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Taschen Verlag

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Alles auf einen Blick

(© Klassik Stiftung Weimar / Herzogin Anna Amalia Bibliothek)

Es vergeht wohl kaum ein Tag, an dem man nicht mit Infografiken konfrontiert wird – Wetterkarte, Wahlergebnisse, U-Bahn-Fahrplan: Vermutlich lässt sich fast alles in einer Grafik darstellen. Gut gestaltet, pointiert und detailreich vermitteln sie auf übersichtliche Weise noch die schwierigsten Sachverhalte. Gibt man bei „Google News“ das Wort ‚Infografik‘ ein, kommt man auf 18.300.000 Ergebnisse – ungefähr, wohlgemerkt, es können also auch 18.300.002 Grafiken sein, oder nur 18.299.996? Die Suchmaschine nimmt es da nicht so genau.
Infografiken nehmen es hingegen äußerst genau, was nicht verwundert: Es gilt heutzutage, Infos schnell zu vermitteln und ebenso schnell zu erfassen. Doch das Vorgehen ist keineswegs neu – die Geschichte der Informationsgrafik reicht Jahrhunderte zurück. Der Taschen Verlag widmet der „visuellen Repräsentation von Gesamtzusammenhängen in einer Abbildung“ (Wikipedia) nun einen eigenen Band: „History of Information Graphics“. Continue Reading

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Selfietime!

(Rembrandt van Rijn – Selbstporträt mit Barett, mit erstauntem Blick, 1630 Radierung mit etwas Kaltnadel; © Albertina, Vienna)

Vor einigen Jahren merkte Karl Lagerfeld im Interview mit der britischen Tageszeitung „The Guardian“ an, dass er gar nichts von Selfies hält: „Das Kinn ist zu groß, der Kopf ist zu klein. Nein, das ist elektronische Masturbation.“ Wie der Designer hingegen über Selbstporträts gedacht hat, lässt sich schwer sagen – insbesondere dann, wenn es sich um Werke von Rembrandt van Rijn handelt.
Der Taschen Verlag hat nun sämtliche Selbstporträts des niederländischen Malers in einem Band zusammengefasst. Continue Reading

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Guter Katzencontent: Krazy Kat beim Taschen Verlag

George Herriman „Krazy Kat“. Die kompletten Sonntagsseiten in Farbe 1935–1944; Bild: Taschen Verlag

Vor einigen Jahren entwickelten sich Katzen zum Trend. Schuld an dem erhöhten Katzen-Aufkommen war natürlich Karl Lagerfeld, der eigentlich nur temporär auf die Siamkatze von Baptiste Giabiconi aufpassen sollte, sie aber lieb gewonnen hat und sie kurzerhand adoptierte. Wenige Monate später zog dann Fa-raon nach. Die burmesische Tempelkatze lebt bis heute als Dauergast im exklusiven „Le Bristol“ in der Pariser Rue du Faubourg Saint-Honoré. Fa-raons Leben ist hingegen wesentlich diskreter – zwar postet das Hotel immer wieder Fotos auf der Facebook-Seite, aber sie verfügt über keinen eigenen Instagram-Kanal wie Choupette. Doch sind Katzen neu in der Medienlandschaft? Nein, schon 1913 gab es einen Stubentiger, der über eine treue Fangemeinde verfügte: Krazy, eine Katze, der George Herriman einen eigenen Zeitungsstrip widmete – „Krazy Kat“. Continue Reading

50 Jahre Mondlandung

Fly me to the Moon

(Nigel Howe „Moon“; CC BY 2.0 )

„One small step for man, one giant leap for mankind“ – ja, ein großer Schritt für die Menschheit war es auf jeden Fall. Vor fast genau 50 Jahren betraten erstmals Menschen den Mond. Die Landung auf dem Erdtrabanten beschäftigt bis heute gleichermaßen Wissenschaftler, Fans und Aluhut-Träger.
Mehr als 500 Millionen Zuschauer auf der ganzen Welt verfolgten angeblich die Landung der „Apollo 11“ im Fernsehen. Ob die Zahl stimmt, sei mal dahingestellt, allerdings hält die Aufmerksamkeit, die dem Ereignis zu teil wurde, bis heute an. Das dürfte auch ein Grund dafür sein, dass anlässlich des 50. Jahrestages der Mondlandung zahlreiche Firmen Specials lanciert haben, um dem geschichtsträchtigen Datum zu gedenken.
Hier ein kleines Best-of, das vielleicht auch Neil Armstrong und Buzz Aldrin gefallen würde … Continue Reading

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Sommer-Sale bei Taschen

(Taschen Store Berlin; Foto: Mark Seelen)

Wurden sämtliche Bücher verkauft? Nein, wenn man auf obigem Foto genau hinschaut, finden sich noch zwei Coffee Table Books auf dem, nun ja, Coffee Table. Der TASCHEN Store in Berlin hat eben mehr zu bieten als nur Bücher – so zum Beispiel einen Galeriebereich, in dem immer mal wieder Ausstellungen zu sehen sind (aktuell werden dort homoerotische Bilder von George Quaintance präsentiert). Doch auch Liebhaber feinsten Interieurdesigns werden sicherlich Gefallen an der Innenraumgestaltung nach Entwürfen der italienischen Innenarchitekten Alberto Stampanoni Bassi und Salvatore Licitra finden.
Licitra, Enkel von Designlegende Gio Ponti, gelang es, einige für seinen Großvater typische Gestaltungselemente in den TASCHEN Store einfließen zu lassen, insbesondere in Form der blau-weißen Ponti-Bodenfliesen, die sich durch die insgesamt fünf Räume in unterschiedlicher geometrischer Anordnung ziehen. Continue Reading

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20 Jahre SUMO

(Bild: © Helmut Newton Estate)

