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Horst

Damenmode Männermode

Geschmackstest: H&M x Kenzo

(Bild: H&M)

Die Textilkette „H&M“ überraschte gestern mit einem Geschmackstest und „enthüllte“ die ersten KENZO x H&M-Looks, wie es in der Pressemitteilung verheißungsvoll hieß. Nachdem ich den ersten Schock verkraftet hatte, wollte ich die Zusammenarbeit eigentlich vollends mit Missachtung strafen. Nach einem Tag Bedenkzeit bin ich aber der Meinung, dass man sie getrost zeigen kann und frage einfach mal in die Runde, wie Eure Meinung zur Preview ist …

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Coffeetable Books Fotografie

Die Adoniskörper der AMG

Denken Männer an AMG, kann es gut sein, dass ihr Puls steigt. Schuld daran ist meist die High-Performance-Marke von Mercedes-Benz. Das AMG steht hier für die Nachnamen der Firmengründer und den ursprünglichen Firmensitz: Hans Werner Aufrecht und Erhard Melcher gründeten ihre Firma in Großaspach.
Schuld am Herzrasen kann aber auch sein, dass sie sich an Fotos der Agentur „Athletic Model Guild“, kurz: AMG, erinnern, die sich einmal allergrößter Beliebtheit erfreuten. Gegründet wurde die AMG im Jahre 1945 von Bob Mizer mit dem Ziel, die Fotos, die er am „Muscle Beach“ im kalifornischen Venice von jungen, athletischen Männern geschossen hat, zu vermarkten. Dass Bodybuilder fotografiert wurden, war damals natürlich nicht neu, allerdings verfügten Mizers Bilder über eine ganz eigene, provokante Bildästhetik, die insbesondere die Männer ansprach, die auf Kerle standen. Die Fotos einte auch, dass die abgelichteten Männer niemals in ihrer ganzen Pracht zu sehen waren, sie aber so viel zeigten, wie es die Gesetze 1945 zuließen.

Die Bilder erfreuten sich so großer Beliebtheit, dass Mizer im Jahr 1951 das Physique Pictorial aus der Taufe hob – das erste Schwulenmagazin Amerikas. Natürlich blieb Mizer nicht am Strand von Venice Beach, sondern zog in ein großzügig eingerichtetes Atelier in Los Angeles, in dem er seine Modelle wesentlich aufwendiger als zum Anfang fotografierte. Den Models bot er der Legende nach im Gegenzug dafür, dass sie sich vor der Kamera auszogen, an, bei ihm zu schlafen…
Im Jahr 1957 brachte er einen Katalog mit all seinen Männern unter dem Titel 1000 Model Directory heraus. 11 Jahre später folgte ein zweiter „Band“, wobei es eher ein kleines Büchlein war, dass man gut vor neugierigen Blicken verstecken konnte.

Dian Hanson nahm die Originalnegative zur Vorlage, um Mizers Bilder in „Bob Mizer. AMG: 1000 Model Directory“ zu präsentieren. Sie arbeitete sich durch eine Viertelmillion männlicher Aktbilder hindurch, um eine Reihe von männlichen Aktmodellen auszuwählen – darunter Filmstars wie Sammy Jackson, Richard Harrison und Ed Fury und legendäre Bodybuilder wie Chris Dickerson, Dick Dubois, Vince Gironda, Bill Grant, Zabo Koszewski, Henry Lenz, Don Peters, Bob Shealy, Charles Stroeder, Armand Tanny und John Tristram. Ob unter den Bildern auch ein Foto von Arnold Schwarzenegger gefunden hat, ist hingegen nicht bekannt …

Bob Mizer. AMG: 1000 Model Directory
Herausgeber: Dian Hanson
Hardcover, 2 Bände im Schuber mit DVD, 22 x 27,5 cm, 1048 Seiten

Das Buch ist im TASCHEN Verlag erschienen und ab August erhältlich.

Kampagne

27 Topmodels

(Bild: Steven Meisel)

Miuccia Prada hat mit der neuen Herbst/Winter-Kamapagne das geschafft, was Heidi Klum seit Jahren probiert: mehr als drei Dutzend Topmodels unter einen Hut bekommen. Entgegen des Zickenzoffs, dem man bei Pro7 geliefert bekommt, sieht man bei Prada eine gut inszenierte Kampagne. Für das Drama Baby! sorgt hier kein Umstyling oder ein nervender Freund, sondern Collagen, für die der amerikanische Fotograf Steven Meisel die Bilder lieferte.

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Uhren

Objekt der Begierde: Casio Edifice EQB-500 DB

Bild: Casio

Als Kind der Achtziger schlägt mein Herz natürlich für Casio. Noch bevor sich der Schulhof in eine Jean Pascale– oder BOSS-Fraktion teilte, entschied die Wahl der richtigen Digitaluhr über den gesellschaftlichen Status. Entweder man wurde von seinen Eltern mit einer Uhr von Piratron bedacht, oder eben einer Casio. Was uns damals, egal welche Uhr man trug, einte, war die Anzahl der Knöpfe: „Mode“, „Set“ und „Light“ reichten, um sich mit ein wenig Fantasie wie Marty McFly zu fühlen.

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Wochenrückblick

Die Woche auf Horstson – KW 29/2016

In eigener Sache: Die Onlineredaktion der Men’s Health hat mich gefragt, ob ich nicht in unregelmäßigen Abständen meinen Senf zu Trends abgegeben möchte – ein Angebot, dass ich natürlich nicht ausschlagen konnte, wobei mir eine Anfrage, ob ich das Covermodell werden möchte, wesentlich lieber gewesen wäre …
Was sonst in dieser Woche geschah, habe ich in unserem Wochenrückblick zusammengefasst:

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News

Alles nur geklaut?

