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Jan Who

Music

Not your average girl – SOPHIE x „Oil Of Every Pearl’s Un-Insides“

(SOPHIE; Artwork Credit: Charlotte Wales)

„SOPHIE ist der Popstar, den wir jetzt gerade brauchen.” Das schrieb das OUT Magazine. Und tatsächlich brauchen wir sie. Und das nicht nur weil sie das Thema Transsexualität, nachdem es in der Mode schon zur Mode geworden ist, in den musikalischen Bereich hebt. SOPHIE ist kein neuer Act. Bereits im Jahr 2013/2014 machte sie mit ihren Singles „Bipp“ und „Lemonade“ auf sich aufmerksam. 2015 veröffentlichte sie ihr erstes Album „Product“. Es folgten weitere Kooperationen mit u.a. Cashmere Cat („9 (after Coachella)“ zusammen mit MØ). Und auch für Künstler wie Charlie XCX und Madonna produzierte sie bereits. Continue Reading

Music

Artist to watch – Adam Naas x “Cherry Lipstick”

(Adam Naas; Bild: © Universal Music)

Was tun, wenn man aus Paris kommt, nach einer Mischung aus James Blunt und Macy Gray klingt und im Gesicht ein bisschen an John Galliano erinnert. Natürlich kreativ und im nächsten Schritt schleunigst zum heißen Scheiß der Musikszene werden. Letzteres ist Adam Naas schon im Ansatz geglückt. Ein ganz unbeschriebenes Blatt ist der in Paris mit algerischen, syrischen und ägyptischen Wurzeln geborene Sänger allerdings nicht. Bereits 2016 veröffentlichte er eine EP die seinen Namen trug. Hier schlug er damals allerdings noch ruhigere Tönen an, wie zum Beispiel auf „Fading Away“ zu hören. Seine neue Single „Cherry Lipstick“ ist mit Klatschrhythmus und Gitarren genauso wie er selbst: Wahnsinnig cool und ein wenig irre. Continue Reading

Interview

„In diesen Zeiten positiv zu sein, ist revolutionär“ – Nakhane im Interview

(Jan links, Nakhane rechts)

Eine bombastische Stimme irgendwo zwischen männlich und weiblich. Der in London lebende Südafrikaner hat mit seinem zweiten Album „You Will Not Die“ nicht nur sein erstes Album in Europa veröffentlicht. Er hat am Abend seines Konzertes in Berlin auch bewiesen: Ein Ledergeschirr unter einem Blazer ist ohne Weiteres ein bühnentaugliches Outfit. Macht er auf der Bühne noch Witze über Christentum und seine davon geprägte Vergangenheit, schlägt er in unserem Interview ernstere Töne an. Wir haben ihn vor seinem Konzert in Berlin zum Interview getroffen.

JanWho: Schön, dass es dich mal wieder nach Berlin verschlägt. Wie oft warst du schon hier? Continue Reading

Kultur

Doda/Goecke/Duato @ Komische Oper Berlin

(Staatsballett Berlin; Marco Goecke; Foto: Fernando Marcos )

Erst war es noch Romeo & Julia, d.h. klassische Kost für jedermann, jetzt bewegen wir uns in deutlich abstrakteren Gefilden. Nach Duato/Shechter oder Maillod/Millepied ist „Doda/Goecke/Duato“ eine weitere Produktion, bei der drei unterschiedliche Choreographen zeigen, was sie können. In diesem Fall sind das Gentian Doda, Marco Goecke und Noch-Intendant Nacho Duato. Eines vorweg: Unterschiedlicher könnten die drei Choreographien nicht sein, aber eins nach dem anderen. Continue Reading

Kultur

Drama Deluxe

(Staatsballett Berlin; Romeo und Julia; Foto: Fernando Marcos)

Auch wenn man in der Schule geschlafen hat und sich grundsätzlich nicht für Shakespeare interessiert: Romeo und Julia kennt man und weiß zumindest grob worum es geht. Zwei verfeindete Familien (Capulet und Montague) und Romeo und Julia, die aus jeweils einer der Familien stammen und sich natürlich ineinander verlieben. Am Schluss sind beide tot, alle sind traurig und Ende. Aber genauso unterschiedlich wie die Meinungen zum Stück sind es auch die Inszenierungen bzw. Verfilmungen. Continue Reading

Music

Arctic Monkeys x “Tranquility Base Hotel + Casino”

