Interieur

Dior kooperiert mit Dimore Studio

Dimore Studio für Dior © Silvia Rivoltella

Wir sprachen in den letzten Tagen ja schon davon – in Mailand fand die Möbelmesse Salone del Mobile statt, wobei ‚Möbelmesse‘ hoffnungslos untertrieben ist. Beim Salone del Mobile gibt sich das Who’s who des Möbeldesigns die Klinke in die Hand – unter anderem auch Firmen, die man nicht zwingend mit Interieur in Verbindung bringt, wie zum Beispiel Gucci oder eben auch Dior.
Dior, ein Haus, das wie kein anderes für Luxusmode steht, präsentierte 14 Kreationen, die die italienisch-amerikanischen Interieurdesigner von Dimore Studio entworfen haben. Das Architektur- und Innenarchitekturstudio von Britt Moran und Emiliano Salci hat sich auf Möbeldesign, Beleuchtung und Textilien spezialisiert. Die beiden Designer erhielten freie Hand und entwarfen so eine Kollektion, die Vasen, Tabletts, ein Candelabra, ein Feuerzeug und einen Aschenbecher, Platzsets, Rahmen und einen Schirmständer umfasst, die der geneigte Dior-Kunde auf Bestellung ordern kann.

Für die Kollektion kombinierten Britt Moran und Emiliano Salci die Legierung verschiedener Metalle (Gold, Silber und Bronze) mit Plexiglas und natürlichem gewebtem Rattan, um das Cannage-Muster in den Fokus zu rücken. Cannage? Hefte raus: Klassenarbeit! Bei den Modenschauen in den Salons der Avenue Montaigne Nr. 30 platzierte Christian Dior seine Gäste auf Stühlen im Stil von Napoleon III., deren Sitzfläche ein helles Muster aufwies – das Cannage. Dieses Gittergeflecht wurde zu einem Code der Maison und die Dior-Designer interpretieren es immer wieder neu.

Neben Cannage prägen Blattsilberarbeiten und Goldnuancen die Kollektion. Mit ihren klaren Linien zitieren diese Objekte durch ihre Namen und Formen den Surrealismus und den Kubismus – zwei künstlerische Strömungen, die Christian Dior als ehemaliger Galerist, Kunstsammler und Freund und Bewunderer der größten Künstler des 20. Jahrhunderts, von Picasso bis Dalí und Magritte, sehr gerne mochte.
Der Schirmständer aus geflochtenem Rattan, der von vergoldetem Messing und schwarzem Metallbesatz umgeben ist, trägt den Titel „Ceci n’est pas un vase“ (This is not a Vase), während eine Serie aus rauchgrauem Plexiglas, bestehend aus zwei Vasen, einem kubischen Feuerzeug, einem Aschenbecher und einem Tablett, den Namen „Cubisme“ (Cubism) erhielt.
Die Basket-Serie, die ausschließlich aus drei Vasen besteht – zwei davon mit Mondkurven – steht im Dialog mit den hellen Farben und feinen Geweben des Rattans. Der Kerzenleuchter aus Bronze, Gold und Stahl mit dem Titel „De nuit“ (By Night) erhebt sich aus den Blütenblättern einer Blume aus Bronze, einer grafischen Linie mit subtilen Transparenzen.

Präsentiert wurde die Kollektion übrigens in der Villa „Casa degli Atellani“, zu der früher ein Weingut gehörte, um das sich Leonardo da Vinci der Legende nach gekümmert haben soll.

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