Hört, hört: „Die Art, wie sich Frauen aktuell kleiden, hat etwas Ordinäres. Sie zeigen zu viel Haut und verstehen dabei nicht, wo die Grenze zwischen sexy und vulgär ist. Ich weiß, wo diese Linie ist“, erklärte Roberto Cavalli vor einiger Zeit ggü. dem britischen „The Telegraph“.
Wer sich ein Bild dieser Linie des ‚King of Bling‘ machen möchte, kann dies jetzt im ersten deutschen Store in Charlottenburg auf dem Kurfürstendamm in Berlin tun.
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(Andreas Kronthaler, Vivienne Westwood und Riccardo Tisci; Bild: © Courtesy of Burberry/ Brett Lloyd )
Es ist eigentlich keine Erwähnung mehr wert, wenn zwei Labels eine Zusammenarbeit eingehen: Off-White zum Beispiel kooperiert mit jeder Brand, die anfragt (zumindest wirkt es relativ wahllos) – da wird scheinbar nicht lange gefackelt, wo der Name drauf gedruckt werden soll. Das ergibt insofern Sinn, als dass die hauseigene Designhandschrift schlicht zu wenig hergibt und jetzt der Zeitpunkt gekommen zu sein scheint, viel Geld zu machen.
Aktuell arbeitet nun die britische Designerin Vivienne Westwood mit Burberry an einer Kollektion, Styles aus dem Burberry-Archiv neu interpretiert – es wird also aus dem Vollen geschöpft. Die Idee zu dieser Kooperation hatte Riccardo Tisci:
(Porsche 911; Bild: Courtesy of Paul Smith)
Wo wir doch vor wenigen Tagen noch über spleenige Hobbys sprachen … Der britische Porsche-Händler James Turner lackierte seinen 911er aus dem Jahre 1965 in den Farben, für die Paul Smith steht, und wird mit dem Wagen am 7. Juli 2018 bei den „Le Mans Classic“ an den Start gehen.
Liebe zum Detail wurde in den Bau dieses ganz speziellen Autos gesteckt: Die „Artist Stripe“-Lackierung („Artist Stripe“ nennt sich das Paul-Smith-Streifenmuster) zieht sich selbst durch den Innenraum und sogar auf der Unterseite des Fahrzeugs.
Den Überrollkäfig des Porsche 911 ließ Turner dunkelgrün lackieren, um dem vorderen Teil des Autos zu entsprechen; die Sitzkissen sind aus feuerfestem benzinblauem Material, passend zum hinteren Teil. Der Schaltknauf aus Balsaholz im Stil des Porsche 917 wurde von Paul Smith handsigniert. Es lohnt also ein genauerer Blick:
(Roger Federer; Bild: Ella Ling)
So platt die Überschrift auch klingen mag, als ich die große Mode-Sport-Markenbotschafter-Neuigkeit der letzten Tage erstmals gelesen hatte, waren es gerade die beiden „Guten Tag“-Versionen, die mir blitzschnell in den Kopf gestiegen sind. Der ein oder andere wird garantiert schon wissen, worum es in diesem Beitrag gehen wird: Roger Federer wechselt zu Uniqlo, tadaa! Der Schweizer wird fortan das markante Logo der japanischen Highstreet-Kette auf seinen Tennis-Outfits tragen und hat damit ordentlich für Wellen im Netz geschlagen – lange schon habe ich auf dem (in letzter Zeit immer häufiger umschriebenen) Content-Friedhof Facebook nicht mehr so viele, kontrovers diskutierte, Beiträge gelesen. Es geht hier schließlich um einen Tennisstar-Sponsorenwechsel und nicht um Katzenbilder aka Ich-Verlinke-Freunde-Auf-Quatsch-Animationen. Für Horstson habe ich etwas genauer nachgehakt und ein paar Informationen aus Pressemitteilung und bereits erschienenen Artikeln zusammengetragen.
