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Horst

Männermode

Science-Fiction und Kirschblüten

(Hajime Sorayama für Dior; Bild: Courtesy of Dior)

Wir sprachen vor einigen Wochen ja schon drüber: Der japanischer Illustrator Hajime Sorayama wurde für Dior kreativ. Sorayama dürfte einigen Lesern sicher ein Begriff sein – sein bekanntestes Werk wurde 1983 bei Genkōsha veröffentlicht: „Sexy Robot“, ein Buch, das sich um den Fetisch chromglänzender Roboterfrauen dreht, steht mit Sicherheit noch in dem ein oder anderen Bücherregal. Vielleicht aber auch im Video- oder LP-Schrank, denn Sorayama arbeitete an diversen Fantasy- und Science-Fiction-Filmen mit, so zum Beispiel an The Humanoid (1986), Braindead (1992) und Space Truckers (1996). Außerdem war er auch für das Cover des Aerosmith-Albums „Just Push Play“ verantwortlich, auf dem ein weiblicher Roboter mit einem wehenden Rock zu kämpfen hat – Marilyn Monroe lässt grüßen.

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Live Stream

Live Stream: Dior Cruise 2020 Show in Marrakesch

Wir gucken Mode. Maria Grazia Chiuri präsentiert am Montag, den 29. April 2019 ab 21 Uhr ihre Dior Cruise-Kollektion 2020 – und wir zeigen die Schau natürlich im Live Stream. Als Ort wurde Marrakesch ausgewählt, was insofern spannend ist, als dass sich Yves Saint Laurent – der Nachfolger von Firmengründer Christian Dior – immer wider von der marokkanischen Stadt inspirieren lassen hat.
Oder lieferte John Galliano die Inspiration, der dem Orient die Dior Cruise-Kollektion 2008 widmete? Am Montagabend werden wir es erfahren – der Countdown läuft …

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Automobil

Pimp My Ride

(Berluti x Porsche 911 Targa 2.4l „S“; Foto: © Bruno des Gayets)

Kennt noch jemand Pimp My Ride? Der Rapper Xzibit moderierte in den 2000er-Jahren die sehr erfolgreiche MTV-Show, in der Teilnehmer ihr altes Auto von Tuning-Legende West Coast Customs (ab Staffel fünf übrigens von Galpin Auto Sports) pumpen ließen.
Ganz ähnlich verhält es sich bei Porsche: Der Stuttgarter Automobilhersteller gab einen 911 Targa 2.4l „S“ in die vertrauensvollen Hände von Berluti. Nun wurde – im Gegensatz zu Pimp my Ride – der Porsche nicht mit Bügeleisen, Flachbildschirm und Flammenlackierung getunt, sondern das Interieur mit allerfeinstem Leder ausgestattet.

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Werbung

Die Portemonnaie-Idee: Halbquadrat

Das Portemonnaie hat drei Probleme. Erstens: In den Nachrichten wird es meist im negativen Kontext genannt – es wird geklaut und es ist immer leer. Hinzu kommt die Schreibweise, was dann auch der Grund dafür ist, dass Begriffe wie ‚Geldbeutel‘ oder ‚Geldbörse‘ viel häufiger benutzt werden, obwohl sie phonetisch wie praktisch antiquiert sind. Niemand würde auf die Idee kommen, neben Kleingeld auch seine Kreditkarten in einem Beutel zu tragen. Dieser Fakt bringt uns dann auch zum dritten Problem: Geld wird nach und nach – der 500-Euro-Schein macht gerade den Anfang – durch bargeldlose Alternativen abgelöst, was ein Portemonnaie in Zukunft eigentlich überflüssig macht. Dennoch wird niemand auf ein Portemonnaie verzichten, denn – und das gehört zu den Stärken – es hat sich kultiviert und ist viel mehr als ein Alltagsbegleiter.

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Ausstellung

MAXXI widmet Paolo Di Paolo eigene Ausstellung: „Paolo Di Paolo. Mondo perduto“

(Pier Paolo Pasolini, Monte Testaccio, Rom, © Paolo Di Paolo Archiv)

Er war der beliebteste Fotograf von Mario Pannunzios politischer Wochenzeitung Il Mondo, in der er im Laufe von 14 Jahren 573 Fotos veröffentlichte, mit denen er bildhaft über Italien und den Rest der Welt berichtete. Er porträtierte Filmstars, Schriftsteller, Künstler, den Adel und die einfachen Menschen.
Paolo Di Paolo war ein außergewöhnlicher Chronist des Italiens der 1950er- und 1960er-Jahre, der mit Feingefühl, Strenge und Geschicklichkeit das Land festhielt, das aus der Asche des Zweiten Weltkriegs wiederaufgebaut wurde.

