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Horst

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Lieb gemeinte 7 Punkte: GMK für DB

(Bild: Deutsche Bahn AG / Harry Vorsteher)

Dass sich Designer bzw. Designhäuser um den Entwurf von Uniformen kümmern, ist nicht neu: Schon 1965 stattete Pierre Balmain das fliegende Personal der US-amerikanischen Fluggesellschaft „Trans World Airlines“ mit Uniformen aus und einige Jahre später – 1972 – die Kabinenbesatzung der „Singapore Airlines“.
Zur gleichen Zeit engagierte hingegen die in den 80er-Jahren bankrottgegangene Fluggesellschaft „Braniff International“ den italienischen Modedesigner Emilio Pucci, der für die Stewardessen Uniformen entwarf, die bis heute das Prädikat „legendär“ tragen – zurecht. Ob die neuen Uniformen der „Deutschen Bahn“ in 50 Jahren auch als legendär gelten, wage ich zu bezweifeln. Continue Reading

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Supreme schaltet ganzseitige Anzeige auf dem Cover der „New York Post“

(Bild: Screenshot Supreme; Instagram)

Print ist tot? Nein, die Montagsausgabe der US-Boulevardzeitung „New York Post“ lehrte uns eines Besseren. Dank einer vollständigen Anzeige auf der Vorder- und Rückseite des Streetwearlabels Supreme verkaufte sich die Zeitung rasend schnell, was allerdings weniger einer plötzlich aufkommenden Liebe zu Druckerschwärze geschuldet war, als der grundsätzlichen Begehrlichkeit von Supreme und einem Instagram-Post, mit dem das Label die Ausgabe der „New York Post“ ankündigte: Continue Reading

In Kooperation mit Taschen Verlag

Ein Ferrari für 25.000 €

(„Ferrari“ von Pino Allievi; Art Edition (No. 1–250) mit Buchständer von Marc Newson; Bild: Taschen Verlag)

Es ist schon paradox: Viele Menschen schrecken zurück, wenn es darum geht, rote Kleidung zu tragen. Dabei ist Rot eine dieser Farben, ähnlich wie Blau, die fast allen von uns gut steht. Meiner unwissenschaftlichen Theorie nach sind RAL-Lackfarben-Rottöne schuld dran, dass viele Menschen vor Rot zurückschrecken, weil sie damit unbewusst etwas Grelles und Indezentes verbinden. Gleichzeitig ist der Traum vieler Menschen ein Auto, das alles andere als dezent daherkommt und das Synonym für Rot ist: ein Ferrari. Continue Reading

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Kardashian/Jenner-Schwestern für Calvin Klein

(Bild: © 2018 Willy Vanderperre)

Mit der Familie ist es immer so eine Sache: Seine Freunde kann man sich noch aussuchen, seine Familie hingegen nicht. Entweder man hat Glück, wie hoffentlich die meisten unter uns, oder eben Pech. Wenn man zu den glücklichen Menschen gehört, die nicht nur den Nachnamen teilen, sondern auch einige gute Eigenschaften, wird man vielleicht von Calvin Klein für eine Kampagne verpflichtet – so wie Teile der Großfamilie Kardashian/Jenner. Continue Reading

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Faye für Gucci

(Faye Dunaway für Gucci; Foto: Petra Collins; Courtesy of Gucci)

Der Lebensstil der Reichen und Schönen in Hollywood liefert schon seit Jahrzehnten Inspirationen für die Filmemacher der Stadt. Dieses filmische Genre, das vor lauter palmengesäumten Alleen, zu teuren Boutiquen am Rodeo Drive, viel zu großen Pools und noch größeren Villen nur so strotzt, liefert den Rahmen für eine Gucci-Kampagne, die die Handtasche „Sylvie“ in den Fokus rückt. Sylvie? Es gibt, wer hätte das gedacht, Gucci bietet neben der Dionysus auch noch andere Taschen an … Continue Reading

Werbung - In Kooperation mit Ray-Ban

Da ist sie wieder!

(Ray-Ban Reloaded: Aviator; Foto: Courtesy of Ray-Ban)

Kennt jemand Søren Aabye Kierkegaard? Der dänische Schriftsteller prägte die philosophische Betrachtungsweise, dass alles wieder kommt – allerdings auf eine andere Weise. Ich weiß nicht, wen oder was der Däne im Hinterkopf hatte, als er zu diesem Ergebnis kam, das Brillenlabel „Ray-Ban“ aber mit Sicherheit nicht. Zwar wurde, kurz bevor Kierkegaard starb, „Bausch & Lomb“, das Mutterunternehmen von „Ray-Ban“, gegründet, aber an Klassiker, die irgendwann mal wieder kommen, dachte weder Johann Jakob Bausch noch Henry C. Lomb.
Den Grund, warum mir Søren Aabye Kierkegaards Zitat eingefallen ist, liefert das Reloaded-Programm von „Ray-Ban“, das auf die historischen Archive des Labels zurückgreift, um die vergangenen Kollektionen neu aufleben zu lassen. Der neueste Streich: Eine Neuauflage eines der seit jeher beliebtesten Modelle von „Ray-Ban“. Continue Reading

