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Berlin

Ausstellung

Musik trifft Fotografie

(Foto: Dieter Blum; Pariser Oper; Herbert von Karajan und Seiji Ozawa; Courtesy of CAMERA WORK)

Das Treppchen, vielmehr Leiter, in der Musikwelt ganz weit nach oben geklettert. Ziemlich erfolgreich, bisweilen weltbekannt und berühmt geworden. Die Rede ist von Namen, die auch weniger versierten Fans der klassischen Musik sicherlich ein Begriff sind: Daniel Barenboim, Kent Nagano, Sir Simon Rattle, Christian Thielemann und Leonard Bernstein. Sie alle eint eine kometenhafte Karriere als Dirigent und Künstler, Konzerte in sämtlichen wichtigen Konzerthäusern der Welt inbegriffen.
Bald vereint sie jedoch auch – neben ihrem fulminanten musikalischen Renommee – eine feine Ausstellung in der Berliner Galerie CAMERA WORK. Ab 15. Juni werden dort zahlreiche Fotografien verschiedenster Fotografen der oben genannten Genies in „Maestri: Musik und Leidenschaft“ gezeigt. Insgesamt werden 14 Künstlerinnen/ Künstler und sechs Dirigenten präsentiert und wir dachten: das ist doch eine Vorab-Info wert, oder nicht? schließlich gibt es den ein oder anderen Klassik-Enthusiast unter uns! Continue Reading

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Laurent Benaïm gibt Signierstunde in Berlin

(Doppelseite aus „Laurent Benaïm“; Bild: Taschen Verlag)

Eins vorweg – die Bildauswahl hat mir bei diesem Beitrag Kopfzerbrechen bereitet. Bei der zur Auswahl stehenden Pressebildern gab es ein Problem: Sie waren explizit. Nun macht es mir nicht sonderlich viel aus, nackte Menschen zu sehen, wie sie Sex haben, Sex hatten oder Sex haben werden, aber nun darf man eben solche Bilder nicht ohne Altersabfrage en détail zeigen. Dabei ist es dann auch egal, ob sie der Kunst zuzuordnen sind, wie in diesem Fall, oder ob sie lediglich die Fantasie und die niederen Instinkte beleidigen und nur plumpen Sex darstellen. Bei Laurent Benaïm ist das anders: „Ich war schon immer von Sex fasziniert, der Vielfältigkeit der Praktiken und dem unbedingten Willen der Menschen, ihre Fantasien zu verwirklichen“, wie der Pariser Fotograf erklärt. „Diese Augenblicke der Lust fesseln mich in all ihren Formen: den schönen, den hässlichen. Ich habe keine Kriterien für eine ästhetische Auswahl, mich interessiert nur der Ausdruck menschlichen Verlangens.“ Continue Reading

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Männer, wie Gott sie schuf: George Quaintance in Berlin

(„The Bandit“, 1953, Private collection, © George Quaintance, courtesy of TASCHEN)

Heute kaum vorstellbar, aber es gab eine Zeit, in der Homosexualität ein Tabuthema war und in der sich erotische Kunst am Rande der Legalität bewegte. Es brauchte einige Vorreiter, die den Weg für Künstler wie Tom of Finland, James Bidgood, Harry Bush, Etienne und Pierre et Gilles ebneten und die eine sexualisierte Darstellung des männlichen Körpers überhaupt salonfähig machte.
Der Maler George Quaintance war ein solcher Vorreiter. Er war ein Meister der Darstellung männlicher Physis und lebte offen schwul in einer Zeit, in der das Bekenntnis zur Homosexualität nicht nur riskant, sondern sogar verboten war. Seine Bilder idealisierter männlicher Körper bildeten die Blaupause für eine Ästhetik, die bis heute maßgeblich die schwule Kultur prägt – ein Blick auf das Folsom Europe genügt und man weiß, was ich meine. Continue Reading

News

Ganz ohne Salon?

Heute ist ein (sau-)blöder Tag für die Berliner Modewoche, anders lässt es sich nicht in Worte fassen: der BERLINER SALON wird dichtgemacht, ab kommender Saison eingestellt. Die Neuigkeit wurde heute per Pressemitteilung ausgesandt und macht auch mich – Mode- bzw. Handwerksfreund und dabei nie Fan vom rasend schnelllebigen Laufsteggetümmel im Zelt – doch etwas wehmütig. Eine Einstellung des Formats wurde immer mal wieder von Szeneinsidern hinaufbeschworen, ich für meinen Teil habe das Gerücht jedoch bis heute kaum geglaubt. Das ist doch völliger Humbug? Leider nein, noch ist keine Zeit für 1. April-Scherze! Continue Reading

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Christo gibt Signierstunde in Berlin

(„Barrels and The Mastaba“; p. 188; Christo and Jeanne-Claude; The London Mastaba, Serpentine Lake, Hyde Park, 2016-2018; Photo: Wolfgang Volz)

Der ein oder andere Leser wird es mit Sicherheit im letzten Sommer live in London gesehen haben: Von Mitte Juni bis Mitte September vergangenen Jahres konnte man im Hyde Park die neueste Installation von Christo und seiner Frau, Jeanne-Claude, sehen (ein Übersehen war übrigens auch nicht möglich, schließlich sprechen wir von einem Werk, das 20 Meter hoch war): The Mastaba (Project for London, Hyde Park, Serpentine Lake). Continue Reading

News Shopeinrichtung

Ron ist da!

