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Die Colette-Doku: „Colette Mon Amour“

(Bild: Screenshot „Colette Mon Amour“, Instagram; Regie: Hugues Lawson-Body)

„Colette kann nicht ohne Colette existieren“, war 2017 in dem Statement zu lesen, in dem bekannt gegeben wurde, dass der Concept-Store seine Türen an der Rue Saint Honoré in Paris für immer schließt: „Nach 20 wunderbaren Jahren ist Schluss.“
Neben dem Alter von Colette Roussaux, der Gründerin, lieferte auch das Internet einen Grund für das Colette-Aus: „Mit dem Internet und all den neuen Möglichkeiten des Konsums wollte ich nicht mit ansehen, wie sich der Laden allmählich leert oder verschlechtert; nicht nach all der Arbeit, die wir in ihn investiert haben.“ Zudem konnte Roussaux nicht genug Zeit mit ihren Kindern verbringen, wie die „WWD“ berichtet. Das sei ein Umstand, vor dem sie ihre Tochter bewahren wollte. Sarah Andelman, so ihr Name, war bei Colette verantwortlich für den Einkauf.
Nun widmet sich eine einstündige Dokumentation dem Store, der damals Maßstäbe gesetzt hat, die bis heute ihre Gültigkeit beibehalten haben: „Colette Mon Amour“.

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Marke Karl Lagerfeld verzichtet auf Verarbeitung von Pelz

(Bild: © PETA Deutschland e. V.)

2015 äußerte sich Karl Lagerfeld im Interview mit der New York Times über die Verwendung von Pelzen in der Mode. Den Anlass lieferte damals die erste „Haute Fourrure“-Kollektion für Fendi. Der Journalist Matthew Schneier fragte, wie die Idee zur Kollektion entstand.
„Ich erinnere mich nicht, woher die Idee stammt. Vielleicht war es sogar meine“, antwortete Lagerfeld. „Ich finde die Idee sehr gut. Solange die Menschen Fleisch essen und Leder tragen, verstehe ich die Aufregung einfach nicht. […] Hinter den Pelzen steht eine ganze Industrie. Wer wird die Leute bezahlen, die arbeitslos werden, wenn man die Pelzindustrie abschafft? Die Länder im Norden bieten kaum andere Möglichkeiten, als Zobel zu jagen.“
Die Zeiten haben sich geändert:

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Gadgets

Die Designertanne von Saint Laurent

(Bild: Saint Laurent)

Der wohl beliebteste Weihnachtsbaum in Deutschland dürfte die Nordmanntanne sein. Man kauft sie im Baumarkt, im Internet, am Stand an der Straße, direkt auf der Plantage oder bei Saint Laurent. Bei Saint Laurent? Richtig, das französische Label bietet dieses Jahr auch dekorierte Weihnachtsbäume an.
Die Saint-Laurent-Tanne wurde im Naturpark Morvan gezüchtet, wo sie neun Jahre gepflegt und gehegt wurde und zu einer stattlichen Größe von ca. 170 cm heranwuchs. Nun werden die Nordmanntannen – chic dekoriert mit einer Lichterkette von Saint Laurent – für 2.495 Euro. Ich gebe zu: Der eigentliche Reiz ist tatsächlich die Lichterkette, wenngleich der gesamte Baum durchaus seinen Charme versprüht …

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Ausstellung

Lindberghs unerzählte Geschichten

Bildgewordene Legende – Vor rund dreieinhalb Jahren habe ich die einmalige Ehre gehabt, kurz mit Peter Lindbergh zu sprechen. Mich mit diesem Genie an Fotografen über seine Ausstellung in Rotterdam auszutauschen und klar, auch ein Fan-Foto zu schießen. Man war das klasse und bis heute ganz sicher eines meiner größten Modehighlights (dicht gefolgt vom Selfie-Schießen mit Karl Lagerfeld himself) mit allerhöchstem Gänsehautpotential. Dass Lindbergh dieses Jahr verstorben ist, hat mich dann irgendwie richtig traurig gestimmt – normalerweise habe ich das bei berühmten Personen nie, also den Hang zum Mitgenommen-Werden. Wisst ihr, was ich meine? Mich berührt es in den seltensten Fällen, wenn die sozialen Medien plötzlich mit Fotos und Anekdoten zu irgendwelchen Personen des öffentlichen Lebens überspült werden und jeder den Eindruck erwecken möchte: Ach Mensch, den kannte ich. Ich kannte Lindbergh nicht, nicht mal im Einsatz. Aber ich bilde mir ein, sagen zu können: Seine Bilder schon.

Bereits als Teenager habe ich mich in den vielen, vielen Fotografien verlieren können. Habe dabei von dem Glanz und Glamour der schillernden Modewelt geträumt. Jede Zeitschrift meiner Mutter wurde nach neuen Editorials durchforstet und teils ausgeschnitten bzw. an die Wand gepappt. Klappe ich nun Bildbände auf, überkommt mich irgendwo das Gefühl von Nostalgie. Von: Ach, als ich die Aufnahmen zum ersten Mal gesehen habe, war ich da und da. Ab Februar wird mich dieses Gefühl ganz gewiss wieder übermannen, denn dann wird im Kunstpalast Düsseldorf „Peter Lindbergh: Untold Stories“ gezeigt. Ich freue mich schon sehr, da kommt ein richtiges Kribbeln im Bauch auf. Bei dem ein oder anderen von euch auch? Das besondere an der Ausstellung ist, dass es die allererste selbst kuratiert Werkschau des Fotografen ist. 1944 geboren und in Duisburg aufgewachsen, hat vor seinem Ableben zwei Jahre an der Präsentation gearbeitet. Herausgekommen ist eine Zusammenstellung von 140 Arbeiten, die sein Oeuvre von den 1980er-Jahren bis heute veranschaulicht.

