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Porcelain Couture

(Sonderausstellung Porcelain Couture ; Courtesy of Fürstenberg)

Was haben ein Couture-Kostüm und kostbares Porzellan gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Niemand würde auf die Idee kommen, sein Kaffeeservice als neuestes Accessoire auszuführen, um damit bewundernde Blicke zu ernten, oder die Teekanne als neues It-Piece zu bezeichnen. Doch bei genauerem Hinsehen verbindet beide Branchen mehr, als man denkt – eine Idee, die ehemalige Kunden des Concept Stores „Kuball & Kempe“ noch kennen dürften. Trat man in den Laden in der Hamburger City, wusste man manchmal nicht, wo man als Erstes hinschauen sollte: Auf die Sneaker von Adidas, das alte Spielzeug, den Chanel-Bearbrick oder die Kristallgläser und das kostbare Porzellan?
Die Ausstellung „Porcelain Couture – Porzellan trifft Mode von Chanel bis Yves Saint Laurent“ macht genau dieses Konzept des Mix-and-Match auf anschauliche Art deutlich. In eindrucksvollen Inszenierungen wird im Museum Schloss Fürstenberg gezeigt, wie unmittelbar uns Mode und Porzellan im Leben begleiten und welche Wechselwirkungen zwischen den beiden exklusiven Luxusbranchen existieren.
Hier ein flüchtiger Blick hinter die Kulissen der Ausstellung „Porcelain Couture – Porzellan trifft Mode von Chanel bis Yves Saint Laurent“: Continue Reading

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Standesgemäß Selfieschießen

(Jean Pigozzi; Andy Warhol and ME, 1986 © Jean Pigozzi; Courtesy IMMAGIS Galerie)

Pigozzi ruft nach München – Noch vor ein kurzem, ich war mit meinem Freund on tour auf dem Elbjazz-Festival im Hamburger Hafen, musste ich mir doofe Sprüche in Sachen Selfie-Schießen anhören: Ne klassische „Ach, die Jugend weiß nur sich selbst zu fotografieren und denkt an nichts anderes mehr“-Klatsche samt verächtlichem Kopfschütteln. Ausgesprochen von einer ziemlich frustriert wirkenden Dame mittleren Alters, die sich nicht mal für die samba-frohe Musik auf der Bühne begeistern konnte und stur auf ihren Bierbecher stierte. Normalerweise tangieren mich abschätzige Aussagen fremder Leute gen Null, hier war ich doch etwas irritiert. Warum? Weil ich A: Pauschalisierungen aus Prinzip schon unnötig finde, B: gar nicht mal so häufig Selfies mache und C: noch am Abend vorher über die Entwicklung der Selbstfotografie gelesen hatte. Im Rahmen meiner Masterarbeit verschlinge ich momentan das ein oder andere Buch mit Berührungspunkten der Bereiche Kunst, Mode und Luxus. Einen wichtigen Namen in diesem, mal mehr oder wenig eng geflochtenen Business, hat sich der Fotograf Jean Pigozzi gemacht. Continue Reading

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Björk im Gucci Garden

(Gucci Garden: Björk; Bild: Courtesy of Gucci)

Das, was bis vor wenigen Monaten als Gucci-Museum bekannt war, trägt seit Januar nicht nur einen neuen Namen: Aus ‚Museo Gucci‘ wurde ‚Gucci Garden‘. Gucci Garden versteht sich nicht nur als schnödes Museum, sondern als kreativer Raum, in dem die ästhetische Entwicklung und die Philosophie des Hauses zum Ausdruck kommen. Neben einem Museumsstore (wobei „Store“ untertrieben ist) und einem Restaurant beherbergt Gucci Garden auch ein eigentliches Museum, das jetzt um zwei Räume erweitert wurde. Continue Reading

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„The Artist is Present“ – eine Ausstellung von Alessandro Michele und Maurizio Cattelan

(Standbild „The Artist is Present“; Yuri Ancarani; Screenshot)

„Das ist die Geschichte eines Traumes“ – wenn eine Pressemitteilung mit diesen Worten beginnt, stellt man sich automatisch auf blumige Prosa ein. Man möge sich, so lese ich weiter, eine Welt voller alter Meisterporträts, alter römischer Marmorköpfe, goldener Reliquien, gefüllt mit Händen und Herzen von Zombies, blühender Teppiche und bunter Tapisserie, Babydrachen und Schädeln unbekannter Kreaturen vorstellen.
Ich bin mir nicht sicher, ob man diesen Traum selbst haben möchte – doch es ist die Geschichte einer gemeinsamen Arbeit von Alessandro Michele und Maurizio Cattelan. Der Kreativdirektor von Gucci und der italienische Künstler, der ganz nebenbei das Magazin ‚Toiletpaper‘ herausgibt, arbeiten aktuell an dem Ausstellungsprojekt „The Artist is Present“. Continue Reading

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A Englishman in Paris

(„Here We Are“, Paris; Bild: Courtesy of Burberry)

