Seit ein paar Monaten verzichte ich morgens auf Nutella und probiere mich durch verschiedene Honigsorten. Mein bisheriger Favorit ist ein Heideblüten-Honig vom
Imker.
Da wir aber, nunja – sagen wir mal so: Offen dem Thema „Luxus-Lebensmittel“ gegenüberstehen und Blomquist im Januar schonmal für uns den Hermès- und den Prada-Tee testete würde ich jetzt gerne den „Louis Vuitton Miel de la Belle Jardiniere“ Honig probieren. Hinter dem Honig steckt auch ganz charmante Geschichte: Louis Vuitton hat nämlich nicht in der Lüneburger Heide die 3 Bienenstöcke aufgestellt sondern 200.000 Bienen zogen im Jahre 2009 auf die Dachterrasse der Louis Vuitton Zentrale in Paris und produzierten den, mit absoluter Sicherheit sehr leckeren, Honig.
Juli 2011
…das war einmal, dass die Haute Couture um ihre Existenz zittern musste, weil es nur noch die kolportierten hundert bis zweihundert Kunden weltweit gab.
Die Haute Couture hat sich längst aus ihrer Krise Ende der Neunzigerjahre berappelt. Zwar haben auch diesmal nur dreizehn Häuser ihre Ideen für den kommenden Winter während der Haute Couture Paris präsentiert, aber die Absatzzahlen geben in Summe wieder Anlass zu verhaltener Freude. Während rund um das Millenium noch zu befürchten stand, dieser elitäre Zweig der Damenmodeherstellung könnte einst gar nicht mehr finanzierbar sein, streben seit einigen Jahren immer mehr der neuen Kundinnen aus den ehemaligen Schwellenländern und superreiche Künstler aus dem Musikbusiness nach dem letzten echten Luxus in der Mode. Und der Einfluss, den der asiatische Markt auf die Entwürfe der Couturiers hat, ist auch unübersehbar.
Mark Ronson könnte schon sehr bald Bally tragen: Die Chelsea-Boots aus der Ginevra-Linie des Modehauses sind wirklich lässig. Ich sehe den Mark schon in einem solchen Modell über wahnsinnig angesagte Indie-Festivals laufen mit wahnsinnig stylishen DJanes/Models in Shorts und Hunter-Gummistiefeln an der Hand. Und ich muss sagen: Das hätte ich Bally gar nicht zugetraut. Sonst zeigen sich die Schweizer ja eher traditionell – sowohl für die Herren- als auch für die Damenwelt – und nach ein paar Abstechern in die Hip-Hop-Szene, als Rapper wie Jay-Z die Schuhe des Labels in den 80ern hypten, versucht sich Bally jetzt in eine ganz andere Richtung.
Der Chelsea-Boot begleitet den modebewussten Herrn ja nun schon seit einigen Saisons und diese Modelle von Graeme Fidler und Michael Herz sind wirklich cool. Hut ab, Schuh an!
Auch wenn sie der eine oder andere von euch schon kennt aufgrund dessen das jetzt das Getty Museum in Los Angeles den Katalog herausgebracht hat, möchte
ich euch hier auf Horstson meine absolute Lieblings Photostecke von Irving Penn vorstellen.
Irving Penn – weltberühmter Modephotograph, der von 1916 bis 2009 lebte und wirkte war der Liebling von Magazinen wie Harper’s Bazaar, Vogue etc. Seine Einstellungen und Strecken sind legendär und er prägte jahrzehntelang die Modephotographie aller einflussreichen Magazine auf allen Kontinenten. Sein Porträt, was ihn lässig über den Sessel gelehnt darstellt, wurde von seinem Kollegen Horst P.Horst aufgenommen.
Für mich das eindrucksvollste, realistische und beeindruckendste sind aber seine Alltags Porträts von Bäckern, Feuerwehrmännern, Klempnern, Zeitungsverkäufern, Stuhlflechtern und Tiefseetauchern.
„Das kann man kombinieren?“ x Valentino Men S/S 2012 meets Ralph Lauren F/W 2011
Posted on 15. Juli 2011Diese Frage stellte mir unser aller Chefhorst als ich meinte ich kombiniere das einfach mal. Auf der einen Seite die neue Valentino Männerkollektion F/S 2012 (links). Auf der anderen Seite die H/W 2011 Kampagne von Ralph Lauren Black Label (rechts). Das geht? Ja, passt auf:
Auf der einen Seite Valentino Men F/S 2012, eine Kollektion, die mich wirklich aus den Socken gehauen hat. Erster Gedanke: Cos macht jetzt auch Designkooperationen? Sieht alles gar nicht nach Valentino aus und gefällt mir wahrscheinlich deshalb so gut.
