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Glücksbringer für zu Hause – Diors „Lily of the Valley“-Kollektion

(Courtesy of Dior: Collection Dior Maison „Lily of the Valley“ by Cordelia de Castellane)

Spätestens in den letzten Wochen des zwangsweise Zuhausebleibens hat jeder mitbekommen, wie wichtig Inneneinrichtung oder zumindest ein komfortables Zuhause sind. Was sich uns dort in Videokonferenzen oder Facetime-Sessions bei dem einen oder anderen offenbart, bringt die Wahrheit ans Licht. So mancher, der nach außen eher Bescheiden wirkt, hat eine Wohnung, die eher einer Wunderkammer gleicht und diejenigen, die sich sonst durch Luxusgarderobe im Übermaß oder ständige Aufenthalte in Ferienressorts darstellen, sitzen plötzlich in Wohnungen, die eher heruntergekommenen Studentenheimen gleichen. Natürlich ist es wie immer die Balance, aber jeder von uns hat sicherlich jetzt festgestellt, dass dort mal eine Lampe hinkönnte, dass noch einige Teller fehlen oder sich die Wohnzimmerwand in Grün viel besser machen würde. Genau der Anreiz, sich für die Zukunft mehr mit hübschen Dingen für Zuhause zu beschäftigen. Continue Reading

News

Leïla Menchari – Schaufenster der Träume

(Courtesy of Hermès: L‘Annee du Cheval 1993 Leïla Menchari Photo: Guillaume de Laubier. Archives Hermès Paris)

Die Frau, die mich schon als Kind vor ihren fantastischen Schaufenstern für das Haus Hermès in der Rue du Faubourg Saint Honoré in Paris träumen ließ, starb jetzt 93-jährig in Paris. Ein Grund, der berühmtesten Schaufenstergestalterin eine Hommage zu widmen. Eigentlich trifft dieser Begriff sie gar nicht, denn sie war viel mehr eine Träumerin, die uns das zeigte, wovon die meisten noch nicht einmal zu träumen wagten. Visionärin des Schönen schuf sie mit ihren Auslagen eine Pilgerstätte für alle Schaufensterdekorateure der Welt und die Visitenkarte des Hauses Hermès über das man Jahrzehnte sprach. Aber ihre Kunst lag nicht nur in den großartigen Fantasien und Szenarien, die sie jede Saison neu erdachte, sondern passend zu den Kollektionen wurden Hunderte Gegenstände und Objekte zu den Jahresthemen extra angefertigt. Ob der Fuß des Götterboten Olymp oder ein weißes lebensgroßes Nashorn aus weißem Leder, nichts schien unmöglich für die Ateliers anzufertigen, was sich diese charmante Frau ausdachte, die 1927 in Tunis geboren wurde. Continue Reading

Allgemein Inspiration Interieur Porzellan

Dior Maison – Zuhause mit Christian Dior

(Courtesy of Dior Maison 2020 – Copacabana by Cordelia de Castellane

„In einem Haus zu leben, das nicht widerspiegelt, wer man ist, ist ein bisschen so, als würde man die Kleidung eines anderen tragen.“ – Christian Dior

Wenn man wie Christian Dior nicht nur ein genialer Modeschöpfer war, sondern auch ein Ästhet auf ganzer Linie, dann ist es nicht verwunderlich, dass er auch immer seine Umgebung verschönern wollte. Schon als Kind in Granville war er begeistert von den Arrangements auf den Tischen der großbürgerlichen Villa und half seiner Mutter beim Arrangieren der Blumen aus dem hauseigenen Garten und bewunderte den schön gedeckten Tisch mit kostbarem Sèvres Porzellan. Später als er seine Galerie hatte, lernte er Inneneinrichter wie Georges Geffroy oder Künstler wie Christian Bérard kennen, stromerte über Flohmärkte oder zu Antiquitätenhändlern, um seiner Wohnung seinen persönlichen Stil zu verleihen.
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Accessories Beauty Kosmetik

Rouge Hermès – Lippenstifte als Kunstobjekte

(Photo Courtesy of Hermès by Sasha Marro)

Hermès, seit 1837 ein Haus der Objekte, präsentiert mit La Beauté Hermès und der ersten Kollektion Rouge Hermès, die der Schönheit der Lippen gewidmet ist, sein sechzehntes Métier und erstmals in der Geschichte dekorative Kosmetik. Parfums sind bei Hermès schon lange fester Bestandteil des Sortiments und Klassiker wie Calèche oder Amazone gab es schon früh. Doch an eines wagte sich das Familienunternehmen lange nicht heran, Make-up Linien wirkten fast zu profan, sollte man meinen. Der Anspruch bei Hermès ist hoch und so ist das Ergebnis auch keine normale Lippenstiftlinie. Kleine Kunstwerke wurden mit vielerlei Bezügen zur Geschichte des Hauses kreiert und die Geschichte der Entwicklung begann schon vor fünf Jahren. Continue Reading

Werbung - In Kooperation mit Ray-Ban

Da ist sie wieder!

