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Buchtipp

Werbung - In Kooperation mit Taschen Verlag

Mehr als Selfies: „Frida Kahlo. Sämtliche Gemälde“

(Banco de Mexico Diego Rivera Frida Kahlo Museums Trust / VG Bild-Kunst, Bonn 2021; reproduction authorized by the Instituto Nacional de Bellas Artes y Literatura, 2021)

Karl Lagerfeld merkte im Interview mit der britischen Tageszeitung „The Guardian“ einmal an, dass er nichts von Selfies hält: „Das Kinn ist zu groß, der Kopf ist zu klein. Nein, das ist elektronische Masturbation.“ Wie der Designer hingegen über Selbstporträts gedacht hat, lässt sich schwer sagen – insbesondere dann, wenn es sich um Werke von Frida Kahlo handelt.

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Anton Corbijn kommt nach Köln

Depeche Mode by Anton Corbijn, Foto: Taschen Verlag

Es ist noch gar nicht so lange her, dass ein kurzes Video – es ging um die Dokumentation über den ukrainischen Tänzer Sergei Polunin – eindrucksvoll gezeigt hat, was ein ausgezeichneter Fotograf und Filmdokumentar und der beste zeitgenössische Balletttänzer seiner Generation zusammen geschaffen haben. Ein kleines Meisterwerk von Anton Corbijn, nicht zuletzt auch wegen „In Your Room“ von Depeche Mode. Dass die Wahl auf einen Song der englischen Synthie-Pop-Rock-Gruppe fiel, dürfte kein Zufall gewesen sein: Corbijn, der 1986 de facto Kreativdirektor der Band wurde, trug wesentlich dazu bei, dass Depeche Modes Ruf als größter Kultband der Welt zu untermauern. Das weiß auch die Band, denn als Depeche Mode im November 2020 in die „Rock & Roll Hall of Fame“ aufgenommen wurde, sagte David Gahan bei der Annahme der Ehrung: „Ich möchte mich bei Anton Corbijn bedanken, der Gott sei Dank zur richtigen Zeit zu uns stieß und uns tatsächlich cool aussehen ließ.“
Nun kommt der Fotograf für eine Signierstunde nach Köln – mit im Gepäck sein Buch, „Depeche Mode by Anton Corbijn“.

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Der Taschen Verlag startet wieder seinen Sale

(Taschen Store in Köln; Bild: Mark Seelen)

Zeit zum Lesen dürften die meisten Leser auch im zweiten Jahr der Pandemie haben. Geschäftsreisen gehen erst langsam wieder los, wenngleich sie zum Teil als überflüssig wahrgenommen werden, der Urlaub fällt zum Teil ins Wasser bzw. bedarf durch komplexe Quarantänemaßnahmen einer häuslichen Verlängerung. Bücher bieten da eine willkommene und äußerst dekorative Ablenkung, und man scheint nicht alleine: Lt. einiger Meldungen stiegen nach dem ersten Lockdown die Umsätze des Buchmarktes wieder rasant auf Vorjahresniveaus.
Mindestens zwei Mal im Jahr liefert der Taschen Verlag mit dem Taschen Sale eine willkommene Gelegenheit, sich neuen Lesestoff bzw. Inspirationsquellen ins Haus zu holen. Wenn man den wohnlichen Aspekt mal außen vor lässt, bleibt, dass Bücher gleichermaßen Informationen und Inspirationen liefern.

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Buchtipp

C.P. Company erzählt die Geschichte der italienischen Sportbekleidung

(„C.P. Company 971-021. An informal history of Italian sportswear“; Foto: C.P. Company)

