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Beauty

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Ein kalifornischer Traum

(„California Dream; Bild: Louis Vuitton)

In einer Zeit, in der man gerne Reisen möchte, es aber nur unter allerlei Umständen machen kann, ist die Vorstellung eines Ausflugs, den man im Geiste erlebt, sehr verlockend. Gestern Malediven, morgen Wuppertal, übermorgen Paris – kein Problem, zumindest wenn man mit einer gehörigen Fantasie ausgestattet ist. Inspiration liefern Coffee Table Books, Musik, Filme und natürlich Düfte, die eh dafür stehen, die Fantasie anzuregen und die Sinne beleben. Zudem lösen sie Assoziationen zu bestimmten Orten aus und lassen uns durch ihre exotischen Zutaten in Gedanken verreisen.
Eine Maison, die beides – also Düfte und die Reisen – verbindet, ist Louis Vuitton. Dass das Haus eine lange Duft-Geschichte hat, wird oftmals vergessen. So wurde im legendären Store an der Champs-Élysées in den 1930er-Jahren eigene Duftkreationen angeboten, die die häufig extra nach Paris gereisten Kunden kaufen konnten, wenn sie sich ihre Reisekoffer bestellten. Namen wie „Eau de Voyage“ (1946), „Je tu il“ sowie „Heures d’Absence“ (jeweils aus dem Jahr 1927) entlehnten schon damals ihre Inspirationen und Namen aus dem Gefühl des Fernwehs. Continue Reading

Accessories Beauty Kosmetik

Rouge Hermès – Lippenstifte als Kunstobjekte

(Photo Courtesy of Hermès by Sasha Marro)

Hermès, seit 1837 ein Haus der Objekte, präsentiert mit La Beauté Hermès und der ersten Kollektion Rouge Hermès, die der Schönheit der Lippen gewidmet ist, sein sechzehntes Métier und erstmals in der Geschichte dekorative Kosmetik. Parfums sind bei Hermès schon lange fester Bestandteil des Sortiments und Klassiker wie Calèche oder Amazone gab es schon früh. Doch an eines wagte sich das Familienunternehmen lange nicht heran, Make-up Linien wirkten fast zu profan, sollte man meinen. Der Anspruch bei Hermès ist hoch und so ist das Ergebnis auch keine normale Lippenstiftlinie. Kleine Kunstwerke wurden mit vielerlei Bezügen zur Geschichte des Hauses kreiert und die Geschichte der Entwicklung begann schon vor fünf Jahren. Continue Reading

Werbung - in Kooperation mit Tabac Original

Guess Who’s Back?

Wie konnte das passieren? Vor wenigen Jahren hätte es vermutlich niemand für möglich gehalten, aber der Bart ist weiterhin sexy. Dieser sollte natürlich auch gepflegt sein und so verwundert es nicht, dass Barber Shops eine Art Renaissance feiern. Eine schöne Entwicklung, wie ich finde, denn nachdem seit den 1990er-Jahren das Geschäft mit den seelenlosen 10€-Friseuren expandierte, weiß man, dass die Qualität nicht an die der klassischen Handwerksbetriebe rankommt, zudem dort auch der Umgang mit dem Rasiermesser nicht gescheut wird.
Doch nicht nur der Bart ist wieder da, sondern auch Produkte, die sich schon vor Jahrzehnten ins Duftgedächtnis geprägt haben – so zum Beispiel ein Klassiker, der in den 1950-Jahren seine Premiere feierte und den mit Sicherheit jeder kennt … Continue Reading

Bartpflege

I’m bleu …

(Gaspard Ulliel, Gesicht der „Bleu De Chanel Le Parfum“-Kampagne; Bild: PR)

… da ba dee da ba daa. Die Sache mit Ohrwürmern ist unberechenbar. Sie kommen scheinbar aus dem Nichts, ausgelöst durch einen Trigger – in diesem Falle ein Wortspiel – und setzen sich dann für einige Zeit fest. Im besten Fall ist der Song gut, im ungünstigsten Fall von Eiffel 65. Dankt mir später. Doch es soll hier nicht um nervenden Europop der End-90er gehen, sondern um eine angenehme Neuigkeit aus dem Jahr 2019. Doch von Anfang an.
Neulich habe ich irgendwo gelesen, dass der Bart wieder out ist. So ein Quatsch. Das wäre in etwa so, als ob man sagt, Kopfhaare seien jetzt unmodern. Im Grunde genommen geht es eh nur darum, dass der Bart gepflegt und gehegt ist. Wer, wie ich, kein ruhiges Händchen für den eigenen Bart hat, dem empfehle ich den regelmäßigen Besuch eines Barbiers – mindestens alle zwei Wochen sollte man sich den Besuch im Barber Shop gönnen, gerne aber auch wöchentlich. Continue Reading

Düfte

Summertime!

