Der Countdown läuft: Wir zeigen heute live aus Paris die Louis Vuitton Herbst/Winter-Frauenkollektion 2020/2021 von Nicolas Ghesquière, dem Artistic Director der Damenkollektionen, im Live Stream.
Louis Vuitton
Vielleicht kann sich der ein oder andere Leser noch an den Film „The Darjeeling Limited“ erinnern. Der Regisseur Wes Anderson bat den damaligen Women’s Artistic Director von Louis Vuitton, Marc Jacobs, für die drei Hauptdarsteller, Jason Schwartzman, Adrien Brody und Owen Wilson, die Anzüge zu kreieren. Der Designer sah es als Herausforderung an, seine Kreativität und die Handwerkskunst der Ateliers miteinander zu verbinden und entwarf so auch gleich einige Gepäckstücke für den Film.
Die Kabinenkoffer, die Briefcases, die Nil-Tasche, mehrere Keepalls, die schweren „Alzer“-Koffer und allerlei Kleinaccessoires wurden durch das ungewöhnliche Design – Kinderbuch-Illustrationen von Eric Chase Anderson, dem Bruder von Wes – zum heimlichen „The Darjeeling Limited“-Star.
Der Tag sollte kommen, an dem ich mich an das legendäre „Fashion Café“ von Naomi Campbell, Elle Macpherson, Claudia Schiffer und Christy Turlington erinnert fühle. Die erste Niederlassung der Café-Kette wurde 1995 im Rockefeller Center, New York City eröffnet. Weitere „Fashion Café“-Niederlassungen waren geplant, doch das Konzept scheiterte.
Vermutlich war die Zeit einfach noch nicht reif für eine Mischung aus Mode und Mangiare. Doch die Models – bzw. die Investoren – waren Innovatoren auf einem Gebiet, das auf den ersten Blick gar nicht passen möchte.
Heute, also 25 Jahre später, ist es nicht mehr ungewöhnlich, wenn Marken oder Akteure aus der Welt der Mode ein Café oder Restaurant eröffnen: Armani hat diverse Cafés, Ralph Lauren hat Restaurants in New York, London, Paris und Chicago, Alicia Rountree ist Mitbetreiberin des „Tartinery“ in New York, Gucci hat erst 2018 die „Osteria da Massimo Bottura“ eröffnet und im Prada-Café „Marchesi“ kann man ganz vorzüglich ein Stückchen Torte genießen.
Zu dieser illustren Runde gesellt sich ab dem Februar auch Louis Vuitton: Die Luxusmarke eröffnet im japanischen Osaka gleich beides – Café und Restaurant.
(Louis Vuitton Pre-Fall-Kampagne 2020; Bild: Louis Vuitton)
„Die Mode ist ein Roman“, unter diesem Motto präsentiert Louis Vuitton die Kampagne zur Pre-Fall-Kollektion 2020. Ein Roman ist allerdings untertrieben: Insgesamt geht es bei den Kampagnenbildern um 24 (Fantasie-)Buchcover und Filmplakate, die im Groschenroman-Design die Zwischenkollektion zeigen.
Statt auf Models setzt Nicolas Ghesquière auf Persönlichkeiten aus der Musik- und Filmbranche bzw. den Musen des Hauses: Léa Seydoux, Sophie Turner Angelica Ross, Stacy Martin, Kelsey Asbille, Doona Bae, Chloë Grace Moretz, Alicia Vikander, Laura Harrier, Emma Roberts, Zhong Chuxi, Yaya, Noémie Merlant, Deepika Padukone, Woodkid, Rinko Kikuchi, Cody Fern, Jennifer Connelly, Billie Lourd, Jaden Smith, Gugu Mbatha-Raw, Robyn und Samara Weaving.
(Louis Vuitton x NBA; Copyright: Arnaud Le Brazidec)
“Victory Travels in Louis Vuitton” – unter diesem Motto starten Louis Vuitton und die NBA eine globale Partnerschaft. Wer mit NBA nichts anfangen kann, dem sei kurz erklärt: Bei der National Basketball Association handelt es sich um die Basketball-Profiliga in Nordamerika, zu der auch die Women’s National Basketball Association, die NBA G League und die NBA 2K League gehört. Mit Mode hat das alles nichts zu tun, was die Zusammenarbeit noch etwas spannender macht, denn die Partnerschaft ist die erste und einzige von Louis Vuitton mit einer nordamerikanischen Sportliga.
