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Buchtipp

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Salvador Dalí Tarot: Symbole, Simsalabim und Surrealismus

(© Cartamundi, Turnhout Belgium © Salvador Dalí, Fundació Gala-Salvador Dalí, VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Denke ich an Tarotkarten, denke ich an den Hamburger Dom. Nun werden nicht nur Hamburger wissen, dass es sich bei dem Hamburger Dom keinesfalls um eine Kirche handelt, sondern um eine Kirmes, die viel Mal im Jahr auf dem Heiligengeistfeld in St. Pauli stattfindet. Inmitten des Trubels aus Karussell, Zuckerwatte und Würstchenbude steht immer ein Zirkuswagen, in dem der Besucher die Karten gelegt bekommt, um sich aus selbigen die Zukunft vorherzusagen zu lassen.
Ich mag solche Dinge. Sie wirken genauso aus der Zeit gefallen, wie das Kettenkarussell, das seine Runden dreht, und die Jahrmarktbude, in der die Frau ohne Unterleib zur Schau gestellt wird. Continue Reading

News

„Peter Lindbergh: Dior“ – das letzte Buch des Fotografen

(Peter Lindbergh. Dior; Bild: Taschen Verlag)

Als Peter Lindbergh noch gar nicht Peter Lindbergh war, sondern noch Brodbeck mit Nachnamen hieß, wendete sich weg von der Malerei und hin zur Fotografie. Der Fotograf Hans Lux lässt ihn bei sich assistieren. Ein Schritt, der die Namensänderung nach sich zog: „Es riefen öfter Leute im Atelier an und sagten freundliche Dinge wie „Ich schlag dir die Fresse ein“. Hans Lux fragte mich, was machst du denn für Sachen? Du bist doch eigentlich ein netter Kerl! Da stellte sich heraus, dass es bereits einen Fotografen namens Brodbeck gab, der überall Schulden hatte“, wie Lindbergh 2011 im lesenswerten Interview mit Christoph Amend im ZEITmagazin erklärte.
Lindberghs wahre Berufung nimmt seinen Gang. 1978 wagte er dann den entscheidenden Schritt nach Paris und womit auch eine enge Beziehung zum Haus Dior begann. Continue Reading

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Goldrausch

(Goldmine von Serra Pelada, State of Pará, Brasilien, 1986; © Sebastião Salgado)

Wohl kaum ein anderes Element hat eine solche Anziehungskraft auf den Menschen wie Gold. Nicht nur das Wirtschaftssystem richtet sich nach dem Edelmetall, auch ist ein Synonym für etwas Gutes: Goldjunge, Goldesel, Goldene Zeiten.
Auf der anderen Seite ist das Schürfen von Gold zwar Stoff für Legenden, aber ebenso knüppelharte Arbeit.
Eine dieser Minen ist die, die sich unweit des brasilianischen Dorfes Serra Pelada befindet. Seitdem man 1979 in einem der Flüsse der Gegend Gold entdeckt hatte, weckte dieser Ort Sehnsüchte nach dem legendären Goldland El Dorado. Ein Jahrzehnt lang war sie die weltgrößte Freiluftgoldmine, in der unter unmenschlichen Bedingungen rund 50.000 Goldgräber arbeiteten. Der Tagebau galt als einer der größten der Welt, die Glücksritter errichteten unter katastrophalen Bedingungen eine eigene Stadt, in der – um sich möglichen Konflikten entgegenzustellen – Prostitution und Alkohol verboten waren. Continue Reading

Coffee Table Book

Nikolai von Bismarck und Kim Jones präsentieren „The Dior Sessions“

(Dior – The Dior Sessions; Germain Louvet; © Nikolai Von Bismarck)

Googelt man nach Nikolai von Bismarck, stößt man gleich auf einen Beitrag der Kollegen des Online-Magazins „Très Click“: »6 Fakten, die ihr jetzt über Kate Moss‘ neuen Boyfriend wissen müsst«, steht da geschrieben. En détail ist es seine Verwandtschaft zu Otto von Bismarck (Urenkel), er ist super vernetzt in der Londoner Society, er hat eine Schwäche für Models und Töchtern von Rock-Musikern, seine Mutter Debonnaire hat ihn mit Kate Moss bekannt gemacht, er ist unter 30 (na ja, der Beitrag ist vier Jahre alt, mittlerweile ist er 32) und er ist ein erfolgreicher Fotograf.
Nun kann ich nicht einschätzen, inwieweit Nikolai von Bismarck wirklich eine Schwäche für Models hat, kann aber berichten, dass er sein Fotografentalent mit einer äußerst spannenden Zusammenarbeit mit Kim Jones und Dior unter Beweis gestellt hat: „The Dior Sessions“. Continue Reading

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Selfietime!

