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Ausstellungstipp: „Helmut Newton One Hundred“ in Berlin

Wo wir doch gerade über Helmut Newton gesprochen haben … Neben der Neuauflage des legendären Buches „Helmut Newton: SUMO“ gibt es noch eine andere Newton-Neuigkeit.
Am vergangenen Samstag wäre der Fotograf 100 Jahre alt geworden. Dieses besondere Jubiläum nimmt die Helmut Newton Stiftung, deren Sitz übrigens in Berlin ist, zum Anlass, den Fotografen zu ehren, indem ein Teil seiner Werke erstmals und frei zugänglich ist – in einer Outdoor-Ausstellung in Berlin-Kreuzberg.

Helmut Newton hat sein Handwerk nicht weit entfernt vom Ausstellungsort, der Köpenicker Straße, gelernt: Zwischen 1936 und 1938 ließ er sich von der Modefotografin Else Ernestine Neuländer-Simon – besser bekannt als Yva – zum Fotografen ausbilden. In ihrem Studio in Charlottenburg entstanden seine ersten Selbstporträts.
Trotz Newtons Flucht vor den Nationalsozialisten, über Italien und Singapur bis nach Australien, blieb Berlin in seinem Herzen und er kehrte regelmäßig in seine Heimatstadt zurück. So produzierte er 1979 zum Beispiel für die zweite Ausgabe der deutschen Ausgabe der „Vogue“ eine fotografische Hommage an die Orte seiner Jugend.

Als Erinnerung an Newtons Zeit in Berlin präsentiert die Helmut Newton Stiftung nun im Rahmen einer Outdoor-Ausstellung, „Helmut Newton One Hundred“ rund 30 Fotografien auf einer 85 m langen Wand am Kraftwerk in Berlin-Kreuzberg – ganz Corona-konform und rund um die Uhr. Ergänzt werden die Motive mit einigen Zitate des Fotografen.

Ein Spaziergang während der trostlosen Zeit des Lockdowns lohnt sicher: Newton schuf ein unvergleichliches Werk subtiler Verführung und zeitloser Eleganz und begleitet und kommentiert den Wandel der Rolle der Frau in der westlichen Gesellschaft jener Zeit – das kam übrigens nicht immer gut an: Feministinnen reichten 1978 eine Unterlassungsklage gegen den „Stern“ an, um dem Magazin aus ihrer Sicht sexistische Darstellungen verbieten zu lassen. Auslöser war ein Titelbild, das Helmut Newton fotografiert hat. Die Unterlassungsklage bleib erfolglos.

Helmut Newton One Hundred
31. Oktober bis 8. November 2020
85m Wand am Kraftwerk, Köpenicker Straße 70, Berlin-Kreuzberg

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Bombastisches Buch: „Baby Sumo“

(Helmut Newton prüft einen Druckbogen während der Frankfurter Buchmesse, 1999; Foto: Mit freundlicher Genehmigung, Taschen Verlag)

„Wir wollen lieber nackte Frauen“, diese Antwort bekam Helmut Newton (1920–2004) sicher öfter zu hören, als er den Verantwortlichen von Magazinen, die seine Bilder zeigen wollten, Fotos angeboten hat und er darauf hingewiesen hat, dass er auch schöne von Blumen und Bergen habe.
Diese nackten Frauen, von dem Helmut Newton damals sprach im Interview mit „Spiegel Online“, fanden sich auch in dem legendären ersten Großbuch des Taschen Verlages: „Helmut Newton. SUMO“. SUMO ist hier sehr wörtlich zu nehmen, denn Verlagsgründer Benedikt Taschen mag ganz sicher Superlative genauso, wie der aus Japan stammende Form des Ringkampfs für Größe steht.

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News

Premiata eröffnet Pop-up-Store im Bikini Berlin

„The Future Will Smile“ – ob die Zukunft wirklich lächelt, wird sich zeigen. Nichtsdestotrotz ist genau das aber der Claim der neuen Premiata-Kampagne. Die Bilder sind ein Mix ’n‘ Match von Kampagnen der letzten zehn Jahre der italienischen Schuh-Brand. Zu sehen sind sie unter anderem im neuen Pop-Up-Store im Bikini Berlin.
Die Kampagnen-Idee lieferte die Technik des Décollage, also dem Gegenteil der Collage. Dieser „Plakatabriss“, bei dem mehrere Plakate übereinander geklebt und dann neu kombiniert werden, war ab Anfang der 1960er-Jahre bis zu den 1970er-Jahren äußerst beliebt.

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News

Die Fashion Week bleibt in Berlin

(Bild: Berlin Fashion Week, Nowadays)

Machen wir es kurz: Die Fashion Week bleibt in Berlin. In der Chronologie kann wohl nicht mehr festgestellt werden, wer wann zuerst behauptet hat, dass es das Schauenformat Mercedes-Benz Fashion Week Berlin der Premium Group gleichtut und nach Frankfurt zieht. Schlussendlich war es aber überall zu lesen. Die für die Fashion Week Berlin Verantwortlichen werden sich in den letzten Tagen die Augen vor Verwunderung gerieben haben …

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News

Mode, Standort, Streitigkeiten

Hui, da wehte gestern aber ein stürmischer Wind durch die digitalen Straßenschluchten von Instagram und Konsorten. Ich meine damit nicht die, zu einer Millionen Prozent begründete Anteilnahme, friedliche Mobilisierung und Unterstützung der Black Lives Matter-Bewegung im Kampf gegen Rassismus, die bereits seit ein paar Tagen dafür sorgt, dass leichte Outfits gegen ernste Themen getauscht werden. Nein, vielmehr meine ich den Aufschrei und das enorme Presseecho zum vermeintlichen Wegzug der Fashion Week in Berlin (was nicht korrekt ist, denn schlussendlich zieht nur die Premium Group nach Frankfurt und initiiert dort die Frankfurt Fashion Week). Kaum eine Schlagzeile hat gestern so sehr meine Timeline dominiert und Stimmen hervorgebracht, die irgendwo zwischen pöbelnd, destruktiv und unreflektiert argumentierend einzuordnen sind.

