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Interview

Eugen Merher, der Macher von „Calvin Klein – Love“, im Interview

(Eugen Mehrer „Calvin Klein – Love“; Behind the Scenes; Bild: Franziska Kabutke)

Eugen Merher hat erneut einen sehr sehenswerten „Spec Spot“, also einen Film, der auf gut Glück („on spec“) dem potenziellen Kunden präsentiert wird, in der Hoffnung, dass dieser drauf anspringt, gedreht.
Zur Erinnerung: Der 27-jährige Student der Filmakademie Baden-Württemberg wurde Ende 2016 mit dem vermeintlichen Adidas-Spot „Break Free“ bekannt, den der ein oder andere Leser sicherlich noch kennen wird – bei über 14 Millionen Aufrufen würde mich alles andere auch verwundern. Doch schaut einfach selbst nochmal den Spot an – es lohnt … Continue Reading

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ARTE Fashion Weekend: Neues vom Kleidermarkt

(Jean-Charles de Castelbajac „Verliere nie das Kind in dir!“; © M Barthout; Foto: ARTE France)

Es gab eine Zeit im deutschen TV, da müssen die Programmchefs entweder extrem wahnsinnig oder extrem mutig gewesen sein; vermutlich war es eine Mischung von beidem. „Neues vom Kleidermarkt“ war der Name einer Sendung der ARD, die heute niemals die Chance hätte, einen Sendeplatz zu bekommen – zu nischig, zu intellektuell und viel zu wenig Bling-bling.
Die NDR-Sendung „Neues vom Kleidermarkt“ war im Grunde genommen simpel gestrickt: Antonia Hilke moderierte sach- und fachgerecht in Schluppenbluse an einem Schreibtisch in einer Art, die an eine Lehrerin erinnerte und schreckte selbst vor Themen, die heute allenfalls in Wirtschaftssendungen ihren Platz finden, nicht zurück. Das erinnerte wenig an den vermeintlichen Glamour, der heute in Berichten (von ‚Sendung‘ mag man gar nicht mehr sprechen) immer dann vorkommt, wenn es um Modenschauen geht. Continue Reading

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Dior zeigt Kim Jones‘ erste Pre-Fall-Kollektion für Männer in Tokio

(Dior Frühjahr/Sommer 2019; Bild: Adrien Dirand)

Alte Liebe rostet nicht – eine Redensweisheit, die ganz wunderbar das Verhältnis von Dior mit Japan beschreibt. Schon Christian Dior ließ sich von dem Land der aufgehenden Sonne inspirieren, als es um die Einrichtung seiner Villa „Les Rhumbs“ in Granville ging: „Große, nach japanischen Drucken bemalte Paneele verzierten das Treppenhaus bis unter die Decke. Diese nachgeahmten Outamaro und Hokusai waren meine Sixtinische Kapelle. Ich weiß noch, wie ich sie stundenlang betrachtete“, wie der Designer erklärte.
Überhaupt ließ Dior immer wieder in seinen Kollektionen Elemente des japanischen Designs einfließen – etwa Anfang der 1950er-Jahre, als er das Kleid „Jardin japonais“ für Frauen entwarf, oder 1954, als er ein Kostüm im Kimonostil für die Tänzerin Margot Fonteyn für das „L’Entrée japonaise“-Ballet kreierte. Continue Reading

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Relaunch: Prada Linea Rossa

(Prada Linea Rossa; Bild: Michael James Fox)

Das erste Mal, dass ich mir bewusst etwas von Prada gekauft habe, war Ende der 1990er-Jahre. Nylon war gerade schwer angesagt und die Prada-Sportlinie lieferte davon eine ganze Menge. Doch der ausschlaggebende Grund, warum man dazu griff, war vermutlich der Preis: im Gegensatz zur Hauptlinie war „Prada Sport“ regelrecht günstig und – vielleicht der wichtigste Grund – der Prada-Schriftzug auf rotem Grund zeigte dem Gegenüber schon aus Entfernung, dass hier ein Mode-Connaisseur am Werk ist. Nun ja. Continue Reading

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Riccardo Tisci, 24 Stunden lang

(Burberry Flagshipstore in der 121 Regent Street, London; Bild: Burberry)

Ein Großteil der Horstson-Leser hat den Termin sicher schon rot im Kalender angestrichen: Riccardo Tisci wird seine erste Kollektion für Burberry am 17. September 2018 um 17 Uhr im Rahmen der London Fashion Week präsentieren. Wer in London dabei ist oder die Schau per Live Stream verfolgt, sollte auf jeden Fall sein Handy griffbereit haben, denn gleich im Anschluss, also ab 17:30 Uhr, wird es für 24 Stunden eine limitierte Auswahl der Produkte über die Instagram- und WeChat-Accounts von Burberry zu kaufen geben.
Das ist dann eine doppelte Premiere: Neben Riccardo Tiscis Debüt ist es auch das erste Mal, dass das 162-jährige Label in dieser Form den Verkauf einer Kollektion ankurbelt. Zukünftig soll es regelmäßig solche „24-Stunden-Podukt-Releases“ geben. Continue Reading

