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Gucci

Ausstellung

„The Artist is Present“ – eine Ausstellung von Alessandro Michele und Maurizio Cattelan

(Standbild „The Artist is Present“; Yuri Ancarani; Screenshot)

„Das ist die Geschichte eines Traumes“ – wenn eine Pressemitteilung mit diesen Worten beginnt, stellt man sich automatisch auf blumige Prosa ein. Man möge sich, so lese ich weiter, eine Welt voller alter Meisterporträts, alter römischer Marmorköpfe, goldener Reliquien, gefüllt mit Händen und Herzen von Zombies, blühender Teppiche und bunter Tapisserie, Babydrachen und Schädeln unbekannter Kreaturen vorstellen.
Ich bin mir nicht sicher, ob man diesen Traum selbst haben möchte – doch es ist die Geschichte einer gemeinsamen Arbeit von Alessandro Michele und Maurizio Cattelan. Der Kreativdirektor von Gucci und der italienische Künstler, der ganz nebenbei das Magazin ‚Toiletpaper‘ herausgibt, arbeiten aktuell an dem Ausstellungsprojekt „The Artist is Present“.

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Styling

Was soll man denn dazu anziehen? Heute: der Sneaker von Diadora

(Sneaker „N9002“ von Diadora

Nach dem Plateaudesaster der letzten Woche und dem sich langsam dem Ende nähernden Ugly-Dad-Turnschuh-Trend wird es Zeit für einen richtigen Sneaker.
Mein Objekt der Begierde ist aktuell das Modell „N9002“ von Diadora. Warum? Aus Gründen der Ästhetik und der gewissen Portion Understatement, die bei dem italienischen Label immer mitschwingt …
Und so könnte man den „N9002“ von Diadora stylen:

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Styling

Was soll man denn dazu anziehen? Heute: der Plateau-Sneaker von Buffalo London

(Plateau-Sneaker von Buffalo London)

Rechtzeitig zum Trend der „ugly Dad“-Turnschuhe feiert der wohl schlimmste Schuh der 90er-Jahre sein Revival: Die klobigen Plateau-Sneaker von Buffalo London sind zurück. Schon damals waren die Botten ein absolutes No-go für mich, aber gut, ich beuge mich dem Zeitgeist, schwelge nostalgisch in dem längst vergangenen Jahrzehnt, denn schließlich haben die 90er-Jahre einige gute Songs hervorgebracht – über die Klamotten wollen wir aber lieber schweigen – und überlege, wie man die halsbrecherischen Schuhe heute stylen könnte. Hier drei Vorschläge:

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Damenmode Männermode

Cyborg

(Courtesy of Gucci by Ronan Gallagher)

Liest man die Designphilosophie von Alessandro Michele zu seiner neuen Winterkollektion 2018/19, die er auf dem Gelände des Gucci-Hubs in Mailand in der letzten Woche zeigte, ist man zunächst verstört. Der Designer überschreitet bei weitem, und das schon seit seinem Antritt 2015, das, was man im Allgemeinen der Mode zuordnet – die Oberflächlichkeit. Michele arbeitet mit Zitaten berühmter Philosophen, wie zum Beispiel Michel Foucault, ist literarisch äußerst gebildet und verleiht seinem Werk eine Tiefe, die sicherlich nicht nur manchen Konsumenten auf eine harte Probe stellt, sondern auch die Modejournalisten, die seine Botschaft auf unterhaltsame Weise dem modebegeisterten Kunden näherbringen soll.
Wie wunderbar das als Herausforderung ist, stelle ich bei jeder seiner Kollektionen fest, denn, was sonst als tägliches Einerlei in die Inbox flattert, liefert manchmal keine Herausforderung. Alessandro Michele hingegen fordert einen auf wunderbare Weise und schafft es immer wieder, das Bewusstsein zu erweitern – eine Herangehensweise, die in der Welt der leichten Kost und tragbarer Mode fast vergessen ist.

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Lookbook

Mit dem Horrorregisseur durch Rom

Alessandro Michele bleibt auch bei der Gucci-Pre-Fall-Kollektion der Devise treu, dass das, was man liebt, auch zusammenpasst. Neben zahllosen Zitaten aus der Modegeschichte und dem munteren Vermischen aller eklektischen Epochen lässt er immer seine eigenen Helden einfließen. So begab sich für das Lookbook der Fotograf Peter Schlesinger mit den Models an verschiedene Locations in Rom, an denen Micheles Lieblingsregisseur, Dario Argento, seine Horrorfilme in den Siebziger Jahren gedreht hat. Für alle, die ihn nicht kennen: Dario Argento ist ein italienischer Filmregisseur und Drehbuchautor. Er gilt als einer der prägenden Schöpfer des italienischen Giallo und hat den modernen Horror- und Slasherfilm stark beeinflusst.

