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Julian

Kunst

Drebin in Berlin

(David Drebin „Dont ever call me again“; Copyright David Drebin; Courtesy Camera Work)

Klick, Klick – Vor ein paar Tagen hat mich eine Pressemitteilung aus den Bereichen Fotografie und Kunst erreicht, die ich gerne in einer Shortnews mit Euch teilen möchte: David Drebin, Mode- und Werbefotograf aus New York City, zeigt ab diesem Wochenende in der Berliner CWC Gallery. Die Ausstellung „Love & Lights“ kommt mit jeder Menge großformatige Fotografie und Lightboxes daher – zudem werden verschiedene Neon Light Installationen zu sehen sein. Continue Reading

In Zusammenarbeit mit DRIVE. Volkswagen Group Forum

Nachgefragt bei … Neue Meister / Drive. Volkswagen Group Forum

(Bild: Sebastian Reuter, Getty Images / VW)

Klassik der Zukunft – Na, hin und wieder ärgert man sich ja doch in Sachen „temporär auf der anderen Seite der Welt leben“. Eigentlich bin ich durchweg happy und wortwörtlich auf der Sonnenseite Kaliforniens unterwegs, doch manchmal verpasst man dadurch auch spannende Projekte in der Heimat. So gerade erst geschehen: Zum 6. Mal lud das Label Neue Meister in Berlin zum Konzert „Modern Classical Music“ und ich war erstmals nicht mit von der Partie, schade. Seit über einem Jahr arbeite ich mit dem DRIVE. Volkswagen Group Forum zusammen – nicht nur aufgrund meines Studiums Kultur-und Medienmanagement eine Herzensangelegenheit – und darf auf Horstson festhalten, welche musikalischen Akzente hier neu gesetzt werden. Die Konzertreihe sagt mir gerade deshalb zu, weil sie immer wieder mit ungewöhnlichen Kombinationen aus internationalen Musikern auftrumpft und erfrischend heterogen Zielgruppen anspricht bzw. fasziniert. Elitär und prestigelüsternes Publikum? Fehlanzeige! Hier kommen Musikliebhaber, Kunst- und Kulturinteressenten der verschiedensten Sparten zusammen und genießen einen Abend voller musikalischer Stilmixe bestehend aus Klassik, Elektro und Pop! Continue Reading

Kunst

Cos’es Murmelparadies

(Bild: COS)

Koreanisch, komplex, COS – Das Modeunternehmen macht erneut gemeinsame Sache mit dem New Yorker Designstudio Snarkitecture und überzeugt mit einer Installation in tadaaa… Südkorea. Kein Witz, diesmal führt die Kulturverbundenheit der Marke nicht zu den Serpentine Galleries im Londoner Hyde Park oder Salone del Mobile nach Mailand, sondern schnurstracks in die asiatische Millionenmetropole Seoul. Binnen weniger Minuten war mein gesamter Instagram-Feed voller Aufnahmen der Arbeit Loop und da wollte ich euch die Eindrücke samt Murmelbahnassoziation nicht vorenthalten. Continue Reading

News

Klappe ab, Kreativgeist

Margiela, Margiela — Ich stelle gerade mit großem Entsetzen fest, dass mein letzter Beitrag auf Horstson schon beinahe einen Monat zurückliegt, mon dieu! Ist es nicht unheimlich, wie schnell die Zeit vergeht? Seit bald acht Wochen bin ich in Kalifornien und musste mich arbeitstechnisch erst mal akklimatisieren aka einfinden. Hier ist alles tipp-top und endlich finde ich auch wieder mehr Zeit zum Tippen von Artikeln. Heute gibt es eine kleine, aber feine News. Es geht um den Film des Jahres, eingefleischte Modefans aufgepasst: Mit „We Margiela“ sorgt eine Dokumentation der Oberklasse für Gesprächsstoff.
Bislang kursiert zwar erst mal nur ein Trailer durch die Irren und Wirren des Internets, trotzdem sind alle Branchenblätter angefixt bzw. berichten seit Tagen von nichts anderem. Dem schließe ich mich gleich mal an und fasse ein paar lose Informationen zusammen. Wie man es sich schon denken kann, wird es in der Dokumentation um das öffentlichkeitsscheue Modehaus Margiela gehen. Stück für Stück wird die Geschichte anhand von Aufnahmen und Interviews mit Beteiligten des Kreativteams sowie, der im Juli diesen Jahres verstorbenen, Mitbegründerin Jenny Meirens erzählt. Den ganzen Film habe ich leider auch noch nicht schauen können, Recherche auf der Webseite und anderen Publikationen haben jedoch einstimmig ergeben, dass es 2018 eine große Margiela-Retrospektive in Paris geben wird. Passt also zeitlich, nach bald 30 Jahren Unternehmensgeschichte, ziemlich gut, Vorfreude zu streuen. Continue Reading

