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Gucci zeigte Cruise 2025 in London

Foto: Gio Staiano

London calling! Die Cruise-Show von Gucci für das Jahr 2025 fand in London, genauer gesagt im Tate Modern statt. Die Galerie zählt zu den weltweit größten Museen für moderne und zeitgenössische Kunst – bei dem Luxuslabel wird also weiterhin geklotzt und nicht gekleckert, wenn auch auf eine ganz elegante Art und ganz anders als Alessandro Michele. Der Vorgänger von Sabato De Sarno zeigte schon die Cruise 2017 in der Hauptstadt – wohlgemerkt in den Kreuzgängen von Westminster Abbey.

Tate Modern, also der Ort für die Präsentation der Cruise 2025, wurde seitens Sabato De Sarno ganz bewusst gewählt. Das Museum schlägt die Brücke des Hauses zur historischen Verbindung nach London: Bereits 1897 arbeitete Guccio Gucci als Gepäckträger im Savoy Hotel in der britischen Metropole. Inspiriert von der Atmosphäre der Stadt kehrte der Gründer des Luxuslabels nach Florenz zurück und eröffnete einen Laden für Reiseartikel.
Allein schon die Architektur des Gebäudes steht für Modernität. Nackter Beton wird durch die Dekoration der Schau von einem Panorama aus Grün durchdrungen. Mensch und Natur, sentimental versus minimalistisch. Zwei Seiten Londons treffen aufeinander – ein symbolischer Gegensatz, den Sabato De Sarno einfangen wollte.

Foto: Gio Staiano

„Wir entschieden uns für London als Veranstaltungsort für die Cruise-Show, wohl wissend, dass das die richtige Wahl war“, wie der Designer erklärt. „Ich habe dieser Stadt viel zu verdanken, sie hat mich aufgenommen und mir zugehört. Das Gleiche gilt für Gucci, dessen Gründer sich von seinen Erfahrungen dort inspirieren ließ. Die Rückkehr des Hauses basiert auf dem Wunsch, in sein unverwechselbares Wesen einzutauchen, in seine kreative Antriebskraft mit seiner grenzenlosen Fähigkeit, Gegensätze zusammenzubringen, sie in Dialog zu bringen und Wege des Zusammenlebens zu finden. Heute sind wir hier, um diesen Geist zu feiern.“

Für die Cruise-Kollektion 2025 von Gucci bedeutet das, dass Strenge auf Extravaganz trifft, Stärke auf Zartheit – also Englisch mit italienischem Akzent. Kurze, aus technischem Gabardine gefertigte Mäntel haben eine messerscharfe Präzision, kontrastiert mit wilden Kamillenflora-Motiven und schmiegen sich weich an den Körper. Diese Blumenstickereien erhalten neue Dimensionen, ausgeführt in 3D aus lasergeschnittenem Organza, von Hand zusammengesetzt, oder aus handgeformten geformten Pailletten, die sich frei um den Körper bewegen.

Foto: Gio Staiano

Folgt man den Ideen von Sabato De Sarno, so verschmilzt Mode mit Arbeitskleidung, die Straßen- mit der Salonkleidung. So lässt der Designer den ikonischen Gucci-Karabinerverschluss auf eine feminine Perlenkette übertragen. Horsebit-Details auf dem Wildleder sind eine Hommage an die Verbindung des Hauses mit der Welt des Reitsports. Insgesamt finden sich zahlreiche Symbole des britischen Stils – Tartans, Schneiderkunst – und Embleme von Gucci in der Kollektion – allesamt neu überdacht und für eine neue Generation neu interpretiert.

Die Aufzeichnung der Präsentation der Gucci Cruise 2025 findet sich hier.

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