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News

Gucci Garden: Die Welt von Gucci in Florenz

(Gucci Osteria da Massimo Bottura; Bild: Courtesy of Gucci)

Im Jahr 2011 eröffnete das Gucci Museo in diesem historischen Florentiner Palazzo, der aus dem Jahr 1337 stammt und zwischen der berühmten Piazza della Signoria, die die Uffizi Gallery beherbergt, und der Piazza di San Firenze liegt. Nun hat Gucci das Konzept eines konventionellen Museums in einen lebendigen, gemeinschaftlichen und kreativen Raum umfunktioniert, wo die Entwicklung der Ästhetik und die Philosophie des Hauses zum Ausdruck kommen. Eine Welt, die einem Paradies der Medicis und der stolzen Florentiner gleicht.

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News

Gucci zeigt in Arles die Cruise Kollektion 2018/19

(Church of St Honore, necropolis of Alyscamps (UNESCO World Heritage List, 1981), Arles, Provence, France. Foto: DeAgostini/Getty Images)

Ende des Jahres geben viele der Modehäuser bekannt, wo sie ihre Cruise Kollektionen zeigen. Während die Hauptkollektionen meist in Paris oder Mailand präsentiert werden, hat es sich über die letzten Jahre etabliert, dass die Cruise Kollektionen an Standorten gezeigt werden, die etwas mit Kultur oder den Wurzeln oder Inspirationen der Designer zu tun haben. So zeigte Louis Vuitton in Rio de Janeiro oder in Japan, Chanel in Singapur oder Dior in der Wüste Nevadas. Im drauf folgenden Winter gibt es in einigen Magazinen gleich ganze Strecken aus den Orten, weil die Teams dort im Anschluss zu den Schauen produzieren.
Alessandro Michele liebt bekanntlich die Antike. Nachdem er schon in der historischen Westminster Abbey seine Damen- und Herrenkollektionen defilieren ließ und im letzten Jahre im Palazzo Pitti der Medici in Florenz zeigte, hat er sich für das nächste Jahr etwas ganz besonderes einfallen lassen.

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Styling

Was soll man denn dazu anziehen? Heute: die Tassel Loafer von Prada

(Tassel Loafer von Prada)

Diese Schmuckstücke von Prada – aus schwarz-glänzendem Leder mit Troddeln und Zierdetail aus Ziegenfell – traten gerade in mein Leben. Okay, bisher haben sie nur einen kleinen Schritt gemacht und sind in meinem virtuellen Einkaufswagen gelandet. Aber die wären doch eine Investition wert, oder? Immerhin sind sie auf eine schräge Art klassisch. Auf eine andere Art sind sie aber einfach nur schräg.
Wenn ich sie kaufen würde, könnte ich sie zum Beispiel so kombinieren:

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Styling

Was soll man denn dazu anziehen? Heute: Halloween

(Eine Jack O’Lantern am Abend von Halloween in Chicoutimi, Quebec, Kanada, 2016; Foto: 0x010C; CC BY-SA 4.0)

Stammleser werden sich vielleicht noch dran erinnern können: Vor einigen Jahren haben wir Horstson zu Halloween „umdekoriert“. Fledermäuse und Spinnen, die über den Bildschirm krabbelten, sorgten dafür, dass die Ladezeiten das Lesen unseres Blogs nahezu unmöglich machten. Das war dann auch der Grund, warum wir zukünftig auf derlei Firlefanz verzichteten und Halloween mit Missachtung straften. Bis jetzt.
Wenn man zu einer Halloweenparty eingeladen ist, muss man nicht nach Fasching aussehen – ein Griff in den gut sortierten High-Fashion-Kleiderschrank reicht aus, um stilvoll die Nacht vom 31.10. auf den 01.11. zu zelebrieren. Trick or treat?

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Kampagne

Dapper Dan für Gucci

Foto: Glen Luchford

In Guccis aktueller Men’s Tailoring Werbekampagne ist Daniel Day, besser bekannt als „Dapper Dan“, zu sehen. Es handelt sich um eine Zusammenarbeit, die insofern durchaus spannend ist, als dass sich Alessandro Michele, Creative Director von Gucci, vor wenigen Monaten Plagiatsvorwürfen konfrontiert sah. Der Grund hierfür waren, nunja, „Zitate“ von Michele an Designs von Dapper Dan, der in den 80er- und 90er-Jahren mit Logoprints zahlreicher Luxuslabels spielte. Das sah dann im Vergleich von einem Oberteil von Dapper Dan aus dem Jahre 1989 zu einer aktuellen Kollektion von Gucci so aus:

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