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Christian Dior

Coffee Table Book

Dior widmet Gianfranco Ferré ein Buch

(Gianfranco Ferré, fotografiert von Jeanloup Sieff für Elle US, Februar 1995 © Jeanloup Sieff)

Ende der 1980er Jahre war Dior, Fans des Hauses mögen bitte über den Satz hinweglesen, etwas, nun ja, in die Jahre gekommen. Handwerklich war an den Kollektionen natürlich nichts, aber auch wirklich gar nichts, auszusetzen, aber es fehlte defacto an frischem Wind. Während andere Häuser nach und nach besonders auf dem Gebiet der Accessoires für Furore sorgten, gab es bei Dior kein wirkliches Teil, das Potenzial zum „Must-have“ – Stichwort: „It-Bag“ – hatte. Es galt also, durch eine dringend notwendige Repositionierung junge Kundinnen anzusprechen. Kurzum, ein neuer Designer musste her.
Bernard Arnault ist es zu verdanken, dass Gianfranco Ferré zum Nachfolger von Marc Bohan als künstlerischer Leiter der Damenmode unter Vertrag genommen wurde – als erster Ausländer in dieser Rolle, der zudem auch weiterhin seine eigene Linie verantwortete. Arnault lieferte damit eine Personalentscheidung, die zur damaligen Zeit neu war und die für große Irritationen sorgte. Ein Italiener bei Dior – kann das funktionieren? Continue Reading

Ausstellung

Dior’s Denver Clan

(Dior: From Paris to the World; Foto: © James Florio)

Vom 18. November 2018 bis zum 03. März 2019 präsentiert das Denver Art Museum die Ausstellung „Dior: From Paris to the World“. Nun liegt Denver nicht direkt um die Ecke und manch ein Leser wird sich fragen, warum es das Modehaus in die weite Welt hinaus treibt. Die Antwort hierfür lieferte schon vor Jahrzehnten Monsieur Dior selbst: „Als Pariser Couturier musste ich nicht nur auf die Bedürfnisse von französischen Frauen achten, sondern auf die Bedürfnisse eleganter Frauen auf der ganzen Welt.“ Dass Dior diese selbst gewählte Aufgabe mit Bravour erfüllte, ist hinlänglich bekannt. Die Amerikaner waren dem Modeschöpfer übrigens immer wohlgesonnen – so wurde ihm die Ehre zuteil, 1957 als erster französischer Designer auf dem Cover des renommierten Time Magazins abgebildet zu werden. Zehn Jahre zuvor, am 12. Februar 1947, wurde der Couturier bereits von Carmel Snow, dem legendären Chefredakteur der amerikanischen Ausgabe von Harper’s Bazaar, vergöttert – Dior galt fortan als Botschafter der französischen Eleganz, die damals bei den Amerikanerinnen als Synonym für internationalen Stil stand. Continue Reading

Coffee Table Book

Buchtipp: Dior by Roger Vivier

(Evening ankle boot in satin covered with Chantilly embroidered lace, Louis XV heel, Autumn–Winter 1961. Christian Dior by Roger Vivier. The Metropolitan Museum of Art collection, New York. © Gérard Uféras)

Kennengelernt haben sich Roger Vivier und Christian Dior der Legende nach während einer Schifffahrt von New York nach Frankreich. Das war 1947; zu einer Zusammenarbeit kam es aber erst Jahre später: Ab 1953 entwarf der Schuhdesigner die maßgefertigten Schuhe für das prestigeträchtige Haus. Roger Vivier erfand die kühnsten Formen und verwandelte Schuhe in echte Juwelen, die bis 1963 dem typischen Dior-Look den letzten Schliff gaben.
Die Zusammenarbeit zwischen Christian Dior und Roger Vivier dauerte nur zehn Jahre, prägte aber den Stil des Hauses bis heute. „Mein Freund Roger Vivier designt Schuhe für die elegantesten Füße und hilft mir, meinen Traum zu verwirklichen, den Frauentyp, für den ‚Christian Dior‘ steht, von Kopf bis Fuß einzukleiden“, wie Christian Dior in seinen Memoiren notierte. Continue Reading

News

Dior zeigt Kim Jones‘ erste Pre-Fall-Kollektion für Männer in Tokio

(Dior Frühjahr/Sommer 2019; Bild: Adrien Dirand)

Alte Liebe rostet nicht – eine Redensweisheit, die ganz wunderbar das Verhältnis von Dior mit Japan beschreibt. Schon Christian Dior ließ sich von dem Land der aufgehenden Sonne inspirieren, als es um die Einrichtung seiner Villa „Les Rhumbs“ in Granville ging: „Große, nach japanischen Drucken bemalte Paneele verzierten das Treppenhaus bis unter die Decke. Diese nachgeahmten Outamaro und Hokusai waren meine Sixtinische Kapelle. Ich weiß noch, wie ich sie stundenlang betrachtete“, wie der Designer erklärte.
Überhaupt ließ Dior immer wieder in seinen Kollektionen Elemente des japanischen Designs einfließen – etwa Anfang der 1950er-Jahre, als er das Kleid „Jardin japonais“ für Frauen entwarf, oder 1954, als er ein Kostüm im Kimonostil für die Tänzerin Margot Fonteyn für das „L’Entrée japonaise“-Ballet kreierte. Continue Reading

Event

Le Grand Bal Dior – Fantastischer Surrealismus

(Le Grand Bal Dior; Bild: Adrien Dirand)