(Arctic Monkeys x “Tranquility Base Hotel + Casino”; Screenshot Trailer)

Ich frage mich noch immer, was das genau auf dem Cover von “Tranquility Base Hotel + Casino“ ist. Sachdienliche Hinweise nehmen wir in den Kommentaren entgegen. Eines ist unumstößlich: Das neue Album der Arctic Monkeys ist grandios. Und grandios ist ein Wort, was man heutzutage viel zu selten verwenden kann. “Tranquility Base Hotel + Casino” klingt so, als wäre es gar nicht aus 2018. Es klingt mehr wie eine CD, die man nach Jahren mal wiederfindet und beim Abspielen denkt: Mensch, das hört sich irgendwie voll zeitlos an. Schon „Star Treamtment“ klingt dank der Stimme von Frontmann Alex Turnernach nach 60s Vibe und Glitzer. Continue Reading

News

Fred Perry kooperiert erneut mit Miles Kane

(Miles Kane für Fred Perry; Bild: Courtesy of Fred Perry)

Miles Kane, Musiker und u.a. Co-Frontmann der Last Shadow Puppets haben wir euch vor bereits 5 Jahren vorgestellt. Damals mit seinem Soloalbum „Don’t Forget Who You Are“. „The finest clothes that you can find dressed in my coat. I’m feeling fine, I wanna shine.”, heißt es da im gleichnamigen Titelsong. Wie könnte man besser die nun bereits zweite Kollektion zusammen mit Fred Perry musikalisch unterstreichen? Davon mal angesehen, dass das Image von Miles und die Marke selbst einfach perfekt zusammenpassen. Continue Reading

Eurovision Song Contest

Pussys on fire und Deutschland war nicht Letzter

(Netta; Foto: Andres Putting)

Das Wichtigste zuerst: Deutschland ist nicht letzter geworden, sondern sogar vierter. Damit hat wohl weder Michael Schulte noch wir gerechnet. „You Let Me Walk Alone“ überzeugte die Zuschauer noch ein wenig mehr als die Jury und brachte ihm letztendlich 340 Punkte ein. Obwohl ich selbst kein großer Fan von Song und Performance war: Herzlichen Glückwunsch Michael! Und auch herzlichen Glückwunsch Netta, du Kreuzung aus Chun-Li, Björk und Manga Girl! Wir werden „Toy“ noch eine Weile weiterhören! Continue Reading

Music

DJ Koze x „Knock Knock“

(DJ Koze „Knock Knock“; Cover Artwork; Bild: Pampa Records/PR)

Das neue Album von DJ Koze ist das Album des Sommers. Waghalsige Vermutung mag jetzt der ein oder andere denken. Stefan Kozalla, ehemals Mitglied von Fischmob und Exzentriker, wenn es um Interviewsituationen mit Journalisten geht (Saunaaufgüsse, Mopedtouren), liefert mit „Knock Knock“ richtig ab. Und das zusammen mit einem bombastischen Lineup an Gaststars wie Speech (Arrested Development), Kurt Wagner (Lambchop), José González (der Typ mit dem Song aus der Sony Werbung) und nicht zuletzt Róisín Murphy, die sogar mit zwei Songs („Illumination“ und „Scratch That“) vertreten ist. Das Tolle daran ist: Das Album endet nicht in einer bloßen Ansammlung an großen Namen, die mittelmäßige Songs aufwerten. Anfangs empfindet man das Album beim ersten Hören als ein Durcheinander an Klangwelten und zusammengeschnittenen Schnipseln. Continue Reading

Music

Deep Throat Disco

(Simian Mobile Disco „Murmurations“; Cover Artwork; Bild: PR)

Erinnert ihr euch? Im Februar letzten Jahres stellten wir euch den Deep Throat Choir mit ihrem Cover von Björk’s „Stonemilker“ vor. Nein? Klingelt es nicht? Na gut, dann helfen euch Simian Mobile Disco jetzt mal gründlich auf die Sprünge. Das neue Album „Murmurations“ ist nämlich gespickt mit deren Gesangskünsten. Eine Kostprobe davon gab es bereits auf den beiden Vorabsingles „Caught In A Wave“ und „Hey Sister“. „Defender“, die bisher dritte Singleauskopplung, lässt den Chor bisher am lautesten zu Wort kommen. Was bedeutet das also? Continue Reading