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August 2011

Allgemein

Einladung zur Modebloggerreise: Blut, Schweiß und Billigklamotten*

 

Es ist wenige Wochen her, da gab es in einer ZDF Neo Dokumentation über sechs junge, britische Gourmets, die in den Osten Asiens gereist waren, um dort in der Lebensmittelindustrie zu arbeiten und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, nichts zu lachen. Die jungen Leute erlebten zum ersten Mal, unter welchen Bedingungen die Leute arbeiten müssen, die das herstellen, was bei ihnen regelmäßig auf den Tisch kommt. Der Name der Dokumentation war Programm:*Blut, Schweiß und Fastfood
Zum Programm gehörte selbstverständlich auch, mit demselben Geld für Wohnen und Essen auszukommen, wie die Arbeiter. Müßig, zu berichten, dass noch jede Menge Tränen und andere missliche Zustände dazukamen, bei dieser Expedition in das eigene, streng genommen sehr rücksichtslose Konsumverhalten. Und ganz sicher würden die meisten von uns schon aussteigen müssen, wenn an Stelle der Arbeit in einer asiatischen Geflügelfabrik ein Tag bei Wiesenhof oder einem der Wettbewerber anstünde.

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Allgemein

Die Woche auf Horstson

Immer wieder Sonntags kommt die Erinnerung bemerkten Cindy & Bert bereits vor Jahren…
Grund genug um kurz die vergangene Woche auf Horstson Revue passieren zu lassen.
1) Horst ist 100% sicher, dass der Adidas Sneaker aus der Jeremy Scott Kooperation hässlich wie die Nacht ist. Aber Horst ist auch neugierig, deshalb läuft noch bis morgen die Umfrage die verrät was der geneigte Horstson-Leser
denkt. Voting: Top-Treter oder Flop-Latsche?
2) Jan Who präsentierte uns das neueste Farbfilmchen, auch Musikvideo genannt, von der Gaga Lady aus Amerika.
Schräge Klamotten, bisschen Sex, die Dame als Kerl, ein Klavier, Musik.
Wem meine Kurzbeschreibung nicht ausreicht muss sich leider das Video antun.
3) Very british, soll heissen: schön spleenig ist der Künstler Ben Wilson von dem uns Frau Willis erzählte.
Etwas Farbe, Humor und Fantasie und ekelige, am Boden klebende Kaugummis sind das Handwerkszeug des Engländers. Streetart der charmanten Extraklasse.
4) Das Thema Männer-Taschen beschäftigt Daisydora schon länger. Grund genug mal wieder darüber zu reden worin
Jungs, Kerle und Männer die Habseligkeiten für den Alltag so stopfen. Ihren Artikel würzte sie mit den Gedanken von Stephan Hilpold, einem Modejournalisten aus Österreich.
5) Kampf der Giganten oder so ähnlich könnte man den Streit zwischen dem Schuhdesigner Louboutin und dem Luxushaus Yves Saint Laurent betiteln. Der Konflikt um die rote Schuhsohle ging bis vor Gericht. Wer genaueres erfahren möchte klickt sich bis zum Montag zurück und erfährt von Daisydora alle Einzelheiten.
6) Peter erinnert an den Photographen/Konzeptkünstler/Allround-Genie Jean Paul Goude und dessen Arbeiten, die wir doch alle noch kennen.

Allgemein

Modisches Promillerechnen

Ihr könnt es von der Weltbevölkerungsuhr ablesen: In wenigen Tagen leben auf unserem Planet sieben Milliarden Menschen. Das sind neun Nullen hinter der Sieben und wer mag, kann sich auf der Website www.weltbevoelkerung.de ansehen, wie schnell es acht, neun und zehn Milliarden sein werden. Mit einer enormen Zunahme all der Probleme, die wir heute schon ungelöst haben. Diese haben entgegen dem flüchtigen Eindruck, den man auf Modeblogs gewinnen könnte, nichts damit zu tun, ob es ein Paar Chucks noch in meiner Größe gibt, welche Farben den Designern für die kommende Saison vorschweben und so weiter.