Mitten in der Stadt, nur einen Steinwurf entfernt vom Invalidedom, liegt das Palais des Musée Rodin an der Rue de Varenne. Seit einigen Jahren werden hier die Haute-Couture-Kollektionen des Hauses Dior in einem eigens dafür gebauten Pavillon gezeigt. Dior nutzt stets nach der Haute-Couture-Präsentation im Januar diese Location, um dort Kunden, Journalisten und Freunde des Hauses zu einem glanzvollen Fest einzuladen. Dieser Ball ist stets einer der Höhepunkte der Haute-Couture-Woche und wird gleichzeitig zum gesellschaftlichen Ereignis in Paris. Continue Reading

News

Dior Constellations – Galeries Lafayette Paris im Zeichen der Sterne Diors

(Dior Herbst/Winter-Kampagne 2017; Foto: Brigitte Lacombe)

Paris steht aktuell ganz im Zeichen des 70-jährigen Jubiläums der Premiere der ersten Kollektion von Christian Dior und des Bestehens seines Modehauses in der Avenue Montaigne. Neben der spektakulären Ausstellung „Dior – Designer of Dreams“ im Musée des Arts décoratifs (wir berichteten) gibt es nun vom 20. September bis 10. Oktober gleich zwei Gründe, das berühmte Kaufhaus Galeries Lafayette am Boulevard Hausmann aufzusuchen: Fast das ganze Kaufhaus richtet den Fokus auf einen der berühmtesten Modeschöpfer Frankreichs. Continue Reading

Damenmode

Dior Cruise Collection 2017/18 – Sauvage Dior und die Höhle von Lascaux

(Dior Cruise 2017/18 Collection; Bild: © Mona Kunh)

Die Entdeckung der Höhle von Lascaux im Jahr 1940 durch vier junge Männer – Marcel Ravidat, Jacques Marsal, Georges Agnel und Simon Cognacs – hatte einen großen Einfluss auf die Künstler der Zeit. Der Schriftsteller und Philosoph Georges Bataille beschäftigte sich ausgiebig mit den Malereien der Höhle. Sein Resümee ist beeindruckend: Die Höhle im Vézère-Tal stellt für ihn den Beginn der menschlichen Spezies dar. Mehr noch – er scheut keinen Vergleich mit einem Meilenstein der Menschheit: Sie ist für ihn die „Sixtinische Kapelle der Höhlenmalerei“. Die Intensität, mit der in der Höhle Tiere dargestellt wurden, bringt uns für ihn zurück in die Kindheit der Menschheit; ihrer Beziehung zur Natur sowie die Erfindung der Technik. Continue Reading

Damenmode

Live Stream: Dior Cruise 2018

(Dior Cruise 2018, Location; Bild: Dior)

Es ist eine schöne (und kostspielige) Tradition: Die Modehäuser gehen auf Reise um die Welt, um die Cruise, also die Kollektion, die zwischen Winter- und Sommersaison liegt, an exotisch anmutenden Orten zu zeigen.
Dior zieht es dieses Mal nach Kalifornien, bzw., um genau zu sein, nach Los Angeles. Schon 1947 entdeckte Christian Dior die amerikanische Metropole für sich -also in dem Jahr, in dem er auch seine erste Modenschau präsentierte. Die besondere Atmosphäre dieser Stadt motivierte ihn, nur ein Jahr später in die USA zu expandieren. „Ist dies nicht das Paradies auf Erden, von dem alle Amerikaner und Europäer träumen?“, schrieb Christian Dior in seinen Memoiren. Continue Reading

Ausstellung

„Christian Dior – Couturier du Rêve“ – Die Dior-Ausstellung im Musée des Arts décoratifs Paris

Christian Dior 1957 at Château de la Colle Noire, Tony Armstrong Jones; Bild: ® Christian Dior Museum / Dior Archives; PR

Eigentlich hat man sich schon gefragt, warum es zum 70-jährigen Bestehen von Dior, also eines der bedeutendsten Pariser Modehäuser, keine große Retrospektive gibt – werden doch solche Jubiläen in der Modebranche immer seltener. Doch vor wenigen Tagen kam dann die Meldung rein, dass immerhin ein Staatsmuseum, das Musée des Arts décoratifs, das sich im altehrwürdigen Louvre in Paris befindet, ab dem 05. Juli, also pünktlich zu den Couture Schauen für den nächsten Winter, die größte und umfangreichste Ausstellung, die alle Bereiche des Hauses Dior zeigen wird, eröffnet.
Die Ausstellung wird alles bisher dagewesene in den Schatten stellen. Unter dem Titel „Christian Dior – Couturier du Rêve“, was sich mit „Modemacher der Träume“ übersetzen lässt, wird es, im Gegensatz zur spektakulären Ausstellung 1987, nicht nur um die Jahre 1947 bis 1957 gehen, in denen Christian Dior den Grundstein des Hauses legte. Vielmehr präsentiert „Christian Dior – Couturier du Rêve“ auf der gesamten Fläche des Musée des Arts décoratifs die komplette Kreation des Hauses Dior. Continue Reading

Ausstellung

Dior Museum Granville – Die Wurzeln der Legende

(Familie Dior im Garten der Villa „Les Rhumbs“, 1912; Bild: ® Christian Dior Museum)

Trotz unzähliger Designer und Luxusmarken, die es in Paris gibt, hat der Name eines Mannes, der vor genau siebzig Jahren sein Modehaus begründete und der bereits vor sechzig Jahren verstarb, noch heute einen magischen Klang. Alle seine Nachfolger zehren von dem, was Christian Dior dazu bewog und inspirierte, seine eigene Handschrift zu kreieren.
Seit zwanzig Jahren gibt es das „Museum Christian Dior“ in der Villa „Les Rhumbs“ in der Normandie in Granville. Die „Les Rhumbs“ ist der Ort, wo Familie Dior lebte, als er 1905 geboren wurde und in der er dann ab 1910, als die Diors nach Paris übersiedelten, seine Ferien verbrachte. Continue Reading