Düfte

Miss Dior: Flakon-Hommage an Diors Hund Bobby

Bild: Dior

Wenn Christian Dior Inspiration suchte, zog er sich gerne in sein Landhaus zurück. Fernab von Paris konnte sich der Modedesigner auf neue Kollektionen vorbereiten oder die Seele baumeln lassen.
Mit seinem Hund Bobby, in jeder Saison war übrigens ein Kleid nach ihm benannt, saß er gern im Garten oder auf der weitläufigen Terrasse und zeichnete die Entwürfe für die nächste Saison: „Jede Kollektion enthält einen Power Suit namens Bobby“, schrieb der Couturier in seinen Memoiren. Doch es gab nicht nur zahlreiche von Christian Dior erdachte Bobby-Ensembles, selbst für einen Parfümflakon, der wie ein Kunstwerk entworfen wurde, lieferte Bobby die Vorlage.

Dieser Flakon wurde ursprünglich 1952 kreiert und feiert nun ein Revival: Bobby kehr in einer zweiten Edition zurück – ‚gekleidet‘ in einem schicken Couture-Gewand von Maria Grazia Chiuri. Die Inspiration für diese Schleife im Millefiori-Design lieferte der florale Duft des Parfums „Miss Dior“. Sie wurde in den Haute-Couture-Ateliers von Dior gefertigt – in einem ebenso akribischen wie präzisen Verfahren. Die gedruckten und dann von Hand mit mehrfarbigen Baumwollgarn gestickten Blumen bilden ein Bouquet vor einem Hintergrund aus Pastelltönen in Batikoptik.
Der Flakon selber ist eine Glaskreation, für die nicht weniger als fünfzehn Stunden Handarbeit erforderlich waren. Das hat naturgemäß seinen Preis: 750 Euro kostet einer der auf 750 Exemplare limitierte Flakon, in dem 90 ml Miss Dior Eau de Parfum enthält.

Übrigens findet sich die Tradition, Bobby zu ehren, bis heute in den Kollektionen: Schaut man bei der Präsentation der Frühling/Sommer-Kollektion 2019 von Kim Jones für Dior Homme genauer hin, fällt der Blick unweigerlich auf die riesige Kaws-Figur, „Companion“, die den Mittelpunkt des Laufstegs bildet und die einen kleinen Hund auf dem Arm hält: Bobby.

1 Comment

  • paule
    29. Juli 2022 at 12:01

    Haha und es werden sich 750 Deppen finden, die es kaufen.
    Neben Monsieur Dior hatten seit den 50er Jahren zig Millionen
    Menschen einen Hund, viele davon sicher mit dem Namen
    „Bobby“. Die meisten davon haben sich sicher an ihrem Hund
    erfreut. Nicht wenige sogar in einem Garten Die Geschichte ist
    also wenig geeignet sie noch so ans Licht zu zerren, dass man
    davon auch noch eine Legende „der Maison“
    zu basteln versucht. Bei den meisten Menschen, die einen Hund
    besitzen wird es sich auf ihren Alltag auswirken und Einfluss in
    ihre Arbeit oder Erzeugnisse nehmen. Ein Glashundchen mit
    einer bestickten Schluppe kann auch als tantige Fleissarbeit
    gesehen werden. Da stecken auch viele Stunden drin. An wie
    vielen solcher mühevollen Basteleien sind wir in unserem Leben
    schon auf Flohmärkten vorbeigegangen, weil wir sie als Kitsch
    empfunden haben?
    Marketing und Deppen, die dem folgen…, in einer Zeit, wie wir
    sie gerade erleben.

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