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Der unnachahmliche William Penhaligon

(The Inimitable William Penhaligon; Foto: Penhaligon’s)

Als erstes der zwölf Tierkreiszeichen steht der Widder für Kraft und Selbstbewusstsein, also genau die Eigenschaften, die 1870 nötig waren, ein Parfumhaus zu gründen. Es war eine holprige Zeit, Frankreich steckte im Krieg mit dem Norddeutschen Bund, mit dem Bau der Brooklyn Bridge, die Manhattan und Brooklyn verbinden sollte, wurde begonnen und der britische Fußballverband, The Football Association, begrenzt die Anzahl der Spieler bei einem Fußballspiel auf elf.
Ob William Penhaligon im Sternzeichen des Widders geboren wurde, kann ich nicht mit Gewissheit sagen, aber charakterlich würde es passen. Immerhin braucht es eine gehörige Portion Mut, ausgerechnet da ein Geschäft zu eröffnen, wo damals die feine Gesellschaft einkaufte: Die Jermyn Street galt als das Who-is-who des Schneiderhandwerks, also das, was heute die Savile Row für Männer ist. Durch die räumliche Nähe zur damaligen High Society gelang es dem Barbier, eine illustre Kundschaft aufzubauen, die er charmant als Steigbügelhalter für seinen Erfolg zu nutzen wusste. Ja, selbst die Bitte um Ernennung zum königlichen Hoflieferanten erhielt rasch die königliche Zustimmung.

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Rote Beete zum Sprühen

(Bild: Comme des Garçons)

Bereits 1994 lancierte Comme des Garçons den ersten Duft – eine Kreation, für die sich der Parfümeur Mark Buxton verantwortlich zeigte. „Works like a Medicine, behaves like a Drug“ war damals der Slogan.
27 Jahre und unzählige Düfte später lanciert Comme des Garçons nun den neuesten Streich: Rouge heißt die Kreation, die sich nahtlos in die Serie der handschmeichelnden Flacons einfügt. Überhaupt die Flacons – sie sind bei Comme des Garçons ein Kapitel für sich: Rei Kawakubo engagierte damals den noch relativ unbekannten Pariser Grafikdesigner Marc Atlan, dem etwas völlig Neues gelang: Auf den Flacons prangt neben dem Markennamen noch ein Recycling-Symbol, die Mengenangabe und ein als unsexy geltender Strichcode, den man sonst eher versteckte, statt an prominenter Stelle zu platzieren. Durch die Form, ganz ohne Ecken und Kanten, einem Kieselstein nachempfunden, bekommt der Nutzer schon ein gutes Gefühl, ohne überhaupt den ersten Sprüher getätigt zu haben.

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Neues vom Duftmarkt: Penhaligon’s „Brilliantly British“

(Foto: Penhaligon’s)

Der ein oder andere Leser wird sicherlich in den letzten Tagen die neueste „The Crown“-Staffel gesehen haben. Die Serie, das sei kurz erklärt, widmet sich dem Leben von Elisabeth II. seit ihrer Hochzeit mit Prinz Philip im Jahr 1947 und zeichnet in mittlerweile 40 Episoden das Leben der Queen, das manchmal einer Seifenoper gleicht, nach.

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Beauty Düfte News

LGNDR Scents: Legendäre Düfte?

(Bild: PR)

Jedes Jahr werden zahllose neue Düfte auf dem Markt lanciert. Der Großteil dieser Neuerscheinungen verschwindet nach nur einer Saison, nur wenige überdauern einige Jahre und noch viel weniger haben das Zeug zur Legende.
Gerade die Nischendüfte haben es schwer, sich am Markt zu behaupten. Dabei sind es gerade diese Düfte, die nicht die breite Masse ansprechen und sehr eigenständig sind, die sich lohnen, entdeckt zu werden.
Wenn sich eine Firma, deren Fokus auf Schreibgeräte und die dazugehörigen Lederaccessoires liegt, „Legendär“ nennt, zeugt das von großer Selbstsicherheit. Wenn dann diese Firma zwei Unisex-Düfte lanciert, werden wir hellhörig. Wir haben die Düfte von „LGNDR“ getestet. Doch von Anfang an.