Nun geht es in der Kooperation nicht um Trikots oder irgendwelchen Gadgets, die das französische Luxuslabel mit der NBA lanciert, sondern um den Koffer für die Larry O’Brien-Trophäe.
(Jonas Wood für Louis Vuitton; Bild: Louis Vuitton)
Die News sind eigentlich gar keine richtigen Neuigkeiten, denn der US-Künstler Jonas Wood hat schon vor einigen Monaten eine Tasche für Louis Vuitton gestaltet: Für die „Arty Capucines“-Kollektion interpretierten einige zeitgenössischen Künstler das beliebteste Taschenmodell von Louis Vuitton, die „Capucines“, die übrigens nach der Straße benannt wurde, auf der sich erste Store von Louis Vuitton befand, neu. Jonas Wood war einer von ihnen. Nun geht die Zusammenarbeit in die nächste Runde: Elf Tücher gibt es ab dem 12. September bei Louis Vuitton zu kaufen – allesamt von Wood entworfen.
(Kid Fresino; Bild: Keizo Kitajima)
„I wear my sunglasses at night“ – der Himmel über Hamburg lässt Erinnerungen an den 1980er-Smash Hit von Corey Hart wach werden. Etwas bessere Stimmung verbreitet da alleine schon der Name unseres neuesten Zugangs der inoffiziellen Sonnenbrillen-Wochen auf Horstson (siehe hier, hier, hier und hier): Louis Vuitton Rainbow.
(Arty Capucines; Bild: © Studio Lenthal)
Mit nur 16 Jahren traf Louis Vuitton eine Entscheidung, die nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner Söhne und ganzer Generationen verändern sollte: Er wollte Kofferhersteller werden. Nur fünf Jahre später, 1859, beschloss Vuitton, seine Werkstätten vom Laden in der Pariser Rue Neuve-des-Capucines auszulagern und zu professionalisieren. Asnières schien für dieses Vorhaben ideal: Der Ort liegt weniger als 10 Kilometer vom Zentrum der Hauptstadt entfernt und ist gut per Bahn zu erreichen. Das 4.500 m² große Grundstück bot alles, was er brauchte, um die Gepäckstücke zu produzieren. Selbst die Infrastruktur stimmte: Das für das Hartgepäck benötige Holz konnte – über die Seine geschifft – angeliefert werden und es gab genug Platz für die Metallwerkstätten. Also ließ Vuitton von den Architekten Henri Labrouste und Victor Baltarde in Asnières eine radikal moderne, luftig-verglaste Manufaktur im „Eiffel Stil“ erbauen.
Das ist nun 160 Jahre her und Louis Vuitton – heute eines der erfolgreichsten Luxuslabels der Welt – begeht dieses Jubiläum mit einer Ausstellung in Beverly Hills: „Louis Vuitton X“.
(Virgil Abloh für Louis Vuitton Pre-Spring 2020; Bild: Louis Vuitton)
Virgil Abloh liefert für die Pre-Spring-Kollektion von Louis Vuitton gleich eine Begriffserklärung für „Streetwear“ ab: Laut Kollektions-Begleittext handelt es sich hierbei um „eine Definition, die traditionell für Kleidungsstücke und Accessoires angewendet wird, die von einer breiteren Öffentlichkeit getragen werden, die sich nicht mit herkömmlichen Kleiderordnungen beschäftigt“, sowie um einen Begriff, „der sich selbst veraltet hat.“
Lt. Abloh leben wir in einem modischen Klima, das mit den Kleiderordnungen der alten Welt bricht und so öffnet sich selbst der Mode-Connaisseur der Streetwear und erhebt sie auf eine universelle Ebene der Lifewear: „Clothes forever chic.“ Bei Virgil Abloh wird traditionell nicht tief gestapelt.
(Louis Vuitton Men’s Fashion Jewellery Collection; Bild: Louis Vuitton)
Es lag auf der Hand, dennoch kommen die News überraschend: Louis Vuitton lanciert als Teil der Frühling/Sommer-Männerkollektion 2019 eine neue Modeschmuck-Linie. Die Linie versteht sich als ein neues Konzept von Men’s Artistic Director Virgil Abloh.
Nun gab es bei Louis Vuitton in den letzten Jahren natürlich auch Modeschmuck, nur klaffte gewissermaßen eine Lücke zwischen Runway-Kollektion und regulärer Schmuckkollektion. Das ist ein Problem, dem sich auch andere Modehäuser immer wieder konfrontiert sehen – das, was der Kunde in der Boutique kaufen kann, spiegelt nur in Spurenelementen das wider, was auf dem Laufsteg zu sehen ist.
