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Jan Who

Music News

Jessie Ware x „What’s Your Pleasure?”

(Jessie Ware x „What’s Your Pleasure?”; Cover Artwork; Bild: Virgin/Universal

Erinnert ihr euch noch an „Tough Love“ von Jessie Ware? Sicher! Und an „Glasshouse“? Nicht so richtig, oder? Nicht schlimm, ist leider manchmal so beim zweiten Album. Es scheint aber als sei „What’s Your Pleasure?“ jetzt der Ausgleich für das Vorgänger-Album der Singer-Songwriterin aus England. Und was für ein Ausgleich das ist! Continue Reading

Music News

HAIM – “Women in Music Pt. III”

(HAIM – “Women in Music Pt. III”; Cover; Bild via Chuffmedia)

Drei Mädels am Tresen in einem amerikanischen Diner. Optisch back to the Roots, denn wir fühlen uns von der Bildsprache her an HAIMs Erstwerk „Days Are Gone“ zurückerinnert, nur eben nicht auf einer Wiese. Optisch also wieder etwas roher, nachdem das letzte Cover zu „Something To Tell You“ eher einem Fashionshooting ähnelte. Und der rauhe Diner-Charme passt zum Sound von „Women in Music Pt. III“. Und dennoch führen uns die Mädels teilweise mit dem Cover hinters Licht. Diner bedeutet nämlich meistens Fastfood. Das Album allerdings nicht. Continue Reading

Interview

“Wow das war weird, aber irgendwie auch cool” – Drag Queen und „Skinny Legend“ Trixie Mattel über Mainstream, Gayming und Barbara.

(Trixie Mattel; Bild: Albert Sanchez)

Ganz ehrlich? Ich war selten so aufgeregt vor einem Interview wie am heutigen Tag. Und das obwohl ich schon ganz andere Musiker und bekannte Gesichter interviewt habe. Es ist 22:20 Uhr. Ich hänge mehr oder weniger nervös in der Warteschleife meines Interview-Calls und trinke mich locker. Brian Michael Firkus a.k.a. Trixie Mattel ist längst nicht nur Dragrace-Ikone und „Skinny Legend“. Sie ist Stand-Up Queen, CEO und Gründer von „Trixie Cosmetics“ und ist mit über 3 Millionen Followern auf Instagram, YouTube, Twitter, Facebook und Twitch eine der ganz großen Social Media Dragqueens. Viele kennen sie durch Formate wie „UNHhhh“, ihre „Full Coverage Fridays“ oder „Twitch Tuesdays“, welche jetzt schon legendär sind.
Und als wäre das nicht genug, hat sie mittlerweile ihr bereits drittes Album „Barbara“ veröffentlicht und ist auch als erste Drag-Folkmusikerin erfolgreich. Die Dokumentation „Moving Parts“ ist aktuell auf Netflix zu sehen und zeigt Trixie auf ihrer „Moving Parts“-Tour, sowie ihren persönlichen Struggle während der Zeit zwischen Tour, Drag Race Allstars und den Problemen mit ihrer langjährigen Weggefährtin und Freundin Katya. Grund genug also ein wenig aufgeregt zu sein. Daher platze ich auch gleich mal 15 Minuten zu früh in den Call, da ich die letzte Mail ihres Managements überlesen habe. Continue Reading

Music

Nie war Bergbau unheimlicher: Woodkid – “Goliath”

(Woodkid „Goliath“, Cover Artwork; Bild: PR)

“Ich möchte laut und groß sein”. Das sagte Yoann Lemoine damals im Interview mit uns. Und seitdem wir ihn 2013 trafen, ist ihm das auch gelungen. So gab es u.a. Kooperationen mit Nicolas Ghesquière für Louis Vuitton oder JR für das NYC Ballet. Ein neues Album wiederum gab es bisher nicht. Das soll sich jetzt ändern. Sieben Jahre nach „The Golden Age“ wurde nun ein neues Album angekündigt und die erste Single namens „Goliath“ wurde ebenfalls inklusive eines wieder einmal epischen Videos veröffentlicht. Continue Reading

Music

Der Mai ist gekommen, die Alben kommen raus.