Als großer Fan von Christopher Bailey juckt es mich gerade in den Fingern – vielleicht sollte ich diese Woche ganz spontan einen Tagestrip nach Paris einplanen? Einen Grund dafür liefert die Ausstellung „Here We Are“, die nur noch bis zum 04. Februar anhand Fotos verschiedener Künstler den „British Way of Life“ zeigt.
Die Ausstellung, die schon im September 2017 im Old Sessions House in London präsentiert wurde und anschließend im November nach Hongkong reiste, wurde neben Christopher Bailey vom britischen Fotografen Alasdair McLellan und der Schriftstellerin Lucy Kumara Moore kuratiert. Continue Reading

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No one can do Versace better than Versace

(Bild: Courtesy of Gianni Versace Retrospektive Berlin)

In Berlin eröffnet Ende Januar die weltweit größte Ausstellung der Werke Gianni Versaces. „Kultur, Mode und Inspiration fügen sich zu einem überraschenden, noch nie da gewesenen Erlebnisort zusammenfügen“ – so konnte ich es zumindest der Pressemitteilung entnehmen.
Einige Leser werden sich vielleicht noch erinnern können: Gianni Versaces letzte selbst kuratierte Ausstellung fand 1994 unter dem Titel „Signatures“ im Berliner Kunstgewerbemuseum statt. Die Stadt hinterließ bei Versace einen bleibenden Eindruck.
Das 40. Jahr des Bestehens der Marke „Gianni Versace“ liefert Anlass genug, dem Gründer eine in Berlin Retrospektive zu widmen, denn: No one can do Versace better than Versace! Continue Reading

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Vendôrama: Boucheron präsentiert Ausstellung in Paris zum 160. Jubiläum

(„Vendôrama“; Bild: Courtesy of Boucheron)

Alles begann, als 1858 Frédéric Boucheron sein Juweliergeschäft unter den Arkaden der Galerie de Valois im Palais Royal in Paris eröffnete. Der begabte Juwelier erwarb sich nicht nur schnell den Ruf, dass er famose Stücke kreierte, die genau dem Zeitgeschmack und dem „Gout“ der Pariser Gesellschaft unter Napoleon III. entsprachen, sondern erwies sich auch schnell als Mann mit einem famosen Gespür für den Anspruch seiner Kunden der Zukunft.
Frédéric Boucheron begriff schnell, dass er die immer mehr nach Paris strömenden Amerikaner als Kunden gewinnen wollte. Schon 1867 stellte er daher auf der Weltausstellung aus und bekam prompt eine Goldmedaille. Als dann der Place Vendôme zum Zentrum der Juweliere avancierte und das Hotel Ritz gebaut wurde, in dem die vornehme Welt abstieg, siedelte Boucheron 1893 an den Platz um, der bis heute für die edelsten Häuser und den prächtigsten Schmuck gilt. Continue Reading

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Ausstellungstipp: Es wird Nacht im Berlin der Wilden Zwanziger

(Bild: Robert Nippoldt; aus „Es wird Nacht im Berlin der Wilden Zwanziger“; Courtesy of Taschen Verlag)

War früher alles besser? Wohl kaum. Dennoch blickt man oft mit verklärtem Blick in die Vergangenheit. Denke ich zum Beispiel an meinen ersten Besuch der Berliner Loveparade nach, denke ich an den Ku’damm, auf dem – es muss Anfang der 1990er-Jahre gewesen sein – ein Haufen bunter Vögel einer Handvoll Wagen hinterherliefen. In der Realität waren die paar tausend Besucher gar nicht so bunt und die Musik auch gar nicht so ekstatisch, wie ich sie heute beschreiben würde. Continue Reading

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Die Schaufenster der Träume

Leïla Menchari; Bild: Hermès

Im Grand Palais, Paris, wird vom 8. November bis 3. Dezember 2017 von Hermès eine ganz besondere Frau mit einer Ausstellung geehrt. Leïla Menchari hat über Jahrzehnte das Aushängeschild der Firma gestaltet, nämlich die Schaufenster des an der Ecke der Rue du Faubourg Saint-Honoré und der Rue Boissy-d’Anglas liegenden Stammhauses der legendären Marke. Ihre Arbeit tat sie so fantasievoll, wie kaum ein anderer Schaufensterdekorateur. Continue Reading

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Happy Feet

(Bild: Elmer Batters)

Fetisch – für einige Menschen schwingt bei dem Begriff etwas Anrüchiges mit. Warum eigentlich? Bemüht man Wikipedia, lernt man, dass „Fetisch“ aus dem Französischen (fétiche) entlehnt wurde im Portugiesischen (feitiço) wurzelt, wo es die Bedeutung „Zauber“ oder „Zaubermittel“ hat. Das klingt nicht nur schöner, sondern holt den sexuellen Fetischismus auch aus der Schmuddelecke, in die er oft genug gesteckt wird.
Die Ausstellung „Bizarre Life“ widmet sich in einigen Tagen zwei Pionieren der Fetischkunst: dem Fotografen Elmer Batters und dem amerikanischen Illustrator Eric Stanton. Continue Reading