Allgemein

Der weiße Riese x Rosie Huntington Whiteley in Transformers 3

Frauen gehen nicht auf Klo und pupsen auch nicht. Solche Stammtischparolen kennen wir ja. Aber wie ich neulich feststellen musste, wird auch ihre Kleidung niemals schmutzig. Nicht einmal wenn Alien-Autoroboter die Welt angreifen! Vergesst Tomb Raider, die in zerrissenen Tops mit dreckverschmiertem Gesicht in alten Gräbern rumkriecht. Das will doch keiner sehen! Hier kommt Rosie Huntington Whiteley, ihres Zeichens Megan-Fox Abklatsch und Actiontussi im neuen Transformers 3 – Film. Sie zeigt: Es geht auch ohne Kratzer und Dreck im Gesicht. Und sogar mit High Heels. Den gesamten Film nämlich. Während Megan Fox sich im ersten Teil als taffe Sexbombe inszenieren ließ um anschließend mit ihrem „verruchten“ Image noch ordentlich Publicity zu erhaschen, versucht unsere Rosie das nicht mal.

Sie tanzt, ach was sie tänzelt am Anfang des Films gleich mal in kurzem Jerseyhöschen und weißem Oberhemd die große Treppe im Loft von Hauptdarsteller Shia la Boeuf aufwärts (natürlich von hinten aus der Froschperspektive gefilmt) mit einem weißen großen Hasen (jawoll) in der Hand. Oben angekommen setzt sie sich vom Sonnenlicht links durch das Fenster einfallend (das ist nämlich Rosies Schokoladenseite)beleuchtet auf ihren Freund und weckt ihn. Dann ein bisschen Gerede über die Glückspfote des Stoffhasen (jaja) und schon ist der Pantoffelheld bereit für den Tag. Soweit so gut. Kennt man ja von zu Hause auch. Nur ohne Hasen vielleicht. Dann geht es so langsam aber sicher mit der Roboterinvasion los und zuerst darf Rosie nur ein bisschen im Abendkleid (sehr kurz und chic mit blauen Pailletten)auf High Heels rumkreischen. Das kann sie nämlich ganz gut (bzw. am besten!). Zu fortschreitender Laufzeit des Films wird der Handlungsort Amerika langsam aber sicher ziemlich zerstört, verwüstet und von Leichen übersäht. Aber Rosie wäre nicht Rosie, wenn ihre weiße (!!!) Jacke nicht den kompletten Film einfach mal weiß bleibt. Und ihre Adventure Pumps (Louboutin for Timbaland) tragen ebenfalls keinerlei Schaden davon. Nicht beim herunterrutschen auf Glashochhäusern und ziemlich unsanft in einer Büroetage landend, auch nicht beim unter Autos krauchen und durch die Straßen rasen und schon gar nicht durch Explosionen rennen. Eben gar nicht. Auch das Make Up sitzt bombenfest (dazu sollte Boris Entrup mal ein Make-Up-Tutorial mit ihr zusammen machen). Zum Schluss wird einem aber klar warum das Ganze. Es gibt einen Heiratsantrag auf einer halb zerstörten Brücke mit Autoschrauben. Aaaawwwww nein wie süß. Da wird einem fast ein bisschen schlecht. Nur Rosie nicht. Die kotzt nämlich auch nie.

© Paramount Pictures; Screenshot Starpulse

  • Daisydora
    16. Juli 2011 at 20:12

    Sehr unterhaltsam geschrieben 🙂 … und es war lustig zu hören, womit der Regisseur seine Wahl begründete ….

  • jan Who
    16. Juli 2011 at 21:26

    Danke Frau Kollegin 🙂

  • Jonas
    16. Juli 2011 at 21:38

    Den Film muss ich nach dieser 1A „Filmkritik“ wohl nicht mehr sehen 😉 Danke für die Zusammenfassung der Handlung 😀

  • siegmarberlin
    18. Juli 2011 at 11:27

    danke, bestätigt meine Meinung über die Art von Film