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Meinung

Meinung

Nike setzt den Rosa Winkel für „BETRUE“-Kollektion ein

(Bild: Nike)

Nike richtet sich auch in diesem Jahr mit einer „BETRUE“-Kollektion an die LGBTQ-Community. Der an sich sehr löbliche Hintergrundgedanke der Initiative war, etwas zu entwerfen, mit der Nike die Unterstützung für LGBTQ-Athleten zeigen kann, wie damals Robert Goman, der Sprecher des LBGTQ-Netzwerkes des Unternehmens, erklärte.
Während in den vergangenen Jahren mit den Farben des Regenbogens gespielt wurde, zitiert der Sportartikelhersteller dieses Mal ein anderes Symbol der LGBTQ-Geschichte: den Rosa Winkel. Continue Reading

Eurovision Song Contest

Pussys on fire und Deutschland war nicht Letzter

(Netta; Foto: Andres Putting)

Das Wichtigste zuerst: Deutschland ist nicht letzter geworden, sondern sogar vierter. Damit hat wohl weder Michael Schulte noch wir gerechnet. „You Let Me Walk Alone“ überzeugte die Zuschauer noch ein wenig mehr als die Jury und brachte ihm letztendlich 340 Punkte ein. Obwohl ich selbst kein großer Fan von Song und Performance war: Herzlichen Glückwunsch Michael! Und auch herzlichen Glückwunsch Netta, du Kreuzung aus Chun-Li, Björk und Manga Girl! Wir werden „Toy“ noch eine Weile weiterhören! Continue Reading

Gesellschaft

50 Mütter, 50 Kinder, ein Extrachromosom und der Welt-Down-Syndrom-Tag

(Bild: Screenshot „50 Mums | 50 Kids | 1 Extra Chromosome“)

Heute ist wieder Welt-Down-Syndrom-Tag, also der Tag, der das öffentliche Bewusstsein für die Thematik des Down-Syndroms steigern soll.
Jeder kennt das: Ging man früher spazieren, begegneten einem relativ häufig Menschen mit Behinderung. Weil es aber immer einfacher wird, Behinderungen und Fehlbildungen schon im Mutterleib festzustellen, werden Menschen mit angeborenen Behinderungen weniger. Man geht davon aus, dass sich 90 % der werdenden Eltern gegen ein Kind mit Trisomie und für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden. Es gibt keine zeitliche Begrenzung für diesen Schritt, d.h. „Spätabtreibungen“ sind legal. Einige halten das für Selektion – andere verweisen auf das Selbstbestimmungsrecht …
Am Ende des Tages muss jede Frau selbst entscheiden, ob eine Abtreibung vorgenommen wird oder nicht. Ein Schritt, der von niemanden zu bewerten ist. Was hingegen zu bewerten ist, ist die Wortwahl einiger Menschen … Continue Reading

Frankreich

In was für einem wunderbaren Land lebe ich!

(Foto: Thomas Kuball)

Das Frankreich für “la mode, création, beauté, charme et les compliments” steht, dafür ist die Grande Nation ja hinreichend bekannt und beliebt.
Ebenso so bekannt ist, dass es hier, neuer dynamischer Präsident hin oder her, an vielen Ecken bröckelt, nicht alles Gold ist was glänzt und selbstverständlich nicht alle Menschen just aus dem Modemagazin gesprungen sind. Darin unterscheidet sich Frankreich nicht von seinen Nachbarstaaten.
Genau für diese Normalität liebe ich dieses Land und seine Bewohner. Es wird allerdings außerhalb des Hexagons geunkt, dass der liebe Gott, als er die Welt und somit auch das schöne Frankreich mit seinen unglaublichen Küstenabschnitten, den Hügeln und Tälern, dem süffigen Wein, seiner köstlichen Küche oder den vielen Sonnenstunden schuf, feststellte, dass dieses Land dem Paradis so zu nahe kommt. Schwups, hat er fix den Franzosen als Gegenpol erschaffen! Continue Reading

Influencer

Streetstyle, Streetstyle

Bill Cunningham at Fashion Week; Foto: Jiyang Chen; CC BY-SA 3.0

Wer schon seit ein paar Jahren dem Modezirkus beiwohnt oder dem Treiben betroffener Akteure aus Leser- und Konsumentensicht folgt, dem wird aufgefallen sein: da ist eine Menge im Umbruch, enorme Geschwindigkeit im Spiel! Dass ist an vielen Stellen auch gut so, keine Frage. Alles andere wäre schlichtweg behäbig, gar langweilig und keinesfalls dem ewig fordernden Zeitgeist entsprechend. Dann und wann sollte man jedoch auch die kritische Distanz suchen, Prognosen vornehmen und diese entweder aussprechen oder flux im Hinterkopf behalten. Letzteres trifft auf mich zu, Kategorie „Immerwährender Beobachter mit wenig Drang zum Mucks“ beschreibt mich wohl ganz treffend. In einem Fall hätte ich jedoch durchaus mal früher den Mund aufmachen können: Stichwort „Streetstyle“. Das Manegenpony der Mode ist nirgends weg zu denken, selbst alteingesessene Publikationen setzen immer häufiger auf internationale „Frisch von der Straße“-Authentisch-Styles und kürzen hierfür fleißig an herkömmlichen Editorial-Seiten. Bei Facebook und Instagram flattert das bunte Treiben ohne Unterlass durch den Feed, von morgens bis abends gibt’s kaum anderes zu sehen – nicht nur während der Modewochen. Prinzipiell nutze auch ich das sehr gerne als Inspirationsquelle und Hübsche-Leute-Schauen, da mag ich mich gar nicht ausklammern. Ich würde wohl auch nichts dagegen einwenden, wenn auch ich ein wenig mehr Talent zum wenig gestellt wirkenden Posen abbekommen hätte. Continue Reading