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Gucci zeigt Frühjahr/Sommer-Kollektion im Théâtre Le Palace in Paris

(Théâtre Le Palace in Paris; Bild: Courtesy Christian Rausch/Gamma-Rapho via Getty Images)

Gucci gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass die Frühling/Sommer-Kollektion 2019 am 24. September im Théâtre Le Palace in Paris präsentiert wird. Eine Premiere: Es ist das erste Mal, dass in dem Theater, lt. Gucci ein Ort, der „[…] einer (Sub-)Kultur Leben eingehaucht hat, die viele Generationen bis heute inspiriert hat“, eine Runwayshow gezeigt wird.
Die Schau dürfte der Höhepunkt der Frankreich-Trilogie von Gucci werden: Alessandro Michele war es, der vor wenigen Monaten mit der Gucci-Pre/Fall-Kampagne 2018 die Pariser Studentenproteste vom Mai 1968, visuell aufgehübscht, wieder aufleben ließ. Im Mai wurde dann die Cruise-Kollektion 2019 auf dem antiken Gelände der Promenade Des Alyscamps in der südfranzösischen Stadt Arles in der Provence gezeigt. Nun folgt mit der Präsentation der Frühjahr/Sommer-Kollektion der naheliegende nächste Ort: Paris. Continue Reading

Kampagne

Wim Wenders dreht erneut Kurzfilm für Jil Sander: Time Passes

(„Time Passes“; Foto: Donata Wenders)

Lucie und Luke, Donata und Wim – die Marketingverantwortlichen hinter Jil Sander scheinen auf Paare zu setzen: Donata und Wim Wenders setzen die Herbst/Winter-Kollektion von Lucie und Luke Meier in Szene.
„Time Passes“, nennt sich das Ergebnis der Zusammenarbeit des Designerpaares und dem Regisseur sowie seiner Frau. Es handelt sich hierbei um einen dreiminütigen Kurzfilm.
In dem Film, der der ersten Zusammenarbeit des deutschen Regisseurs mit Jil Sander folgt (Julian berichtete damals über „Wims Modefilm“), sind ein Mann und eine Frau in einer Art „Zeitschleife“ von sich wiederholenden Szenarien gefangen, die von Outfitwechseln und unterschiedlichen emotionalen Reaktionen der Protagonisten geprägt sind. Continue Reading

Damenmode Männermode

Gucci zeigt von Dapper Dan inspirierte Kollektion

(Gucci „Dapper Dan“-Kollektion Foto: Ari Marcopoulos)

Dapper Dan, geboren als Daniel Day, wurde mit seinem ursprünglichen Shop in der 125. Straße in New Yorker Stadtteil Harlem zum Kultdesigner. Rapper und Künstler liebten seine Entwürfe – auch, weil Dans Kleidung für die damalige Zeit regelrecht mutig war, denn der Amerikaner kokettierte in den 80er- und 90er-Jahren mit den Logoprints zahlreicher Luxuslabels. Doch des einen Freud ist des anderen Leid: Labels wie Gucci und Louis Vuitton verklagten den Designer, da er sich bei den Logos der Unternehmen bediente. Diese Klagen hatten zur Folge, dass Dapper Dans namensgleiche Boutique geschlossen werden musste.
Vielleicht war es das, was Alessandro Michele motivierte, erneut mit Dapper Dan zu kooperieren (letztes Jahr modelte Dan schon für Gucci), denn der Italiener lässt sich ebenfalls von einer Vielzahl von Quellen inspirieren. Continue Reading

News

Maria Grazia Chiuri interpretiert Dior Saddle Bag neu

(Revival: Dior Saddle Bag; Bild: Courtesy of Dior)

„Ich glaube, Männer haben ein ähnliches Verhältnis zu ihren Eiern wie Frauen zu ihren Handtaschen. Es mag zwar nur ein kleiner Beutel sein, aber ohne ihn fühlen wir uns in der Öffentlichkeit schutzlos.“ Carrie Bradshaw und ihr Zitat waren es, die mir sofort eingefallen sind, als mich die News erreichten, dass Maria Grazia Chiuri die Saddle Bag von Dior neu interpretiert. Denn sie war es auch, die dafür verantwortlich war, dass die Ur-Version dieser Handtasche zum ultimativen It-Piece avancierte. In der fünften Episode der dritten Sex-and-the-City-Staffel trug Carrie Bradshaw die Saddle Bag und trat damit den Trend der It-Bags los.
Entworfen wurde die Saddle Bag ursprünglich von John Galliano, damals Designer bei Dior, für seine Frühjahr/Sommer-Kollektion 2000, die im Oktober 1999 in Paris präsentiert wurde. Die komplette Kollektion zitierte seinerzeit die US-amerikanische Sängerin Lauryn Hill. Continue Reading