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News

Werbung - In Kooperation mit Taschen Verlag

Taschen sei Dank! Der Warehouse Sale startet

(Taschen Store Berlin; Bild: Mark Seelen)

Es soll ja Leute geben, die sich keine Bücher mehr kaufen. Mir unbegreiflich, denn sie sorgen für Behaglichkeit und das gewisse Extra in den eigenen vier Wänden. Es verzichtet ja auch niemand auf Geschirr, nur weil man ja auch von Papptellern essen kann, oder?
Noch spezieller verhält es sich mit Bildbänden: Es handelt sich eben nicht um bildgewaltige Bücher, deren Kernkompetenz darin liegt, auf Beistelltischchen gestapelt zu werden. Genauso wenig sind Coffee Table Books reine Fachbücher, durch die Wissen vermittelt werden soll. Coffee Table Books sind eine Mischung aus allem – wenn man so will, sind sie „Fachbildbände“ oder Bilderbücher für Erwachsene, die ganz nebenbei gleichermaßen für eine gehörige Dosis Inspiration und Dekoration sorgen. Continue Reading

Gadgets

Kabellouis Vuitton

(Louis Vuitton Horizon Earphones; Bild: Master & Dynamic)

Sachen gibt’s – da plauderten wir vor einigen Tagen hier noch ganz nonchalant über Kopfhörer von Master & Dynamic und schwups kooperiert der amerikanische Kopfhörerhersteller mit Louis Vuitton. Bei den „Louis Vuitton Horizon Earphones“, so der Name der Kopfhörer, handelt es sich um eine Premiere, die durchaus Erwähnung finden sollte: Es sind die ersten Kopfhörer von Louis Vuitton überhaupt, die sich gleichzeitig als Ergänzung zur Smartwatch „Tambour Horizon“ verstehen.
Gut, nun hat niemand auf Kopfhörer von Louis Vuitton gewartet (genauso wenig wie damals auf die Chanel/Monster-Kooperation) aber sie werden sicher ihre Fans finden. Continue Reading

Männermode

„Gastdesigner“ Karl Lagerfeld für Fendi Herbst/Winter 2019/20

(Fendi Herbst/Winter 2019/20; Bild: Courtesy of Fendi)

Ich weiß nicht, ob ich der Einzige bin, dem es so geht, aber wenn ich an Fendi denke, kommen mir seit einigen Monaten hauptsächlich Influencer in den Sinn und weniger Pelz, für den das Haus bis vor wenigen Jahren stand. „Schuld“ an dieser subjektiven Wahrnehmung hat sicher der britische Künstler @hey_reilly, der mit seiner „Fendi Mania“-Capsule-Collection für eine leichte Überdosis Fendi auf meinem Instagram-Feed sorgte. Hinzu kommt der reanimierte FF-Logo-Print, der scheinbar zum modischen Standardrepertoire in jedem Kleiderschrank eines Millennials gehört – je mehr desto besser. Ich sehe das anders und glaube, dass weder meinen Augen noch der wirtschaftlichen Entwicklung des Labels die Fendi-Omnipräsenz langfristig gut tut. Aber ich möchte kein Spielverderber sein, schließlich muss sich Silvia Venturini Fendi irgendwie neu positionieren – Pelz gilt aktuell als out, was für ein Label, das in seiner DNA wie kein anderes für Pelz steht, durchaus problematisch sein kann. Neue Zielgruppen müssen da akquiriert werden – da kommt eine zahlungskräftige Klientel gerade recht.
Vielleicht kam Silvia Venturini Fendi da zur rechten Zeit die Idee, Karl Lagerfeld als „Gastdesigner“ für die Herrenkollektion einzuladen. Die Wege waren denkbar kurz, denn der Designer verantwortet seit über 50 Jahren die Damenkollektion bei Fendi. Continue Reading

News

GFDF: German Fashion Designers Federation e.V. wurde gegründet

(Bernhard Willhelm, Frühling/Sommer 2002; Bild: Etienne Todoir)

Ein zaghafter Blick zur aktuell laufenden Fashion Week in Berlin vermittelt dem geneigten Betrachter einen traurigen Blick. Große Labels sucht man vergebens, bekannte Journalisten, Einkäufer und Influencer ebenso. In der Summe haben wir – und da bin ich mir sicher – zu viele Labels, die Auswahl ist unübersichtlich und macht es unmöglich, dass bei unbekannteren Marken, Einkäufer und Angebot zeitnah oder überhaupt zusammen finden. Da kommt es vielleicht gerade recht, dass bekanntgegeben wurde, dass sich ein neuer Berufsverband deutscher Modedesigner gegründet hat.
Das neue Gremium, welches unter dem Namen „German Fashion Designers Federation e.V.“ agiert, hat sich zum Ziel gesetzt, den Akteuren dieses äußerst schwierigen Industriezweiges zu ermöglichen, sich zu vernetzen und Verfahren auszutauschen, Standards zu schaffen und zusammenzuarbeiten, um die Qualität ihrer Karrieren zu verbessern.
Hinzu kommen Ideen, die nicht sonderlich neu sind, aber bei denen ich umso gespannter bin, wie der German Fashion Designers Federation e.V. sie umsetzen will: Continue Reading