(Ray-Ban Reloaded: Aviator; Foto: Courtesy of Ray-Ban)

Kennt jemand Søren Aabye Kierkegaard? Der dänische Schriftsteller prägte die philosophische Betrachtungsweise, dass alles wieder kommt – allerdings auf eine andere Weise. Ich weiß nicht, wen oder was der Däne im Hinterkopf hatte, als er zu diesem Ergebnis kam, das Brillenlabel „Ray-Ban“ aber mit Sicherheit nicht. Zwar wurde, kurz bevor Kierkegaard starb, „Bausch & Lomb“, das Mutterunternehmen von „Ray-Ban“, gegründet, aber an Klassiker, die irgendwann mal wieder kommen, dachte weder Johann Jakob Bausch noch Henry C. Lomb.
Den Grund, warum mir Søren Aabye Kierkegaards Zitat eingefallen ist, liefert das Reloaded-Programm von „Ray-Ban“, das auf die historischen Archive des Labels zurückgreift, um die vergangenen Kollektionen neu aufleben zu lassen. Der neueste Streich: Eine Neuauflage eines der seit jeher beliebtesten Modelle von „Ray-Ban“. Continue Reading

News

Maria Grazia Chiuri interpretiert Dior Saddle Bag neu

(Revival: Dior Saddle Bag; Bild: Courtesy of Dior)

„Ich glaube, Männer haben ein ähnliches Verhältnis zu ihren Eiern wie Frauen zu ihren Handtaschen. Es mag zwar nur ein kleiner Beutel sein, aber ohne ihn fühlen wir uns in der Öffentlichkeit schutzlos.“ Carrie Bradshaw und ihr Zitat waren es, die mir sofort eingefallen sind, als mich die News erreichten, dass Maria Grazia Chiuri die Saddle Bag von Dior neu interpretiert. Denn sie war es auch, die dafür verantwortlich war, dass die Ur-Version dieser Handtasche zum ultimativen It-Piece avancierte. In der fünften Episode der dritten Sex-and-the-City-Staffel trug Carrie Bradshaw die Saddle Bag und trat damit den Trend der It-Bags los.
Entworfen wurde die Saddle Bag ursprünglich von John Galliano, damals Designer bei Dior, für seine Frühjahr/Sommer-Kollektion 2000, die im Oktober 1999 in Paris präsentiert wurde. Die komplette Kollektion zitierte seinerzeit die US-amerikanische Sängerin Lauryn Hill. Continue Reading

Accessories

Regenbogen à la Salvatore Ferragamo

(Foto: Courtesy of Salvatore Ferragamo)

Entweder man liebt sie oder man hasst sie – ein gesundes Mittelmaß wird es bei den „Rainbow“-Sonnenbrillen von Salvatore Ferragamo nicht geben.
Die Idee für diese Sonnenbrillen lieferten Schuhe mit Kork-Plateauabsätzen, überzogen mit buntem Velourleder, die 1938 von Salvatore Ferragamo persönlich entworfen wurden. Innovativ sowohl in Material, als auch in Form wurden sie damals von Ferragamo für Judy Garland in einer breiten Farbpalette designt – vermutlich sang sich die Schauspielerin mit „Somewhere over the Rainbow“ in „Der Zauberer von Oz“ in Ferragamos Herz. Continue Reading

Accessories

Taschengeschichte

(Hermès Bolide 1923 Mini; Bild: Hermès)

Die „Bolide“ ist, lange schon vor der ursprünglich für Jeanne Birkin gefertigten „Birkin Bag“ und der „Kelly Bag“, eine der Ikonen von Hermès. Seit 1923 ist sie fester Bestandteil der Taschenfamilie. In der Herbst/Winter-Saison 2017 kommt eine kleine Schwester hinzu: die „Bolide 1923 Mini“.
Die Bolide ist aber nicht nur eine Tasche – an ihr lässt sich wunderbar auch ein Stück Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts erklären … Continue Reading

In Kooperation mit Ray-Ban

Clubmaster Reloaded

(Bild: Ray-Ban)

Es war eine Sensation, an die ich mich noch gut erinnere: Im Jahre 1986 wurden Forschungsergebnisse bekannt gegeben, nachdem das Rembrandt-Gemälde „Der Mann mit dem Goldhelm“ gar nicht von Rembrandt war, sondern einem Künstler aus dem Dunstkreis des niederländischen Malers zugeschrieben wird.
Im selben Jahr wurde ein Original eingeführt, das auch heute noch eindeutig zugewiesen werden kann: Die Clubmaster des Brillenlabels Ray-Ban. Continue Reading

Accessories

Koksen ist Neunziger

Bild: Ssense

„Den Schnee, auf dem wir alle talwärts fahren, kennt heute jedes Kind“ – eine Textzeile, die wohl jeder mitsummen kann, der in den Achtzigern aufgewachsen ist. Mit ‚Schnee‘ meinte Johann „Hans“ Hölzel, besser bekannt als Falco, natürlich Kokain. Der Sänger spielte 1982 in „Der Kommissar“ auf den omnipräsenten Kokainkonsum der damaligen Schickeria an. Lang lang ist es her und es war schon damals nicht mehr chic, Kokain zu konsumieren – heute noch viel weniger. Vielmehr wirkt es tragisch, Drogen zu konsumieren, um die Nacht durchfeiern zu können oder um eine gewisse Portion Selbstbewusstsein zu erlangen.
Dass wir auf Horstson die Entwicklung des Labels Vetements eher kritisch verfolgen, ist zumindest aufmerksamen Lesern bekannt; demnach sollte es auch nicht verwundern, dass wir die Kette, an der ein Koks-Löffelchen inkl. Pulverfläschchen baumelt, doof finden … Continue Reading