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Buchtipp

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Sich die Karten legen lassen: Die Geschichte des Tarot

(Le Diable Tarot for Dior, 2017; © Christian Dior Couture)

Kleeblätter, die magische Zahl „8“, ja, sogar die Karten soll sich Christian Dior regelmäßig von einer Wahrsagerin legen lassen: „Der Zufall hilft stets denen, die etwas ganz stark wollen“, schrieb er in seine Memoiren. Diese Nähe zum Aberglauben war vielleicht auch der Grund, warum die Dior-Designerin Maria Grazia Chiuri in ihrer zweiten Haute-Couture-Kollektion Tarotmotive in ihre Entwürfe einfließen ließ: Sie hat sich einfach – im übertragenen Sinne – die Karten selbst gelegt.
Man muss der Mystik, die jedem Tarot-Deck mitschwingt, keinen Glauben schenken, aber faszinierend ist die Vorstellung schon, durch Karten und derer Interpretation einen Blick in die Zukunft werfen zu können. Wer möchte nicht wissen, gerade in so holprigen Zeiten, wie wir sie jetzt erleben, was uns in den nächsten Wochen und Monaten erwartet?

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Buchtipp Gewinnspiel

Lesetipp: Alfons Kaiser – „Karl Lagerfeld: Ein Deutscher in Paris“

Trifft man einen Franzosen, würde der über den im letzten Jahr verstorbenen Karl Lagerfeld sagen: Er war ein französischer Designer, der in Hamburg geboren wurde. Suzy Menkes fragte mich einmal vor mehreren Jahren, warum Karl Lagerfeld in Deutschland als deutscher Designer gilt? Schließlich hat er doch kaum in Deutschland gearbeitet.
Zu Lebzeiten gehörte das Genie irgendwie durch seine Omnipräsenz allen, nach seinem Tod begann dann die Manifestation der Zugehörigkeit. Den Anfang machte im letzten Jahr die Französin Raphaëlle Baqué mit ihrem Buch „Kaiser Karl“, das zwar auch in Frankreich den deutschen Titel führte, aber auf die Jugend des Modeschöpfers weniger einging und eher sein umfangreiches Modeschaffen und die französische Sichtweise in den Vordergrund gestellt hat.

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„The End of the Game“ von Peter Beard in Neuauflage erschienen

© Peter Beard, Courtesy Peter Beard Studio, www.peterbeard.com

„Er ist ein Held von mir“ – eine der wichtigsten Referenzen für die Debütkollektion von Kim Jones bei Louis Vuitton lieferte das Werk von Peter Beard. Das Schaffen des Fotografen, Partylöwen und Autoren hatte zweifelsohne und gleichermaßen großen Einfluss auf Kultur, Mode und Jetset: Beards Abende im Studio 54 gelten als legendär, seine Afrika-Bildserien als Meilenstein und sein Einfluss auf die Kreativbranche ist bis heute zu spüren – so ließ sich Olivier Rousteing für seine Balmain Pre-Fall-Kollektion 2014 von Beard inspirieren.
Mit „The End of the Game“ gelang es Peter Beard, eines der wichtigsten Bücher über Afrika und die verheerende Wirkung, die der Einzug der westlichen Zivilisation auf den Kontinent und seine Tierwelt hatte, abzuliefern. Gleichzeitig zog der US-Amerikaner ein ernüchterndes Resümee: „Je tiefer der weiße Mann nach Afrika vordrang, desto schneller entwich das Leben aus den Steppen und dem Buschland… es verschwand in der unüberschaubaren Masse an Jagdtrophäen, Fellen und Kadavern.“
Peter Beards Klassiker über die Tierwelt Afrikas ist nun in einer Neuausgabe beim Taschen Verlag erschienen.

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Supermodel im Superbuch: Taschen Verlag „Naomi Campbell“

(Shot for Vogue, Italy, April 1990. © Ellen von Unwerth)

Naomi Campbell ist ein alter Hase im Geschäft. Geboren 1970, fing sie früh an, Fernseh- und Musikvideos zu drehen. Bei dem bekanntesten war sie gerade mal sieben Jahre alt: In „Is This Love“ von Bob Marley übernahm sie eine Statistenrolle (wenn man sich das Video genau anschaut, kann man sie entdecken).
Mittlerweile ist sie Supermodel, erfolgreiche Unternehmerin und arbeitete vor einigen Jahren eher unfreiwillig für fünf Tage bei der New Yorker Stadtreinigung. Doch sie nutzte die Aufmerksamkeit geschickt aus: An ihrem letzten Arbeitstag verabschiedete sich Naomi Campbell auf ihre Art von den Paparazzis – im silberfarbenen Abendkleid ließ sie sich vom ebenso silberfarbenen Rolls-Royce abholen. Das hat Klasse. Und Unterhaltungswert, was vielleicht auch zu Campbells Erfolgsgeheimnis gehört.

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Buchtipp News

Das Leben hat keine Einheitsgröße

(Bild: „Smile“ von larryc; Lizenz: CC BY 2.0)

Kennt noch jemand den Begriff der Modepolizei? Das waren diejenigen, die sich dazu berufen fühlten, den Stil anderer zu bewerten. Socken in Sandalen? Wie kann man nur! Ein Smoking ohne Lackschuhe? Das darf nicht sein. Es waren scheinbar strenge und unumstößliche Stilvorgaben, denen sich die Gesellschaft beugen musste, ohne Gefahr zu laufen, in „in“ oder „out“ kategorisiert zu werden. Doch es geschah in den letzten Jahren das, was immer dann passiert, wenn etwas zu eingefahren ist: Es wird vom neuen Zeitgeist abgelöst. Im Falle der Modepolizei bedeutet das, dass ihr ihr eigenes Diktat zum Verhängnis wurde: Sie wurde out.