Genau 50 Jahre ist es her, dass Massimo Osti, ein junger Grafikdesigner aus Bologna, sein Label gründete. Ob er sich schon damals bewusst war, dass er mit „Chester Perry“ den Grundstein für einer Marke gelegt hat, die auch ein halbes Jahrhundert später für textile Innovation steht? Vermutlich nicht. Doch dieser Moment der Gründung war die Geburtsstunde einer erstaunlichen Entwicklung: Osti begann mit einem neuen Stil von Kleidungsstücken und neuen Herstellungsprozessen zu experimentieren, die in der Textilindustrie völlig innovativ waren. Diese Herangehensweise brachte ihn dazu, seinen Kollektionen eine Art „Lived-in-Look“ zu geben – mit natürlichen Farbschattierungen und einer Funktionalität, die von Militäruniformen und Arbeitskleidung inspiriert war. Der Name wechselt irgendwann von Chester Perry zu C.P. Company, was aber blieb, war Kleidung, die so aussah, als ob sie schon ewig getragen worden wäre, die die Menschen immer wieder aus den Kleiderschrank zogen, ohne sie jemals wegzuwerfen.

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Matt, und dennoch viel Glanz: „Peter Lindbergh. Azzedine Alaïa“

(„Peter Lindbergh. Azzedine Alaïa“; Taschen Verlag, Naomi Campbell, Paris, 1992)

Azzedine Alaïa hat nie am Fashionsystem, so wie wir es heute kennen, teilgenommen. Auch ließ sich der Designer nie einer bestimmen Gruppe zuordnen – seine Mode war zwar überwiegend schwarz, doch passten weder er noch seine Entwürfe zu Kreationen von Kenzō Takada, Yōji Yamamoto, Issey Miyake oder Rei Kawakubo. Auch gab es immer einen deutlichen Unterschied zu den anderen Pariser Couturiers wie Claude Montana, Thierry Mugler oder Yves Saint Laurent.

„Ich entledige mich der Farbe. Ich will nur Schwarz. Schwarz ist für mich die wichtigste Farbe. Damit fange ich immer an, wenn ich etwas entwerfe, 
 denn das lässt die Silhouette besser hervortreten.“
 Azzedine Alaïa.

Der in Tunesien geborene Designer Azzedine Alaïa war eine Art Cristóbal Balenciaga seiner Zeit; ein Hohepriester seines eigenen Stiles und mehr Künstler als Couturier. Er entwarf eine Frühjahrs-, eine Winter- und eine Accessoires-Kollektion, die er dann präsentierte, wenn sie fertig waren und nicht dann, wenn es eigentlich der Schauenkalender vorgesehen hat.

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Der Heilige Gral der Sammlerautos: Ultimate Collector Cars

(1936 Bugatti Type 57SC Atlantic; Copyright: Mullin Automotive Museum/photo Michael Furman)

Nur so ein Gedankenspiel: Wenn ich in der nächsten Zeit jemand wäre, bei dem ohnehin gerade ein Autokauf anstünde und bei dem – ganz wichtig! – das Geld nur eine untergeordnete Rolle spielt, dann würde ich mir die Verrücktheit gönnen, ganz intensiv nach einem 1936 Bugatti Type 57SC Atlantic zu suchen und diesen – ebenso ganz wichtig! – sogar auch fahren, statt ihn in einer klimatisierten Garage vor neugierigen Blicken zu verstecken.
Den Bugatti Type 57SC Atlantic finde ich wunderschön, auch wenn die KFZ-Sammler und Mechatroniker dieser Republik jetzt aufjaulen und berechtigterweise vor den Folgekosten und Wertverlust meines überaus unbesonnenen Oldtimerkaufs warnen werden, wenn ich ihn Wind und Wetter aussetzen würde. Ich will nicht vernünftig sein und werde das Wochenende mit meinem neuen Gefährt auch in vollen Zügen genießen. Dabei habe ich nur vor, alleine oder mit einem Freund rauszufahren. Keine Ahnung wohin; ins Grüne oder an die Küste, auf keinen Fall weit weg, denn dafür ist mir das Auto viel zu schade. Und es soll ja ohnehin ein ganz entspannter Wochenendausflug werden, ohne Tempostress und großes Programm.