Es bringt zwar nichts, mir die Bedeutungslosigkeit meiner modischen Gedanken vor Augen zu führen und die Bedeutung von Designermarken und deren Kollektionen zu relativieren. Darüber nachzudenken, dass es sowas wie Modeblogs, die einen täglich über die Dinge informieren, die man dann ohnehin nicht kauft, nur gibt, weil modisch interessierte Menschen Zeit und Lust haben, zu lesen und zu erfahren, was sie zum weitaus überwiegenden Teil auch nicht kaufen und ohnehin nicht vermissen, weil der Kleiderschrank voll ist und viele Leser auch ohne Modevorschläge auf Modeblogs wissen, was sie wollen. Ab und zu muss ich das aber tun.

Das geht aber nicht in Richtung konsequentem Verzichts auf alles Schöne und Wertige, es rüttelt mich nur zurecht, um weiterhin nicht zu viel Zeugs einzukaufen. Es hat lange gebraucht, bis ich das gelernt hatte, dass mein Leben durch noch mehr Miyake und Mouret nicht schöner wird. Dass die meisten Menschen, die mir selbst in Großstädten begegnen, ohnehin nicht wissen, was ich da gerade trage. Zum Glück. Mode ist eine wundervolle Option, sich selbst und anderen mit dem Tragen von guten Stücken Freude zu bereiten, aber auch nicht mehr. Bekleidung brauchen wir in unseren Breiten, auf Mode können wir zurückgreifen, aber so viele Menschen leben auch gut und glücklich, ohne Key-Pieces und Co.

Ich weiß es nicht, aber wahrscheinlich landen wir im niedrig einstelligen Prozentbereich, wenn wir versuchen, rauszufinden, wie viel Prozent der Weltbevölkerung schon mal was von Giorgio Armani gehört haben. Vom Besitz eines Teiles aus seinen Kollektionen ganz zu schweigen. Wenn wir uns dann Marken wie Monki zuwenden, dann landen wir schnell in der Homöopathie, könnten selbst mit viel Geld und bester Marktforschung nicht mehr rausfinden, wie wenig Menschen auf dem Globus davon wissen, das es das Label gibt. Sehr wahrscheinlich findet das, was wir als Schreiber auf Modeblogs so vorstellen, überhaupt erst hinter dem Komma statt. Was uns nicht die Freude daran nimmt, genau das weiter zu tun, über Mode und etwas mehr zu berichten. Aber ohne jeden Zeigefinger will ich mir anlässlich der Feier von sieben Milliarden Menschen auf dem Globus die Freiheit nehmen, mir Luft zu machen und Leute mit Kleiderschränken wie Anna Dello Russo oder Paris Hilton, oder, oder, oder einfach total durchgeknallt zu finden.

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Midnight in Paris – Woody Allens Traum

Horstson Leser kennen ja die gewisse Vorliebe von Daisydora und mir für die Stadt der Mode und der Liebe – Paris. Deswegen kommt uns dieser Film auch ganz recht daher und wir berichten gleich darüber.
‚Midnight in Paris‘ von Groß- und Altmeister Woody Allen. Gerade in neuer deutscher Übersetzung erschien Hemingway’s Roman „Paris ein Fest fürs Leben“, ein Roman der lange vergessen in einem Koffer im Hotel-Ritz lagerte, bevor Hemingway ihn 1961 veröffentlichte und der sein Leben als junger Schriftsteller im Paris der zwanziger Jahre beschreibt, in einer Zeit als Scott Fitzgerald (Der große Gatsby) und James Joyce und viele andere Intellektuelle Montparnasse und St.Germain bevölkerten, Gertrude Stein den Ton angab und Shakespeare und Co. die berühmteste Buchhandlung der Welt war. Der Roman war einer der Auslöser meiner Paris-Sucht und der abschließende Satz „Paris bleibt immer Paris, egal wo wir leben und uns aufhalten es wird immer in unserem Herzen sein und sich nie ändern“ hat mein, ich gebe es zu, teilweise von Klischees durchsetztes Paris-Bild nachhaltig beeinflusst.

