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Das Leben von Karl Lagerfeld als Serie

(Karl Lagerfeld, 2012, Bild: Horstson)

Geboren wurde er 1933, hatte eine für damalige Zeit typische Kindheit, die durch Abstand zu den Eltern und die damalige Zeit geprägt wurde: Die Rede ist von Karl Lagerfeld, der in der Nachkriegszeit in der Provinz als Kind großbürgerlicher Eltern aufwuchs. Die Geschichte ist bekannt und oft erzählt, zuletzt durch Alfons Kaiser, der den Designer persönlich kannte. Kaiser machte sich für sein Buch, „Karl Lagerfeld: Ein Deutscher in Paris„, die Mühe, sich durch Briefe von Vorfahren und Verwandten bis hin zum Archiv in Wladiwostok zu arbeiten, wo Otto Lagerfeld, der Vater des Designers, für die Amerikaner ein Dosenmilch-Imperium aufbaute.

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Accessories

Die rosaroteblaue Palmen-Brille

(Bild: Rimowa)

Setzt man eine rosarote Brille auf, ist klar, was man sieht: Das Weltbild ist etwas verrückt, zu positiv, zu naiv. Vielleicht also genau das, was derzeit fehlt, wenn man morgens noch im Bett mit dem Handy durch die Nachrichten scrollt. Doch was sieht man durch eine Palmen-Brille mit Gläsern, die nicht nur rosa, sondern auch blau eingefärbt sind? Wahrscheinlich ist es die beste Variante, der aktuellen Situation den Mittelfinger zu zeigen …

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Sneakers

Geteilte Meinung, geteilte Zehen

(Classic Leather Tabi; Bild: Courtesy of Reebok)

Ende der 1980er-Jahre führte Martin Margiela Schuhe ein, die zum Synonym des Labels werden sollten: Die Inspiration für die Tabi-Schuhe lieferten knöchelhohe Socken mit abgeteiltem großem Zeh, wie man sie von traditioneller japanischer Kleidung kennt. Die Silhouette war damals noch unkonventionell und im Westen nahezu unbekannt, wodurch bis heute nicht nur der Zeh, sondern auch die Meinung zu den Schuhen durchaus geteilt ist.
Der charakteristische Fußabdruck, den Tabi-Schuhe hinterlassen, repräsentiert bis heute die dekonstruktive Designphilosophie, die für das Modehaus von zentraler Bedeutung ist. Margielas Tabi-Design richtete sich anfangs an Frauen und erst Jahre nach dem Weggang des Designers begann das Modehaus, Tabi-Stiefel für Männer herzustellen.
Basierend auf Codes der Maison Margiela entwickelte Kreativdirektor John Galliano für Reebok ein Design, das gleichermaßen die Charakteristika des französischen Modelabels und des Sportartikelherstellers widerspiegelt.

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GQ: Neues Konzept, ohne Joko Winterscheidt

(Bild: Condé Nast/GQ)

Nur ein Jahr, nachdem Condé Nast Germany bekannt gab, „Marken und unseren Content künftig anders [zu] denken“, und zur Folge Joko Winterscheidt den eigens geschaffenen Posten des Chief Curiosity Officer (CCO) bei der GQ gab, kommt es zu neuen Veränderungen bei der Print-Ausgabe des Männermagazins: Die GQ Gentlemen’s Quarterly wird ihrem Namen gerecht und erscheint ab sofort quartalsweise. Das redaktionelle Führungsteam bilden weiterhin André Pollmann, Chief Creative Director, Michalis Pantelouris, Co-Chief Creative Director, Jana Meier-Roberts, Art Direktorin, und Johannes Patzig, Executive Director Editorial.

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Fred Perry übernimmt George Cox Footwear

(Bild: Fred Perry)

Beide Marken arbeiten seit langem zusammen, beide mit tiefen subkulturellen Wurzeln, nun gab Fred Perry Holdings Ltd. bekannt, das Handelsgeschäft von Geo J Cox Ltd., also der Gesellschaft hinter dem Label George Cox, übernommen zu haben. Der Vorteil liegt auf der Hand: George Cox bekommt durch die Partnerschaft die Möglichkeit, sich als globale Marke weiterzuentwickeln – soll heißen: Mit der digitalen Reichweite wächst der Umsatz.
Mit George Cox und Fred Perry schließen sich zwei Schwergewichte der britischen Alternativszene zusammen. Das Schuhlabel, das seit 1906 in Northampton, England, ansässig ist, startete mit nur zwei klassischen Modellen: dem Derby und dem Oxford, die jeweils in Handarbeit gefertigt wurden.

