Vor fast genau drei Monaten gab Dior bekannt, dass Kris Van Assche das Modehaus verlässt. Van Assches Nachfolger wurde Kim Jones, der zuvor die Männerlinie bei Louis Vuitton verantwortete.
Kim Jones dankte damals via Instgram seinem neuen Arbeitgeber: „Mein Dank geht an Pietro Beccari und Bernard Arnault für das nächste Kapitel meiner Karriere.“
Am Samstag wird eben dieses neue Kapitel in Kim Jones‘ Karriere der breiten Öffentlichkeit im Rahmen der Dior-Homme-Schau für die Frühling/Sommer-Saison 2019 präsentiert – ein Ereignis, das wir nur zu gerne live aus Paris streamen.
Horst
(Benetton-Store in Barcelona; Foto: Benetton Group)
Der Großteil der Leser wird sich erinnern: Anfang der 90er-Jahre veröffentlichte der Modekonzern Benetton ein Kampagnenfoto eines Mannes, wie er auf dem Sterbebett liegt. David Kirby, so der Name des Mannes, trug keinen Pulli von Benetton, auch kein Mitglied seiner Familie, die ihn in dieser Phase seines Lebens begleiteten, trugen nichts von dieser Firma, und doch steht unten rechts „United Colors of Benetton“.
Es ist ein bewegendes Bild, das sich ins kollektive Gedächtnis gebrannt hat.
Vor knapp drei Monaten gab das Haus Louis Vuitton bekannt, dass Virgil Abloh den Posten des Chefdesigners für die Männerlinie übernimmt: „Die Heritage und die kreative Integrität des Hauses sind für mich wichtige Inspirationen und ich werde versuchen sie zu zitieren, während ich Parallelen zur modernen Zeit ziehe“, wie der Designer damals erklärte.
(Dior Pop-up-Store Mykonos; Bild: Kristen Pelou)
Ich weiß nicht genau, wem genau der Schlager „Der Stern von Mykonos“ gewidmet wurde, aber „Sie hört die alten Lieder. Die andern alle kehrten heim. Nur einer kam nie wieder“ klingt nicht positiv. Doch eben dieses Lied aus den 70er-Jahren kommt mir sofort in den Sinn, wenn ich den Namen der griechischen Insel höre.
Wenn man auf Mykonos seinen Urlaub verbringen möchte, kommt man um Nammos nicht herum. Man sagt, dass Essen sei hier sei ganz vorzüglich, wobei es den vielen Gästen vielleicht hauptsächlich ums Sehen und Gesehen werden geht und weniger um den frischen Fisch, der – zumindest gefühlt – direkt vom weißen Fischerboot, das Katja Ebstein besingt, auf den Teller des Restaurants springt.
Eben diesen Ort am Psarou Beach – Nammos Village – wählte Dior für einen temporären Pop-up-Store.
(Daniel Lee; Bild: Courtesy of Bottega Veneta)
Daniel Lee? Der Name wird unter Umständen nicht jedem Leser auf Anhieb etwas sagen. Zukünftig wird man dem Namen Lee häufiger begegnen, denn Bottega Veneta ernennt den 32-Jährigen zum neuen Creativ Director und somit zum Nachfolger von Tomas Maier.
(Marc Puig, Chairman und CEO von Puig, und Dries Van Noten; Bild: Puig/PR)
Dries Van Noten, einer der letzten unabhängigen Designer, und die spanische Unternehmensgruppe Puig sind eine „strategische Partnerschaft“, wie es in der Pressemitteilung heißt, eingegangen. Diese Partnerschaft soll die Basis für ein langfristiges Wachstum schaffen.
Puig wird neben Dries Van Noten, der als Minderheitsaktionär an Bord bleibt, Mehrheitseigentümer sein. Darüber hinaus wird der 60-jährige Designer weiterhin als Chief Creative Officer und Vorstandsvorsitzender für das 1986 von ihm gegründete Label tätig sein.
(Taschen Store Berlin; Foto: Mark Seelen)
„Wenn es nicht um 50 % reduziert ist, ist es kein Sale“ – diese Weisheit stammt nicht von mir, sondern von Fran Fine, besser bekannt als die Nanny. Nanny Fine wäre bei der Neuigkeit, die gerade in mein E-Mail-Postfach flatterte, mit Sicherheit sehr verzückt.
Das Jahr gliedert sich in zwölf Monate, 365 Tage und vier Jahreszeiten. Hinzu kommen allerlei Feiertage, Geburtstage und – seien wir ehrlich – regelmäßige Sales, die dem Jahr Struktur geben.
(Gucci Garden: Björk; Bild: Courtesy of Gucci)
Das, was bis vor wenigen Monaten als Gucci-Museum bekannt war, trägt seit Januar nicht nur einen neuen Namen: Aus ‚Museo Gucci‘ wurde ‚Gucci Garden‘. Gucci Garden versteht sich nicht nur als schnödes Museum, sondern als kreativer Raum, in dem die ästhetische Entwicklung und die Philosophie des Hauses zum Ausdruck kommen. Neben einem Museumsstore (wobei „Store“ untertrieben ist) und einem Restaurant beherbergt Gucci Garden auch ein eigentliches Museum, das jetzt um zwei Räume erweitert wurde.
(Bild: Collier Schorr)
Eins muss man Tomas Maier lassen: Der Designer erweckte Bottega Veneta aus dem Dornröschenschlaf, in den das Unternehmen in den 80er-Jahren gefallen ist, und führte es wieder zu Weltruhm. Nun gab François-Henri Pinault, CEO von Kering, dem Pariser Mode- und Accessoires-Konzern, zu dem Bottega Veneta gehört, das Ende der 17-jährigen Zusammenarbeit bekannt: „Ich bin Tomas Maier sehr dankbar und möchte ihm persönlich für die Arbeit, die er geleistet hat, und den außergewöhnlichen Erfolg, zu dem er beigetragen hat, danken.“
(Bild: Converse)
… für Converse und das finde ich – äähm – tatsächlich irgendwie passend. Die Sängerin und Skandalnudel setzt sich schon seit Längerem für die Rechte der LGBTQ+-Community ein – ohne dass ein Label mit Geld winkt. „I put what they love about me and what I love about them into the design. No age, no gender, no sex – I wanted everyone to feel included”, wie Miley Cyrus ihre Inspiration für die Pride-Kollektion für Converse.
Der gesamte Nettoerlös der Pride-Kollektion wird LGBTQ+-Organisationen unterstützen, darunter die Happy Hippie Foundation, It Gets Better Project, Minus 18 und RainbowYOUTH. Einziger Wermutstropfen: Die Kollektion an sich, die meiner Meinung nach nur wegen des guten Gedankens dahinter erwähnenswert ist. Nun das T-Shirt wäre eine Überlegung wert. Doch macht euch selbst einen Eindruck davon.