Woody Allen liebt die europäische Kultur und nach Rom, Venedig und anderen europäischen Großstädten spielt sein neuester und bereits in Amerika als Kassenschlager gelaufener Film nun in der schönsten Stadt der Welt: Paris.
Eindrucksvolle lange Sequenzen holen uns in die Stadt genau mit den Bildern die wir sehen wollen (und die die Amerikaner für das wahre Paris halten) endlose Kamerafahrten über die Seine, dass Grand Palais den Louvre, St.Germain. Man ist sofort da in dieser wunderbaren Stadt und man wird mit allen Schönheiten bedient.

Die Handlung führt einen jungen, mäßig erfolgreichen Drehbuchautor mit seiner jungen Verlobten und seinen Schwiegereltern in die Stadt. Dieser will einen bedeutenden Roman wie Hemingway oder Fitzgerald schreiben. Nur dumm, dass nichts aus der Feder kommt und er will eigentlich durch die Inspiration dieser Reise und der Stadt die Feder ans Laufen bringen.
Eines Nachts geht er in seiner Traumstadt spazieren und da passiert das Unglaubliche: ein Oldtimer hält an einer Straßenecke und Scott Fitzgerald und seine Frau Zelda sitzen darin und entführen ihn an einen Ort, in dem das ‚Roaring Twenties Paris‘ tanzt.Er kommt immer tiefer in diese Welt hinein und Nacht für Nacht muss er dort hingehen. Er lernt Gertrude Stein kennen, Salvador Dali… Die Feder fließt natürlich und der Roman beginnt beim Schreiben zu funktionieren aber er entfernt sich immer mehr vom realen Leben, seiner jungen Frau und seinen Schwiegereltern…

So und da ich will, dass ihr in den Film geht, der alle Paris Klischees bedient, der eine wechselnde Szenerie von dem Paris, dass in meinen Träumen, der Phantasie von Woody Allen und der Hemingway Zeit spielt, wird nicht mehr verraten. Eigentlich ist es aber auch noch eine Liebesgeschichte aber das vergisst man manchmal ob des überragenden Dekors.

Soviel sei verraten: Adrien Brody als Salvador Dali hat die lustigsten drei Minuten seiner Filmkarierre. Tja und dann gibt es dann ja auch noch irgendwann Carla Bruni als Rodin Expertin….

Früher hätte es geheißen: Prädikat besonders sehenswert!! Und Paris bleibt immer Paris. Kino wie es sein soll eintauchen in eine andere Welt – Woody Allens Traum von Paris

Music

Musikalisches zum Wochenende x Kids and Teens

Kindheit. Manchmal schön, manchmal nicht so. Wir, die meist behütet aufgewachsen sind ohne irgendwelchen Medienrummel haben gut reden. Es gibt nämlich auch Kinder die werden einfach so ins Rampenlicht gezogen und sollen dann singen. Manche machen das ganz gut, manche nur ein einziges mal und einige bis sie eine Glatze haben. Aber immerhin sind sie dann schon keine Kinder mehr. Zumindest nicht äußerlich.

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Gut gespielt, Mr. Nowitzki – Dirk Nowitzki ist neues Nike-Testimonial

Für alle Nicht-Basketballfans unter den Horstson-Lesern: Dirk Nowitzki hat im Juni mit den Dallas Mavericks den amerikanischen NBA-Titel gewonnen. Als erster Deutscher und noch dazu mit einem Außerseiter-Team. Jetzt ist der gebürtige Würzburger Testimonial für die Nike-Sportswear-Kampagne rund um den Air Force 1 Hyperfuse. Den zugegebenermaßen ziemlich coolen Basketballschuh gibt es in klassischem Schwarz oder in diversen Neonfarben (Rot, Blau, Gelb). Nicht nur die regelmäßigen Kooperationen mit Labels wie Liberty bringen stylishe Ergebnisse hervor, Nike kann das offensichtlich auch alleine. Und dass sie das Ganze zusammen mit dem besten deutschen Basketballer an den Mann bringen, freut uns natürlich besonders und wir sagen: Well played, Mr. Nowitzki.
Weitere Bilder gibts nach dem Klick

