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News

Damenmode Männermode

From Disco to Disco

(MCM Frühjahr/Sommer 2020; © MCM)

Michael Michalsky war es, der Mitte der 2000er-Jahre MCM aus dem Dornröschen Schlaf geküsst hat. Doch das ist lange her. Für die Marke, deren Buchstaben früher häufig mit „Michael Cromer München“ transkribiert wurden, aber eigentlich für „Moderne Creation München“ standen, ist heute Dirk Schönberger, der legendäre Ex-Kreativdirektor von Adidas, als neuer Global Creative Officer verantwortlich.
Für seine erste Kollektion für das Luxuslabel ließ sich Schönberger von der Stimmung und der Haltung sowie den Style und Look aus der Hochphase der Münchner Disco-Zeit mit dem der Berliner Klublandschaft der Gegenwart inspirieren. Sozusagen ein Mix aus P1 und dem Berliner Berghain …

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Geschmacksache

Wer kauft denn so was?

(Fake In-Ear-Kopfhörer; Bild: Asos)

Um es vorweg zu nehmen: Mir ist das vollkommen egal, wer wie rumläuft. Ich kann zwar seitenweise drüber schreiben, was, wie, warum, besser an wem aussieht, ich würde aber weder privat noch in meinem Beruf an den Klamotten von jemand aus meiner natürlichen Umgebung herum kritisieren. Sowas gehört sich nicht.
Trotzdem bin ich von Natur aus neugierig und daher beschäftigen wir uns heute mit einem, nun ja, Schmuckstück, das seit einigen Tagen auf Blogs und in Klatschblättern diskutiert wird: Fake In-Ear-Kopfhörer. Diese „AirPods“, die auf einen flüchtigen Blick so aussehen, als könne man mit ihnen Musik hören, dienen aber nur der Dekoration, sind also im weitesten Sinne Ohrringe.

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Coffee Table Book

Nikolai von Bismarck und Kim Jones präsentieren „The Dior Sessions“

(Dior – The Dior Sessions; Germain Louvet; © Nikolai Von Bismarck)

Googelt man nach Nikolai von Bismarck, stößt man gleich auf einen Beitrag der Kollegen des Online-Magazins „Très Click“: »6 Fakten, die ihr jetzt über Kate Moss‘ neuen Boyfriend wissen müsst«, steht da geschrieben. En détail ist es seine Verwandtschaft zu Otto von Bismarck (Urenkel), er ist super vernetzt in der Londoner Society, er hat eine Schwäche für Models und Töchtern von Rock-Musikern, seine Mutter Debonnaire hat ihn mit Kate Moss bekannt gemacht, er ist unter 30 (na ja, der Beitrag ist vier Jahre alt, mittlerweile ist er 32) und er ist ein erfolgreicher Fotograf.
Nun kann ich nicht einschätzen, inwieweit Nikolai von Bismarck wirklich eine Schwäche für Models hat, kann aber berichten, dass er sein Fotografentalent mit einer äußerst spannenden Zusammenarbeit mit Kim Jones und Dior unter Beweis gestellt hat: „The Dior Sessions“.

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Männermode

Mode für Väter und Söhne?

Dass Giambattista Valli mit H&M kooperiert, hatten wir vor einigen Monaten ja schon erwähnt. Diese Zusammenarbeit ist insofern erwähnenswert, als dass der italienische Designer bisher nur Frauenmode entworfen hat und wir somit das erste Mal eine waschechte Männerkollektion von Giambattista Valli sehen dürfen. Dass man mal dem schwedischen Textildiscounter dankbar sein muss, hätte ich bis vor Kurzem auch nicht für möglich gehalten.
Giambattista Valli wird nachgesagt, er entwirft Mode, die gleichermaßen Mütter und Töchter anspricht – verhält es sich bei der Männerkollektion für H&M genauso? Sehen wir also Mode, die sich an Väter und Söhne richtet?

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Kampagne

Come As You Are

(Gucci #ComeAsYouAre_RSVP; Bild: Harmony Korine)

Wenn Gucci zu einer Party in die Villa La Furibonda einlädt, kommen alle: Die Models Benedetta Barzini, Orlando Miani, Angelo Bucarelli sowie Marisela Federici. Natürlich dürfen VIPs nicht fehlen und so können wir Sienna Miller, Iggy Pop und Gucci Mane beim Feiern beobachten. Den Grund für die ausgelassene Sause liefert die Kampagne zur Gucci Cruise-Kollektion 2020: „#ComeAsYouAre_RSVP“
#ComeAsYouAre_RSVP gestaltet sich verspielt, dekadent, spöttisch, liberal, hedonistisch, hemmungslos, ungehemmt – das passt, immerhin gilt es, den Geist von Gucci in Alessandro Micheles Vision zusammenzufassen.