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News

Leïla Menchari – Schaufenster der Träume

(Courtesy of Hermès: L‘Annee du Cheval 1993 Leïla Menchari Photo: Guillaume de Laubier. Archives Hermès Paris)

Die Frau, die mich schon als Kind vor ihren fantastischen Schaufenstern für das Haus Hermès in der Rue du Faubourg Saint Honoré in Paris träumen ließ, starb jetzt 93-jährig in Paris. Ein Grund, der berühmtesten Schaufenstergestalterin eine Hommage zu widmen. Eigentlich trifft dieser Begriff sie gar nicht, denn sie war viel mehr eine Träumerin, die uns das zeigte, wovon die meisten noch nicht einmal zu träumen wagten. Visionärin des Schönen schuf sie mit ihren Auslagen eine Pilgerstätte für alle Schaufensterdekorateure der Welt und die Visitenkarte des Hauses Hermès über das man Jahrzehnte sprach. Aber ihre Kunst lag nicht nur in den großartigen Fantasien und Szenarien, die sie jede Saison neu erdachte, sondern passend zu den Kollektionen wurden Hunderte Gegenstände und Objekte zu den Jahresthemen extra angefertigt. Ob der Fuß des Götterboten Olymp oder ein weißes lebensgroßes Nashorn aus weißem Leder, nichts schien unmöglich für die Ateliers anzufertigen, was sich diese charmante Frau ausdachte, die 1927 in Tunis geboren wurde.

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Buchtipp

Buchtipp: Peter Lindbergh – Untold Stories

(Olya Ivanisevic & Romina Lanaro, Los Angeles, 2006; © Peter Lindbergh; Courtesy of Peter Lindbergh, Paris)

Wir hatten vor einigen Wochen ja schon drüber gesprochen: Noch bis zum 01. Juni 2020 wird im Kunstpalast Düsseldorf die Ausstellung „Peter Lindbergh: Untold Stories“ zu sehen sein.
Bei „Untold Stories“ handelt es sich die erste selbst kuratierte Werkschau des Fotografen. Zwei Jahre hat Peter Lindberg an diesem Herzensprojekt gearbeitet. Herausgekommen ist eine Zusammenstellung von 140 Arbeiten, die viele bislang unerzählte Geschichten wiedergeben. Und Geschichten gibt es jede Menge zu erzählen.

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News

Chapeau, Choupette!

Choupette by Karl Lagerfeld; Bild: Steidl Verlag

Choupette ist ein alter Hase im Social-Media-Business: Schon Anfang 2012 feierte sie ihr Medien-Debüt mit einem eigenen Twitter-Kanal. Es folgte ein überaus erfolgreicher Instagram-Kanal, um dem nach dem Tod ihres „Vaters“, Karl Lagerfeld, der die Birmakatze 2011 von Baptiste Giabiconi geschenkt bekommen hat, ein kleiner Erbstreit ausbrach. Es galt zu klären, wer die Accounts weiterhin – finanziell sicherlich attraktiv – pflegen darf.

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Salvador Dalí Tarot: Symbole, Simsalabim und Surrealismus

(© Cartamundi, Turnhout Belgium © Salvador Dalí, Fundació Gala-Salvador Dalí, VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Denke ich an Tarotkarten, denke ich an den Hamburger Dom. Nun werden nicht nur Hamburger wissen, dass es sich bei dem Hamburger Dom keinesfalls um eine Kirche handelt, sondern um eine Kirmes, die viel Mal im Jahr auf dem Heiligengeistfeld in St. Pauli stattfindet. Inmitten des Trubels aus Karussell, Zuckerwatte und Würstchenbude steht immer ein Zirkuswagen, in dem der Besucher die Karten gelegt bekommt, um sich aus selbigen die Zukunft vorherzusagen zu lassen.
Ich mag solche Dinge. Sie wirken genauso aus der Zeit gefallen, wie das Kettenkarussell, das seine Runden dreht, und die Jahrmarktbude, in der die Frau ohne Unterleib zur Schau gestellt wird.

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News

„Peter Lindbergh: Dior“ – das letzte Buch des Fotografen

(Peter Lindbergh. Dior; Bild: Taschen Verlag)

Als Peter Lindbergh noch gar nicht Peter Lindbergh war, sondern noch Brodbeck mit Nachnamen hieß, wendete sich weg von der Malerei und hin zur Fotografie. Der Fotograf Hans Lux lässt ihn bei sich assistieren. Ein Schritt, der die Namensänderung nach sich zog: „Es riefen öfter Leute im Atelier an und sagten freundliche Dinge wie „Ich schlag dir die Fresse ein“. Hans Lux fragte mich, was machst du denn für Sachen? Du bist doch eigentlich ein netter Kerl! Da stellte sich heraus, dass es bereits einen Fotografen namens Brodbeck gab, der überall Schulden hatte“, wie Lindbergh 2011 im lesenswerten Interview mit Christoph Amend im ZEITmagazin erklärte.
Lindberghs wahre Berufung nimmt seinen Gang. 1978 wagte er dann den entscheidenden Schritt nach Paris und womit auch eine enge Beziehung zum Haus Dior begann.

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