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Natürlich nachhaltig

(Acqua di Parma – „Colonia Futura“; Bild: Hersteller)

Wenn ein legendäres Haus einen neuen Duft vorstellt und mit diesem neue Wege einschlägt, sollte man hellhörig werden. Doch wer kennt sie denn überhaupt noch, die Legenden? Man muss da die Kirche im Dorf lassen, jungen Leuten und auch dem ganz normalen Durchschnittsbürger sagen die Namen der alten Parfümmanufakturen rein gar nichts. Wir sind wohl in Zeiten gelandet, in denen das Attribut „neu“ auf dem Markt und von Promi XYZ kreiert besser zieht, als das Kennenlernen der Kostbarkeiten. Anders bei Acqua di Parma, einer Legende am Markt, die 1916 von dem italienischen Baron Carlo Magnani in einer Parfümfabrik im Zentrum der Altstadt von Parma gegründet wurde. Dem Namen verdankt Acqua di Parma also seiner Herkunft; der Ruf hingegen wird in den 1930er- bis 1950er-Jahre begründet. Hollywood-Schauspieler, die nach Italien eingeladen wurden, entdeckten Colonia für sich und trugen den Duft nach der Abreise in die Welt hinaus.

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Toy Boy

(Jhona Burjack für „Toy Boy“ von Moschino; Bild: Giampaolo Sgura)

Regelmäßige Leser von Horstson wissen, dass ich schon aus Prinzip nichts auf Jeremy Scott kommen lasse. Als fast offizieller Chronist des kreativen Schaffens des amerikanischen Designers ist es dann auch regelrecht meine Pflicht, seine neueste Arbeit vorzustellen: „Toy Boy“, der neue Duft von Moschino.

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Summertime!

(Bild: Sébastien Zanella)

Karl Lagerfeld sagte einmal: „Wer auf meiner Party über Kinder oder das Wetter redet, wird nicht mehr eingeladen“. Nun möchte ich hier natürlich nicht über das Wetter plaudern, dennoch lieferte mir ein flüchtiger Blick auf meine Wetter-App den Beweis für eine gefühlte Veränderung: Es wird tatsächlich wärmer und ja, wir haben sonnige Aussichten.
Neben einer Vorliebe zur kurzen Hose, zu der sich übrigens mein Verhältnis zu Flip-Flops antiproportional verhält, ändern sich bei mir auch die Duftgewohnheiten – weg von den schweren Parfums, hin zu sommerlich-leichten Düften.

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Sind das die neuen Duftklassiker?

(Jean Paul Gaultier; Bild: Rainer Torrado)

Es klingt unglaublich, aber Jahr für Jahr werden ca. 250 bis 300 neue Düfte auf dem Markt lanciert. Der Großteil dieser Neuerscheinungen verschwindet nach nur einer Saison, nur wenige überdauern einige Jahre und noch viel weniger haben das Zeug zum Duftklassiker.
Nischendüfte haben es naturgemäß schwerer, sich am Markt zu behaupten. Dabei sind es gerade diese Düfte, denen man nachsagt, dass sie nicht die breite Masse ansprechen und die sich daher ganz besonders lohnen, entdeckt zu werden. Das machen wir auf Horstson immer wieder gerne und freuen uns, wenn wir uns bis dato unbekannte Düfte kennenlernen und denen wir nur zu gerne eine kleine, feine Bühne bieten.
Aber wie sieht es bei den Duft-Blockbustern aus? Haben es in den letzten Jahren Düfte geschafft, mehr als eine Saison zu überdauern und vielleicht sogar zu neuen Klassikern zu avancieren? Düfte, die irgendwie jeder kennt, vielleicht sogar eine Geschichte mit ihnen verbindet, die sie aber ad hoc nicht zu Klassikern zählen würden, obwohl sie es – zumindest per Definition – sind? Ja, es gibt sie.

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