Influencer

Jetzt wissen wir’s: Das ist also der Medienwert von Influencern

(Schwarmintelligenz; Bild: D. Dibenski /U.S. Fish and Wildlife Service)

Wenn man dem etwas aus dem Ruder gelaufenen Interview des „Manager Magazins“ mit Caro Daur etwas Positives abgewinnen möchte, kann man mit viel gutem Willen sagen, dass es eine im Dämmerschlaf befindliche Branche durchgerüttelt hat.
Fachlich war es, meiner Meinung nach, nicht die zwei Minuten wert, die man brauchte, um die etwas dünn geratenen Fragen durchzulesen. Vermutlich knallten aber die Champagnerkorken in der Redaktion, als man merkte, dass man mit so wenig so viel Reichweite erlangen kann. Lustig, denn wenig Inhalt eint die Interviewattrappe mit dem Content, den Influencer tagein, tagaus liefern.
Caro Daur hat, was mich nicht verwundert, die Fragen nach Honorar für einen Instagrampost nicht beantwortet. Warum auch? Die Frage nach dem Gehalt würde weder die Journalistin, die das Interview geführt hat, noch die Chefredaktion des „Manager Magazins“ beantworten. Continue Reading

Meinung

Einstehen, dagegen gehen!

So, da sind wir nun. Trump ist Präsident der Vereinigten Staaten geworden, Pauken und Trompeten des Protests haben geklungen. Haben sämtliche Kanäle der Sozialen Medien bespielt und konnten so ein paar Tage die Masse beschallen. Dann wurde es ruhiger, leider etwas zu ruhig. Da war plötzlich nicht mehr viel zu hören von scharfem Geschoss und dem (Wieder-)Erwachen eines politischen Geistes – die Modebranche verbiss sich an der Outfitauswahl der First Lady. Erst war ich bestürzt über die, plötzlich vermehrt auftretenden Headlines à la „Die Designer X,Y & Z fühlen sich geehrt Frau Trump einkleiden zu dürfen“. Schließlich hatte ich an dieser Stelle auch schon darüber geschrieben. Auch wenn ich differenzieren kann, was und wie ich damit als Autor von der Relevanz her einzuordnen habe. Als es dann nur noch um die ewig nervige Kleiderwahl ging, als ich immer wieder hörte „so ist es jetzt einfach“, dachte ich mir: Okay, so geht das also schrittweise und schleichend mit der Akzeptanz. Wundert es irgendwen? Schließlich reden wir von der (manchmal leider zurecht) als oberflächlich verschrienen Modebranche! Continue Reading

Meinung

Wie ich die Medien hasse

(Einfach mal abschalten … Testbild; Rotkaeppchen68; CC BY-SA 3.0)

Boris Becker also auch – der ehemalige Tennisspieler ist also auch Berliner. Das weiß ich nicht, weil ich ihn kenne und er es mir gesagt hat, sondern weil ich heute zufällig Radio gehört habe. NDR fand es erwähnenswert, was Becker und andere Prominente auf Twitter zu den Ereignissen in Berlin gepostet haben.
Seit gestern Abend Spekulationen nonstop. Wie ich die Medien dafür hasse. Nicht nur, dass sie ihr Reputation verspielen, nein. Nicht-Themen werden aufgeblasen, nur um die geifernde Fangemeinde mit „News“ zu versorgen. Kein Wunder, wenn die Stimmung hochkocht und Ängste geschürt werden. Continue Reading

Gesellschaft

Kleidgewordene Abfuhr

(Tom Ford, 2009; Bild: Nicogenin;CC BY-SA 2.0)

Die amerikanische Bevölkerung hat gewählt, das ist vermutlich an niemanden vorbeigezogen. Donald Trump spuckt seitdem als designierter Präsident der Vereinigten Staaten durch Funk, Fernsehen und Internet. Soweit, so überhaupt nicht gut. Wie zu befürchten brach eine Welle der Empörung über Deutschland, Europa, ach was, die ganze Welt ein. Genauso schnell wie sie kam und uns allesamt nass machte, ebbte sie jedoch auch wieder ab. Mittlerweile wird bei dem Thema zwar noch standardmäßig der Kopf geschüttelt, aber selten mit erhobenen Zeigefinger Richtung Kopf getippt. „Hello, hello! Was ist bloß los, liebe Welt und Bürger?“, denke ich mir und kann es noch immer nicht fassen. Keinesfalls in arroganter Haltung, vielmehr in Hinblick darauf, dass ich versuche, die Wählerschaft zu verstehen. Den Entscheidungswillen der Amis sollte man nicht infrage stellen und statt resigniert zu verdrängen – Schlagzeilenstellenwerte à la Lombardi-Doku statt Nachrichten von Übersee zeigen das mehr als deutlich –, sollte man nach Ursachen für die Ängste der Bürger forschen. Schließlich stehen auch bei uns Wahlen an, mir bibbert es vor 2017. Ich übe mich im Schockstarre vermeiden und Ursachensuchen, Nachahmen gewünscht! Continue Reading

Shopeinrichtung

Das neue KaDeWe Berlin und die Frage, ob man nicht häufiger offline einkaufen sollte …

(Bild: Courtesy of KaDeWe)

Die letzten Wochen und Monate störten jedoch Baulärm und weiße Absperrwände das Einkaufserlebnis am Ku’damm. Auf den Hinweisschildern stand mitunter „Cities change – so do we“. Das ein oder andere Mal bin ich daran vorbeigekommen, immer wieder musste ich schmunzeln. Fühlte mich an Vorlesungen aus der Universität erinnert. Continue Reading