(Bild: Sébastien Zanella)

Karl Lagerfeld sagte einmal: „Wer auf meiner Party über Kinder oder das Wetter redet, wird nicht mehr eingeladen“. Nun möchte ich hier natürlich nicht über das Wetter plaudern, dennoch lieferte mir ein flüchtiger Blick auf meine Wetter-App den Beweis für eine gefühlte Veränderung: Es wird tatsächlich wärmer und ja, wir haben sonnige Aussichten.
Neben einer Vorliebe zur kurzen Hose, zu der sich übrigens mein Verhältnis zu Flip-Flops antiproportional verhält, ändern sich bei mir auch die Duftgewohnheiten – weg von den schweren Parfums, hin zu sommerlich-leichten Düften. Continue Reading

Interview

Berlin kann schlimm riechen

(Ted Young-Ing und Stefan Kehl; Bild: AER)

4.533! Es klingt unglaublich, aber lt. der Online-Community „Parfumo“ wurden allein im Jahre 2017 4.533 neue Düfte auf dem Markt gebracht. Natürlich verschwindet ein Großteil dieser Neuerscheinungen nach wenigen Saisons, nur die wenigsten überdauern einige Jahre und noch viel weniger haben das Zeug zum Klassiker.
Kaum Marketingbudget, keine großen Werbegesichter – Nischendüfte haben es im Verhältnis zu den Duft-Blockbustern naturgemäß schwerer, sich am Markt zu behaupten. Dabei sind es doch gerade die kleinen, feinen Düfte, die sich ganz besonders lohnen, entdeckt zu werden. Continue Reading

Beauty

Die Beautywelt mit Kinderaugen sehen

(Bleu de Chanel; Bild: Chanel)

Eltern werden es kennen: Kinder überraschen – stolz wie Oskar – als Geschenk oder einfach nur zwischendurch ihre Liebsten mit selbst gemalten Bildern, die dann häufig am Kühlschrank in eine Art heimischen Galerie präsentiert werden.
Werkreife? Vorschemaphase? Schemaphase I oder schon II? Kinderpsychologen würden vermutlich beim Anblick der Chanel-Kampagne zum Muttertag verzweifeln, zumindest in Hinblick darauf, die Werke den einzelnen Phasen in der kindlichen Entwicklung zuzuordnen. Fakt ist, dass die Bilder, die die Produkte des Hauses in den Mittelpunkt rücken, äußerst detailreich und szenisch sind, sodass es Spaß macht, sich durch die Galerie zu klicken: Continue Reading

Beauty

Boy de Chanel – Make-up für Männer – Eine Betrachtung

(Courtesy of Chanel – BOY DE CHANEL)

Chanel lanciert demnächst erstmals eine Make-up-Linie für Männer. Für mich ein willkommener Anlass einmal einen Trend zu besprechen, den ich schon seit geraumer Zeit beobachte. Denn was, zumindest in meiner Generation, auf den ersten Blick unkonventionell erscheint, ist in globaler Sicht eigentlich nur eine längst überfällige Antwort auf eine Tendenz, die sich seit vielen Jahren verstärkt. Sicherlich schaut das Haus in erster Linie erst einmal auf die asiatischen Märkte und bedient natürlich als französische Luxusmarke, Europa, den wichtigen Ursprungsmarkt, mit. Weit gefehlt:
Denn genauer hingeschaut sind schon in südeuropäischen Kulturen und dem Nahen Osten bei Männern exakt gepflegte Augenbrauen und gefärbte Wimpern an der Tagesordnung. Bei den Asiaten verschwimmt, das belegt Instagram tagtäglich, eh die Grenzen zwischen Garderobe und Accessoires, die fröhlich aus der Damenmode adaptiert werden, viel fließender. Sicherlich auch aufgrund der Körpermaße einfacher zu bewerkstelligen als bei uns Nordeuropäern, aber auch das Bewusstsein zu den Geschlechtern ist ein anderes. In Asien sind schon allein durch Mangakultur, Pop-Art Tendenzen und die starken Idolisierungen von Stars und Designtendenzen, Männer mit Make-up Alltag und Produkte werden selbstverständlich überall angeboten.
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Werbung - in Kooperation mit Trussardi

Legaler Verführer: Trussardi Riflesso

(Trussardi Riflesso; Bild: Horstson)

Aufmerksame Leser werden ahnen, womit ich einen Teil der vergangenen Feier- und freien Tage verbracht habe: Mit einem Schaufensterbummel par excellence.
Aktuell liegt bei meiner etwas aus der Mode geratenen Freizeitbeschäftigung das Hauptaugenmerk auf einem ausgiebigen Blick auf die Auslagen der Parfümerien.
In Wirklichkeit sind gute Parfümerien so etwas wie die am besten duftenden Kulturinstitute der Welt, in denen bestens geschulte und stets gut gelaunte – um weiter in der Bildsprache zu bleiben – Kulturattachés, die VerkäuferInnen, nicht dazu da sind, schnöde „Probleme“ zu lösen oder den „pragmatischen Nachkauf“ zu unterstützen. Diese sach- und fachkundigen Wesen sind Motivforscher, sie besitzen die Expertise, sollen und können uns schöner machen. Sie sorgen dafür, dass wir auf Duftwolken schwebend durch den Tag gleiten. Sie sind, wenn man so will, die besten legalen Verführer. Ein neuer Duft, von dem man sich verführen lassen kann, kommt nun hinzu: Trussardi Riflesso. Continue Reading

Werbung: In Kooperation mit Gillette

Im Auge des Betrachters

(Wahre Schönheit: Gillette Fusion)

»Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Schönste im ganzen Land?« Ich beginne nur selten Beiträge mit einem (Fast-) Zitat aus einem bekannten Märchen – ehrlich gesagt ist es das erste Mal. „Schuld“ an dieser Premiere ist die Frage nach dem morgendlichen „Spiegelmoment“, die mir Gillette vor wenigen Tagen im Rahmen der „Bereit. Für jeden Tag“-Kampagne gestellt hat. „Spiegel“, „Morgen“ – eine ganz und gar merkwürdige Assoziationskette um den Begriff“ ‚Schönheit‘ begann, ohne dass das Wort überhaupt gefallen ist. Warum löst ein einziger Begriff so viel Ehrfurcht ein? Continue Reading