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Klabautermänner und -frauen

(Foto: Courtesy of Belstaff)

Als Hamburger Jung hat man zu „Jolly Roger“ einen ganz besonderen Bezug: Im Schanzenviertel gibt es eine Kneipe, die sich nach der Piratenflagge – so die „Übersetzung“ von „Jolly Roger“ – als Namen gegeben hat. Diese Kneipe wird vermutlich jeder kennen, der schon mal ein Spiel des FC St. Pauli besucht hat – eben jenem Club, der die Piratenflagge ab Mitte der 1980er Jahre als inoffizielles Vereinslogo genutzt hat. Erst 1989 entwirft dann Steph Braun, der Geschäftsführer eines Textildruck-Unternehmens, das nur einen Steinwurf vom Millerntor-Stadion entfernt seinen Sitz hat, den Totenkopf so, wie man ihn heute kennt und liebt.

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History

Wer hat’s erfunden? Charles Macintosh‘ erster Regenmantel

Was uns heute alltäglich erscheint und man zwischendurch auch gern vergisst, dass es nicht schon immer da war, hat oft eine aufregende Geschichte.
So hat zum Beispiel fast jedes Kleidungsstück eine eigene Entstehungsgeschichte und kommt aus einer eigenen Kultur. Manche Dinge haben sich aus der Kostümgeschichte entwickelt; andere sind erst durch die Entwicklung der ersten Hightechstoffe ermöglicht worden, wie zum Beispiel den Regenmantel.
Den Ur-Regenmantel kann man heute noch kaufen: Der „Mackintosh“ ist zu einem eigenen Begriff geworden – sozusagen als Synonym für seine ganze Gattung. Allerdings ergänzt um ein „k“ im Wort und nicht wie der Name des Mannes, der ihn erfand: Charles Macintosh.

Der 1766 in Schottland geborene Chemiker Charles Macintosh setzte alles daran, ein Material zu finden, das es ermöglicht, Baumwollstoffe zu imprägnieren. Das Wetter seiner Heimat, das sehr regnerisch und kalt war, ließ die bis dahin üblichen Wollstoffe schnell vollsaugen und nur mühsam wieder trocken werden. Sein Landsmann James Syme arbeitet parallel an einem Verfahren, Textilfarbe mit Kautschuk zu mischen und zu verflüssigen. Im Jahr 1823 patentierte Charles Macintosh dann einen wasserdichten Baumwollstoff, den er mit gummilöslicher Farbe imprägniert hat und ließ in Glasgow von Schneidern den ersten „Macintosh“-Regenmantel (noch ohne „k“) anfertigen. Der Aufbruch in die Zukunft eines im ganzen englischen Königreich dringend benötigten Kleidungsstückes begann. Eine Erfolgsgeschichte, die bis heute besteht. Sein Unternehmen nannte er Charles Macintosh and Co..

Im Jahr 1830 fusionierte sein Unternehmen mit der Firma des englischen Unternehmers und Erfinders Thomas Hancock (1786–1865), der bereits seit 1819 mit Gummi und Naturkautschuk experimentiert. 1838 wurde der Firmensitz ins englische Manchester verlegt. Hancock optimierte Macintoshs‘ Gummibeschichtung durch ein 1843 zum Patent angemeldetes Vulkanisierungsverfahren, das später auch die Erfindung des Fahrradschlauches ermöglichte.
Anfängliche Schwierigkeiten mit der Gummierung wie Geruchsintensität, Steifheit und schlechte Waschbarkeit in heißem Wasser wurden damit überwunden. Die echten „Macintosh“ wurden komplett handgefertigt und verfügten über geklebte statt genähte Säume.

Das Unternehmen expandierte und belieferte bald auch Großabnehmer wie die britische Polizei und während der beiden Weltkriege die Streitkräfte mit Regenbekleidung. Im Laufe der Zeit wurde die Schreibweise mit einem zusätzlichen „k“ üblicher, sodass heute der Markenname „Mackintosh“ weltweit bekannt ist.
Selbst die Beatles besangen das Kultkleidungsstück in „Penny Lane“: And the banker never wears a mac in the pouring rain…

Typisch britisch verschroben wird der „Mackintosh“ vom Dandy bis Studenten zum etwas steifen Begleiter für jedermann – selbst der englische König inspiziert damit britische Industrieanlagen und das Militär. Die Prinzessinnen Elisabeth und ihre Schwester Margret spielen darin schon als kleine Mädchen im Park von Windsor.