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Ein Buch-gewordener Pucci-Entwurf

(Marquis Emilio Pucci und Laudomia im Palazzo Pucci, Florenz, 1986. Foto: © Emilio Pucci Archiv, Florenz)

Denke ich an Pucci, kommt mir Karl Lagerfeld in den Sinn: “I think tattoos are horrible. It’s like living in a Pucci dress full-time!” Zumindest wäre damit das Verhältnis des Designers zu Tätowierungen geklärt. Wie Lagerfeld aber zu den Entwürfen des italienischen Labels stand, dürfte nicht final geklärt werden können.
Der Gründer des Hauses, Emilio Pucci, präsentierte seit Ende der 1940er-Jahren farbenfrohe Musterfantasien und galt spätestens seit den 1960er-Jahren für viele Modefans als stoffgewordenen Inbegriff von Dolce Vita.
Geboren 1914 in Florenz in einer Familie aus altem Adel, dessen Ahnenreihe bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht, war Pucci ein begeisterter Skifahrer und sogar Teil des italienischen Skiteams für die Olympischen Winterspiele.
Nach Kriegsende verfolgte Pucci seine Leidenschaft für Modedesign und versuchte sich mit der Kreation von Skibekleidung. In dieser Zeit begann Pucci, Stretch-Stoffe zu verwenden, mit denen in Europa vor dem Krieg zwar experimentiert wurde, die aber nicht weit verbreitet waren. Den Stoff setzte Pucci bei Bademode ein.

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Coffee Table Book

Ein Buch, ein Werk: Schnabels Sammlerband

„Julian Schnabel“; Bild: Taschen Verlag

Julian Schnabel ist neben seinem künstlerischen Schaffen vor allem bekannt für seinen extravaganten Stil: So verwandelte das Enfant terrible der Kunstszene eine ehemalige New Yorker Industrie-Parfumfabrik in einen venezianischen Palast – der Palazzo Chupi gilt selbst in einer Stadt, die schon alles gesehen hat, als Sehenswürdigkeit und dient dennoch, allen Touristen zum Trotz, als Schnabels Residenz.
Doch sein Zuhause in Greenwich Village ist bei Weitem nicht die einzige Extravaganz des Künstlers: Seine Uniform sind die knallfarbenen Pyjamas von Charvet, die er nicht nur während des Zeiten von Lockdown und Home Office trägt sondern in ihnen auch Gäste empfängt oder über den Roten Teppich geht.
Zu Schnabels Œuvre gehört ganz klar die Malerei, doch auch als Regisseur setzte er Maßstäbe – vor allem 1996 mit einer Basquiat-Biografie, die den US-amerikanischen Künstler endgültig zur Legende machte.

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Ungesehenes vom jungen Andy Warhol

(Andy Warhol, ca. 1957; © The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc.)

Gunter Sachs widmete 1972 Andy Warhol eine Ausstellung in seiner „Galerie in der Milchstraße“. Soweit nichts Ungewöhnliches. Es war die Premieren-Ausstellung der Galerie des Industriellenerben, der Künstler galt als talentiert, die Hamburger als kunstinteressiert und die Presse kam zahlreich – ein Erfolg schien vorprogrammiert.
Doch die Gäste teilten die Meinung über Warhol nicht: sie kamen zwar zahlreich, kauften aber so gut wie gar nichts. Weil es Sachs unangenehm war, dass keiner Warhols Arbeiten haben wollte, soll er ein Drittel der Exponate heimlich selbst gekauft haben. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellen sollte …

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Bombastisches Buch: „Baby Sumo“

(Helmut Newton prüft einen Druckbogen während der Frankfurter Buchmesse, 1999; Foto: Mit freundlicher Genehmigung, Taschen Verlag)

„Wir wollen lieber nackte Frauen“, diese Antwort bekam Helmut Newton (1920–2004) sicher öfter zu hören, als er den Verantwortlichen von Magazinen, die seine Bilder zeigen wollten, Fotos angeboten hat und er darauf hingewiesen hat, dass er auch schöne von Blumen und Bergen habe.
Diese nackten Frauen, von dem Helmut Newton damals sprach im Interview mit „Spiegel Online“, fanden sich auch in dem legendären ersten Großbuch des Taschen Verlages: „Helmut Newton. SUMO“. SUMO ist hier sehr wörtlich zu nehmen, denn Verlagsgründer Benedikt Taschen mag ganz sicher Superlative genauso, wie der aus Japan stammende Form des Ringkampfs für Größe steht.

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