„Die Leute von den Magazinen sagen immer: Wir wollen deine Bilder zeigen. Und wenn ich dann antworte, dass ich schöne Bilder von Blumen und von Bergen habe, dann sagen sie: „Ach Helmut, das wollen wir nicht, wir wollen lieber nackte Frauen.“ – und eben diese nackten Frauen, von denen Helmut Newton im Interview mit dem „Spiegel“ sprach, gibt es bald in Berlin zu sehen.
Doch von Anfang an: 1999, also vor 20 Jahren, veröffentlichte der TASCHEN-Verlag sein erstes monumentales Kunstbuch: Helmut Newton’s SUMO. Es kam in einem ungewöhnlich großen Format von 70 x 50 cm auf den Markt, in einer Auflage von 10.000 Exemplaren, alle vom Fotografen persönlich signiert. Da ein solch großes Buch in kein Bücherregal passt, gehörte ein von Philippe Starck entworfener Buchständer dazu. Nur kurze Zeit später waren alle Bücher ausverkauft und vervielfachten ihren Wert – die Nummer eins, handsigniert von über 100 der in dem Buch abgebildeten Persönlichkeiten, wurde für damals 620.000 DM versteigert. Noch heute werden die Bücher der ersten Auflage zu hohen Preisen gehandelt. Continue Reading

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Albert Oehlen gibt Signierstunde in Hamburg

© Albert Oehlen; p. 342; Albert Oehlen, Martin Peter, 2006, acrylic and oil on canvas, 280 x 680 cm / 110 1⁄4 x 267 3⁄4 inches (2 parts); Photo Credit: Courtesy Galerie Max Hetzler, Berlin | Paris and the artist

Es war ein Chiffre des Glücks, leider vor meiner Zeit: 238. Wahl, II. Quartal 1985. Die Mitglieder der Griffelkunst konnten 1985 in der 238. Wahl aus sechs handsignierten Kombinationsdrucken von Albert Oehlen ihre Wahlblätter auswählen. Da war ich gerade mal zwölf Jahre alt, meine Eltern keine Mitglieder der renommierten Hamburger Vereinigung, was zur Folge hat, dass kein Original „Oehlen“ bei uns an der Wand hängt. Das mag egal sein, aber ärgerlich trotzdem, denn Oehlen lebt von waghalsigen Strategien, die ich äußerst spannend finde. Mit ihnen hinterfragt der Künstler Bildsprachen und die Gesetze der Abstraktion und erschließt – häufig durch gänzlich unerwartete Mittel – immer wieder ästhetisches Neuland. Continue Reading

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Laurent Benaïm gibt Signierstunde in Berlin

(Doppelseite aus „Laurent Benaïm“; Bild: Taschen Verlag)

Eins vorweg – die Bildauswahl hat mir bei diesem Beitrag Kopfzerbrechen bereitet. Bei der zur Auswahl stehenden Pressebildern gab es ein Problem: Sie waren explizit. Nun macht es mir nicht sonderlich viel aus, nackte Menschen zu sehen, wie sie Sex haben, Sex hatten oder Sex haben werden, aber nun darf man eben solche Bilder nicht ohne Altersabfrage en détail zeigen. Dabei ist es dann auch egal, ob sie der Kunst zuzuordnen sind, wie in diesem Fall, oder ob sie lediglich die Fantasie und die niederen Instinkte beleidigen und nur plumpen Sex darstellen. Bei Laurent Benaïm ist das anders: „Ich war schon immer von Sex fasziniert, der Vielfältigkeit der Praktiken und dem unbedingten Willen der Menschen, ihre Fantasien zu verwirklichen“, wie der Pariser Fotograf erklärt. „Diese Augenblicke der Lust fesseln mich in all ihren Formen: den schönen, den hässlichen. Ich habe keine Kriterien für eine ästhetische Auswahl, mich interessiert nur der Ausdruck menschlichen Verlangens.“ Continue Reading

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Männer, wie Gott sie schuf: George Quaintance in Berlin

(„The Bandit“, 1953, Private collection, © George Quaintance, courtesy of TASCHEN)

Heute kaum vorstellbar, aber es gab eine Zeit, in der Homosexualität ein Tabuthema war und in der sich erotische Kunst am Rande der Legalität bewegte. Es brauchte einige Vorreiter, die den Weg für Künstler wie Tom of Finland, James Bidgood, Harry Bush, Etienne und Pierre et Gilles ebneten und die eine sexualisierte Darstellung des männlichen Körpers überhaupt salonfähig machte.
Der Maler George Quaintance war ein solcher Vorreiter. Er war ein Meister der Darstellung männlicher Physis und lebte offen schwul in einer Zeit, in der das Bekenntnis zur Homosexualität nicht nur riskant, sondern sogar verboten war. Seine Bilder idealisierter männlicher Körper bildeten die Blaupause für eine Ästhetik, die bis heute maßgeblich die schwule Kultur prägt – ein Blick auf das Folsom Europe genügt und man weiß, was ich meine. Continue Reading

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Christo gibt Signierstunde in Berlin

(„Barrels and The Mastaba“; p. 188; Christo and Jeanne-Claude; The London Mastaba, Serpentine Lake, Hyde Park, 2016-2018; Photo: Wolfgang Volz)

Der ein oder andere Leser wird es mit Sicherheit im letzten Sommer live in London gesehen haben: Von Mitte Juni bis Mitte September vergangenen Jahres konnte man im Hyde Park die neueste Installation von Christo und seiner Frau, Jeanne-Claude, sehen (ein Übersehen war übrigens auch nicht möglich, schließlich sprechen wir von einem Werk, das 20 Meter hoch war): The Mastaba (Project for London, Hyde Park, Serpentine Lake). Continue Reading