(Ron Dorff, Alte Schönhauser Straße 41, Berlin; Foto: Pascal Rohé)

Wir hatten es schon erwähnt – die französisch-schwedische Marke Ron Dorff expandiert nun auch in Deutschland. Nach der äußerst positiven Entwicklung der Marke durch diverse Multibrand- und Department Stores wie Lodenfrey, Breuninger, Oberpollinger, Mientus und Braun sowie dem Rondorff Onlinestore, steht Deutschland neben den US, UK und Frankreich auf Platz 4 der global größten Ron-Dorff-Märkte.
Heute nun hat der erste „richtige“ deutsche Store seine Pforten geöffnet – in Berlin Mitte, versteht sich, auf der Alten Schönhauser Straße 41, um genau zu sein. Continue Reading

News

Ron Dorff eröffnet Store in Berlin

(Kerry Degman für Ron Dorff; Foto: Ron Dorff)

„Discipline is not a dirty word“. Wer sich schon immer mal gefragt hat, wer so etwas auf Pullover und andere Textilien druckt, der bekommt jetzt bei uns die Antwort. Hinter diesem Aufdruck steckt die französisch-schwedische Marke Ron Dorff. Die Marke selber bewegt sich irgendwo zwischen Sports- Casual- und Gaybrand, was nicht zuletzt auch Aufdrucken wie „Dad“ oder „Rush“ (u.a. Poppers Marke) zu verdanken ist. Continue Reading

Shopeinrichtung

Kuriositätenkabinett auf dem Ku’damm

(Gucci Kurfürstendamm, Berlin; Foto: Courtesy of Jonas Huckstorf)

Alles neu am Kurfürstendamm: Gucci hat seinen Laden auf dem Boulevard in Berliner Westen renoviert. Die Boutique liegt – wen wundert’s – in der guten Ecke des Ku’damms, also in Nachbarschaft zu Chanel, Louis Vuitton & Co. und nicht in dem etwas in die Jahre gekommenen Teil, in dem sich die üblichen Filialisten die Klinke in die Hand geben.
Das Geschäft erstreckt sich über 552 Quadratmeter auf zwei Etagen und beherbergt eine breite Palette von Gucci-Produkten, von der Konfektion für Männer und Frauen über Handtaschen, Gepäck, Kleinlederwaren, Schuhe, Schmuck, Uhren, Seide, Brillen, Düfte und natürlich auch Gucci-Dekor. Continue Reading

Kultur

Der Nussknacker 2018 @ Deutsche Oper Berlin

(Der Nussknacker 2018, Deutsche Oper Berlin; Foto: Bettina Stöß)

Er gehört zu Weihnachten wie der Weihnachtsbaum oder der Adventskranz. Daher gibt es auch in dieser Saison eine neue Nussknacker-Inszenierung an der Deutschen Oper in Berlin. Und auch in diesem Jahr natürlich mit der Musik von Peter I. Tschaikowsky, allerdings deutlich anders inszeniert als in der letzten Saison von Nacho Duato. Und während sich viele Rezensionen u.a. bei Duatos letzter Inszenierung daran störten, dass er keine Kinder in seine Aufführung mit einbezogen hat, hat diese Inszenierung davon fast ein paar zu viel. Continue Reading

News

Zalando stampft Bread&&Butter ein – zumindest vorerst

(© Sam Smelty for Zalando | Filiz Serinyel)

Es ist noch gar nicht lange her, dass Zalando die Bread&&Butter als Erfolg feierte: Im August verkündete der Moderetailer, dass die Verkaufsmesse, die zum Teil als “Festival of Style and Culture” wahrgenommen wurde, an allen drei Tagen ausverkauft war und am Veranstaltungssamstag sogar ein Rekordhoch bei den Besuchern verzeichnete.
Doch nun das: „Alles, was wir investieren und ausprobieren, muss uns als Unternehmen strategisch weiterbringen und zugleich skalierbar sein“, sagte David Schneider im Interview mit dem Handelsblatt. „Da stoßen wir mit der Bread & Butter einfach an natürliche Grenzen. Deshalb werden wir – zunächst mal 2019 – keine Messe mehr veranstalten.“ Ob es im drauffolgenden Jahr eine Bread&&Butter-Neuauflage geben würde, konnte der Zalando-Mitbründer noch nicht sagen. Continue Reading