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Meinung

Meinung News

Toni Kroos in GQ: Wenig Pride inside

(GQ Cover; Bild: © Anne Wilk/Broadview TV für GQ Germany)

Wir schreiben das Jahr 2020, auf der gesamten Welt geht es drunter und drüber, Regierungschefs haben zwar für ihre eigenen Karrieren einen guten aber für das Volk kaum einen Plan, Jugendliche und gut ausgebildete junge Erwachsene bekommen keine Jobs, schon gar keine gerecht bezahlten, von der Rezession ganz zu schweigen und ein Präsident in Amerika hat nichts Wichtigeres zu tun, als sein hässlichstes Gesicht zu zeigen.

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News

Stillstand in Hamburg

(Hamburg Davidstraße)

Wie sieht es in einer Stadt aus, die sonst vor Leben pulsiert? Wie fühlt sich die Reeperbahn an, über die sonst jede Nacht Zehntausende Touristen und Einheimische von Club zu Club ziehen? Und gibt es ein Hafenbecken ganz ohne Schiffe?

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Meinung

Sollten Männer im Sommer kurzärmelige Hemden tragen?

(Kurzärmeliges Hemd von Oliver Spencer; Bild: Mr. Porter)

„Ich finde, es gab noch nie einen Grund, so etwas zu tragen“, wie Wolfgang Joop im „Stern“ (Heft 25 / 2019) in einem kurzen, aber nicht minder lesenswerten Interview die Frage nach Kurzarmhemden beantwortete. Man würde bei einem Kurzärmelhemd den Ellenbogen sehen, der jedes Alter verrät, wie der Designer erklärte. Auch sollte man beim Ausschnitt darauf achten, dass „kein weißes oder gar rotes Brusthaar zu sehen ist.“ Schwarzes Haar ist hingegen noch okay.

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Meinung

No more Jackson?

(Michael Jackson, „Dangerous“-Tour in Monza, Italien, 06. Juli 1994; Bild: Daniele Dalledonne, CC BY-SA 2.0)

Oh my Lord, in Anbetracht der Causa Jackson waren die letzten Wochen ein ziemlicher Paukenschlag: Laut – hinsichtlich der Berichterstattung, unschön und allzu verstörend aufgrund der Anschuldigungen. Nicht zuletzt war die hysterische Informationsflut ein Spiegel dessen, wie sich gesellschaftliche Entwicklungen aktuell „neu“ formieren. Da wurde, bevorzugt in den Sozialen (Aufschrei-)Medien, aufs Schrillste angeklagt, gemutmaßt und Hebel in Bewegung gesetzt. Mit dem Finger wurde auf Ausstellungshäuser gezeigt, die Formate über den einstigen King of Pop planen und zeigen werden. Radiosender haben Songs aus dem Programm genommen und Paparazzis belagerten die Kinder Jacksons 24/7 vor ihren Häusern. Eine Welle der Entrüstung schlug durch die Presse, landete sogar bei meiner provinzverorteten Verwandtschaft als Titelstory auf der Tageszeitung. Schuld hieran sind a) der 2009 verstorbene Michael Jackson selbst, der jahrzehntelang kleine Kinder um sich gereiht hat (bzw. diese mit zunehmender Wahrscheinlichkeit aufs Perfideste missbraucht hat) und b) die darüber entstandene Dokumentation „Leaving Neverland“, welche in den USA mit Rekordquoten auf HBO gelaufen ist und bald auf Pro7 ausgestrahlt wird. Gefühlt jeder spricht und diskutiert über das – zurecht sehr heikle und höchst sensible – Thema und hat schnell eine eigene Meinung parat.

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Kampagne News

Influencer/in als Beruf?

(Bild: Diesel)

Influencer/in als Beruf? Über diese Frage bin ich bei Facebook gestolpert. Die Agentur für Arbeit Bad Oldesloe versucht sie zu beantworten. Schaut man sich die Inhalte genauer an, wird auffallen, an wen sich diese Informationsveranstaltung überhaupt richtet – an Schüler, die gerade auf der Suche nach einer Idee sind, was man beruflich die nächsten 40 Jahre machen kann. Influencer liegt da natürlich nahe, und das meine ich noch nicht einmal böse, denn mit welchem Beruf werden junge Menschen sonst mehrmals täglich konfrontiert? Zudem wirkt es mit Sicherheit verlockender, täglich die neuesten Kollektionen tragen zu dürfen und um den Globus zu jetten – zumindest wenn einem CO₂-Werte egal sind – als für ein vergleichsweise niedriges Ausbildungsgehalt von 9 bis 17 Uhr im Büro zu sitzen und regelmäßig zur Berufsschule zu müssen. Auch ist das Foto, also das Produkt der Arbeit, nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was der Influencer tatsächlich den Tag über so macht – pünktlich Feierabend und am Wochenende regelmäßig frei? Davon können Influencer meist nur träumen.

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Düfte

Sind das die neuen Duftklassiker?

