Wenn einige Menschen schon die Nase bei dem Gedanken rümpfen, dass Champagner im Supermarkt verkauft wird, wie wird es sein, wenn Krug einen Kiosk eröffnet? Vermutlich wären die meisten dann entzückt. Richtige Liebhaber des Schaumweins, der in der Champagne in Frankreich nach streng festgelegten Regeln angebaut und gekeltert wird, geraten nämlich bei dem eigentlich unscheinbaren Namen sofort ins Schwärmen …
Horst
Bild: Nike
Wir hatten es ja schon an der ein oder anderen Stelle erwähnt: Riccardo Tisci kooperiert erneut mit Nike. Das Ergebnis schimpft sich „NikeLab x R.T.: Training Redefined“-Kollektion und wird in zwei Teilen gelauncht: Teil 1 der Zusammenarbeit – steht unter dem Motto „Black & White“ – ist ab heute erhältlich (Online und im Voo Store in Berlin); Teil 2 der Capsule Kollektion, also die mit dem Mustermix aus Blumen und Kaleidoskopfffekten, folgt dann im August.
(Bild: Tyrone Lebon)
Als ich gerade die Calvin Klein Kampagnenbilder für Herbst entdeckt habe, fiel mir auf den ersten zaghaften Blick nur Kate Moss ins Auge. Wie schon bei der Frühlingskollektion (ihr erinnert euch: da rekelte sich Justin Bieber auf dem Bett) präsentieren sich auch auf den neuen Bildern alle Marken von Calvin Klein – Calvin Klein Collection, Calvin Klein usw. – gemeinsam in einer Kampagne mit narrativen Aufnahmen, die ich, ich gebe es zu, zum Teil nicht wirklich verstehe. Vielleicht liegt es auch daran, dass sie den nicht kleinen Anspruch hat, mit „interaktiven digitalen Inhalten tief gehende Geschichten“ zu erzählen. Diesen regelrecht philosophischen Ansatz erklärt Melisa Goldie, die Marketingchefin des Unternehmens, so:
Bild: Courtesy of Brioni
„Paris One“ – nein, es handelt sich hier nicht um ein Flugzeug von Paris Hilton, sondern um die erste Kollektion des Brioni Creative Directors Justin O’Shea. Auch wenn nicht allzu viele Leser von Horstson Gefahr laufen, eines der Stücke aus der Premieren-Kollektion des ehemaligen mytheresa-Einkäufers zu kaufen, werfen wir trotzdem einen Blick auf die Entwürfe – schließlich tut sich bei Brioni im Augenblick Einiges: Während das neue Logo an Motörhead erinnert, stehen Metallica für den Luxusschneider vor der Kamera. Ihr merkt: Das passt noch nicht richtig.
Home is where your Heart is: Normalerweise lassen wir an dieser Stelle die Woche Revue passieren. Das machen wir natürlich auch dieses Mal, allerdings möchte in eigener Sache darauf hinweisen, dass wir ab morgen den Instagramkanal vom Mercedes me Store in Hamburg übernehmen: „Instagram Takeover“, wie sich dieses virtuelle In-Beschlag-Nehmen nennt.
(Bild: Noel Richter)
Schreien wir jetzt alle vor Glück? Wohl kaum. Am Montagabend stellte Zalando in Berlin das neue „Bread&Butter by Zalando“ Konzept vor. Carsten Hendrich (Vizepräsident Brand Marketing) präsentierte den anwesenden Gästen das, was die Besucher des Events im September 2016 erwartet. Viel lieber wäre mir allerdings gewesen, er hätte Bilder und Ergebnis des ursprünglich angedachten Wohltätigkeitsfestivals zugunsten von Flüchtlingen präsentiert.
Stattdessen sprachen auf der anschließenden Panel-Diskussion Experten aus der Fashion und Digital Industry wie Dirk Schoenberger (Creative Director Adidas), Jeremy Tai Abbott (Creative Evangelist Google), Matt Chlebek (Music Curator Boiler Room) und Marina Hoermanseder (Designerin) über die Entwicklung der Modeindustrie und der Verknüpfung von Mode, Musik, und Trends in Zeiten der Digitalisierung ein.