Interview

Nachgefragt bei … Nicola Stäubli, Produktdesigner bei Freitag

(Bild: Lina Suter)

Trolley klein, Trolley groß – Über die Schweizer Taschenmarke Freitag haben wir bereits mehrfach berichtet (den letzten Artikel gibt’s hier zum Nachlesen), als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit in der Modewelt überraschen die Firmengründerbrüder Daniel und Markus seit bald 25 Jahren den Markt mit jeder Menge Ideenreichtum. Da wäre zum einen das Alleinstellungsmerkmal schlechthin zu nennen, recycelte LKW-Planen-Taschen made in Zürich. Weltweit, in beinahe jeder Groß- und Kleinstadt, trifft man auf die farbenfrohen Unikate. Selbst in der Designsammlung des MoMA ist das Label vertreten. Schaut man auf deren Auszeichnungen und Nominierungen in Sachen Designwettbewerben, könnte man meinen: Rubel und Geschäft rollen wie von selbst, da lässt es sich getrost zur Ruhe setzen! Falsch gedacht: Statt sich auf seinen Taschenerfolgen auszuruhen, setzen die Macher von Freitag auf immer neue Konzepte. Seit 2010 wird, neben dem steten Ausbau der Hauptlinie, auf das Konzept REFERENCE gesetzt. Erwachsener und schlichter im Auftritt, werden hier Accessoires und Taschen im höheren Preissegment angeboten. Zudem launchte das Label 2014 mit F-ABRIC eine Kleiderkollektion, die aus biologisch abbaubaren Textilien in Europa gefertigt wird. Warum beginne ich jedoch mit einem zeitlichen Abriss des Unternehmens und rede um den heißen Brei herum? Ganz einfach, denn Freitag kommt ab sofort mit einem weiteren Coup um die Ecke: Unter dem Arbeitstitel ZIPPELIN wird es fortan einen Reise-Trolley der besonderen Art geben. Soviel sei verraten: Es wird platzsparend, volumenflexibel und ziemlich praktisch. Um Euch weitere Informationen nicht vorzuenthalten, habe ich Nicola Stäubli zum Interview gebeten. Der Schweizer ist eigentlich als Produktmanager bei Freitag tätig, hat mit ZIPPELIN jedoch erstmals auch als Entwickler und Designer fungiert. Ein Gespräch über Fahrradschläuche, Kickstarter und Zürich als Produktionsstandort. Continue Reading

Auf Einladung von BMW

Nachgefragt bei … Adrian van Hooydonk / Head of BMW Design

Adrian van Hooydonk / Head of BMW Design; Bild: BMW

Weitreichende Visionen – Im Rahmen des Concorso d’Eleganza Villa d’Este und der BMW-Neuvorstellung der Designstudie Concept 8 Series am Comer See (den Artikel gibt’s hier zum Nachlesen), durfte ich vor geraumer Zeit Adrian van Hooydonk zum Gespräch treffen. Der gebürtige Niederländer steht seit 2009 an der Spitze der BMW Group und leitet sämtliche Designteams. Bewusst oder unbewusst wird so jeder von uns schon einmal seinen Entwürfen und Entwicklungen auf der Straße begegnet sein, schließlich prägt er als Designmanager die Automobilindustrie. Ein kurzer Blick auf seinen Werdegang genügt: Industriedesign-Studium an der Technischen Universität Delft, weitere Vertiefungen am Art Center College of Design in Vevey, eine der renommiertesten Schmieden der Automobilindustrie. Nach Beendigung der Ausbildung ging es für Hooydonk subito zu BMW nach München, eine Erfolgsgeschichte – und das seit Jahrzehnten. Auf der Seeterrasse des Grand Hotels treffe ich auf einen aufgeschlossenen Gesprächspartner, der trotz randvollem Kalender Rede und Antwort steht. Ein Interview über Concept Cars, Emotionalität und Zeitgeist.

Zuallererst, und diese Frage brennt mir auf der Zunge: Was fällt in Ihren Aufgabenbereich?
Mein Verantwortungsbereich deckt sämtliche Designaktivitäten der BMW Group ab. Sprich: Alle Automobildesigns von BMW, MINI, Rolls-Royce. Dazu kommen das Motorraddesign und die Arbeit in unseren Design Studios. Continue Reading

