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Inside Chanel – Es geht weiter hinter die Kulissen der Mode

(Courtesy of Chanel – Inside CHANEL Gabrielle Chanel and Cinema. Hero visual KODAK Photo)

Da unsere Modedoku-Tipps so gut ankamen, und jetzt die Maßnahmen etwas gelockert sind, hat man vielleicht auch etwas weniger Zeit, sich längere Filme anzuschauen. Dafür hat man aber eventuell Lust, in komprimierter Form mehr über Mode zu erfahren oder auch einzelne Entstehungsprozesse von Kollektionen zu verfolgen. Über mehrere Jahre ist auf dem YouTube-Kanal von Chanel ein ganzes Lexikon entstanden, das laufend aktualisiert wird und nahezu jeden Einblick hinter alle Kulissen des Hauses gestattet.
„Inside Chanel“ ist eine faszinierende Sammlung, die, neben dem ganzen Leben von Gabrielle Chanel, alle Ikonen des Hauses erklärt, die die Haute-Couture-Rituale erläutert und die die Farben, die Düfte, die Orte oder auch einzelne Kollektionen beleuchtet. Karl Lagerfelds Inspirationen, die klassische Chanel-Jacke, das Paris von Chanel oder Marilyn Monroes Zitate über Chanel No.5 – alles wird in den wunderschönen grafischen Clips erklärt. Kaum ein Wunsch bleibt offen, für Chanel-Fans ein Muss und wer sich neu über den Stil und die Geschichte informieren will, bekommt hier alle Antworten prompt und kompakt geliefert. Continue Reading

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Kommt Chewbacca ins Berghain …

Alexander Ekman: „Lib“; Bild: Jubal Battisti

Ein schwedischer Choreograph plus Musik von Talking Heads und John Lennon plus Kostüme des Modedesigners Charlie Le Mindu. Eine Rechnung die aufgeht. Wenn auch auf eine sehr krude und komische Art und Weise. „Lib“ ist das erste Stück an diesem Abend in der Staatsoper Unter den Linden. Alexander Ekman arbeitete hierfür das erste Mal mit dem Staatsballett zusammen und ist nach Stationen beim Cullberg Ballett, dem Nederlands Dans Theater oder der Sydney Dance Company natürlich kein unbeschriebenes Blatt mehr. Continue Reading

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Zeltaufbau für Profis

(„Plateau Effect“, Komische Oper Berlin; Foto: Jubal Battisti)

Ein riesiger Vorhang aus fließendem Stoff und ein paar Tänzer, die mantraartig zu Playback sprechen bzw. singen. Mehr braucht es für die ersten, gefühlt sehr langen Minuten nicht, um das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Zu dem Zeitpunkt weiß man noch nicht, dass es im Laufe des Stückes einige dieser Momente geben wird, die bis zur Unerträglichkeit ausgereizt werden und dann in meist großen Soundwelten münden. Continue Reading

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Gastspiel: West Side Story @ Staatsoper Unter den Linden

(„West Side Story“ by Jerome Robbins, Writer: Jerome Robbins, Director: Joey McKneely, Music: Leonard Bernstein, Design: Paul Gallis, Lighting: Peter Halbsgut, European Tour, 2016, Foto: Johan Persson)

Schaut und hört man sich an diesem zweiten Abend, an dem die „West Side Story“ in der Staatsoper Unter den Linden gastiert, im Saal um, wird eines klar: Hier sitzen vor allem Fans der ersten Stunde. Ältere Pärchen unterhalten sich über die Verfilmung von 1961, über Inszenierungen, die sie in den USA gesehen haben und darüber, wie wohl diese Inszenierung von Joey McKneely aussehen wird. Als das Licht im Saal erlischt und Bernsteins Musik erklingt, sind dann auch sofort alle verzückt. Für Fans ist es also, zumindest dem Eindruck nach, auf jeden Fall eine gelungene Inszenierung. Aber wie sieht es für die anderen aus? Continue Reading

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Staatsballett Berlin x Balanchine, Forsythe, Siegal

(Foto: Yan Revazov)

Drei Choreographen und drei Stücke, die verschiedener nicht sein könnten. Die derzeit in der Staatsoper Unter den Linden gezeigten Performances sind nach Aufführungen wie „Doda/Goecke/Duato“ oder auch „Duato/Shechter“ erneut eine gute Möglichkeit, sich modernes und klassisches Ballett anzuschauen, ohne Gefahr zu laufen, sich zu langweilen oder sich bei klassischem Einheitsbrei zu langweilen. Continue Reading

