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Männermode

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Labels, die ich nie verstehen werde. Heute: Supreme

Bild: Supreme

Wenn es ein Label gibt, das ich nie verstehen werde, ist es Supreme. In irgendeinem Kommentar wurde mir Hype um das Label damit erklärt, dass irgendwelche Opinion Leader, was auch immer das genau sein soll, getragen wird und die Kampagnen extrem lässig seien. Da fällt mir nicht viel ein, was ich dazu sagen kann, außer: aha!
Wenn ich mir nun also das Supreme 2015 Spring-Summer Lookbook anschaue, sieht da gar nichts lässig aus und mir ist auch noch kein Opinion Leader begegnet, der irgendetwas von Supreme getragen hat. Für mich hat das Label in etwa den etwas langweiligen Charme von Stüssy, was vielleicht auch daran liegt, dass Surpreme 1994 Shawn Stussy gegründet wurde.

Zugute halten muss man Supreme, dass sie das Prinzip der Verknappung verstanden: die Kleidung ist schwer zu bekommen. Wenn man zum Beispiel heute auf der Supreme-Seite klickt, weil man noch dringend ein unglaublich langweiliges Logo-Shirt kaufen möchte, kann man das noch nicht. Stattdessen darf man sich in eine Mailingliste eintragen und wird dann benachrichtigt, wenn die Spring-Summer Kollektion in den Onlinestore eintrudelt – Vielleicht ist Vorfreude auch bei Supreme die schönste Freude?

Ich bin auf Eure Meinung zum Lookbook und natürlich zu Supreme gespannt …

Paris Fashion Week

Hermès Autumn-Winter 2015: simpler Luxus

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Bild: Hermès; PR

„Die Kunst beruht auf der Schlichtheit“, ist ein Zitat von Coco Chanel und genau das könnte ebenso Veronique Nichanians Grundsatz für die Männerkollektion von Hermès für Herbst-Winter 2015 gewesen sein. Das, was sie in dem Defilee im Palais de Tokyo in Paris zeigte, wendet sich an den Mann, dem Qualität wichtig ist und der mit beiden Beinen im Leben und im Job steht.

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Allgemein

Molto bello, Donatella! Versace Collection Spring-Summer 2015

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Bild: Versace

Da wär‘ uns doch fast die Versace Collection Spring-Summer Kollektion durch die Lappen gegangen, obwohl wir uns auf die Fahnen geschrieben haben, gnadenlos jede Kollektion von Donatella vorzustellen. Warum? Zurecht, wie wir finden. Kaum ein anderes Modehaus schafft es, mit den Kollektionen durch die Reihe weg zu unterhalten und natürlich zu polarisieren: Niemand hat keine Meinung zu den Entwürfen, die in Mailand über den Laufsteg geschickt werden. Und auch wenn man manchmal vor lauter Medusen- und Mäander-Muster seinen Augen eine Pause gönnen möchte, sind die Präsentationen jede Saison meine heimlichen Lieblinge – so natürlich auch für die aktuelle Kollektion, die jetzt in den Läden hängt und die hier vorbildlich von Tarik Lakehal in Szene gesetzt wird:

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Barcelona Fashion Week

Hola Barcelona – Isometric

Isometric Barcelona Fall Winter 2015 2016Isometric Barcelona Fall Winter 2015 2016 7
Fotos: 080 Barcelona Fashion/ Press