Mit der Verbreitung von preisgünstigem PVC für Regenmäntel geriet das Unternehmen spätestens ab den 1980er Jahren in eine Krise. In den 1970er Jahren hatte das Hauptgeschäft noch aus regenfesten Uniformen für British Rail bestanden. In den 1990ern drohte der Verkauf der Mackintosh-Fabrik in Cumbernauld.

Daraufhin übernahm der schottische Mackintosh-Mitarbeiter Daniel Dunko das Unternehmen und wurde Geschäftsführer mit neuen Ideen. Er schaffte es, viele Kooperationen mit internationalen Luxuslabels zu akquirieren, die in ihren Kollektionen dem „Mackintosh“ ein neues Gesicht gaben. Hermès, Prada, Gucci, Comme des Garçons, Dior oder Louis Vuitton – alle ließen sie Mäntel bei Mackintosh fertigen.
Der „Mackintosh“ ist ein richtiger Regenmantel; andere britische Firmen, wie Burberry und Aquascutum, stehen für den Trenchcoat. Der „Trench“ ist zwar imprägniert, ist aber nur wasserabweisend und nicht -undurchlässig.

Bild: Mr. Porter

2007 wurde die Firma von der japanischen Firma Yagi Tsusho Ltd. aus Osaka gekauft. Die neuen Besitzer besitzen ein feines Gespür, ähnlich wie bei Denim, das traditionelle Herstellungsverfahren zu erhalten. Sie fertigen die Klassiker nach wie vor in England und eröffneten im feinen Londoner Stadtteil Mayfair eine sehr sehenswerte Boutique.
In Tokio gibt es einen Flagshipstore und viele japanische Label arbeiten mit Mackintosh zusammen. Die Klassiker bleiben ungeschlagen und man bekommt die Stücke, die nicht nur ein Leben lang halten, sondern auch mit einem praktischen Repair Kit jederzeit zu reparieren sind, zum Beispiel bei Selfridges in London und im Le Bon Marché in Paris aber auch bei Mr. Porter zu kaufen.

Ein schönes Basicteil für Individualisten und alle, die gern Briten wären – denn wer hat’s erfunden? In diesem Fall nicht die Schweizer …

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Gay, Lesbian, Fetish, Money – Vetements kooperiert mit Comme des Garçons

(Bild: Dover Street Market)

Als Gilbert Baker 1978 die Regenbogenflagge entwarf, war er sich sicher nicht bewusst, dass er das Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung geschaffen hat, das 2015 sogar in die permanente Sammlung des MoMA (Museum of Modern Art) aufgenommen wurde. Vielleicht hätte er sich dann überlegt, ob er Flagge rechtlich schützen lässt – auch um der gnadenlosen Kommerzialisierung seines Entwurfs entgegenzutreten.

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Beckham’s Brit Chic

(Bild: PR)

Hallo, hello: Ich wünsche einen guten Start ins Jahr 2017 und hoffe, dass ihr die Feiertage wohlbehalten überstanden habt?! Aktuell ist bei mir „urgemütlich“ angesagt, die Hose zwickt, der lästige Hemdkragen zwackt – also, fort damit und schnell getauscht gegen (Cashmere-)Jogger. Zwischen den Jahren ist bekanntlich nicht viel anzufangen, arbeiten muss ich die Woche auch nicht. Was für ein Glück. Was mache ich also mit der kostbaren Zeit? Aktuell sitze ich im Auto gen Norden, Dänemark, Schweden und Norwegen wollen unsicher gemacht werden! Auf dem Beifahrersitz tippe ich immer wieder auf dem Rechner, suche Angebote, Schnäppchen aus dem Schlussverkauf. Erste Anlaufstelle: Mr. Porter.

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Styling

Was soll man denn dazu anziehen? Heute: Die Silvesterparty

Auf dem Boden der Tatsachen liegt eindeutig zu wenig Glitzer.