(Joan as Police Woman x “Cover Two”; Bild: PR)

Neues aus Kalifornien – Chicano Batman x „Invisible People“
Nein nicht „Chicago Batman“! Das vierte Album der Jungs aus Kalifornien klingt so als würde Tame Impala mit Allah-Las Liebe machen. Lasst euch von der ersten Single „Color my Life“ nicht in die Irre führen. Was hier noch sehr groovig klingt wird spätestens bei Stücken wie „Manuel’s Story“ zu psychodelischen Klangwelten die dann wiederum am Ende bei „Wounds“ ankommen, einem Stück, bei dem man sich wünscht, Curtis Harding hätte den gesanglichen Part übernommen. Diese psychodelische Soulexplosion ist aber auch so grandios gelungen. Continue Reading

Music

Die Kooperation von der wir nicht wussten, dass wir sie brauchen – The Streets & Tame Impala x “Call My Phone Thinking I’m Doing Nothing Better”

(The Streets & Tame Impala x “Call My Phone Thinking I’m Doing Nothing Better”; Screenshot Video)

Retro Nokia-Telefone und ein Diamant-Feuerzeug. Das ist der Stoff, aus dem ziemlich coole Musikvideos entstehen können. So zum Beispiel “Call My Phone Thinking I’m Doing Nothing Better”. So seltsam diese Kombination von Produkten, wirkt sicher auch auf einige die Kombination The Streets und Tame Impala. Passt aber ausgesprochen gut. Und auch das Video passt ausgesprochen gut in die aktuelle Lage. Continue Reading

Music

Back to the roots – The Killers x „Caution“

(Bild: Olivia Bee)

Zugegeben waren die letzten Alben der Killers eher dürftig und zumindest ich habe mir die Zeiten von „Hot Fuss“ oder sogar „Day & Age“ zurückgewünscht. Mit „Caution“ ist die dreiköpfige Band nun zu ihren Wurzeln zurückgekehrt. Weniger zu den edgy „Smile like you mean it“- Wurzeln als zu den poppigen „Human“ Wurzeln, aber das macht nichts.
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Music

Brian & Roger Eno x „Mixing Colors”

(Brian & Roger Eno x „Mixing Colors”; Bild: PR)

Warum die Songs auf “Mixing Colours“ so wunderschön und in meinen Augen nachvollziehbar sind? Weil das Album fast ausnahmslos in Zügen entstanden ist. „Ich sitze mit Computer und Kopfhörern im Zug, und die Stücke sind für mich die perfekte Musik auf meiner Reise.“, sagt Brian Eno über das Album. Und genauso wie es entstanden ist, spiegelt sich das Motiv des Zuges auch in den sieben für das Album produzierten Filme wider. Eben so, als würde man selber aus dem Fenster schauen und die Landschaft vorbeiziehen sehen. Continue Reading

Music

Víkingur Ólafsson x “The Arts And The Hours”

(Víkingur Ólafsson; Bild: Ari Magg)

„Es geht um stille Leidenschaft in diesem Video (…) Es geht um das Verstreichen der Zeit und um die Kunst.“ Einhalt, Besinnung und Ruhe. Gerade in der aktuellen Zeit mit Sicherheit eine Tugend und etwas, das wir lernen müssen. Vielleicht kann uns Víkingur Ólafsson‘s Musik dabei ein wenig helfen. Continue Reading

Interview

“Ich würde gerne mal ein Album in Japan aufnehmen“ x Jan Who trifft Agnes Obel

(Agnes Obel; Bild: Alex Flagstad)

Die dänische Sängerin, Songwriterin und Musikerin veröffentlicht morgen ihr neues und viertes Album „Myopia“. Jan Who traf sie in Berlin und sprach mit ihr über Isolation während der Arbeit, Gerhard Richter, „Pan’s Labyrinth“ und ihre gemeinsame Liebe zu Japan.

Jan Who: Dein neues Album heißt „Myopia“, was soviel wie „Kurzsichtigkeit“ bedeutet. Eine Kurzsichtigkeit, die du dir auch während der Aufnahme auferlegt hast.
Agnes Obel: Richtig, ich nehme alle meine Alben so auf. Ich schließe mich sozusagen ein und kreiere diesen leeren Raum um mich herum für mich allein, frei von Zwängen, Anforderungen etc.. Der Unterschied bei „Myopia“ ist, dass ich dieses Mal auch beobachtet habe, warum ich so arbeite. Daher hat das Album auch den Namen bekommen.
(Handy klingelt)
Oh sorry, das ist mein Freund. Continue Reading