In Paris in der Rue d’Aboukir gibt es einen Innenarchitekten, der sozusagen zum Nationalerbe Frankreichs gehört, aber gar kein Franzose ist. Alberto Pinto,
gebürtiger Libanese, ist wohl einer der einflussreichsten und meistbeschäftigsten Innenausstatter der Welt und das schon seit vielen Jahren.
Neben Yachten und Privatjets, einem Sektor der in den letzten Jahren immer wichtiger wird, ist er der Mann für die ganz großen Projekte und Appartements und Häuser der Superreichen. Neben dem 5000 Quadratmeter großem Hotel Lambert auf der pariser Île Saint-Louis (es gehörte einst den Rothschilds) hatte er unzählige Paläste des nahen Ostens, Häuser in Marocco, auf Mykonos, in den U.S.A. und hunderte Wohnungen in London und Paris ausgestattet. Seine Stilistik reicht von schwülstig-orientalisch über Art Deco bis hin zu absolut royalem Style. Dieses kann er besonders gut und authentisch und übertrifft in der Perfektion teilweise die Ausstatter des 18. und 19. Jahrhunderts.
Juli 2011
Mir ist GusGus noch vom „La Femme Nikita“ –Soundtrack in Erinnerung geblieben. Vielleicht erinnert ihr euch an die Serie auf RTL 2 mit der blonden Peta Wilson als Auftragskillerin wider Willen. Da waren die Techno/Soul Kombo aus Island wie sie sich selbst gerne bezeichnen mit ihrem Song „Gun“ drauf vertreten. So weit so gut. Und vergessen. Beziehungsweise diese musikalische Spur nicht weiter verfolgt. Gott sei Dank gibt es Itunes. Da bekommt man ja, ähnlich wie bei Amazon, Empfehlungen. Nicht so unangenehme Vorschläge wie manchmal beim Bücherriesen (nur weil man mal das Tantrabuch als Scherzgeschenk bestellt hat), sondern, wie in diesem Fall, eine kleine GusGus-Erinnerung. Deren neuestes Album „Arabian Horse“ (erschienen am 20.5.2011) ist wirklich, nunja wie soll man das beschreiben … ein elektronischer Leckerbissen. Mit „Selfoss“ beginnt das Album ein wenig wie Trentemoeller und endet eher ungewöhnlich in Richtung Yann Tiersen. Beim nun folgenden „Over“ sind die elektronischen Beats mit einer sanften männlichen Soulstimme unterlegt, die später von einer etwas lauteren Frauenstimme begleitet wird. die neben dem Drang zu tanzen dafür sorgt, dass man mehr möchte. Und das bekommt man spätestens beim nächsten Song „Without you“, der noch elektronischer daherkommt und nun vollends an den Herrn Trentemoeller erinnert, aber eben doch anders ist, wird es doch der anfangs mystische Klang des Songs durch einen überraschenden Refrain aufgelöst. So geht es weiter und weiter und GusGus haben mit „When your lovers gone“ und dem achtminütigem Abschlussstück „Benched“ noch so einiges auf diesem Album zu bieten. Wer also mal wieder Lust auf was nettes Elektronisches hat, dem ist das Album dringend zu empfehlen. Dem Pferd auf dem Cover scheint es auch zu gefallen.
Eine kleine Hörprobe gibt’s nach dem Klick.
Ich bin weder Freund von Baptiste Giabiconi noch von Fendi, obwohl wenn schon eher Fendi als Giabiconi. Wenn nun Anja Rubik mit der derzeitigen Top-Lagerfeld Muse für Fendi posieren und von der Ex-Top-Lagerfeld-Muse Brad Kroenig auf den Bildern gemalt wird und dieses Familienglück von Karl Lagerfeld für die Fendi Fall 2011 Kampagne fotografiert wird, was kommt dann raus? Eine langweilige Kampagne, wo man hofft, dass die Kinder-Models die anderen Akteure in den Wahnsinn getrieben haben und ihren Schnodder an den Ärmeln abgestreift hat – so wie Kinder das in dem Alter zu tun haben.
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Über Versace’s Kollektion haben wir ja noch gar nichts geschrieben… Warum eigentlich nicht? Nächstes Jahr, am 15. Juli, ist der fünfzehnte Todestag von Gianni Versace. Der Designer wurde 1997 auf der Treppe seines Hauses am Ocean Drive in Miami erschossen (Wer in nächster Zeit nach Miami reist kann für 50 US Dollar eine Führung durch Gianni’s Villa ‚Casa Casuarina‘ buchen. Das prächtige Heim
wurde nie verkauft, noch heute legen Fans haufenweise Blumen auf der Treppe ab).
Seine Schwester Donatella hat sich für den kommenden Sommer, der für Sie sicher sehr traurig und voller Erinnerungen sein wird, extrem dicht an die bekannten Designs Ihres Lieblingsbruders gehalten und damit eine äußerst gelungene Kollektion abgeliefert. Knallige Farben treffen auf Mäander-Muster, Schnallenverschlüsse verzieren Hosenbeine und schließen Jacken, wilde grafische Muster sind mit floralen Prints durchsetzt und der labeltypische goldene Kopf der Medusa ziert Sandalen und Loafers aus Leder.
…war sonst immer die Devise bei den Lookbooks von Dolce & Gabbana und gerade wenn der Haus und Hof Fotograf des Designer-Duos, Mariano Vivanco, seine Finger mit im Spiel hatte, wurden häufig die Klamotten zur Nebensache – was sicher auch nicht die schlechteste Idee ist, denn wenn man ganz ehrlich ist: Das Rad wird bei Dolce & Gabbana mit Sicherheit nicht neu erfunden und zum Objekt der Begierde werden, wenn überhaupt, eher die Models.