In der Ankündigung wird klar geteasert, dass viele bislang unerzählte Geschichten Teil der Schau würden. So seien ein Großteil der Aufnahmen noch nie in Ausstellungen gezeigt worden. Strecken aus Zeitschriften wie „Vogue“, „Harper’s Bazaar“, „Interview“ oder „W Magazine“ werden in Szene gesetzt und mittendrin – für Lindbergh typisch – der porträtierte Mensch statt überbordender Mode. Ich bin mehr als gespannt, was der Kunstpalast in Zusammenarbeit mit dem Peter Lindbergh Studio Paris dort auf die Beine stellen wird und kann es kaum erwarten, seine Arbeiten erstmals nach seinem Ableben im September 2019 in einem Museum betrachten zu können. Falls es jemand vor mir hinschaffen sollte, ich freue mich über eure Eindrücke und Feedback!

Die Ausstellung „Peter Lindbergh: Untold Stories“ wird vom 5. Februar bis 1. Juni 2020 im Kunstpalast Düsseldorf zu sehen sein.

Shopeinrichtung

Kuriositätenkabinett in Frankfurt

Alessandro Michele räumt auf: Nach und nach verpasst der Designer dem Gucci-Retail-Netzwerk eine Frischzellenkur. Nun war der Store in Frankfurt am Main an der Reihe. Das Geschäft erstreckt sich über 425 Quadratmeter auf drei Etagen und beherbergt eine breite Palette von Gucci-Produkten – von der Konfektion für Männer und Frauen über Handtaschen, Gepäck, Kleinlederwaren, Schuhe, Schmuck und Uhren, Seide, Brillen und Düfte.

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Das $5.500.000 T-Shirt

Ich mag keine Superlative und versuche, diese rhetorische Form der Übertreibung tunlichst zu vermeiden. Auch als die Pressemitteilung zu den „The Condo T-Shirts“ bei mir eintrudelte, die die „most expensive T-Shirts ever“ ankündigte, war ich zunächst skeptisch. Vor meinem inneren Auge zeigten sich mit Diamanten besetzte Shirts; Stoffe aus Pelz, Gold und mit Safran veredelte Kleidung, die nun gar nicht zu Horstson-Credo „More is not always better“ passen wollen.
Um so überraschter war ich, als ich das $5.500.000-Shirt sah: Kein Gold, kein Safran, keine Diamanten. Stattdessen bedruckte Baumwolle. Was macht das Shirt „F2-L7“ also zum teuersten Shirt der Welt?

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Männermode

Die Rache der Erdkundelehrer

(Bild: National Geographic)

Von der „Vogue“ gibt es Sweatshirts, vom „Playboy“ sowieso, nun zieht die „National Geographic“ nach und lanciert gleich eine ganze Menswear Kollektion. Dass eine Zeitschrift, die sich das etwas trockene Motto „Inspiring people to care about the planet“ auf die Fahnen geschrieben hat, im Kontext mit Mode wahrgenommen wird, klingt irritierender, als es wirklich ist. Schlussendlich transportiert Kleidung immer ein Lebensgefühl und da liegt eine „National Geographic“-Kollektion erstaunlich nahe.

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News Sneakers

Dior kooperiert mit Jordan Brand

(Dior Fall 2020; Bild: Brett Lloyd)

Bevor wir uns der eigentlichen Schau widmen, hier die News, die für einige Beobachter die eigentliche Neuigkeit darstellen wird: Dior kooperiert mit Jordan Brand. „Nimm‘ das!“, möchte man in Richtung Adidas und Prada rufen – beide Labels lieferten in ihrem ersten Drop der Zusammenarbeit eine etwas langweilige Version des Superstars ab. Ganz anders verhält es sich bei der Zusammenarbeit von Dior und Jordon Brand.

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Live Stream

Welcome to Miami! Dior Männerkollektion im Live Stream

Welcome to Miami! Kim Jones präsentiert in der Nacht vom 03. auf den 04. Dezember (deutsche Zeit) in Miami seine neue Männerkollektion für Dior.
Für die Schauen-Besucher ergibt sich dadurch die Chance, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Die Art Basel Miami Beach öffnet zwei Tage später ihre Pforten – nur einen Katzensprung vom Präsentationsort der Dior-Schau entfernt: Das Modehaus schlägt sein Zelt gegenüber dem Rubell Museum, früher bekannt als „Rubell Family Collection“, auf. Die renommierte Sammlung hat erst vor kurzer Zeit die neuen Räumlichkeiten bezogen.

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H&M testet Kleidervermietung

SALE at H&M Store, Broadway, Times Square – NYC; Foto: Will Buckner; Lizenz: CC BY 2.0

H&M entschleunigt testweise die Fast Fashion: Das Geschäftsmodell von Fast Fashion beruht auf dem Prinzip, die Kollektion laufend zu ändern und die Zeit von den Designs der Modeschöpfer zur Massenware in den Filialen stark zu verkürzen. Das Ziel liegt auf der Hand: Die Kunden sollen saisonunabhängig in die Läden gelockt werden. Das hat einige Zeit ganz gut geklappt, bis irgendwann der Ruf von Fast Fashion gelitten hat: Spätestens durch den Einsturz der Textilfabrik in Raza Plana, bei der 1.134 Menschen starben, wurde der Kunde aus dem Tiefschlaf geweckt. Zwar versprach die Textilindustrie schnelle Hilfe, doch die Opfer und deren Angehörige mussten viel Geduld mitbringen.

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