Hasta pronto, bis ganz bald Barcelona! Heute folgt mein letzter Beitrag über und von der 080 Barcelona. Ich habe mir, nach einer erlebnisreichen und wunderbaren Zeit, bewusst das (persönliche) Sahnehäubchen aufgehoben – das Newcomer-Label Isometric. Obacht, ist hier der weit verbreitete und von mir vorbelastete Mathebegriff gemeint? Entwarnung, an dieser Stelle handelt es sich vielmehr um DAS Designerduo Jessica Montes Bonito und Joan Ros Garrofé! Keinerlei Abneigung, eher Liebe auf den ersten Blick: Ich bin von allen Kleidungsstücken begeistert und äußerst erfreut, dass ich die beiden Kreativköpfe zum kurzen Gespräch treffen darf. Vorab schnappe ich auf, dass sich die erste Kollektion, ‚Psique‘, komplett um den Gedanken der Psyche dreht: Kein leichter Tobak, die Schlagworte Trauma und Träume werden dabei im gleichbleibenden Rhythmus fallen gelassen. Egal ob Kreuzreim, Singsang oder kurzes Statement, Jessica und Joan betonen immer wieder, dass Freud, Hitchcock und co. unerlässlich bei ihrer Inspirationssuche waren. Ich bin gespannt, ob auch wir etwas über deren ungewöhnliche Inspirationsquelle hören werden. Es folgt eine letzte Annäherung mit jeder Menge Haben-Wollen-Teilen…

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Allgemein

Die Royal Tenenbaums: Lacoste Fall-Winter 2015/16

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© Mara Corsino

Offiziell steht die neue Lacoste-Kollektion, entworfen von Felipe Oliveira Baptista, unter dem Motto „Winter-Tennis“ – inoffiziell steht zumindest das Styling unter dem Motto „Die Royal Tenenbaums“, so sehr erinnerte das, was am Samstag über den Laufsteg in New York geschickt wurde, an die US-amerikanische Tragikomödie aus dem Jahr 2001. Es ist auch nicht sonderlich neu, sich von Wes Andersons Film inspirieren zu lassen – erst 2013 war es Miuccia Prada, die in ihrer Resort-Kollektion auf den Film verwies.

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Männermode Sneakers

Der vielleicht hässlichste Schuh der Welt: Yeezy BOOST

Gestern war es dann endlich soweit: um 16 Uhr Ortszeit wurde im Skylight Clarkson Sq in New York der „Yeezy BOOST“ präsentiert – ein Sneaker, von einem Designer, den Kanye West engagiert hat der von Kanye West designt wurde. Warum nun ausgerechnet Kanye West mit dem Sneaker-Entwurf beauftragt wurde, der ja nun wirklich nicht wegen eines außerordentlich guten Geschmacks, Kreativität und Individualität bekannt ist, erklärt Arthur Hoeld, General Manager für adidas Originals: „Niemand inszeniert Musik und Mode wie Kanye West. Er ist eine spezielle, kulturelle Ikone, die einen völlig neuen Ansatz von Schuhdesign schafft. Kanyes einzigartige Kreativität und Individualität finden sich in dem Yeezy BOOST wieder.“

Gleichzeitig wurde eine komplette „YEEZY SEASON 1“-Kollektion präsentiert, der wir einen gesonderten Post widmen, so einzigartig kreativ und individuell ist sie …
Die Show wurde gestern übrigens weltweit in 42 Kinos live übertragen. In Deutschland hatte man in Berlin und in Frankfurt die Möglichkeit, die Veranstaltung zu verfolgen. Nun ja.
Hier noch weitere Bilder des „Yeezy BOOST“ und ich bin auf Eure Meinung zum – zumindest meiner Meinung nach – vielleicht hässlichsten Schuh der Welt gespannt.

Allgemein

Wetterfest mit … Stutterheim & Whistles

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Foto: PR

Schönwetterzeit, wo bist du? Während ich bereits vor ein paar Monaten die vorherrschende Wetterlage infrage gestellt habe (den Artikel gibt es hier zum Nachlesen), nutzt das Regen-Schweden-Überlabel Stutterheim die Gunst der Stunde und versorgt uns wieder einmal mit aufmunterndem Bildmaterial bei Sturm und Regenböen: Zeitlose Unisex-Mäntel so weit das Auge reicht!