(Jean Paul Gaultier; Bild: Rainer Torrado)

Es klingt unglaublich, aber Jahr für Jahr werden ca. 250 bis 300 neue Düfte auf dem Markt lanciert. Der Großteil dieser Neuerscheinungen verschwindet nach nur einer Saison, nur wenige überdauern einige Jahre und noch viel weniger haben das Zeug zum Duftklassiker.
Nischendüfte haben es naturgemäß schwerer, sich am Markt zu behaupten. Dabei sind es gerade diese Düfte, denen man nachsagt, dass sie nicht die breite Masse ansprechen und die sich daher ganz besonders lohnen, entdeckt zu werden. Das machen wir auf Horstson immer wieder gerne und freuen uns, wenn wir uns bis dato unbekannte Düfte kennenlernen und denen wir nur zu gerne eine kleine, feine Bühne bieten.
Aber wie sieht es bei den Duft-Blockbustern aus? Haben es in den letzten Jahren Düfte geschafft, mehr als eine Saison zu überdauern und vielleicht sogar zu neuen Klassikern zu avancieren? Düfte, die irgendwie jeder kennt, vielleicht sogar eine Geschichte mit ihnen verbindet, die sie aber ad hoc nicht zu Klassikern zählen würden, obwohl sie es – zumindest per Definition – sind? Ja, es gibt sie.

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Männermode

Virgil Abloh for Louis Vuitton S/S 2019 – Ein Kommentar.

(Virgil Abloh for Louis Vuitton S/S 2019; Louis Vuitton / Ludwig Bonnet)

von Martin Labisch.

Vergangenen Donnerstag war es nun soweit. Virgil Abloh hat als Nachfolger von Kim Jones seine erste Kollektion als Artistic Director für Louis Vuitton präsentiert. So viel vorweg: der „Wow“- Moment war auf jeden Fall gegeben! Die Show wird wohl als popkulturell ikonischer Moment in die Modegeschichte eingehen. Doch was steckt hinter dem Hype, der Virgil Abloh und alles was er anfasst, umgibt? Und warum schreibe ich darüber?
Daher möchte ich mich bei meinem Debüt als Horstson-Contributor kurz vorstellen: Ich bin Martin, 29, aus Stuttgart und habe nach meinem abgeschlossen Masterstudium der Kunstgeschichte, mit Fokus auf der Modegeschichte und der Malerei der Moderne, in diesem Semester eine Individualpromotion über Modetheorie bei Prof. Dr. Barbara Vinken begonnen. Die Mode ist also gewissermaßen mein Fachgebiet und als fanatischer Verfolger aller Modewochen und Beobachter von Trends, bin ich bisher ein lautstarker Kritiker Virgil Ablohs Schaffens. Bleibe ich es? Vielleicht konnte mich seine erste Show für Louis Vuitton ja eines Besseren belehren:

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Meinung

Nike setzt den Rosa Winkel für „BETRUE“-Kollektion ein

(Bild: Nike)

Nike richtet sich auch in diesem Jahr mit einer „BETRUE“-Kollektion an die LGBTQ-Community. Der an sich sehr löbliche Hintergrundgedanke der Initiative war, etwas zu entwerfen, mit der Nike die Unterstützung für LGBTQ-Athleten zeigen kann, wie damals Robert Goman, der Sprecher des LBGTQ-Netzwerkes des Unternehmens, erklärte.
Während in den vergangenen Jahren mit den Farben des Regenbogens gespielt wurde, zitiert der Sportartikelhersteller dieses Mal ein anderes Symbol der LGBTQ-Geschichte: den Rosa Winkel.

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Eurovision Song Contest

Pussys on fire und Deutschland war nicht Letzter

(Netta; Foto: Andres Putting)

Das Wichtigste zuerst: Deutschland ist nicht letzter geworden, sondern sogar vierter. Damit hat wohl weder Michael Schulte noch wir gerechnet. „You Let Me Walk Alone“ überzeugte die Zuschauer noch ein wenig mehr als die Jury und brachte ihm letztendlich 340 Punkte ein. Obwohl ich selbst kein großer Fan von Song und Performance war: Herzlichen Glückwunsch Michael! Und auch herzlichen Glückwunsch Netta, du Kreuzung aus Chun-Li, Björk und Manga Girl! Wir werden „Toy“ noch eine Weile weiterhören!

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Gesellschaft

50 Mütter, 50 Kinder, ein Extrachromosom und der Welt-Down-Syndrom-Tag

(Bild: Screenshot „50 Mums | 50 Kids | 1 Extra Chromosome“)

Heute ist wieder Welt-Down-Syndrom-Tag, also der Tag, der das öffentliche Bewusstsein für die Thematik des Down-Syndroms steigern soll.
Jeder kennt das: Ging man früher spazieren, begegneten einem relativ häufig Menschen mit Behinderung. Weil es aber immer einfacher wird, Behinderungen und Fehlbildungen schon im Mutterleib festzustellen, werden Menschen mit angeborenen Behinderungen weniger. Man geht davon aus, dass sich 90 % der werdenden Eltern gegen ein Kind mit Trisomie und für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden. Es gibt keine zeitliche Begrenzung für diesen Schritt, d.h. „Spätabtreibungen“ sind legal. Einige halten das für Selektion – andere verweisen auf das Selbstbestimmungsrecht …
Am Ende des Tages muss jede Frau selbst entscheiden, ob eine Abtreibung vorgenommen wird oder nicht. Ein Schritt, der von niemanden zu bewerten ist. Was hingegen zu bewerten ist, ist die Wortwahl einiger Menschen …

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