Diesmal hat sich der Großteil was angezogen und Vivanco hat es geknippst, allerdings nicht ohne auf eine subtile homoerotische Attitude zu verzichten. Wem’s gefällt…
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Wenn man als Kind eines Prominenten geboren wird, hat man meist genau so viele Vorteile wie Nachteile. Als Kind eines Jahrhundertgenies wie des spanischen Malers Pablo Picasso geboren zu sein, lässt vorprogrammierten Druck und Vergleiche voraus ahnen.
Mutter Francoise Gilot, Vater Pablo Picasso – so kommt die kleinen Paloma 1949 auf die Welt, sie hat noch einen Bruder Claude. Vater und Mutter haben einen Altersunterschied von 40 Jahren. Sie lebten sieben Jahre zusammen und Francoise verließ Picasso 1953. Paloma verlebte aber ihre Sommerferien immer bei ihrem Vater in Südfrankreich, bis er 1964 den Kontakt zu Claude und Paloma abbrach, nachdem ihre Mutter über die gemeinsame Zeit des Paares veröffentlicht hatte.
Man muss nicht unter den ersten und schnellsten sein, die ihre Expertisen und Nachlesen zur Fashion Week in Berlin verfassten und veröffentlichten. Abgerechnet werden Orderschauen weltweit ohnehin nur in den Kassen der Designer und Modeunternehmer. Die Hauptakteure können direkt nach ihrer Schau erst mal nur durchatmen, weil alles so weit gut ging und kennen vielleicht eine erste Tendenz bei den Einkäufern, wenn überhaupt. Zu schade, man braucht sie, die nationalen und internationalen Einkäufer, denn, die Kollektionen werden leider nicht direkt nach der Präsentation von bis zur Selbstauflösung begeisterten Journalisten, Bloggern und Promis geordert…
Na – die Woche verging ja wieder wie im Fluge… Wer aber aufgrund der Nachwehen des MBFWB schlicht und einfach vergessen hat, bei Horstson nach dem Rechten zu schauen – kein Problem: Hier sind die Highlights der Woche:
1) Blomquist hat sich während der Mercedes Benz Fashion Week Berlin die Kilian Kerner Show angeschaut – im Kopf blieben ihm neben den sehr schönen Taschen auch die Musik von Mads Langer
2) Ob Marc Ronson wirklich Bally tragen würden, wissen wir natürlich nicht – wir haben aber einen sehr schönen Schuh des Labels für ihn rausgesucht…
3) Inspiriert durch das Bild von Terry Richardson und mir, stellte uns Peter Bob Richardson vor. Der Vater von Terry revolutionierte die Modefotografie in den 60ern
4) Es gibt ein Modeleben neben H&M, Zara und Co: Die Haute Couture. Warum gerade die kostspieligste Form der Mode auch die wichtigste ist, erklärt Daisydora hier
5) Während der Fashionweek in Berlin machte ich einen Abstecher zur Premium und habe sie gefunden: Meine neuen Lieblingssneaker, bei dem die Meinungen übrigens weit auseinander gingen…
6) Kann man Ralph Lauren mit Valentino kombinieren? ich meine nein – Jan meint ja – was denkst Du?
Frauen gehen nicht auf Klo und pupsen auch nicht. Solche Stammtischparolen kennen wir ja. Aber wie ich neulich feststellen musste, wird auch ihre Kleidung niemals schmutzig. Nicht einmal wenn Alien-Autoroboter die Welt angreifen! Vergesst Tomb Raider, die in zerrissenen Tops mit dreckverschmiertem Gesicht in alten Gräbern rumkriecht. Das will doch keiner sehen! Hier kommt Rosie Huntington Whiteley, ihres Zeichens Megan-Fox Abklatsch und Actiontussi im neuen Transformers 3 – Film. Sie zeigt: Es geht auch ohne Kratzer und Dreck im Gesicht. Und sogar mit High Heels. Den gesamten Film nämlich. Während Megan Fox sich im ersten Teil als taffe Sexbombe inszenieren ließ um anschließend mit ihrem „verruchten“ Image noch ordentlich Publicity zu erhaschen, versucht unsere Rosie das nicht mal.
Nur zirka die Hälfte aller Kollektionen die in Mailand und Paris gezeigt wurden, hatten wir hier schon besprochen. Weil wir den großen Rest nicht einfach unter den Tisch fallen lassen wollen, habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, euch anhand einzelner Outfits doch noch einen Überblick über das Angebot an Designermode für das Frühjahr 2012 zu geben. Dabei ist mir aufgefallen, dass die einzige Gemeinsamkeit der Kollektionen in deren Verschiedenheit liegen dürfte.
Den Trend schlechthin, über den man als Richtung berichten könnte, gibt es nicht. Es gibt Überweites und sehr Enges, einreihig und doppelreihig Geschlossenes, ultrakurze Shorts, Hochwasserhosen und überlange Röcke. Eine Renaissance der Klassik trifft auf Ethnoelemente, starke Farben konterkarieren die Pudrigen und auch für Fans von Naturfarbtönen gibt es viel Neues. Romantik und Coolness, Avantgarde in Perfektion, Reduktion und eine Lust, sich auffallend zu verkleiden, alle Präferenzen und Launen des Tages können auch modisch zum Ausdruck gebracht werden.