Alcantara hat bei mir ein waschechtes Imageproblem. Muss ich an den Mikrofaservliesstoff denken, wird mir ganz mulmig: Sofort kommt mir ein hässliches Sofa in den Sinn. Ich sehe noch heute den gewinnenden Blick einer Verkäuferin im Möbelladen, als sie mir die Vorzüge einer mit Alcantara bezogenen Couch erklären wollte: „Rotweinflecken? Kein Problem, da müssen Sie nur kurz …“ Trotz dieses Vorzugs – ein anderer fällt mir ad hoc auch nicht ein – bin ich kein Fan des Stoffs. Dennoch hält Alcantara nach und nach in unser aller Leben Einzug: Seit Anfang des Jahres nutzt Microsoft Alcantara als Bezug für die Premiumausführung seiner Surface-Tastaturen und es kommt kaum ein Autohersteller ohne den Stoff aus – nicht zuletzt auch, um Gewicht zu reduzieren.
Zusammen mit Alacantara (Der Stoff wird in Lizenz seit 1974 ausschließlich in einem italienischen Werk der Alcantara S. p. A. produziert) bringt Italia Independent nun eine Capsule Collection auf den Markt.
(Bild: Zackery Michael; Courtesy of BRIONI)
Vielleicht kann mir mal jemand einen tieferen Sinn hinter der Idee erklären, mit Rockstars zusammenzuarbeiten, die nichts mit der DNA eines Labels zu tun haben? Was bei Heid Slimane noch einigermaßen hingehauen hat, ging bei BRIONI gründlich daneben: Heute wurde die erste Anzeigenkampagne präsentiert, die unter der kreativen Führung von Justin O’Shea entstanden ist. Gesicht, bzw. Gesichter der Kampagne sind die Mitglieder der Band Metallica, die zwar weltweit zu den erfolgreichsten Rockbands gehört und für alles Mögliche steht, nur eben nicht für Stil.
Ich bin eigentlich ganz froh, dass CHANEL in der Pressemitteilung auf „Tochter von …“ verzichtet hat – dafür ist Willow Smith einfach zu vielseitig. Immerhin hat sie es mit ihren 15 Jahren schon zu seinem Vertrag mit Roc Nation, dem Plattenlabel von Jay-Z, gebracht. Hinzu kommen Jobs als Synchronsprecherin, Schauspielerin und als neusten Streich darf sie sich zu dem illustren Kreis der Musen von Karl Lagerfeld zählen – ihre Jugend und Energie verzauberten ihn. Vielleicht waren es auch ihre 1,5 Millionen Instagram-Follower, die ihn in den Bann zogen. Man weiß es nicht.
Die Bilder und Videos zur Eyewear-Kampagne sind in Schwarz-Weiß aufgenommen und zeigen Willow Smith in minimalistischer Kulisse. Abgelichtet wurde sie von Lagerfeld persönlich.
Wer sich jetzt fragt, warum das alles eine Erwähnung auf Horstson findet, der sollte sich die Kampagnenvideos genauer anschauen: Willow Smith trägt da eine Brosche aus der Herbst-Winter 2016/17 Ready-to-Wear Kollektion als Haarschmuck. Und eben diese Brosche soll als Nächstes bei mir in die Sammlung einziehen …
Die Musik stammt übrigens nicht von Willow Smith, sondern von der britischen Produzentin und Sängerin Nao. Hier der gesamte Track „Apple Cherry“.
Das beste Geschäft hat vermutlich Penny gemacht: 10 Euro kostete ein Paar Gummistiefel im temporären Supermarkt auf dem Festivalgelände. Doch des einen Freud‘ ist des anderen Leid – Freitag wurde das Hurricane-Festival in Scheeßel zeitweilig wegen einer Unwetterwarnung geräumt, der Samstag fiel komplett ins wortwörtliche Wasser. Richtig aufgedreht wurde daher erst am dritten und gleichzeitig letzten Tag.