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Burberry verzichtet zukünftig auf Pelze und verbrennt keine Kleidung mehr

(September 2017 Collection von Burberry; Bild: Burberry)

Burberry wird zukünftig auf die Vernichtung von unverkauften Produkten verzichten. Vernichtung bei Burberry? Bitte was? Ihr werdet es mitbekommen haben: Vor einigen Wochen gab es ziemlich viel Wirbel um das Label, da bekannt wurde, was eigentlich jeder wusste und was in der Branche nicht unüblich ist: Es verbrennt überschüssige Waren. Der Grund liegt – zumindest für Luxusunternehmen – auf der Hand: Das Recyceln ist zu teuer und Shopping Clubs, Outlets oder Sale-Aktionen sind zwar gang und gäbe aber immer noch verpönt. Große Sale-Schilder im Schaufenster von Chanel? Undenkbar. Restposten schaden dem Image, doch wieso ist das eigentlich so? Selbst die verwöhnteste Kundin wird mittlerweile wissen, dass Sale nichts Schlimmes ist und Sortimentsbereinigungen nun mal dazugehören. Continue Reading

Shopeinrichtung

400m² Prada an der Via della Spiga in Mailand

(Prada Boutique Via della Spiga; Bild: Prada)

Wenn man Urlaub hat, so wie ich es gerade habe, und man nicht in den Urlaub fährt, also in Hamburg bleibt, hat man genug Zeit für eine der liebsten Beschäftigungen: Durch die diversen Läden der Hansestadt bummeln. Leider fällt dann auch auf, woran es – im Vergleich zu anderen Städten – hapert: An der Innenarchitektur der einzelnen Stores. Es bleibt der sehnsüchtige Blick in die Ferne.
Prada eröffnete vor wenigen Tagen die neuen Räumlichkeiten an der Via della Spiga, dem „Quadrilatero della moda“, also dem „Viereck der Mode“, in Mailand. Continue Reading

Sneakers

Veggie Sneaker

(Stan Smith by Stella McCartney; Bild: Stella McCartney)

Peter brachte es vor wenigen in einem Kommentar zu Julians Beitrag zum Adidas Kamanda auf den Punkt: „der Ugly-Trend spielt nicht mehr so lange […] wer jetzt noch Balenciaga und Co. kauft, ist nicht mehr wirklich voraus.“ Schaut man auf die immer noch zahlreichen Triple-S-Träger, die einem auf der Straße begegnen, weiß man, was er damit meint. Die klobigen Schuhe hat man sich über gesehen und sie werden zum Teil von den Flaschen Leuten bzw. in falscher Kombination getragen. Selbst bei Balenciaga im Alsterhaus liegen die Sneaker – bei gefühlt 5 kg Gewicht im wahrsten Sinne des Wortes – wie Blei in den Regalen.
Jedem Trend folgt bekanntlich ein Gegentrend, was die nicht unbedingt mutige Prognose zulässt, dass Sneaker wieder schlichter und vor allem klassischer werden. Ein gutes Beispiel hierfür liefert nun Stella McCartney zusammen mit adidas Originals. Continue Reading

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Schwedenhappen

(Acne Studios x Fjällräven; Bild: Acne Studios)

Eine Hommage an die Klassiker, wie die Expeditions-Daunenjacke und den Kånken-Rucksack, so kann man die Kooperation der Schwedenhappen Acne Studios und der Outdoorikone Fjällräven verstehen. Diese Zusammenarbeit ist für Fjällräven eine Premiere: „Wir fühlten uns sehr geehrt, als Acne Studios uns anfragten. Auch waren wir neugierig, denn für uns ist es eine solche Zusammenarbeit das erste Mal“, wie Henrik Andersson, Leiter Innovation und Design bei Fjällräven, erklärt. „Das Ergebnis ist eine einzigartige Kollektion, die die zeitlose Funktionalität von Fjällräven und den künstlerischen Ansatz der Acne Studios verkörpert und gleichzeitig etwas völlig Neues schafft.“
Schauen wir uns das Ergebnis also mal genauer an: Continue Reading

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LVMH lädt zum Blick hinter die Kulissen: Journées Particulières

(Bilder: LVMH)

LVMH lädt in der Zeit vom 12. bis 14. Oktober 2018 zu den ‚Journées Particulières‘, also den ‚besonderen Tagen‘. Ins Leben gerufen hat das Unternehmen diesen ‚Tag der offenen Tür‘ schon 2011, um dem Publikum die Möglichkeit zu geben, die Vielfalt der Metiers und des Savoir-faire der einzelnen Maisons zu entdecken. Eine schöne Idee, denn neben den Blick hinter die Kulissen, den LVMH damit den Kunden gewährt, ist es für die Handwerker, denen man bei ihrer Arbeit über die Schulter gucken kann, eine Möglichkeit, ihr Können zu präsentieren. Machen wir uns nichts vor: Eben dieses Know-how ist ein unvergleichliches Gut, das wirtschaftlichen Erfolg und kulturellen Einfluss der Marken untermauert. Die Ateliers wären ohne ihre Handwerker (und dem geschickten Marketing) auch nur seelenlose Labels … Continue Reading