Shopeinrichtung

Kuriositätenkabinett auf dem Ku’damm

(Gucci Kurfürstendamm, Berlin; Foto: Courtesy of Jonas Huckstorf)

Alles neu am Kurfürstendamm: Gucci hat seinen Laden auf dem Boulevard in Berliner Westen renoviert. Die Boutique liegt – wen wundert’s – in der guten Ecke des Ku’damms, also in Nachbarschaft zu Chanel, Louis Vuitton & Co. und nicht in dem etwas in die Jahre gekommenen Teil, in dem sich die üblichen Filialisten die Klinke in die Hand geben.
Das Geschäft erstreckt sich über 552 Quadratmeter auf zwei Etagen und beherbergt eine breite Palette von Gucci-Produkten, von der Konfektion für Männer und Frauen über Handtaschen, Gepäck, Kleinlederwaren, Schuhe, Schmuck, Uhren, Seide, Brillen, Düfte und natürlich auch Gucci-Dekor. Continue Reading

Coffeetable Books

Gucci widmet Dapper Dan einen Bildband: Dapper Dan’s Harlem

(Dapper Dan’s Harlem; Ari Marcopoulos)

Es gibt wenig Designer, die man ungestraft „Kultdesigner“ nennen darf – Daniel Day, alias als Dapper Dan, gehört definitiv zu diesem illustren Kreis von Modeschöpfer. Bekannt wurde der Amerikaner mit seinem Shop, „Dapper Dan’s Boutique“, in der 125. Straße im New Yorker Stadtteil Harlem. Rapper und Künstler gaben sich dort die Klinke in die Hand – auch, weil Dans Kleidung für die damalige Zeit regelrecht mutig war. Der Designer kokettierte in den 1980er- und 1990er-Jahren mit den Logoprints zahlreicher Luxuslabels. Das gefiel nicht jedem: Labels wie Gucci und Louis Vuitton verklagten Dapper Dan, da er sich bei den Logos der Unternehmen bediente. Diese Klagen hatten zur Folge, dass die Boutique geschlossen werden musste. Continue Reading

News

Banksy in Baden-Baden

(Banksy, Love is in the Bin, 2018, Sprayfarbe und Acryl auf Leinwand, 142 x 78 x 18 cm, Privatsammlung, Foto: Sotheby’s © Banksy)

Ausnahmslos alle Horstson-Leser werden es vor einigen Wochen mitbekommen haben, dass sich das Banksy-Werk „Girl with Balloon“ vor den staunenden Augen der Teilnehmer einer Auktion in „Love is in the Bin“ verwandelte. Es handelte sich nicht um Magie, sondern um einen im Rahmen versteckten Schredder, der das Bild zur Hälfte in schmale Streifen geschnitten hat – just in dem Moment, als dem Höchstbietenden der Zuschlag für eine Summe von 1,04 Millionen Pfund erteilt wurde. Von 0 auf 100 ist die Arbeit zu einem der international bekanntesten Bilder avanciert – und das in einer Welt, die dank Instagram & Co., von Bildern geradezu überflutet ist.
Die Aktion, die zurecht als Konzept-Kunst verstanden wird, sah damals so aus: Continue Reading

News

Bastian Schweinsteiger und Ana Ivanovic auf dem Cover von VOGUE Dodekalogie

(Cover VOGUE 02/19; Bild: Alexi Lubomirski für VOGUE Deutschland)

Wie schon Anfang Dezember erwähnt, wird die deutsche Vogue anlässlich des 40-jährigen Bestehens 2019 jeden Monat mit unerwarteten Cover-Persönlichkeiten aufwarten. So zierte die Januar-Ausgabe die Schlagersängerin Helene Fischer. Das Cover kam, nun ja, vielleicht nicht so gut an, wie es die Verantwortlichen beim Condé Nast Verlag vielleicht erhofft haben, was, so glaube ich, weniger an einer ungeschminkten Helene Fischer lag, wie die VOGUE schrieb, sondern schlicht an einer falschen Bildauswahl.
Wie dem auch sei, nichts ist so alt wie ein Magazin vom Vormonat und so werfen wir einen hoffnungsvollen Blick auf die Februar-Ausgabe der deutschen VOGUE. Continue Reading

Interieur

Toile-de-Jouy ist wieder da!

(Dior Home Kapselkollektion ‚Toile-de-Jouy; Bild: Dior)

Immer, wenn ich bei Freunden zu Gast bin, fällt mir auf, dass bei mir scheinbar etwas schief gelaufen ist. Die Wohnungen sind klar strukturiert, alles scheint seinen Platz zu haben und es ergibt sich oftmals ein imposantes, fast schon konzeptionelles Gesamtbild.
Bei uns ist das irgendwie anders, ja, ich möchte schon von Sammelsurium sprechen, was sich in unserem großen Herz für unnütze Kleinigkeiten begründet. Das ergibt dann natürlich auch ein Gesamtbild, allerdings kein imposantes oder gar konzeptionelles. Das hat den Vorteil, dass wir uns niemals Gedanken machen müssen, ob alles miteinander harmoniert; vielmehr können wir, wenn wir uns etwas kaufen möchte, aus dem Vollen schöpfen – zum Beispiel aus der Kapselkollektion von Dior, die an die Cruise 2019 von Maria Grazia Chiuri angelehnt ist. Continue Reading