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Jan Who

Music

Back to the roots – The Killers x „Caution“

(Bild: Olivia Bee)

Zugegeben waren die letzten Alben der Killers eher dürftig und zumindest ich habe mir die Zeiten von „Hot Fuss“ oder sogar „Day & Age“ zurückgewünscht. Mit „Caution“ ist die dreiköpfige Band nun zu ihren Wurzeln zurückgekehrt. Weniger zu den edgy „Smile like you mean it“- Wurzeln als zu den poppigen „Human“ Wurzeln, aber das macht nichts.
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Music

Brian & Roger Eno x „Mixing Colors”

(Brian & Roger Eno x „Mixing Colors”; Bild: PR)

Warum die Songs auf “Mixing Colours“ so wunderschön und in meinen Augen nachvollziehbar sind? Weil das Album fast ausnahmslos in Zügen entstanden ist. „Ich sitze mit Computer und Kopfhörern im Zug, und die Stücke sind für mich die perfekte Musik auf meiner Reise.“, sagt Brian Eno über das Album. Und genauso wie es entstanden ist, spiegelt sich das Motiv des Zuges auch in den sieben für das Album produzierten Filme wider. Eben so, als würde man selber aus dem Fenster schauen und die Landschaft vorbeiziehen sehen. Continue Reading

Music

Víkingur Ólafsson x “The Arts And The Hours”

(Víkingur Ólafsson; Bild: Ari Magg)

„Es geht um stille Leidenschaft in diesem Video (…) Es geht um das Verstreichen der Zeit und um die Kunst.“ Einhalt, Besinnung und Ruhe. Gerade in der aktuellen Zeit mit Sicherheit eine Tugend und etwas, das wir lernen müssen. Vielleicht kann uns Víkingur Ólafsson‘s Musik dabei ein wenig helfen. Continue Reading

Interview

“Ich würde gerne mal ein Album in Japan aufnehmen“ x Jan Who trifft Agnes Obel

(Agnes Obel; Bild: Alex Flagstad)

Die dänische Sängerin, Songwriterin und Musikerin veröffentlicht morgen ihr neues und viertes Album „Myopia“. Jan Who traf sie in Berlin und sprach mit ihr über Isolation während der Arbeit, Gerhard Richter, „Pan’s Labyrinth“ und ihre gemeinsame Liebe zu Japan.

Jan Who: Dein neues Album heißt „Myopia“, was soviel wie „Kurzsichtigkeit“ bedeutet. Eine Kurzsichtigkeit, die du dir auch während der Aufnahme auferlegt hast.
Agnes Obel: Richtig, ich nehme alle meine Alben so auf. Ich schließe mich sozusagen ein und kreiere diesen leeren Raum um mich herum für mich allein, frei von Zwängen, Anforderungen etc.. Der Unterschied bei „Myopia“ ist, dass ich dieses Mal auch beobachtet habe, warum ich so arbeite. Daher hat das Album auch den Namen bekommen.
(Handy klingelt)
Oh sorry, das ist mein Freund. Continue Reading

Technik

Mein Ruhebereich bin ich

Sony WF-1000XM3 Kopfhörer; Bild: Horstson

Jüngst in der Deutschen Bahn: Mir wurden versehentlich 6 Stunden Ruhebereich gebucht. Und wo normalerweise Menschen relativ tolerant sind, hatte ich natürlich eine Mitfahrerin erwischt, die sich sogar über das leise Reden beschwerte. Worauf ich hinaus möchte: Im Ruheabteil ist genügend Ruhe, da braucht man die Sony WF-1000XM3 nicht. Allerdings können sie einem in so manch anderer Situation weiterhelfen. Continue Reading

Kultur

Kommt Chewbacca ins Berghain …

Alexander Ekman: „Lib“; Bild: Jubal Battisti

Ein schwedischer Choreograph plus Musik von Talking Heads und John Lennon plus Kostüme des Modedesigners Charlie Le Mindu. Eine Rechnung die aufgeht. Wenn auch auf eine sehr krude und komische Art und Weise. „Lib“ ist das erste Stück an diesem Abend in der Staatsoper Unter den Linden. Alexander Ekman arbeitete hierfür das erste Mal mit dem Staatsballett zusammen und ist nach Stationen beim Cullberg Ballett, dem Nederlands Dans Theater oder der Sydney Dance Company natürlich kein unbeschriebenes Blatt mehr. Continue Reading

Kultur

Zeltaufbau für Profis

(„Plateau Effect“, Komische Oper Berlin; Foto: Jubal Battisti)

Ein riesiger Vorhang aus fließendem Stoff und ein paar Tänzer, die mantraartig zu Playback sprechen bzw. singen. Mehr braucht es für die ersten, gefühlt sehr langen Minuten nicht, um das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Zu dem Zeitpunkt weiß man noch nicht, dass es im Laufe des Stückes einige dieser Momente geben wird, die bis zur Unerträglichkeit ausgereizt werden und dann in meist großen Soundwelten münden. Continue Reading

Music

Zur Hölle und zurück – Kesha x „Raising Hell“

(Kesha x „Raising Hell“; Bild: Dana Trippe)

Zwei Jahre nach „Rainbow“ und medialer Überpräsenz, leider bedingt durch einen sehr ernsten Hintergrund, ist Kesha (ohne Dollarzeichen) wieder da. Doch bevor das neue Album „High Road“ erscheint, gibt es jetzt erstmal die erste Single plus Tracklist. Zusammen mit Big Freedia, legt sie mit „Raising Hell“ einen Track vor, der irgendwo zwischen Major Lazer Refrain und Großraumdisko liegt. Continue Reading

Music

Agnes Obel x „Island of Doom“

(Agnes Obel; Bild: Alex Flagstad)

Es gibt wenig Interpreten, die es immer wieder und wieder schaffen, jemanden unmittelbar beim ersten Zuhören in den Bann zu ziehen. Eine davon ist zweifellos Agnes Obel. Wer schon einmal auf einem Konzert der dänischen Musikerin, Komponistin und Pianistin war, weiß was ich meine. Mit „Island Of Doom“ ist jetzt die erste Single aus ihrem im kommenden Jahr erscheinenden Album „Myopie“ veröffentlicht worden. Myopie steht für Kurzsichtigkeit. Ein Widerspruch eigentlich, denn nichts beschreibt ihre Musik weniger als das Wort kurzsichtig. Und doch sieht sie selber Parallelen zu ihrer Musik bzw. ihrem musikalischen Schaffensprozess: Continue Reading