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Allgemein

Verlosung x EMU Campbell

Seien wir ehrlich. Der diesjährige Sommer ist bescheiden. Also dachten wir uns: Mensch, verlosen wir doch einfach mal ein paar Schuhe die wetterfest und perfekt für etwas, sagen wir, kühlere Sommer sind. Und hier habt ihr sie. Und vielleicht gehören dieses Paar Schuhe (in der Farbe Grau) von EMU-Australia, bald Dir.
Wenn ihr in den Besitz dieser Loafer in Größe 42/43 kommen wollt, schreibt uns einfach unter diesen Beitrag den Grund, was eurer Meinung nach diesen unschönen Sommer für euch erträglich macht.
Das Los entscheidet wer gewinnt und das Paar mit nach Hause nimmt. Die Verlosung endet in einer Woche, Freitag, 26.08.2011; 20Uhr.
Viel Glück wünscht Horstson!

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Ist dieser Schuh schön oder hässlich?

Ich hätte nicht gedacht, dass ich diese Frage mal stellen muss – für mich ist Antwort glasklar: Dieser adidas ObyO Jeremy Scott ist hässlich! Zwei Personen, auf deren Urteil ich mich sonst verlassen kann, sind nun aber der Meinung, dass dieser Schuh gut aussieht.
Jetzt bin ich verunsichert und damit ich keine schlaflosen Nächte habe, lasse ich einfach abstimmen, denn Horstson-Leser haben Geschmack.
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Am 22.August, 20Uhr endet die Abstimmung und wir wissen entgültig Bescheid, ob wir nun alle diesen Schuh kaufen müssen oder lieber unser Geld sparen können…
Bild: adidas

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Kenneth Cole – „Where Do You Stand?“

Wie stehst du eigentlich zur Abtreibung? Ist es ok wenn sich eine Frau entschließt, abzutreiben? Oder wie ist deine Meinung zu dem Waffengesetz? Sollten Waffen im Supermarkt verkauft werden? Eine Meinung haben die meisten zu allen Themen, äußern diese aber eher nicht – auch weil sie nicht danach gefragt werden.
Die „Where Do You Stand?“-Kampagne von Kenneth Cole beschäftigt sich am Rande auch mit dem Thema Diskriminierung, lädt aber eher dazu ein, sich zu äußern, welches Standing man zu den Themen „Gay Marriage“, „War“, „Abortion“ und „Gun control“ hat, und natürlich ist es ein zweischneidiges Schwert, diese Themen für eine Kampagne zu (be)nutzen, aber vielleicht erreicht man mittlerweile dadurch ansonsten desinteressierte Menschen…
Ein wenig merkwürdig finde ich es übrigens schon, dass die „Homo-Hochzeit“ im selben Atemzug mit Krieg, Abtreibung und Waffenbesitz genannt wird – aber das ist vielleicht auch ein Indiz, dass die Gesellschaft noch gar nicht so weit ist, wie sie häufig vorgibt zu sein.

Und wie ist Deine Meinung zu den Themen?

Allgemein

Horstson Beautycheck – ist Schönheit wirklich messbar?

Seit dem Verbot der Lancôme Anzeige mit dem retuschierten Gesicht von Julia Roberts in England rauscht es wieder zum Thema Schönheit im Blätterwald. Allerorts macht man sich Sorgen um das Körperbild junger Frauen. Als ob das völlig neu auf dem Globus wäre, dass junge Frauen und nicht nur die, sowieso mehrere Stunden täglich um ihr Aussehen kreisen wie ein Karussell um seine Mitte. Die von den Kritikern des Retuschewahns geforderte Wahrung der Natürlichkeit unserer Gesichter und deren naturgegebenem Verfall wird von den Frauen zu allererst abgelehnt, da Schönheit schon seit mehreren tausend Jahren auch ein Machtfaktor der Frauen untereinander ist. Man versucht, die Konkurrentin oder gleich mehrere davon mit dem besseren Aussehen aus dem Feld zu schlagen, um dann am Ende den Märchenprinz abzubekommen.

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