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Allgemein

Loewe Fall-Winter 2015

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Foto: Jamie Hawkesworth

J.W. Andersons zweite Kollektion für das spanische Label Loewe begann mit einer für Anderson typischen, etwas schrägen Inspirationsquelle: „Kleidungsstücke im heimischen Schrank, bei denen man sich fragt, warum man sie jemals gekauft hat“. Klingt herrlich skurril, sieht aber super aus. In der überschaubaren Kollektion tümmeln sich weite, überlange Hosen, kastige Lederjacken, ein Poncho, ein Anzug mit buntem Mosaikmuster und diverse Blousons. Das meiste davon in lässigen Oversize-Silhouetten in einer von den 70er Jahren geprägten Farbpalette. Riesige Weekender, Leder-Totes und kleine Umhängetaschen passen perfekt zu den Outfits mit dezenter Dandynote. Ich persönlich wäre mehr als happy, wenn ich ähnliche Teile noch in meinem Schrank finden würde …

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Allgemein

Adieu Monsieur: Viktor & Rolf Fall-Winter 2015

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Bilder: Viktor & Rolf

Sehr schade: Viktor & Rolf stellen ihre Prêt-à-porter-Linie ein. Begründet wird dieser Schritt durch die „Only the Brave“-Holding mit einer strategischen Notwendigkeit – sprich: die Prêt-à-porter verkaufte sich zu schlecht. Bleib dem Label Viktor & Rolf also noch die Haute Couture und die vergleichsweise lukrativere Beautylinie – der Goldesel der Branche, ohne den es einige Labels schon gar nicht mehr geben würde. Auch hat 2006 anscheinend die Kooperation mit dem schwedischen Textilunternehmen „H&M“ offensichtlich nicht für eine nachhaltige Steigerung des Bekanntheitsgrades gesorgt.
Das die „günstigen“ Linien eingestellt werden, ist ein Schritt, der einem bekannt vorkommt und der mit Sicherheit auch nicht der letzte seiner Art sein wird: Erst im September gab Jean Paul Gaultier bekannt, seine Ready-to-Wear Kollektionen nicht mehr weiter zu verfolgen und seinen Fokus ebenso auf die Haute Couture und die Parfum-Linie zu richten.
Was nun also bleibt, ist ein etwas wehleidiger Blick auf die letzte Fall-Winter Kollektion von Viktor Horsting und Rolf Snoeren – Adieu Monsieur!

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Allgemein

Hola Barcelona – Miriam Ponsa

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Fotos: 080 Barcelona Fashion/ Press

Angst, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung – Die Designerin Miriam Ponsa ehrt mit ihrer neuen Kollektion die Opfer des Spanischen Bürgerkriegs. Beinahe 500.000 Kriegsflüchtlinge wurden alleine 1939 ihrer spanischen Heimat beraubt und in Frankreich interniert. Ponsa entscheidet sich bei ihrer Hommage für eine einführende Foto- und Videovorschau, die genau dieses Leid visualisiert – ich bekomme einen Kloß im Hals. Ist das der richtige Ort, um Hundertausenden Kriegsopfern zu gedenken und anschließend sektglasklirrend zur nächsten Modenschau zu hetzen? Ich bin ratlos, nein, vielmehr voreingenommen: Das Publikum zückt die Kameras und wartet auf den ersten Look der Kollektion. Es geht los: Zhenya Katava, elfengleiche Erscheinung mit stechend-blauen Augen, eröffnet die Show. Keine Überraschung, sie sieht in etwa so aus wie eine Vertriebene. Vielleicht keine Vertriebene aus dem Jahre 1939, vielleicht eher aus einem Science-Fiction-Blockbuster? Lagenlook rules, obgleich die Intention eine Hommage an Kriegsflüchtlinge ist oder nicht. Wieder einmal bin ich voreingenommen, diesmal aber von mir selber: Wer sagt mir eigentlich wie eine Vertriebene auszusehen hat? Lässt sich der Anblick dermaßen platt pauschalisieren? Relativ schnell entscheide ich mich für ein Kopfschütteln und knipse vorerst jegliche Inspiration von Miriam Ponsa aus:

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