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Kampagne News

Diesel lanciert neue Brand-Kampagne: „When Together“

(Bild: Cheryl Dunn)

Gründe von zeitweiliger Trennung gibt es verschiedene: Von selbst auferlegten Trennungsphasen oder achtmonatigem Abstand zwischen dem ersten und dem zweiten physischen Treffen bis zu anhaltenden Fernbeziehungskrisen, Corona-bedingte Unnahbarkeit und ganz alltäglichen Herausforderungen im Leben. Jeder hat seine Trennungsgeschichten, ganz gleich, wie lang der Abstand zum Partner war. Doch egal, wie lang die körperliche Abstinenz zum Partner war, das erste Wiedersehen gestaltet sich um so emotionaler. Ein Moment, den Diesel in der Brand-Kampagne „When Together“ einfängt: echt, ungestellt, intim, wie das Unternehmen betont. Es geht in der Kampagne um die Vorfreude auf eine Welt, in der ein physisches Miteinander wieder möglich ist – ohne Sorgen und Ängste. Und ohne Corona.

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Werbung - In Kooperation mit Taschen Verlag

Ein Buch-gewordener Pucci-Entwurf

(Marquis Emilio Pucci und Laudomia im Palazzo Pucci, Florenz, 1986. Foto: © Emilio Pucci Archiv, Florenz)

Denke ich an Pucci, kommt mir Karl Lagerfeld in den Sinn: “I think tattoos are horrible. It’s like living in a Pucci dress full-time!” Zumindest wäre damit das Verhältnis des Designers zu Tätowierungen geklärt. Wie Lagerfeld aber zu den Entwürfen des italienischen Labels stand, dürfte nicht final geklärt werden können.
Der Gründer des Hauses, Emilio Pucci, präsentierte seit Ende der 1940er-Jahren farbenfrohe Musterfantasien und galt spätestens seit den 1960er-Jahren für viele Modefans als stoffgewordenen Inbegriff von Dolce Vita.
Geboren 1914 in Florenz in einer Familie aus altem Adel, dessen Ahnenreihe bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht, war Pucci ein begeisterter Skifahrer und sogar Teil des italienischen Skiteams für die Olympischen Winterspiele.
Nach Kriegsende verfolgte Pucci seine Leidenschaft für Modedesign und versuchte sich mit der Kreation von Skibekleidung. In dieser Zeit begann Pucci, Stretch-Stoffe zu verwenden, mit denen in Europa vor dem Krieg zwar experimentiert wurde, die aber nicht weit verbreitet waren. Den Stoff setzte Pucci bei Bademode ein.

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H&M kollaboriert mit Héctor Bellerín

(Héctor Bellerín; Bild: H&M)

Fußball zählt sicherlich nicht zu den Kernkompetenzen des Autoren, aber eine Nachricht ist es wert (wurde mir von einem dieser Fußball-verrückten Menschen, derer es viel gibt, erzählt): H&M kollaboriert mit Héctor Bellerín. Wer nun aber denkt, dass der rechte Außenverteidiger des FC Arsenal (musste ich googeln) eine richtige Herrenkollektion entworfen hat, wird enttäuscht sein – Héctor Bellerín „war in jeden Schritt des Designprozesses involviert“, wie es in der Pressemitteilung heißt. Vermutlich wurden dem Fußballer also die Materialien und die Schnitte der einzelnen Looks immer wieder vorgelegt.
Im Fokus stand bei der Kollektion aber Nachhaltigkeit, was eine Erwähnung auf Horstson rechtfertigt.

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C.P. Company feiert 50-jähriges Jubiläum

(Foto: Pietro Cocco)

Ob sich Massimo Osti bewusst war, was für ein Label er ins gerufen hat, als er 1971 die Marke „Chester Perry“ gegründet hat? Der italienische Grafikdesigner begann Anfang der 1970er-Jahre damit, T-Shirts per Siebdruck zu veredeln. Im Jahr 1978 änderte er den Namen in C.P. Company (also die Anfangsbuchstaben von „Chester Perry“) um – reifer sollte es klingen, doch ob es erfolgreich sein würde, stand in den Sternen. Doch Osti lag richtig und machte sich als „Godfather of Sportswear“ einen Namen und sorgte ab den 1980er-Jahren mit der damals neu aufkommenden Sportswear für Furore.

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