(Benetton-Store in Barcelona; Foto: Benetton Group)
Der Großteil der Leser wird sich erinnern: Anfang der 90er-Jahre veröffentlichte der Modekonzern Benetton ein Kampagnenfoto eines Mannes, wie er auf dem Sterbebett liegt. David Kirby, so der Name des Mannes, trug keinen Pulli von Benetton, auch kein Mitglied seiner Familie, die ihn in dieser Phase seines Lebens begleiteten, trugen nichts von dieser Firma, und doch steht unten rechts „United Colors of Benetton“.
Es ist ein bewegendes Bild, das sich ins kollektive Gedächtnis gebrannt hat.
(Daniel Lee; Bild: Courtesy of Bottega Veneta)
Daniel Lee? Der Name wird unter Umständen nicht jedem Leser auf Anhieb etwas sagen. Zukünftig wird man dem Namen Lee häufiger begegnen, denn Bottega Veneta ernennt den 32-Jährigen zum neuen Creativ Director und somit zum Nachfolger von Tomas Maier.
(Marc Puig, Chairman und CEO von Puig, und Dries Van Noten; Bild: Puig/PR)
Dries Van Noten, einer der letzten unabhängigen Designer, und die spanische Unternehmensgruppe Puig sind eine „strategische Partnerschaft“, wie es in der Pressemitteilung heißt, eingegangen. Diese Partnerschaft soll die Basis für ein langfristiges Wachstum schaffen.
Puig wird neben Dries Van Noten, der als Minderheitsaktionär an Bord bleibt, Mehrheitseigentümer sein. Darüber hinaus wird der 60-jährige Designer weiterhin als Chief Creative Officer und Vorstandsvorsitzender für das 1986 von ihm gegründete Label tätig sein.
(Bild: Collier Schorr)
Eins muss man Tomas Maier lassen: Der Designer erweckte Bottega Veneta aus dem Dornröschenschlaf, in den das Unternehmen in den 80er-Jahren gefallen ist, und führte es wieder zu Weltruhm. Nun gab François-Henri Pinault, CEO von Kering, dem Pariser Mode- und Accessoires-Konzern, zu dem Bottega Veneta gehört, das Ende der 17-jährigen Zusammenarbeit bekannt: „Ich bin Tomas Maier sehr dankbar und möchte ihm persönlich für die Arbeit, die er geleistet hat, und den außergewöhnlichen Erfolg, zu dem er beigetragen hat, danken.“
(Legendär: Jeans von Hedi Slimane für Dior; Foto: Menswear Market; Robert Sheie; CC BY 2.0)
Dass der geplante Céline-Designerwechsel von Phoebe Philo durch Hedi Slimane schon vor ein paar Wochen für Kopfschütteln bzw. Freudentänze sorgte, ist per se nichts Neues. „Hier scheiden sich die Geister“, dachten wir uns bei Horstson zum damaligen Zeitpunkt. Zahlreiche Pressestimmen und gefühlt zig Modemenschen ließen in den sozialen Netzwerken und Kolumnen ihrem Ärger freien Lauf. Das klang ungefähr so, oder so ähnlich: „Was das denn solle, nach Saint Laurent würde das nächste Label à la Slimane durchgeschüttelt“, so würde „ein weiteres Label dem omnipräsenten Hype-Diktat“ unterworfen und der ein oder andere prophezeite, ironische GIF’s inbegriffen, eine Markennamenkürzung aka -anpassung.
(Bild: Converse)
… für Converse und das finde ich – äähm – tatsächlich irgendwie passend. Die Sängerin und Skandalnudel setzt sich schon seit Längerem für die Rechte der LGBTQ+-Community ein – ohne dass ein Label mit Geld winkt. „I put what they love about me and what I love about them into the design. No age, no gender, no sex – I wanted everyone to feel included”, wie Miley Cyrus ihre Inspiration für die Pride-Kollektion für Converse.
Der gesamte Nettoerlös der Pride-Kollektion wird LGBTQ+-Organisationen unterstützen, darunter die Happy Hippie Foundation, It Gets Better Project, Minus 18 und RainbowYOUTH. Einziger Wermutstropfen: Die Kollektion an sich, die meiner Meinung nach nur wegen des guten Gedankens dahinter erwähnenswert ist. Nun das T-Shirt wäre eine Überlegung wert. Doch macht euch selbst einen Eindruck davon.
