Browsing Tag

Ausstellungstipp

Ausstellung News

Ausstellungstipp: „Helmut Newton One Hundred“ in Berlin

(Foto: Max von Gumppenberg)

Wo wir doch gerade über Helmut Newton gesprochen haben … Neben der Neuauflage des legendären Buches „Helmut Newton: SUMO“ gibt es noch eine andere Newton-Neuigkeit.
Am vergangenen Samstag wäre der Fotograf 100 Jahre alt geworden. Dieses besondere Jubiläum nimmt die Helmut Newton Stiftung, deren Sitz übrigens in Berlin ist, zum Anlass, den Fotografen zu ehren, indem ein Teil seiner Werke erstmals und frei zugänglich ist – in einer Outdoor-Ausstellung in Berlin-Kreuzberg.

Continue Reading

News

Die Fondazione Prada präsentiert “Love Stories – A Sentimental Survey by Francesco Vezzoli”

(Francesco Vezzoli; Foto: Ugo Dalla Porta)

Kunst, vom Sofa aus betrachtet: Die Fondazione Prada präsentiert ab dem 4. Mai 2020 auf ihrem Instagram-Konto „Love Stories – A Sentimental Survey by Francesco Vezzoli“. Die Idee des virtuellen Kunstprojekts ist es, den emotionalen, psychologischen und sentimentalen Status einer breiten Online-Community durch die Sprache der sozialen Medien zu erforschen.
Kuratorin von „Love Stories – A Sentimental Survey by Francesco Vezzoli“ ist Eva Fabbris. Die Kunsthistorikerin konnte aus dem Vollen schöpfen: Mit „Love Stories“ übernimmt Francesco Vezzoli die oft belächelten Kommunikationsstrategien von Instagram. Der Fokus lag insbesondere auf den Abstimmungsfunktionen der Instagram-Stories.

Continue Reading

Ausstellung

Lindberghs unerzählte Geschichten

(Peter Lindbergh; Uma Thurman, New York, 2016 © Peter Lindbergh; Courtesy Peter Lindbergh, Paris)

Bildgewordene Legende – Vor rund dreieinhalb Jahren habe ich die einmalige Ehre gehabt, kurz mit Peter Lindbergh zu sprechen. Mich mit diesem Genie an Fotografen über seine Ausstellung in Rotterdam auszutauschen und klar, auch ein Fan-Foto zu schießen. Man war das klasse und bis heute ganz sicher eines meiner größten Modehighlights (dicht gefolgt vom Selfie-Schießen mit Karl Lagerfeld himself) mit allerhöchstem Gänsehautpotential. Dass Lindbergh dieses Jahr verstorben ist, hat mich dann irgendwie richtig traurig gestimmt – normalerweise habe ich das bei berühmten Personen nie, also den Hang zum Mitgenommen-Werden. Wisst ihr, was ich meine? Mich berührt es in den seltensten Fällen, wenn die sozialen Medien plötzlich mit Fotos und Anekdoten zu irgendwelchen Personen des öffentlichen Lebens überspült werden und jeder den Eindruck erwecken möchte: Ach Mensch, den kannte ich. Ich kannte Lindbergh nicht, nicht mal im Einsatz. Aber ich bilde mir ein, sagen zu können: Seine Bilder schon.

Continue Reading

News

Mode-Ausstellungs-Macht

(Prada Resort-Kampagne 2020; Fotos: Keizo Kitajima und Drew Vickers)

Puh, seit Abgabe meiner Masterarbeit sind zwar schon Monate vergangen und trotzdem fühlt es sich wie gestern an: Recherchieren, Ideen konkretisieren und das passende, finale Thema finden – Schweißattacken, größere wie kleinere Schreibblockaden und Abgabestress inklusive. In meinem Fall des wissenschaftlichen Arbeitens ging es um die Entwicklung von Modeausstellungen in den letzten Jahrzehnten. Ein spannendes Feld, wie ich finde. Hierfür habe ich diverse Experten von Häusern wie dem V&A, andere Institutionen sowie Designer zum Gespräch getroffen und einen einmaligen Einblick erhalten. Ich konnte mir ein mehr als umfangreiches Bild machen und wurde glücklicherweise auch mit einer Bestnote belohnt (worum es hier jedoch keinesfalls gehen soll. Angeben können andere überzeugender). Wie so oft folgte danach erst mal ein Loch, ein tiefes. Plumps, war ich da schnell reingefallen. Eine weitere Auseinandersetzung perlte in den Wochen nach Abgabe an mir ab, von Modeausstellungen wollte ich vorerst nichts mehr wissen.

Continue Reading

Ausstellung

Ernst Barlach Museum: Karl Lagerfeld – Visions

(Hommage á Feininger Parade, 1998; © Karl Lagerfeld)

Am 19. Februar 2019 starb Karl Lagerfeld. Er war zweifelsohne der bekannteste Modeschöpfer seiner Zeit. Nun wird – passend zu seinem Geburtstag am 10.9.1933 – im Ernst Barlach Museum Wedel eine Ausstellung eröffnet, die Karl Lagerfelds besondere Liebe zur Fotografie in den Mittelpunkt stellt. Zu sehen sind Bilder, die Lagerfeld zu unterschiedlichen Themen (Mode, Werbung, Kunst, Kultur, Körper) mit vielen außergewöhnlichen Persönlichkeiten und weltberühmten Models aufgenommen hat.

Continue Reading

Ausstellung

LV in L.A.

