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Ausstellungstipp: Miss You in Berlin, Hamburg und Baden-Baden

Die gesamte Kultur steckt in einer Krise: Seit Monaten konnten Kulturschaffende – gleich welcher Couleur – nur in Spurenelementen ihrer Arbeit nachkommen. Wenn überhaupt. Was schmerzlich fehlt, neben Kreativität, Routine und Einnahmen, ist der Dialog mit dem Rezipienten. Wenn also der Zuschauer nicht zur Oper, zum Theater, zum Puppentheater, zum Kino, zum Varieté oder zum Konzert kommen kann, bringt die Ausstellung „Miss You“ die Künstler aller Genres zu den Menschen – zumindest in Berlin, Hamburg und Baden-Baden.

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Ausstellungstipp: „Helmut Newton One Hundred“ in Berlin

(Foto: Max von Gumppenberg)

Wo wir doch gerade über Helmut Newton gesprochen haben … Neben der Neuauflage des legendären Buches „Helmut Newton: SUMO“ gibt es noch eine andere Newton-Neuigkeit.
Am vergangenen Samstag wäre der Fotograf 100 Jahre alt geworden. Dieses besondere Jubiläum nimmt die Helmut Newton Stiftung, deren Sitz übrigens in Berlin ist, zum Anlass, den Fotografen zu ehren, indem ein Teil seiner Werke erstmals und frei zugänglich ist – in einer Outdoor-Ausstellung in Berlin-Kreuzberg.

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Blumen, Peitschen und Porträts: Robert Mapplethorpe: XYZ Portfolios

Vor rund 10 Jahren war ich mit meiner Mutter in Düsseldorf unterwegs, um mir „eine klasse Ausstellung“ anzuschauen. So waren ihre Worte und sie sollte natürlich – wie bei allen Kunstthemen – Recht behalten. Nun ja, angekommen im schummerigen Dämmerlicht erwarteten uns intensive Aufnahmen, stark und ungemein charakteristisch für den ausgestellten Fotografen: Blumen, verletzliche Gesichter und ja, mitunter auch eine Peitsche im Hinterteil. Dazwischen jede Menge Nacktfotos, die man eigentlich nicht mit seinen Eltern sichten möchte/ muss. Man war das komisch und nicht so geplant. Also nicht, dass meiner Mutter oder mir das peinlich gewesen wäre, das absolut nicht, aber die vielen betretenen Gesichter der, bis dato ahnungslosen, Besucher. Man kann sich das so vorstellen: Meine Mutter wild gestikulierend am Deuten, Analysieren und Interpretieren. Ich eher „ja, aha, alles gut und warum so laut erklären?“ und dazwischen viele rotbäckigen Damen und Herren, die sich doch etwas anderes vom Wochenendausflug ins Museum gedacht hatten. Seitdem sind jede Menge Jahre vergangen und Robert Mapplethorpe hat mich immer wieder auf meinen Wegen begleitet – ein Ausnahmekünstler, wie ich finde.

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Ausstellung: Karl Lagerfeld in Berlin

© Foto: Daniel Biskup

„Berlin ist wunderbar. Die Leute, die Architektur. Hier ist Reibung. Hier entsteht etwas. Man merkt, eine große Stadt wächst zusammen.“ Karl Lagerfeld 2002 über seinen Besuch in Berlin. Den Anlass für diese immerhin 3-tägige Stippvisite in der Hauptstadt gab, neben der Präsentation eines Buches und der Eröffnung einer Vernissage, ein Interviewtermin mit der WELT am Sonntag.
Für eben dieses Interview zog der in Berlin lebende Fotograf Daniel Biskup mit Karl Lagerfeld durch die nächtliche Metropole. Die Bilder sind – und das ist das ungewöhnliche – so normal, dass sie, abgesehen vom Motiv, auch bei einem Kneipenbummel jedes anderen Menschen hätten entstanden sein können. Kein aufwendiges Setting, keine Beleuchtung, es scheint, als würden Biskup und Lagerfeld nicht einmal von einer großen Entourage und Fans begleitet werden.
Eine Auswahl dieser Bilder werden nun unter dem Namen „Karl Lagerfeld in Berlin“ im Hotel de Rome präsentiert.

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Lindberghs unerzählte Geschichten

(Peter Lindbergh; Uma Thurman, New York, 2016 © Peter Lindbergh; Courtesy Peter Lindbergh, Paris)

Bildgewordene Legende – Vor rund dreieinhalb Jahren habe ich die einmalige Ehre gehabt, kurz mit Peter Lindbergh zu sprechen. Mich mit diesem Genie an Fotografen über seine Ausstellung in Rotterdam auszutauschen und klar, auch ein Fan-Foto zu schießen. Man war das klasse und bis heute ganz sicher eines meiner größten Modehighlights (dicht gefolgt vom Selfie-Schießen mit Karl Lagerfeld himself) mit allerhöchstem Gänsehautpotential. Dass Lindbergh dieses Jahr verstorben ist, hat mich dann irgendwie richtig traurig gestimmt – normalerweise habe ich das bei berühmten Personen nie, also den Hang zum Mitgenommen-Werden. Wisst ihr, was ich meine? Mich berührt es in den seltensten Fällen, wenn die sozialen Medien plötzlich mit Fotos und Anekdoten zu irgendwelchen Personen des öffentlichen Lebens überspült werden und jeder den Eindruck erwecken möchte: Ach Mensch, den kannte ich. Ich kannte Lindbergh nicht, nicht mal im Einsatz. Aber ich bilde mir ein, sagen zu können: Seine Bilder schon.

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Ist das Mode oder kann das weg!?