Influencer

Streetstyle, Streetstyle

Bill Cunningham at Fashion Week; Foto: Jiyang Chen; CC BY-SA 3.0

Wer schon seit ein paar Jahren dem Modezirkus beiwohnt oder dem Treiben betroffener Akteure aus Leser- und Konsumentensicht folgt, dem wird aufgefallen sein: da ist eine Menge im Umbruch, enorme Geschwindigkeit im Spiel! Dass ist an vielen Stellen auch gut so, keine Frage. Alles andere wäre schlichtweg behäbig, gar langweilig und keinesfalls dem ewig fordernden Zeitgeist entsprechend. Dann und wann sollte man jedoch auch die kritische Distanz suchen, Prognosen vornehmen und diese entweder aussprechen oder flux im Hinterkopf behalten. Letzteres trifft auf mich zu, Kategorie „Immerwährender Beobachter mit wenig Drang zum Mucks“ beschreibt mich wohl ganz treffend. In einem Fall hätte ich jedoch durchaus mal früher den Mund aufmachen können: Stichwort „Streetstyle“. Das Manegenpony der Mode ist nirgends weg zu denken, selbst alteingesessene Publikationen setzen immer häufiger auf internationale „Frisch von der Straße“-Authentisch-Styles und kürzen hierfür fleißig an herkömmlichen Editorial-Seiten. Bei Facebook und Instagram flattert das bunte Treiben ohne Unterlass durch den Feed, von morgens bis abends gibt’s kaum anderes zu sehen – nicht nur während der Modewochen. Prinzipiell nutze auch ich das sehr gerne als Inspirationsquelle und Hübsche-Leute-Schauen, da mag ich mich gar nicht ausklammern. Ich würde wohl auch nichts dagegen einwenden, wenn auch ich ein wenig mehr Talent zum wenig gestellt wirkenden Posen abbekommen hätte. Continue Reading

In Zusammenarbeit mit Tosso’s

Taschentest mit Tosso’s

Dass ich auf Horstson immer mal wieder Taschen und Rucksäcke teste, ist allgemein bekannt. Bislang waren es überwiegend Rucksäcke, die mich tangiert haben. Jetzt versuche ich es erstmals mit einer Duffle Bag und probiere hierfür ein Modell von Tosso’s beim Wochenendausflug in Schweden aus. Im Gepäck? Jede Menge Krimskrams, Regen- und Sommerklamotte! Der Stauraum ist gut durchdacht, selbst zwei Paar Schuhe und Necessaire passen locker rein. Für mich persönlich ist zudem ein Schultergurt unerlässlich, ich weiß nicht, wie es bei euch aussieht: Alsbald ich mit lediglich zwei Tragegurten an der Hand losziehen muss, sehe ich aus wie ein Hampelmann und schlage mir ungeschickt das Gepäck gegen die (ohnehin schon kurzen) Beine. Continue Reading

Auf Einladung von Louis Vuitton

Unterwegs mit … Louis Vuitton „Time Capsule“

(Louis Vuitton „Time Capsule“; Bild: Louis Vuitton)

Une histoire extraoirdinaire et riche – Während ich die Preview der Ausstellung Time Capsule in Berlin sichte, gehen mir immer wieder die Worte eines Manufakturmitarbeiters von Louis Vuitton durch den Kopf. Ihn und viele andere habe ich letzte Woche in den Ateliers in Asnières-sur-Seine/Frankreich kennenlernen dürfen. Gemeinsam mit einer feinen Truppe an Journalisten und Bloggern habe ich einen Tag vor den Toren Paris verbracht, durfte nicht nur im Privathaus durch Monsieur Louis Vuittons Wohnzimmer schleichen, sondern auch die alteingesessene Manufaktur besichtigen.
Hier werden seit 1859 – fünf Jahre nach Gründung des Unternehmens – direkt ans Privathaus der Familie Vuitton angesiedelt, die exklusiven und bedeutendsten Aufträge angefertigt. Mein Kollege Peter war bereits vor ein paar Jahren für Horstson vor Ort, seinen zeitlos-pointierten Beitrag kann ich an dieser Stelle jedem ans Herz legen (den Artikel mitsamt Fachwissen-Input gibt’s hier zum Nachlesen). Continue Reading

Interview

Nachgefragt bei … Jiyoon Yun, Gründerin von YUN Eyewear

(Foto: © 2017 YUN Eyewear)

Gleichermaßen geschützt und glasklar – Über das koreanische Brillenlabel YUN habe ich erstmals vor rund einem Jahr berichtet (den Artikel gibt’s hier zum Nachlesen), nun ist es Zeit für ein umfangreiches Interview mit der Gründerin Jiyoon Yun. Im Herzen von Berlin gelegen, werden im Store in der Rosenthaler Straße schnieke Modelle in 20 Minuten gefertigt. Ziemlich futuristisch und ohne Wartezeit bekommt man hier das passende Stück für den Nasenrücken. Für Horstson wollte ich etwas mehr über das zeitgemäß-schnelle Format erfahren und durfte dabei erstmals einen Blick auf die brandneue YUN Boho PC Collection werfen. Ein Gespräch über große Träume, Expertise und schmerzende Augen. Continue Reading