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Männermode

Werbung: In Kooperation mit ASOS

Tugend des Weglassens

(ASOS WHITE Kollektion; Bild: ASOS)

Jeder kennt diese Tage, an denen man so gar keine Idee davon hat, worin man gut aussehen könnte. Ein weißes Hemd oder T-Shirt, Jeans, schlichte Sneaker, gewaschene Haare und auch sonst gepflegt – mehr bedarf es eigentlich nicht. Man muss sich dafür, gut auszusehen, weder in Schulden stürzen, verkleiden … noch stundenlang vor dem Kleiderschrank ein Outfit nach dem anderen probieren.
An solchen Tagen sollte man sich einer neutralen Farbpalette und minimalistischer Ästhetik bedienen, ganz ohne großes Brimborium. Eine neue Anlaufstelle für derlei Dinge, die der Tugend des Weglassens folgen, liefert neuerdings die ASOS WHITE Kollektion, die erstmalig auch für Herren verfügbar ist. Das Designteam des britischen Online-Versandhändlers hat für die Herbst/Winter-Saison 2018 eine Kollektion aus 90 Styles kreiert. Hier eine Auswahl:

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Wäsche

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(Alexander Wang für Uniqlo; Bild: PR)

Wir sprachen davon: Alexander Wang hat für Uniqlo eine Kollektion entworfen. Da ich aber sehr gewissenhaft darüber berichtet habe, dass es sich „nur“ um Funktionswäsche handelt, dürfte sich die Enttäuschung bei Fans des US-Designers in Grenzen halten, da man sich auf Briefs, Hemden und Co. eingestellt hat.

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Damenmode Männermode

Beruhigt euch! Celine – Frühling/Sommer 2019

(Bilder: Celine, Instagram)

Zugegeben: Ich habe mich auf diesen Abend gefreut und jeden noch so kleinen Schritt und jede Bekanntgabe der ersten Tasche (an Lady Gaga), das erste Kampagnenbild etc. gefeiert und allem entgegengefiebert. Ich hatte gedacht (gehofft?), dass es was Neues wird. Erstmals Männermode! Gut, das stimmt zwar so nicht ganz, denn es gab sehr wohl mal eine Linie namens „Celine Homme“ mit Konfektionsware. Diese wurde allerdings 1997 eingestellt. Aber trotzdem, Männermode von Hedi Slimane! Endlich wieder! Und dann noch Düfte und Couture. Es kam also die erste Tasche an Lady Gaga. Sehr klassisch, schöne Form, könnte was werden. Dann die ersten (Kampagnen) Visuals auf Instagram. Androgyne Models in schwarz/weiß gehalten … man ahnte schon etwas.

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Damenmode Männermode

Le Palace, Paris – Guccis Theater der Widersprüche Frühling/Sommer 2019

(Gucci Frühling/Sommer 2019; Foto: Dan Lecca)

Die Mailänder Modewoche scheint in Rekordzeit verflogen zu sein und schon zieht das Modevolk nach Paris. Etwas verwirrend wirkt es in diesem Jahr, dass Alessandro Michele im Zuge seiner diesjährigen Hommage an Frankreich seine gemeinsamen Gucci Damen- und Herrenkollektion für die Frühling/Sommer-Saison in Paris zeigte. Dieser Schritt kostete Mailand ein Highlight und zeigte auch, dass sich Paris immer stärker für die internationalen Einkäufer und Journalisten positioniert. Michele schließt damit den Reigen ab, den er im Mai in Arles mit einer stark von der römischen Tradition geprägten mystischen Kollektion fortgeführt hatte. Auch wenn der Designer in Frankreich zeigt, transportiert er auch dieses Mal italienische Kultur und viele historische und kostümgeschichtliche Einflüsse und bleibt sich in der höchst komplexen Kompliziertheit treu.

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Damenmode Männermode

Calvin Klein 205W39NYC – American Legends

(CALVIN KLEIN 205W39NYC Spring 2019 Giovanni Giannoni)

Es war zwar ein Zufall, dass Raf Simons wegen der zu diesem Datum stattfindenden New York Fashion Week für das nächste Frühjahr am 11. September 2018 seine Calvin Klein 205W39NYC-Show zeigte. Doch dieses denkwürdige Datum, das die Attentate und das Einstürze der Twin Towers symbolisiert, wird als größter Anschlag auf die Demokratie gewertet. 9/11 ist der Dorn, der tief in den USA steckt und den Beginn des Verfalles einer Großmacht einleitete und das Land bis heute nicht zur vorherigen Normalität zurückkehren lässt.

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Männermode

Ralph Lauren Winter 2018 – Die Sehnsucht nach einer besseren Welt

(Courtesy of Polo Ralph Lauren)

Wenn man sich das Lookbook der Polo Ralph Lauren Kollektion für die Herbst/Winterkollektion 2018 anschaut, stellt man fest, dass es im totalen Gegensatz zu dem steht, was uns die aktuellen Luxusmarken zurzeit täglich präsentieren.
Keine ständigen Nachrichten von Kooperationen, keine kurzfristigen Trends und auch nicht das Aufspringen auf das, was andere Marken gerade erfolgreich macht oder sich besonders gut bei Designer X oder Y, oder der zum gleichen Konzern gehörenden Marke, verkauft. Das heischen nach Aufmerksamkeit durch Influencer oder auch das ständige Einspannen jeglicher Art von prominenten Persönlichkeiten, bei Ralph Lauren eine Fehlanzeige.