(Rembrandt van Rijn – Selbstporträt mit Barett, mit erstauntem Blick, 1630 Radierung mit etwas Kaltnadel; © Albertina, Vienna)

Vor einigen Jahren merkte Karl Lagerfeld im Interview mit der britischen Tageszeitung „The Guardian“ an, dass er gar nichts von Selfies hält: „Das Kinn ist zu groß, der Kopf ist zu klein. Nein, das ist elektronische Masturbation.“ Wie der Designer hingegen über Selbstporträts gedacht hat, lässt sich schwer sagen – insbesondere dann, wenn es sich um Werke von Rembrandt van Rijn handelt.
Der Taschen Verlag hat nun sämtliche Selbstporträts des niederländischen Malers in einem Band zusammengefasst. Continue Reading

Coffee Table Book

Gucci aus dem Blickwinkel von Harmony Korine

(Gucci by Harmony Korine; Bild: Mit freundlicher Genehmigung des Ministeriums für Kulturerbe und Aktivitäten – Archäologischer Park von Pompeji)

Der Name Harmony Korine dürfte dem Großteil der Horstson-Leser ein Begriff sein, wenngleich er sicherlich nicht sofort in den Sinn kommt, wenn man an Drehbuchautoren oder Regisseure denkt. Zur Erinnerung: Große Aufmerksamkeit erregte Korine Mitte der 1990-Jahre, als er das Drehbuch zu dem Film Kids, das vom Fotografen Larry Clark verfilmt wurde, ablieferte.
Nun gab Gucci die Zusammenarbeit mit dem Regisseur bekannt. Das Ergebnis dieser Kooperation ist die limitierte Ausgabe eines bildgewaltigen Buches: „Gucci by Harmony Korine“. Zu sehen gibt es jede Menge Bilder mit Entwürfen der Pre-Fall-Kollektion 2019, die in den antiken Städten Herculaneum (ital. Ercolano) und Pompeji in der Region Kampanien in Süditalien aufgenommen wurden. Continue Reading

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Christo gibt Signierstunde in Berlin

(„Barrels and The Mastaba“; p. 188; Christo and Jeanne-Claude; The London Mastaba, Serpentine Lake, Hyde Park, 2016-2018; Photo: Wolfgang Volz)

Der ein oder andere Leser wird es mit Sicherheit im letzten Sommer live in London gesehen haben: Von Mitte Juni bis Mitte September vergangenen Jahres konnte man im Hyde Park die neueste Installation von Christo und seiner Frau, Jeanne-Claude, sehen (ein Übersehen war übrigens auch nicht möglich, schließlich sprechen wir von einem Werk, das 20 Meter hoch war): The Mastaba (Project for London, Hyde Park, Serpentine Lake). Continue Reading

Coffeetable Books

Gucci widmet Dapper Dan einen Bildband: Dapper Dan’s Harlem

(Dapper Dan’s Harlem; Ari Marcopoulos)

Es gibt wenig Designer, die man ungestraft „Kultdesigner“ nennen darf – Daniel Day, alias als Dapper Dan, gehört definitiv zu diesem illustren Kreis von Modeschöpfer. Bekannt wurde der Amerikaner mit seinem Shop, „Dapper Dan’s Boutique“, in der 125. Straße im New Yorker Stadtteil Harlem. Rapper und Künstler gaben sich dort die Klinke in die Hand – auch, weil Dans Kleidung für die damalige Zeit regelrecht mutig war. Der Designer kokettierte in den 1980er- und 1990er-Jahren mit den Logoprints zahlreicher Luxuslabels. Das gefiel nicht jedem: Labels wie Gucci und Louis Vuitton verklagten Dapper Dan, da er sich bei den Logos der Unternehmen bediente. Diese Klagen hatten zur Folge, dass die Boutique geschlossen werden musste. Continue Reading

Buchtipp

Buchtipp: „Paolo Di Paolo. Mondo Perduto. Fotografie 1954-1968“

(Anna Magnani; © Archivio Paolo Di Paolo)

Gucci scheint nicht müde zu werden, Kultur zu fördern. So hat das Modehaus Anfang des Jahres im Palazzo della Mercanzia mit „Gucci Garden“ das Konzept eines konventionellen Museums in einen Raum umfunktioniert, wo die Entwicklung der Ästhetik und die Philosophie des Hauses zum Ausdruck kommen sollen, sowie in Zusammenarbeit mit Maurizio Cattelan das Ausstellungsprojekt „The Artist is Present“ kuratiert. Nun widmet sich Gucci dem italienischen Fotografen Paolo Di Paolo, der in mehr als 500 Fotos die Kunst- und Kulturwelt sowie die Mode- und Kinoszene und den Alltag des Normalbürgers im Nachkriegsitalien dokumentierte. Seine Arbeiten waren im berühmten wöchentlichen, in den 1950ern von Mario Pannunzio gestalteten Magazin Il Mondo sowie in der Illustrierten Successo zu sehen. Continue Reading

Coffee Table Book

WORLD (The Price of Love) – Martin Parr für Gucci

(World (The Price of Love); Foto: Martin Parr; Published by Guccio Gucci S.p.A. 2018, Italy)

Martin Parr ist ein Dokumentarfotograf, der zurecht das Prädikat ‚weltberühmt‘ trägt. Seit 1994 ist der Brite Mitglied der legendären Fotokooperative „Magnum“, hat weltweit rund 80 Ausstellungen zu seinem Werk gezeigt, darunter „ParrWorld“, eine Wanderausstellung, sowie eine Retrospektive im Barbican Arts Centre in London.
Martin Parr ist vor allem aber dafür bekannt, dem schlechten Geschmack seine schönste Seite zu entlocken: Ein dicker Männerbauch am überfüllten Strand, eine hummerrot verbrannte Frau – es entsteht ein Gefühl, das einen ergreift und zeitgleich Interesse weckt. Continue Reading