(© VOGUE Deutschland 2019; Foto: Priya Ahluwalia)

Wir hatten vor einigen Tagen schon am Rande drüber gesprochen, nun gibt es nähere Infos zur „Vogue Ausstellung“. Die gemeinsame Ausstellung der deutschen Vogue und des Museums Villa Stuck hat sich das Ziel gesetzt, Mode im Kontext von Gesellschaft und Kultur zu zeigen. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema Mode kommt nicht überraschend; dass man sich zu Führungen durch Mitglieder der Redaktion anmelden kann, hingegen schon.
Die Vorstellung, sich von Christiane Arp durch die Räume führen zu lassen oder durch Robert Emich, dem stellvertretenden Chefredakteur des Magazins, einen Blick hinter die Kulissen der Vogue vermittelt zu bekommen, klingt spannend und für die Vogue ungewohnt nahbar.

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Danke, Peter

(Estelle Lefébure, Karen Alexander, Rachel Williams, Linda Evangelista, Tatjana Patitz & Christy Turlington – Santa Monica, 1988; Bild: Peter Lindbergh / Courtesy of Camera Work)

Als Anna Wintour 1988 Chefredakteurin der Vogue wurde, mit der Idee im Hinterkopf, die US-amerikanischen Ausgabe zu verjüngen, war es Peter Lindbergh, der das erste Cover unter der Ägide der Engländerin schießt. Er setzt damit ein klares Zeichen für den Umbruch – und zwar nicht nur die Veränderungen des Magazins. Nur wenige Monate später lichtet er Estelle Lefébure, Karen Alexander, Rachel Williams, Linda Evangelista, Tatjana Patitz und Christy Turlington in Santa Monica ab und läutet damit ein neues Frauenbild ein. Ende 1989 dann das Foto schlechthin: Linda Evangelista, Naomi Campbell, Tatjana Patitz, Cindy Crawford und Christy Turlington – aufgenommen auf den Straßen von New York. Das Januar-Cover der Vogue wurde Kult, der Schönheitsbegriff von Weiblichkeit revolutioniert und die Models galten fortan als die »Big Five«. Ein neues Modezeitalter begann mit der Ära der Supermodels, zu denen sich hier zu noch Nadja Auermann und Claudia Schiffer gesellten. Beide Fotos sind – ebenso wie der Fotograf, Peter Lindbergh – Legenden.
Peter Lindbergh ist vor wenigen Tagen gestorben. Die Berliner Galerie Camera Work gedenkt ihm, einem der bedeutendsten Fotografen in der Geschichte, in einer Werkschau.

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Ernst Barlach Museum: Karl Lagerfeld – Visions

(Hommage á Feininger Parade, 1998; © Karl Lagerfeld)

Am 19. Februar 2019 starb Karl Lagerfeld. Er war zweifelsohne der bekannteste Modeschöpfer seiner Zeit. Nun wird – passend zu seinem Geburtstag am 10.9.1933 – im Ernst Barlach Museum Wedel eine Ausstellung eröffnet, die Karl Lagerfelds besondere Liebe zur Fotografie in den Mittelpunkt stellt. Zu sehen sind Bilder, die Lagerfeld zu unterschiedlichen Themen (Mode, Werbung, Kunst, Kultur, Körper) mit vielen außergewöhnlichen Persönlichkeiten und weltberühmten Models aufgenommen hat.

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Ausstellung: Camera Work präsentiert Patrick Demarchelier in Berlin

(© Patrick Demarchelier, „Christy, Linda and Naomi“, New York, 2016; Courtesy of Camera Work)

„Hat Demarchelier zugesagt?“ Andy Sachs ist völlig überfordert. Emily Charleton muss ihre neue Kollegin aus der unangenehmen Situation retten und stellt kurzerhand für Miranda Priestly, der Chefredakteurin der amerikanischen Ausgabe der »RUNWAY«, eine Telefonverbindung zu Patrick Demarchelier her: „Patrick ist dran!“ Es dürfte eine der bekanntesten Szenen in „Der Teufel trägt Prada“ sein, die ich vor meinem inneren Auge Revue passieren lassen muss, wenn ich den Namen Patrick Demarchelier höre. Heute war es wieder soweit: Die renommierte Galerie Camera Work gab bekannt, dass sie mit einer Auswahl von 30 Werken einen umfassenden Einblick in das Oeuvre des Fotografen gewährt.

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LV in L.A.

(Arty Capucines; Bild: © Studio Lenthal)

Mit nur 16 Jahren traf Louis Vuitton eine Entscheidung, die nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner Söhne und ganzer Generationen verändern sollte: Er wollte Kofferhersteller werden. Nur fünf Jahre später, 1859, beschloss Vuitton, seine Werkstätten vom Laden in der Pariser Rue Neuve-des-Capucines auszulagern und zu professionalisieren. Asnières schien für dieses Vorhaben ideal: Der Ort liegt weniger als 10 Kilometer vom Zentrum der Hauptstadt entfernt und ist gut per Bahn zu erreichen. Das 4.500 m² große Grundstück bot alles, was er brauchte, um die Gepäckstücke zu produzieren. Selbst die Infrastruktur stimmte: Das für das Hartgepäck benötige Holz konnte – über die Seine geschifft – angeliefert werden und es gab genug Platz für die Metallwerkstätten. Also ließ Vuitton von den Architekten Henri Labrouste und Victor Baltarde in Asnières eine radikal moderne, luftig-verglaste Manufaktur im „Eiffel Stil“ erbauen.
Das ist nun 160 Jahre her und Louis Vuitton – heute eines der erfolgreichsten Luxuslabels der Welt – begeht dieses Jubiläum mit einer Ausstellung in Beverly Hills: „Louis Vuitton X“.

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