Auf der anderen Seite Ralph Lauren, was mich nicht aus den Socken gehauen hat. Erster Gedanke: Was macht Patrick Bateman (Serienkiller aus American Psycho) da in der Kampagne? Zweiter Gedanke: „Achso, wer ist das denn dann?“. Es ist Nacho Figueras, Polo Spieler. Da man aber auch mit so einem Schläger Leute umbringen kann, dachte ich mir: Mensch, haste gar nicht so falsch gelegen Jan.
Was haben diese beiden Sachen also gemeinsam?
Out and About … somewhere in London – Streetstyles von Anne Bernecker
Posted on 14. Juli 2011Nun ist sie wieder rum für knapp sechs Monate, die nach einhelliger Meinung fabelhafteste aller Ausgaben der MercedesBenzFashionWeekBerlin mitsamt Orderrekord, der schon Sekunden nach dem Schließen der Tore verkündet wurde. Veranstalter und Designer sowie die Aussteller der Premium und Bread & Butter scheinen glücklich und zufrieden zu sein, da will Daisy nicht mit Unkenrufen stören.
Was uns aber wieder ratlos gemacht und fallweise den letzten Nerv gezogen hatte, waren die Berliner-Streetstyles mit ihrem Überangebot an Bloggern in den schlimmsten Outfits, die ein Mensch aus irgendeinem Kleiderschrank holen kann. Ich fand Jeansshorts früher mal an jungen Menschen mit langen und schönen Beinen ganz gut, seit ich für Horstson schreibe und mich in der Branche umgucke, mag ich die Dinger nur noch an Models sehen.
Letzten Freitag hatte ich es gepostet: Terry Richardson und ich – beide mit Daumen hoch! In dem Beitrag hatte ich auch erwähnt, dass Ellen von Unwerth,
Terry Richardson und ich uns gegenseitig fotografiert haben (bzw. ich eigentlich eher die beiden und weniger die beiden mich) – gestern hat Richardson mit einem ganzen Schwung anderer Bilder auch meins auf seinem Blog Terry’s Diary veröffentlicht… Jetzt fehlt eigentlich nur noch das Foto, das ich mit Ellen von Unwerths Kamera geschossen habe und die Bild-Trilogie „Ellen x Terry“ wär komplett. Also, Frau von Unwerth – falls sie zufällig diesen kleinen Artikel lesen sollten (und ich gehe davon aus, dass Sie ihn lesen) – vielleicht schicken Sie mir ja das Bild?!
Ein paar weitere Bilder, die an dem Abend entstanden sind, kommen nach dem Klick
Ein kurzer und auch letzter Rückblick zur vergangenen Mercedes Benz Fashion Week Berlin darf noch erlaubt sein.
Mein letzter Termin fand im Zelt am Brandenburger Tor statt. In erster Linie beruflich aber zusätzlich auch aus privaten Gründen habe ich mir die Kilian Kerner Show angesehen. Erwartet hatte ich, mal ganz ehrlich gesagt, nicht besonders viel. Und wurde dann tatsächlich positiv überrascht: Nicht so sehr von der Show, obwohl da auch einige schöne Teile zu sehen waren – wenn man denn gesucht hat – Besonders die zwei Taschen der Kollektion haben mir sehr gut gefallen und Shorts und Cardigans gehen ja auch immer (über die Schuh-Kooperation mit der Marke ‚Sioux‘ schweige ich jetzt aber besser).
Was mich so richtig begeistert hat war der sehr gelungene Live-Auftritt von Sänger Mads Langer während der kompletten Show. Tolle Stimme, sympathische Ausstrahlung, netter Junge!
Natürlich noch nicht so richtig schön, aber wesentlich besser, als man sie sonst von diversen Paparazzi-Bildern und aus dem inzwischen fast vergessenen filmischen Meisterwerken „1 Night in Paris“ und „House of Wax“ kennt. Schuld daran ist das V Magazine mit der kommenden „The Transformation“-Issue und insbesondere das Retusche-Team von Housetribeca.
Erkannt habe ich Paris erst auf den zweiten Blick – und Du? Hast Du sie sofort erkannt?
Zu weiteren Bildern vom „The Business of being Paris“-Editorial gehts nach dem Klick
Ist Eyan Allen der erste Kreativchef einer Internationalen Modemarke, dessen jüngste Kollektion mit einem von ihm entwickelten CAD-Programm entworfen wurde? Das war die erste Frage, die ich nach der Show an mich stellte; so grafisch, linear, architektonisch und durchgehend klar sind alle Silhouetten, dass der Designer auch Kollektions-Ingenieur sein könnte. Noch mehr Reduktion auf gekonnte Verhüllung und Funktion geht nicht.
Auch die Farbpalette, mit dem Überfluss an Nichtfarben wie Weiß und Schwarz, neben denen die Farben Blassblau, Königsblau, Silber, helles Grau, etwas Tintenblau und Hummer-Rot Signale setzen, unterstützt das Minimalistische und tut sich nicht laut hervor.