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Ausstellung

Blumen, Peitschen und Porträts: Robert Mapplethorpe: XYZ Portfolios

Vor rund 10 Jahren war ich mit meiner Mutter in Düsseldorf unterwegs, um mir „eine klasse Ausstellung“ anzuschauen. So waren ihre Worte und sie sollte natürlich – wie bei allen Kunstthemen – Recht behalten. Nun ja, angekommen im schummerigen Dämmerlicht erwarteten uns intensive Aufnahmen, stark und ungemein charakteristisch für den ausgestellten Fotografen: Blumen, verletzliche Gesichter und ja, mitunter auch eine Peitsche im Hinterteil. Dazwischen jede Menge Nacktfotos, die man eigentlich nicht mit seinen Eltern sichten möchte/ muss. Man war das komisch und nicht so geplant. Also nicht, dass meiner Mutter oder mir das peinlich gewesen wäre, das absolut nicht, aber die vielen betretenen Gesichter der, bis dato ahnungslosen, Besucher. Man kann sich das so vorstellen: Meine Mutter wild gestikulierend am Deuten, Analysieren und Interpretieren. Ich eher „ja, aha, alles gut und warum so laut erklären?“ und dazwischen viele rotbäckigen Damen und Herren, die sich doch etwas anderes vom Wochenendausflug ins Museum gedacht hatten. Seitdem sind jede Menge Jahre vergangen und Robert Mapplethorpe hat mich immer wieder auf meinen Wegen begleitet – ein Ausnahmekünstler, wie ich finde.

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Ausstellung News

Ausstellung: Karl Lagerfeld in Berlin

„Berlin ist wunderbar. Die Leute, die Architektur. Hier ist Reibung. Hier entsteht etwas. Man merkt, eine große Stadt wächst zusammen.“ Karl Lagerfeld 2002 über seinen Besuch in Berlin. Den Anlass für diese immerhin 3-tägige Stippvisite in der Hauptstadt gab, neben der Präsentation eines Buches und der Eröffnung einer Vernissage, ein Interviewtermin mit der WELT am Sonntag.
Für eben dieses Interview zog der in Berlin lebende Fotograf Daniel Biskup mit Karl Lagerfeld durch die nächtliche Metropole. Die Bilder sind – und das ist das ungewöhnliche – so normal, dass sie, abgesehen vom Motiv, auch bei einem Kneipenbummel jedes anderen Menschen hätten entstanden sein können. Kein aufwendiges Setting, keine Beleuchtung, es scheint, als würden Biskup und Lagerfeld nicht einmal von einer großen Entourage und Fans begleitet werden.
Eine Auswahl dieser Bilder werden nun unter dem Namen „Karl Lagerfeld in Berlin“ im Hotel de Rome präsentiert.

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Beim Taschen Verlag startet wieder der Sale

(Taschen Store Berlin; Foto: Mark Seelen)

Mitte vergangenen Jahres bin ich über eine gleichermaßen erstaunliche wie erfreuliche Meldung gestoßen: 2018 kauften 29,9 Millionen Menschen mindestens ein Buch. 2017 waren es lt. Handelsblatt noch deutlich weniger. Die Rückbesinnung liegt, so denke ich, auch daran, dass Bücher Geborgenheit ausstrahlen, oder, um Hermann Hesse zu zitieren: „Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“
Wenn man den wohnlichen Aspekt mal außen vor lässt, bleibt, dass Bücher gleichermaßen Informationen und Inspirationen liefern.
Mindestens zwei Mal im Jahr liefert der Taschen Verlag mit dem Taschen Sale eine willkommene Gelegenheit, sich neue Inspirationsquellen ins Haus zu holen.

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Kultur

Kommt Chewbacca ins Berghain …

Alexander Ekman: „Lib“; Bild: Jubal Battisti

Ein schwedischer Choreograph plus Musik von Talking Heads und John Lennon plus Kostüme des Modedesigners Charlie Le Mindu. Eine Rechnung die aufgeht. Wenn auch auf eine sehr krude und komische Art und Weise. „Lib“ ist das erste Stück an diesem Abend in der Staatsoper Unter den Linden. Alexander Ekman arbeitete hierfür das erste Mal mit dem Staatsballett zusammen und ist nach Stationen beim Cullberg Ballett, dem Nederlands Dans Theater oder der Sydney Dance Company natürlich kein unbeschriebenes Blatt mehr.

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News

Hussein Chalayan übernimmt Professur an HTW Berlin

Hussein Chalayan ist das, was man getrost einen Vorreiter der Mode nennen kann. Als einer der ersten verband der Designer Mode mit Interieur – ein Ansatz, der heute durchaus beliebt ist.
Nun übernimmt Hussein Chalayan zum Wintersemester 2019/2020 eine Professur an der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin).
Im Fachbereich Gestaltung und Kultur verantwortet der Designer dann das Lehrgebiet „Grundlagen Gestaltungsbasis und Entwurfsprozesse“ mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit und Innovation. Das hört sich technisch an, die Vorlesungen dürften aber durchaus spannend werden …

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