The same procedure as last year – das Jahresende rückt immer näher und es wird allerhöchste Zeit, sich Gedanken um das Outfit für die Silvesterparty zu machen.
Ich habe mich für Euch durch die Onlinehops von Mr Porter, Ssense, Luisaviaroma, New Era und S.T. Dupont gekämpft und drei Looks rausgesucht, mit denen man mit Sicherheit stilvoll ins neue Jahr rutscht …

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Männermode

Out! 2017 wollen wir diese Dinge bei Männern nicht mehr sehen …

Mit Trends verhält es sich ein wenig wie mit Florence Foster Jenkins – man beklatscht sie, obwohl es meist keinen näheren Grund dafür gibt. Und so tragen viele Menschen Dinge, die man im Grunde genommen noch nie sehen wollte, nur weil sich die Person – mit einem enormen Selbstbewusstsein ausgestattet – in der trügerischen Sicherheit des maximalen Stilgefühls wiegt. Auch wir haben eine Zeit lang Gnade vor Stil walten lassen. Damit ist nun aber Schluss.
Spätestens ab 2017 sind diese Dinge, die uns 2016 täglich begegnet sind, démodé, out, am Zeitgeist vorbei, hoffnungslos überholt, unmodern und oldfashioned – Ausnahmen bestätigen allerdings auch hier die Regel …

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Damenmode Männermode

Gucci Pre-Fall 2017 – Kaleidoskope by Alessandro Michele

(Bild: Courtesy of Gucci)

Fliegende Untertassen auf Pullovern, „Queercore“-Schuhe in Dandyoptik, Strickjacken über Trainingsanzügen und viktorianische Blumentapeten mit noch opulenterem Ambiente zu wilden Mustern – wir sprechen also von der Pre-Fall Collection von Gucci.
Alessandro Michele hat für Gucci das ganze Repertoire gezogen, das Zeitgeist, Historie und jede Facette der Fashion zusammenwürfelt und spielt gleichermaßen mit Gucci-Elementen aus der Ära von Tom Ford und seinem bestens etablierten „Fantasie Zoo“. Tiger, Schlangen, chinesische Tempelhunde, Schmetterlinge und Fabelwesen setzen den Trend fort, den Alessandro Michele selbst in den vergangenen Kollektionen begründet hat.

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News

Zwei in Eins bei Bottega Veneta

(Die Mailänder Kunstakademie Accademia di Belle Arti in Brera; Bild: Bottega Veneta)

Neuigkeiten aus dem Hause Bottega Veneta: Das Label kündigt an, dass ab 2017 alle Kollektionen in zwei jährlich kombinierten Damen- und Herrenschauen präsentiert werden – jeweils für die Herbst/Winter und Frühjahr/Sommer-Saison. Zeitpunkt sind die Mailänder Damenschauen im Februar und September. Wer jetzt denkt, dass diese News ein alter Hut sind, hat sogar recht: Die Entscheidung ist die Weiterentwicklung der kombinierten Frühjahr/Sommer 2017 Schau, die 2016 in der Mailänder Kunstakademie Accademia di Belle Arti di Brera stattfand. Anlass war damals der 15. Jahrestag von Tomas Maier als Kreativdirektor von Bottega Veneta und das 50. Jubiläum des Hauses seit seiner Gründung in Vicenza, in der italienischen Region Venetien.

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Shopeinrichtung

Louis Vuitton eröffnet Pop-Up-Store im KaDeWe

(Bild: Courtesy of Louis Vuitton)

Wie ein Elefant im sehr schönen Porzellanladen – Anlässlich der ersten Bauabschnittsbeendung im KaDeWe hat Louis Vuitton zur Eröffnung seines ersten Pop-Up Stores in Deutschland in der letzten Woche zum Feiern eingeladen. Team Horstson setzte sich kurzerhand von Hamburg aus in den Zug und war so, juhu-juhu, beinahe vollständig in Berlin zugegen. Nur Peter und Blomquist haben leider gefehlt

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LVOE: Louis Vuitton Pre-Spring 2017

Looks of Love: Kim Jones geht für die Pre-Spring Kollektion von Louis Vuitton auf Safari – zumindest hat er sich von diesem Thema inspirieren lassen.
Mit Zebra-, Giraffen- und Nashornmotiven auf Taschen, Tüchern, Pullovern und Hemden, setzt der britische Designer für seine Verhältnisse ein wenig auf „Nummer Sicher“ – das Tierthema setzte er schon in seiner Herbst/Winter-Kollektion für das Jahr 2013/2014 sehr erfolgreich um. Meiner Meinung nach war das bisher auch eine der besten Kollektionen von Kim Jones und ich freue mich dafür umso mehr auf die kommende Saison zwischen den „richtigen“ Saisons …

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