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News

Sex mit Stil: Kondome von Saint Laurent

Marc Jacobs hatte vor einigen Jahren eine Linie, die sich im untersten Preissegment ansiedelte und in der sich alles fand, wo sich der Name „Marc Jacobs“ drauf drucken ließ. Buntstifte, Schnürsenkel, Plastikringe – der dazugehörige Store in Paris, unweit vom damaligen Shoppingtempel Nummer 1, Colette, sorgte bei Schülern und Fashionistas gleichermaßen für Schnappatmung.

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Bademode

„Realistic clothes for serious people“ x Rudi Gernreichs Re-Edition des Thongs.

(Thong; Bild: Courtesy of Rudi Gernreich)

Rudi Gernreich. Schon Mal gehört? Einige von unseren Lesern vielleicht schon, die meisten aber wahrscheinlich nicht. Der 1922 in Wien geborene und 1985 in Los Angeles verstorbene Designer, war nicht nur Erfinder des Thong („Tangas“) oder des Monokinis. Was viele bis heute nicht wissen: Er war auch Vorreiter der Unisex-Mode und setzte sich politisch für die Rechte Homosexueller ein. Wir empfehlen zur Weiterbildung an dieser Stelle diesen Artikel auf Zeit.de von 2017, das Jahr in dem er 95 Jahre alt geworden wäre.

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Männermode

Paris mon Amour

(Bild: Maciek Pozoga)

Notre-Dame, Rue du Faubourg Saint-Honoré, Louvre und der Champs-Elysées Boulevard – die touristischen Attraktionen von Paris haben nicht nur das architektonische Bild der Stadt an der Seine geprägt, sondern auch deren Image. Doch nicht alle Ecken der Metropole taugen als Postkartenmotiv. C.P. Company nimmt den Betrachter im Rahmen der Kampagne „Paris mon Amour“ mit auf eine Reise durch die Stadt – weit weg von dem Eiffelturm und den klassischen Stereotypen. Die „Reiseführung“ wurde vom Rejjie Snow übernommen, der nun schon zum zweiten Mal für das „Eyes of the City“-Projekts des Labels eine Stadt kuratiert.

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News

Pringle of Scotland kooperiert mit H&M

Pringle of Scotland x H&M; Bild: H&M

Die Headline und der Header fassen eigentlich alles Wesentliche zusammen: Pringle of Scotland kooperiert mit H&M und wir zeigen einen Hund. Den Grund für diese Entscheidung lieferte die, nun ja, mangelnde Auswahl für Männer: Die Kollektion richtet sich ausschließlich an die Frau (bzw. genderfluiden Mann) oder eben an den besten Freund des Menschen.
Insgesamt umfasst die „Pringle of Scotland x H&M“-Kollektion 25 Teile und acht Accessoires. Der Fokus liegt – unschwer zu erkennen – auf dem Pringle-Logo und dem Rauten-ähnlichen Argyle-Muster, das in den 1920er-Jahren entwickelt wurde und das der Legende nach insbesondere eine elitäre Kundschaft anziehen sollte.
Nun darf sich die H&M-Kundin angesprochen fühlen:

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Werbung - In Kooperation mit Taschen Verlag

Der Taschen Verlag zeigt „Ai Weiwei. The Papercut Portfolio“

(Ai Weiwei; Bild: Gao Yuan/TASCHEN)

Ai Weiwei ist wohl das, was man kontrovers bezeichnet. Vor wenigen Wochen hat der Künstler in der „Welt“ erklärt, dass seine temporäre Wahlheimat verlassen will. Deutschland sei keine offene Gesellschaft, wie der 61-Jährige im lesenswerten Interview mit der Tageszeitung äußerte. „Es ist eine Gesellschaft, die offen sein möchte, aber vor allem sich selbst beschützt. Die deutsche Kultur ist so stark, dass sie nicht wirklich andere Ideen und Argumente akzeptiert. Es gibt kaum Raum für offene Debatten, kaum Respekt für abweichende Stimmen.“ Zudem hänge die hiesige Industrie von China ab, was auch der Grund ist, dass die Menschenrechtsfrage nicht angesprochen würde.
Nun ist Ai Weiwei bekannt für seine klaren Aussagen zu drängenden geopolitischen Fragen unserer Zeit, aber die Ankündigung seines Rückzugs aus seinem Exil in Deutschland sorgte für ein mediales Echo, das selbst den chinesischen Künstler überrascht haben dürfte.
Der Taschen Verlag präsentiert nun ein limitiertes Portfolio das Leben und Werk von Ai Weiwei. Im Mittelpunkt steht eine alte chinesische Kunstform, die 2.000 Jahre zurückreicht: Der Scherenschnitt.

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