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Der Nussknacker 2018 @ Deutsche Oper Berlin

(Der Nussknacker 2018, Deutsche Oper Berlin; Foto: Bettina Stöß)

Er gehört zu Weihnachten wie der Weihnachtsbaum oder der Adventskranz. Daher gibt es auch in dieser Saison eine neue Nussknacker-Inszenierung an der Deutschen Oper in Berlin. Und auch in diesem Jahr natürlich mit der Musik von Peter I. Tschaikowsky, allerdings deutlich anders inszeniert als in der letzten Saison von Nacho Duato. Und während sich viele Rezensionen u.a. bei Duatos letzter Inszenierung daran störten, dass er keine Kinder in seine Aufführung mit einbezogen hat, hat diese Inszenierung davon fast ein paar zu viel. Continue Reading

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Doda/Goecke/Duato @ Komische Oper Berlin

(Staatsballett Berlin; Marco Goecke; Foto: Fernando Marcos )

Erst war es noch Romeo & Julia, d.h. klassische Kost für jedermann, jetzt bewegen wir uns in deutlich abstrakteren Gefilden. Nach Duato/Shechter oder Maillod/Millepied ist „Doda/Goecke/Duato“ eine weitere Produktion, bei der drei unterschiedliche Choreographen zeigen, was sie können. In diesem Fall sind das Gentian Doda, Marco Goecke und Noch-Intendant Nacho Duato. Eines vorweg: Unterschiedlicher könnten die drei Choreographien nicht sein, aber eins nach dem anderen. Continue Reading

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Drama Deluxe

(Staatsballett Berlin; Romeo und Julia; Foto: Fernando Marcos)

Auch wenn man in der Schule geschlafen hat und sich grundsätzlich nicht für Shakespeare interessiert: Romeo und Julia kennt man und weiß zumindest grob worum es geht. Zwei verfeindete Familien (Capulet und Montague) und Romeo und Julia, die aus jeweils einer der Familien stammen und sich natürlich ineinander verlieben. Am Schluss sind beide tot, alle sind traurig und Ende. Aber genauso unterschiedlich wie die Meinungen zum Stück sind es auch die Inszenierungen bzw. Verfilmungen. Continue Reading

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Tutus und Windmühlen

(Staatsballett Berlin „Don Quixote“ © Fernando Marcos)

Erstes Gespräch des Abends auf meinem Nachbarsitz: „Du, das ist doch falsch geschrieben hier überall. Den Don Quixote schreibt man doch mit J.“ Daher schaffe ich jegliche Unklarheiten über die Schreibweise gleich mal aus der Welt. Wie man Don Quixote nämlich schreibt, hängt tatsächlich vom Sprachraum ab. Während man ihn im spanischen Raum also „Don Quijote“ schreibt, ist in Frankreich von „Don Quichotte“ die Rede und in russischer Umschrift wiederum von „Don Kichot“. Im Deutschen wie ihr seht, fügen wir einfach das wundervolle „x“ ein. Gegen Windmühlen kämpft er aber überall, da ist man sich einig.
Don Quixote ist übrigens die allgemeinsprachliche Bezeichnung für den Roman „El ingenioso hidalgo Don Quixote de la Mancha“ von Miguel de Cervantes und eben auch der Name des Hauptdarstellers. Don Quixote soll unter anderem Ritterromane parodieren und auch vor Augen führen, wie deren übermäßige Lektüre den Verstand raubt. Aber genug von den Hintergründen. Continue Reading

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Nachtrag: Licht & Spiegel – Das war „Skalar“ in Berlin

(Skalar, Foto: Ralph Larmann)

Als alter Spiegel- und Licht-Fan, so seltsam das jetzt klingt, musste ich natürlich in die Skalar-Ausstellung im Berliner Kraftwerk. Spätestens seit der Spiegel- und Lichtinstallationen von Olafur Eliasson sind diese Dinge im Zusammenspiel für mich das Allergrößte. Aber kommen wir vom Fanboy-Gehabe weg zur tatsächlichen Ausstellung. Eines vorweg: Die Ausstellung ist vorbei. Und alle, die keine Chance hatten vorbeizuschauen, haben tatsächlich mal etwas in Berlin verpasst. Continue Reading