couture Legende Paul Poiret?

Paul Poiret-designs
Modezeichnung für die Zeitschrift „La Gazette du Bon Ton“; 1908. Illustriert von Paul Iribe; CC BY-SA 2.0

Ein Mann, den man als Karl Lagerfeld des beginnenden zwanzigsten Jahrhunderts bezeichnen kann, war Paul Poiret. Alles, was die großen Konzerne heute betreiben, erkannte der Visionär bereits in seiner Zeit. Er war vor dem Ersten Weltkrieg der Star unter den Couturiers und hatte einen Ruf, der ihn bis in die zwanziger Jahre folgte.
Dass wir in Modehäuser gehen können, die Accessoires und Parfums anbieten, hat Paul Poiret bereits in seinem ersten Salon mit einer Boutique im Erdgeschoss begründet. Er legte damit den Grundstein, wie Modehäuser heute noch funktionieren. Poiret machte nicht nur Werbung und veranstaltete Feste, die mit den heutigen Defilees im Grand Palais vergleichbar wären, sondern organisierte auch Tourneen der Schauen in Amerika, Südamerika oder Europa, um weltweit bekannt zu werden.

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Zeit für T-Shirts! – ASKET geht an den Start …

Asket August T Shirts Bard Bringeus Jakob Dworsky
Bild: ASKET

Nachdem wir Euch August Bard Bringéus und Jakob Dworsky und ihr Label „ASKET“ bereits vor einigen Wochen vorgestellt haben und ihre Idee, perfekt sitzende T-Shirts in Europa zu fairen Preisen herstellen zu lassen, Erfolg hatte, wollen wir nicht versäumen, Euch auf den Start des Onlineshops am Montag hinzuweisen. Da es für Freunde von ASKET aber die Möglichkeit gibt, schon vorab einen Blick auf das Angebot zu werfen, und ihr sozusagen auch unsere Freunde seid, laden wir Euch zur Preview ein.

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Nach Linda und Oprah kommt BARBARA

Barbara Magazin Barbara Schöneberg
Bild via Kress

Oprah Winfrey hat eins. Linda de Mol sowieso – ein eigenes Magazin. Ab Herbst diesen Jahres kann auch der deutsche Magazinmarkt mit einem Frauenmagazin aufwarten, das nach einer Prominenten benannt wurde: BARBARA.
BARBARA versteht sich als eine hochwertige „Frauenzeitschrift neuen Typs“ und erscheint im Verlag Gruner + Jahr. Die Druckauflage beträgt 350.000 Exemplare. Welche Aufgabe die Namensgeberin, Barbara Schöneberger, bekommen wird, hat das Verlagshaus hingegen noch nicht bekannt gegeben – allerdings wohl nicht den Posten der Chefredakteurin: Verantwortlich für BARBARA ist nämlich „BRIGITTE“-Chefredakteurin Brigitte Huber.
Wir sind naturgemäß sehr gespannt auf den neuen Stern am Magazinhimmel und insbesondere darauf, ob Barbara Schöneberger bei jeder Ausgabe das Cover schmücken wird – so wie ihre Kolleginnen Oprah und Linda es seit Jahren schon machen …

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Neues aus Kakenloken: Zalando steigt bei BREAD & BUTTER ein

bread an butter berlin 2015
Bild: BREAD & BUTTER

Nach dem Hü und Hott der letzten Monate um die Zukunft der BREAD & BUTTER überrascht die Modemesse mit einer weiteren Neuigkeit: Der Berliner Onlinehändler Zalando steigt als Investor ein. Das Insolvenzverfahren soll so mit der Hilfe der Samwer-Brüder bis zum 01. Oktober 2015 aufgehoben werden. Zu konkreten Inhalten eines neuen Konzeptes für die BREAD & BUTTER ab 2016, an dem bereits gearbeitet wird, werde man sich lt. Pressemitteilung im weiteren Jahresverlauf äußern. Die Konzentration gilt demnach zunächst der Sommerveranstaltung der BREAD & BUTTER, die wie geplant vom 07.- 09. Juli 2015 auf dem Flughafen Tempelhof stattfinden wird.