(Bild: Screenshot Tuesday Bassen; Instagram)

Kennt jemand von Euch Tuesday Bassen? Nein? Macht nichts, ich auch nicht. Findige Designer bei Zara scheinen die Künstlerin hingegen zu kennen. Vielleicht nicht persönlich, aber zumindest einige der Entwürfe der Amerikanerin sind dort so sehr bekannt, dass man sich stark bei dem Inditex-Unternehmen von ihr – nunja – „inspirieren“ lassen hat. Man könnte sogar sagen: Zara hat sich an den Designs einiger Broschen bedient. Eben diesen Vorwurf macht Bassen nun der Textilkette per Instagram, Twitter und Co.:

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News

Die günstigsten Taschen von Louis Vuitton …

… gibt es jetzt in einer neuen Farbe: „Safran Impérial“. Mit einem neuen Packaging gibt sich Louis Vuitton eine neue optische Signatur und kehrt zu seinen Wurzeln zurück.
Firmen wir Louis Vuitton, Chanel, Hermès und Co. haben mit ihren Tüten, Pardon: Einkaufstaschen das erreicht, was der Gesetzgeber per „Verbot“ durchsetzen möchte: sie fliegen nicht in den Müll, sondern werden häufig weiterhin benutzt. Ob einige Menschen auch so tun als ob und ihr Einkauf von H&M in einer solchen Tragetasche verschwindet, ist nicht überliefert, allerdings ist davon auszugehen – anders kann ich mir die teilweise beachtlichen Preise bei eBay nicht erklären.

Ab Mitte August wird nun das neue Packaging in „Safran Impérial“ in den deutschen Boutiquen von Louis Vuitton erhältlich sein und nach und nach die bisher braunen Einkaufstaschen und Kartonagen ersetzen. Kenner des Hauses werden die Farbe allerdings kennen: Seit einem guten Jahrhundert ist sie Teil der DNA des Hauses und spiegelt sich in vielen historischen Stücken in den Archiven Louis Vuittons wider – wie z.B. in dem Trunk mit dem Namen „Citroën“, der bereits 1924 für eine Expedition entwickelt wurde, die die gleichnamige Automobilmarke nach Afrika unternommen hat. Der Koffer ist übrigens wesentlich kleiner, als er auf dem Bild aussieht: 39 x 62 x 17 cm.

Warum Louis Vuitton von Braun auf „Safran Impérial“ switcht, kann ich nicht sagen, wobei die neuen Einkaufstaschen als auch die neuen Kartonagen faltbar sind und sich daher leichter transportieren lassen, was dann dem ökologischen Anspruch des Hauses gerecht wird.

Beauty Interview

Wellness in West-Berlin – Antje Damith im Interview

(Antje Damith, Spa-Managerin Aspria Berlin Ku’damm; Bild: Aspria)

Denke ich an den Ku’damm, kommt mir als Erstes Rolf Eden in den Sinn. Der „Eden-Saloon“, der erster Laden von „Deutschlands letztem Playboy“ an der Nestorstraße / Ecke Kurfürstendamm, konnte mit Pool und Sitzbadewanne aufwarten – also, wenn man so will, heutigen Wellnessstandards.
Genau am anderen Ende des Ku’damms findet sich in einer kleinen Seitenstraße das Aspria. Im Gegensatz zum „Eden-Saloon“ handelt es sich hier allerdings um eine wahre Wellness-Oase – zwar auch mit Pool, dafür aber ohne den Mief längst vergangener Zeiten, sondern mit Hotel, Fitnesscenter und einem beeindruckendem Spa & Wellnessbereich.
Wir trafen uns mit Antje Damith, der Spa-Managerin, zum Gespräch über die „Lomi Lomi Nui“-Massage, Wellnesstrends und wie ein Einmal-Slip dazu beigetragen hat, das Eis zwischen ihr und einem Kunden zu brechen …

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Sneakers

NikeLab x Kim Jones: Packable Sport Style Kollektion

(© Nike)

Wir hatten schon drüber gesprochen: Kim Jones kooperiert mit Nike. Die Idee hinter der Kollektion mit dem sperrigen Namen „NikeLab x Kim Jones: Packable Sport Style Collection“ war die Verbindung des typischen Nike-Designs und Kim Jones‘ Faible für Reisen. Gut, das Thema „Reisen“ springt einem beim Anblick nicht sofort ins Auge, allerdings ergibt es Sinn, da der Hauptarbeitgeber des britischen Modedesigners – Louis Vuitton – ganz klar für Reisen steht.

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Kampagne

Bored of Brooklyn Beckham for Burberry

(© Copyright Burberry)

Spötter würden sagen, dass ein ganzes Team von Designern, Stylisten, Setdesignern, Make-up-Artists, Assistenten und Retuscheuren ganze Arbeit geleistet hat: Die Fotos, die Brooklyn Beckham für Burberry geschossen hat, nachdem ihm eine Leica in die Hand gedrückt wurde, sind richtig gut geworden. Ben Rees, Lewis Helim, Todd Dorigo, Eliza Thomas, Liv Mason Pearson, Maddie Demaine, Carvell Conduah und Harry Pourdjis sahen selten besser und bewerben perfekt ausgeleuchtet den „Burberry Brit“-Duft. Ein Wunder, dass der Beckham-Spross nicht auch für die Kreation des Duftes verpflichtet wurde, so gut macht er seinen Job, oder?

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