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Styling

Was soll man denn dazu anziehen? Heute: der transparente Shopper von Maison Margiela

(PVC Shopper von Maison Margiela)

Nichts für Geheimniskrämer – der transparente PVC-Beutel offenbart auf den ersten Blick die komplette Shoppingausbeute. Der Maison-Margiela-Shopper ist sicherlich genauso Geschmacksache, wie die Koffer, die Virgil Abloh als Off-White-Designer für Rimowa entworfen hat (und die es auf wundersamer Weise noch online zu geben scheint).
Da ich aber eh nichts zu verbergen habe, würde ich das schöne Stück mit folgenden Looks präsentieren.

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Werbung - In Kooperation mit Taschen Verlag

Männer, wie Gott sie schuf: George Quaintance in Berlin

(„The Bandit“, 1953, Private collection, © George Quaintance, courtesy of TASCHEN)

Heute kaum vorstellbar, aber es gab eine Zeit, in der Homosexualität ein Tabuthema war und in der sich erotische Kunst am Rande der Legalität bewegte. Es brauchte einige Vorreiter, die den Weg für Künstler wie Tom of Finland, James Bidgood, Harry Bush, Etienne und Pierre et Gilles ebneten und die eine sexualisierte Darstellung des männlichen Körpers überhaupt salonfähig machte.
Der Maler George Quaintance war ein solcher Vorreiter. Er war ein Meister der Darstellung männlicher Physis und lebte offen schwul in einer Zeit, in der das Bekenntnis zur Homosexualität nicht nur riskant, sondern sogar verboten war. Seine Bilder idealisierter männlicher Körper bildeten die Blaupause für eine Ästhetik, die bis heute maßgeblich die schwule Kultur prägt – ein Blick auf das Folsom Europe genügt und man weiß, was ich meine.

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Kampagne

Punks im Park von Selinunt

(Gucci Pre-Fall-Kampagne 2019; Foto: Glen Luchford)

Ich gebe zu, der Header täuscht. In der neuen Pre-Fall-Kampagne von Gucci steht nicht Punk im Mittelpunkt, sondern die Tempelruinen des archäologischen Parks von Selinunt in Sizilien, die man auf obigem Bild – wenn überhaupt – erst auf den zweiten Blick entdeckt. Sei es drum, es gehört zur Strategie von Alessandro Michele, den Betrachter auf’s Glatteis zu führen und selbst in Kampagnen zu einer Zwischenkollektion zu unterhalten. Bei anderen Marken merkt man in diesem Genre oftmals, wie stiefmütterlich die Pre-Fall-Kollektionen behandelt werden. Doch nicht so bei Gucci – da wird das komplette Team, bestehend aus Fotograf (Glen Luchford), Art Director (Christopher Simmonds), Hair Stylist (Paul Hanlon), Make-up Artist (Thomas De Kluyver) und jeder Menge Models vom fernen Mailand an diesen antiken Ort gefahren, um den Geist des klassischen Symposiums heraufzubeschwören, das Zusammensein nach dem Bankett, bei der sich die Menschen zur Begleitung von Musik und Tanz treffen, Gedichtvorträge hören und lange Gespräche führen würden.

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Düfte

Summertime!

(Bild: Sébastien Zanella)

Karl Lagerfeld sagte einmal: „Wer auf meiner Party über Kinder oder das Wetter redet, wird nicht mehr eingeladen“. Nun möchte ich hier natürlich nicht über das Wetter plaudern, dennoch lieferte mir ein flüchtiger Blick auf meine Wetter-App den Beweis für eine gefühlte Veränderung: Es wird tatsächlich wärmer und ja, wir haben sonnige Aussichten.
Neben einer Vorliebe zur kurzen Hose, zu der sich übrigens mein Verhältnis zu Flip-Flops antiproportional verhält, ändern sich bei mir auch die Duftgewohnheiten – weg von den schweren Parfums, hin zu sommerlich-leichten Düften.

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Interieur

Dior kooperiert mit Dimore Studio

Dimore Studio für Dior © Silvia Rivoltella

Wir sprachen in den letzten Tagen ja schon davon – in Mailand fand die Möbelmesse Salone del Mobile statt, wobei ‚Möbelmesse‘ hoffnungslos untertrieben ist. Beim Salone del Mobile gibt sich das Who’s who des Möbeldesigns die Klinke in die Hand – unter anderem auch Firmen, die man nicht zwingend mit Interieur in Verbindung bringt, wie zum Beispiel Gucci oder eben auch Dior.
Dior, ein Haus, das wie kein anderes für Luxusmode steht, präsentierte 14 Kreationen, die die italienisch-amerikanischen Interieurdesigner von Dimore Studio entworfen haben. Das Architektur- und Innenarchitekturstudio von Britt Moran und Emiliano Salci hat sich auf Möbeldesign, Beleuchtung und Textilien spezialisiert. Die beiden Designer erhielten freie Hand und entwarfen so eine Kollektion, die Vasen, Tabletts, ein Candelabra, ein Feuerzeug und einen Aschenbecher, Platzsets, Rahmen und einen Schirmständer umfasst, die der geneigte Dior-Kunde auf Bestellung ordern kann.

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