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Project Jacquard: Google x Levi’s

Der Einsatz von Hightech-Materialen in der Mode ist per se nichts Neues: Gerade die Luxushäuser sorgen seit Jahrzehnten dafür, dass man auf andere Stoffe als Baumwolle zurückgreifen kann. Albert Kriemler ging im vergangenen Winter einen Schritt weiter und ließ für seine Herbst-Winter Kollektion von Akris in einige Kleider von LEDs einnähen – selbstverständlich konnte man die Helligkeit der Lämpchen variieren. Die Idee erinnerte auf eine charmante Art an den Film „Der elektrische Reiter“ aus dem Jahre 1979, in dem Robert Redford als Werbefigur im Auftrag eines Lebensmittelkonzerns mit einer leuchtenden Uniform mit zahlreichen Glühlampen auftrat.
Vor einigen Tagen stellte nun das Forschungsteam von Google, ATAP, zur Entwicklerkonferenz „Google I/O“ das „Project Jacquard“ vor.

Hinter dem „Project Jacquard“ verbirgt sich Kleidung, die mit leitfähigen Metallfäden versehen ist. Diese Fäden dienen als Sensoren, sodass durch Berührungen mit der Hand zum Beispiel Mobilgeräte gesteuert werden können.
Als Kooperationspartner für das „Project Jacquard“ hat Google den Jeanshersteller Levi’s ausgewählt. Keine schlechte Wahl, wie ich finde: Levi’s verfügt über ein entsprechendes Distributionsnetz und dem vorauseilenden Ruf, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Eben diesen Willen muss man vermutlich auch aufbringen, um einen Stoff zu entwickeln, der gleichermaßen angenehm zu tragen und Waschmaschinen tauglich ist und zudem auch die Technik beinhalten kann, die es bedarf, dass man zukünftig Telefongespräche mit einem Wisch über die Jeansjacke annehmen kann …

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Kris Van Assche legt vorläufige Pause bei seinem eigenen Label „KRISVANASSCHE“ ein

krisvanassche logo
Bild: KRISVANASSCHE

Kris Van Assche legt eine kreative Pause bei seinem eigenen Label „KRISVANASSCHE“ ein: „Die Zeiten sind hart für Independent-Labels,“ so Van Assche ggü. der Women’s Wear Daily. „Das wunderbare Abenteuer von KRISVANASSCHE hat einen Punkt erreicht, wo ich das Bedürfnis habe, eine Pause einzulegen um etwas Abstand zu gewinnen und zu schauen, wie man mein Label zukunftsfähig machen kann. Ich warte auf den richtigen Zeitpunkt für KRISVANASSCHE und konzentriere mich erstmal auf meine Arbeit als Künstlerischer Leiter von DIOR.“
Das klingt auf den ersten Blick nur halb so wild, bekommt allerdings einen etwas bösen Beigeschmack, wenn man bedenkt, welche Labels in den letzten Monaten ihre Kollektionen eingestellt haben … Um es mit den Worten von Lidewij Edelkoort zu sagen: Die Mode ist tot!

Männermode

ASKET – auf der Suche nach dem idealen T-Shirt

Manchmal sind die simpelsten Geschäftsideen die besten – allerdings muss man erst einmal auf sie kommen. So geschehen Anfang des Jahres in Schweden. Die Skandinavier sind nicht nur ein äußerst geschäftstüchtiges Volk – siehe Ikea, H&M oder ABBA –, sie stehen auch neuen Ideen sehr aufgeschlossen gegenüber, während hierzulande häufig zuerst die Hürden und Schwierigkeiten bei der Realisierung gesehen werden. Das ist zumindest die Erfahrung, die ich in meinem bisherigen Geschäftsleben gemacht habe.

Hat man eine klare Vision und die nötigen guten Handwerker und Menschen, die ihr Metier verstehen, gibt es eigentlich nur noch eine Hürde: Man braucht etwas Kapital für die Produktion. Genau vor diesem Problem standen die beiden Schweden August Bard Bringéus und Jakob Dworsky, als sie ihre Vision von ASKET verwirklichen wollten.

Worum geht’s bei ASKET? Es geht um das perfekte, in der Grundidee weiße T-Shirt – kein Statussymbol, kein Mode-Item, sondern ein Basic wie die Jeans, das weiße Oberhemd oder die Chucks. Normalerweise sind T-Shirts in fünf Größen von XS bis XL erhältlich. Doch jeder, der zwischen zwei Größen liegt, kennt das Problem: T-Shirts sind oft zu lang, zu kurz oder zu weit, und man muss auf eine andere Größe ausweichen. Kauft man sie dann noch bei Discountern oder Highstreet-Ketten, sind sie nach wenigen Wäschen eingelaufen oder verzogen – von der Produktion unter fragwürdigen Bedingungen in fernen Ländern ganz zu schweigen.

Bei ASKET verhält es sich anders. Die Shirts sind „Made in Europe“, aus hochwertiger, mercerisierter Baumwolle gefertigt und werden in 15 verschiedenen Passformen produziert – jede Größe in Regular, Short und Long.