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Männermode

Review: Dior Menswear Spring/Summer 2019 by Kim Jones

von Martin Labisch

Neben der Louis Vuitton Menswear Show für S/S 2019 gab es auf der Paris Fashion Week vergangenen Juni ein weiteres Highlight in Sachen Männermode. Kim Jones hat seine erste Kollektion als Artistic Director und Nachfolger von Kris van Assche (der 2007 das schwierige Erbe Hedi Slimanes antrat) präsentiert.
Dass dies keine zu unterschätzende Aufgabe ist, zeigt Diors Position als „Top Apparel Brand“ im Forbes Global 2000 Ranking (The World’s Largest Public Companies), noch vor dem spanischen Textilunternehmen Inditex und dem US-amerikanischen Sportartikelhersteller Nike.
Dior Homme wurde vom französischen Modehaus erst 1970, unter dem damaligen Creative Director Marc Bohan lanciert, der den ins Militär eingezogenen Yves Saint Laurent ersetzte. Zuvor gab es Dior für Herren einzig in Form von Businesswear, welche nach Lizenzvergabe produziert wurde und wenig bis gar nichts mit der DNA des Hauses gemein hatte.
2017-2022 wird der Absatz von Luxusmode für Männer rasanter ansteigen als jener der Damenmode und dementsprechend opulent fiel das Dior-Debüt Jones aus:

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Damenmode Männermode

Gucci zeigt von Dapper Dan inspirierte Kollektion

(Gucci „Dapper Dan“-Kollektion Foto: Ari Marcopoulos)

Dapper Dan, geboren als Daniel Day, wurde mit seinem ursprünglichen Shop in der 125. Straße in New Yorker Stadtteil Harlem zum Kultdesigner. Rapper und Künstler liebten seine Entwürfe – auch, weil Dans Kleidung für die damalige Zeit regelrecht mutig war, denn der Amerikaner kokettierte in den 80er- und 90er-Jahren mit den Logoprints zahlreicher Luxuslabels. Doch des einen Freud ist des anderen Leid: Labels wie Gucci und Louis Vuitton verklagten den Designer, da er sich bei den Logos der Unternehmen bediente. Diese Klagen hatten zur Folge, dass Dapper Dans namensgleiche Boutique geschlossen werden musste.
Vielleicht war es das, was Alessandro Michele motivierte, erneut mit Dapper Dan zu kooperieren (letztes Jahr modelte Dan schon für Gucci), denn der Italiener lässt sich ebenfalls von einer Vielzahl von Quellen inspirieren.

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Styling

Was soll man denn dazu anziehen? Heute: der Schirmhut von Fendi

Schon bei der Fendi-Präsentation der Männerkollektion am Anfang des Jahres für die kommende Herbst/Winter-Saison sprang dem Betrachter dieses (Kopf-)Accessoire sofort ins Auge.
Ob der Kopfhalter-Regenschirm beim Spaziergang an der Alster für Aufsehen sorgen wird und auch den oft stürmischen Windböen in der Hansestadt standhält, würde ich wahnsinnig gerne testen.
Das könnten drei passende Looks sein:

Look 1

Von links nach rechts: Brillengestell von Gucci; Pulli von Missoni, Rucksack von Loewe

Von links nach rechts: Gürtel von Maximum Henry; Sneaker von Puma Select, Shorts von Prada

Look 2

Von links nach rechts: Hemd von Maison Kitsuné; Jacke von Off-White, Uhr von Uniform Wares

Von links nach rechts: Schuhe von Clarks; Hose von Valentino; Klapprad von MINI

Look 3

Von links nach rechts: Hemd von Officine Generale; Jacke von Visvim, Sonnenbrille von Kuboraum Berlin

Von links nach rechts: Sneaker von Saint Laurent Paris; Jeans von A.P.C., Tasche von 3.1. Phillip Lim

Meine Lieben – ich frage wie immer in die Runde, wie ihr über meine Vorschläge denkt?
Ich kann mich übrigens gut an eine (No-Name)-Regenbogenvariante des Kopfhalter-Regenschirms erinnern – hat den vielleicht jemand zu Hause?

Männermode

Jacquemus „Le Gadjo“ – Männerkollektion Frühling/Sommer 2019

(Le Gadjo de Simon Porte Jacquemus F/S 2019, Lucien Pages Communication)

Mit seiner ersten Männerkollektion – „Le Gadjo“ – hat sich der französische Designer Simon Porte Jacquemus, der seit einigen Jahren die Modeszene mit südfranzösischem Charme erfüllt, einen Herzenswunsch erfüllt.
Bereits im Januar hatte er auf Instagram, seinem Hauptmedium, verkündet, dass ein neuer Job in Sicht sei. Nicht nur seine 500.000 Follower mutmaßten, dass der Shootingstar zu einem der großen Häuser wechseln würde, um einen lukrativen Posten als Chefdesigner anzunehmen, Gerüchte erfüllten die Branche aufgrund eines einzigen Instagram-Beitrages.
Dann im März, als er seine neue Kollektion im Petit Palais zeigte, die Auflösung. Jacquemus, der gern Streetwear-Label trägt, wird seine erste Herrenkollektion im Juni präsentieren – sein Sweatshirt beim Abschluss des Defilees verkündete es in großen Lettern.

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