(Arty Capucines; Bild: © Studio Lenthal)

Mit nur 16 Jahren traf Louis Vuitton eine Entscheidung, die nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner Söhne und ganzer Generationen verändern sollte: Er wollte Kofferhersteller werden. Nur fünf Jahre später, 1859, beschloss Vuitton, seine Werkstätten vom Laden in der Pariser Rue Neuve-des-Capucines auszulagern und zu professionalisieren. Asnières schien für dieses Vorhaben ideal: Der Ort liegt weniger als 10 Kilometer vom Zentrum der Hauptstadt entfernt und ist gut per Bahn zu erreichen. Das 4.500 m² große Grundstück bot alles, was er brauchte, um die Gepäckstücke zu produzieren. Selbst die Infrastruktur stimmte: Das für das Hartgepäck benötige Holz konnte – über die Seine geschifft – angeliefert werden und es gab genug Platz für die Metallwerkstätten. Also ließ Vuitton von den Architekten Henri Labrouste und Victor Baltarde in Asnières eine radikal moderne, luftig-verglaste Manufaktur im „Eiffel Stil“ erbauen.
Das ist nun 160 Jahre her und Louis Vuitton – heute eines der erfolgreichsten Luxuslabels der Welt – begeht dieses Jubiläum mit einer Ausstellung in Beverly Hills: „Louis Vuitton X“.

Continue Reading

Ausstellung

„Dior: From Paris to the World“-Ausstellung in Dallas

(„Dior: From Paris to the World“-Ausstellung in Dallas; Bild: © James Florio)

„Dior: from Paris to the World“ zieht weiter um die Welt. Nach Denver wird die Ausstellung nun in Dallas fortgesetzt.
Die Retrospektive zeigt über 70 Jahre Haute Couture auf einer Zeitreise durch Länder und Städte, von denen Christian Dior und seine Nachfolger geprägt wurden. Doch welchen Bezug hat Monsieur Dior mit der Metropole im Norden von Texas, die – der imaginären Firma „Ewing Oil“ und der Serie „Dallas“ sei Dank – wie keine andere Stadt für Ölmagnaten und Cowboyhüten steht? Am 1. September 1947, wenige Monate nach dem Triumph des „New Look“, wie Carmel Snow, die damalige Chefredakteurin von Harper’s Bazaar, die bahnbrechenden Entwürfe der „Ligne Corolle“ euphorisch genannt hatte, kam der Couturier und Modehausgründer nach Dallas. Dort erhielt er den renommierten Neiman Marcus Award – sozusagen der damalige „Oscar der Mode“ – und traf die elegante Gesellschaft aus Amerika.

Continue Reading

Ausstellung

Musik trifft Fotografie

(Foto: Dieter Blum; Pariser Oper; Herbert von Karajan und Seiji Ozawa; Courtesy of CAMERA WORK)

Das Treppchen, vielmehr Leiter, in der Musikwelt ganz weit nach oben geklettert. Ziemlich erfolgreich, bisweilen weltbekannt und berühmt geworden. Die Rede ist von Namen, die auch weniger versierten Fans der klassischen Musik sicherlich ein Begriff sind: Daniel Barenboim, Kent Nagano, Sir Simon Rattle, Christian Thielemann und Leonard Bernstein. Sie alle eint eine kometenhafte Karriere als Dirigent und Künstler, Konzerte in sämtlichen wichtigen Konzerthäusern der Welt inbegriffen.
Bald vereint sie jedoch auch – neben ihrem fulminanten musikalischen Renommee – eine feine Ausstellung in der Berliner Galerie CAMERA WORK. Ab 15. Juni werden dort zahlreiche Fotografien verschiedenster Fotografen der oben genannten Genies in „Maestri: Musik und Leidenschaft“ gezeigt. Insgesamt werden 14 Künstlerinnen/ Künstler und sechs Dirigenten präsentiert und wir dachten: das ist doch eine Vorab-Info wert, oder nicht? schließlich gibt es den ein oder anderen Klassik-Enthusiast unter uns!

Continue Reading

Ausstellung

MAXXI widmet Paolo Di Paolo eigene Ausstellung: „Paolo Di Paolo. Mondo perduto“

(Pier Paolo Pasolini, Monte Testaccio, Rom, © Paolo Di Paolo Archiv)

Er war der beliebteste Fotograf von Mario Pannunzios politischer Wochenzeitung Il Mondo, in der er im Laufe von 14 Jahren 573 Fotos veröffentlichte, mit denen er bildhaft über Italien und den Rest der Welt berichtete. Er porträtierte Filmstars, Schriftsteller, Künstler, den Adel und die einfachen Menschen.
Paolo Di Paolo war ein außergewöhnlicher Chronist des Italiens der 1950er- und 1960er-Jahre, der mit Feingefühl, Strenge und Geschicklichkeit das Land festhielt, das aus der Asche des Zweiten Weltkriegs wiederaufgebaut wurde.

Continue Reading

Werbung - In Kooperation mit Taschen Verlag

Männer, wie Gott sie schuf: George Quaintance in Berlin

(„The Bandit“, 1953, Private collection, © George Quaintance, courtesy of TASCHEN)

Heute kaum vorstellbar, aber es gab eine Zeit, in der Homosexualität ein Tabuthema war und in der sich erotische Kunst am Rande der Legalität bewegte. Es brauchte einige Vorreiter, die den Weg für Künstler wie Tom of Finland, James Bidgood, Harry Bush, Etienne und Pierre et Gilles ebneten und die eine sexualisierte Darstellung des männlichen Körpers überhaupt salonfähig machte.
Der Maler George Quaintance war ein solcher Vorreiter. Er war ein Meister der Darstellung männlicher Physis und lebte offen schwul in einer Zeit, in der das Bekenntnis zur Homosexualität nicht nur riskant, sondern sogar verboten war. Seine Bilder idealisierter männlicher Körper bildeten die Blaupause für eine Ästhetik, die bis heute maßgeblich die schwule Kultur prägt – ein Blick auf das Folsom Europe genügt und man weiß, was ich meine.

Continue Reading