Das perfekte T-Shirt, basierend auf der eigenen Erfahrung von August Bard Bringéus und Jakob Dworsky, war ihre Vision und der Start in die Selbstständigkeit. Das Geld für die Erstproduktion in einem portugiesischen Fachbetrieb, der besten gewirkten Baumwolljersey verarbeitet, wollten sie durch die Ausgabe einer Art „Aktie“ einsammeln, die in T-Shirts ausgezahlt wird. Es gab verschiedene Pakete, und die Gründer entwickelten ein System vom „Klein-“ bis zum „Großaktionär“, das sie in einer Kickstarter-Kampagne starteten.

Das Ziel war nicht nur das ideale T-Shirt – inspiriert von Ikonen wie James Dean, Marlon Brando oder Steve McQueen –, sondern auch ein Produkt, das Qualität, Passform und Langlebigkeit vereint. Denn ein weißes T-Shirt kann manchmal stilvoller wirken als jedes Designershirt. Auch wer es nur als Unterhemd trägt, möchte, dass es sitzt und nach der Wäsche so aussieht wie am ersten Tag.

Bard Bringéus und Dworsky investierten viel Energie in die Entwicklung, die Schnitte, die Materialwahl und die Zusammenarbeit mit ihren portugiesischen Partnern. Schon der offene Umgang mit ihrem Kalkulationsplan zeigt ihre partnerschaftliche Arbeitsweise: Alle an der Produktion Beteiligten werden fair entlohnt, Materialkosten spiegeln die Qualität wider, und der Großteil des Gewinns fließt in den Aufbau des Onlineshops, der im Juni dieses Jahres starten soll.

Vor zwei Wochen fand der Launch von ASKET auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter statt – mit überwältigender Resonanz. In nur 19 Stunden erreichten Bard Bringéus und Dworsky ihr Ziel. Heute – die Kampagne läuft noch bis Mittwoch – haben sie über 1.200 T-Shirts an mehr als 550 Personen verkauft.

Ein Blick lohnt sich weiterhin, denn einige Pakete sind noch verfügbar. Wer möchte, kann sogar für 4.000 Euro „Großaktionär“ werden.

30 Euro für ein T-Shirt, das lange hält – Arbeitsplätze in Europa und zwei sympathische Schweden inklusive. Eine großartige Geschäftsidee, die allen etwas bringt.

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Seriously Style.com?!

stylecom logo
Bild: Style.com

Was das wohl gibt? Seit geraumer Zeit geistert eine Modeeilmeldung durch sämtliche Kanäle von Facebook und Konsorten: Style.com wird zum E-Commerce-Unternehmen umgewandelt.
Voraussichtlich ab Herbst wird die weltweite Anlaufstelle Nummer Eins in Sachen Laufstegberichte zum Condé Nast-Online-Einkaufshimmel umfunktioniert. Nachrichten und Modereporte werden dann aller Wahrscheinlichkeit zur amerikanischen Vogue weitergeleitet. Was aber soll das ganze Tamtam, kann nicht alles so bleiben wie es ist (meinen nostalgischen Lieblingsausruf mag ich euch wirklich nicht vorenthalten)?
„Nein, kann es nicht“, würde jetzt Charles Townsend antworten und die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Als CEO von Condé Nast hat er es sich zum Ziel gesetzt, seine Magazine in einem gemeinsamen Onlinestore auf den passenden Nenner, sagen wir lieber auf die passende Domain, zu bringen. Die heißt in diesem Fall Style.com und wird seit nunmehr 14 Jahren erfolgreich mit internationalen Mode-News gefüttert.

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Festival International de Mode et de Photographie à Hyères

Festival International de Mode et de Photographie a Hyeres Chanel
Bild: Chanel

Dass Annelie Schubert, die auf der Hochschule für angewandte Kunst in Hamburg Modedesign studierte, das diesjährige Festival für Mode und Fotografie im südfranzösischen Hyères gewann, ist nur ein Grund, dass wir darüber berichten. Nachdem Schubert ihren Bachelor in der Hansestadt machte, ging sie zunächst zu Haider Ackermann. Ihren Master bekam sie dann von der Kunsthochschule Weißensee verliehen. Für den Talentwettbewerb in Hyères kombinierte sie nun in ihrer Kollektion Neuinterpretationen des Kleidungsstückes ‚Schürze‘ mit skulpturalem Design. Das überzeugte die Jury und bringt sie sicherlich demnächst ein Stückchen weiter auf der Modeleiter.

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