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Meinung

Meinung

Kunst, Kultur und Herzensangelegenheiten

So gut wie zurück aus dem Urlaub, sage ich ciao, ciao Italien und Schweiz. Ich lasse die Alpen hinter mir und mache mich auf dem Weg zurück gen Norden – moin Hamburg! Im Gepäck habe ich jede Menge Gedanken, Ideen und positive Energie für die Zukunft. Einer dieser Ideen möchte ich an dieser Stelle besonderen Ausdruck verleihen: Eine noch stärkere Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur an dieser Stelle. Klar, absolut kein Neuland auf Horstson und immer wieder bewegen wir uns bei der Berichterstattung von Mode-, Lifestyle- & Interieurthemen unausgesprochen auf dem schmalen Grad zwischen „Ist das Kunst?“ oder vielmehr „Wo fängt Kunst an, wo hört sie auf?“. In den letzten Wochen und Monaten gab es immer wieder Situationen, in denen ich mich gerade an diesen Fragen gestoßen habe.

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Innovation Meinung

Hautsache Aufmerksamkeit

Bild: (Tina Gorjanc)

Seit einigen Tagen geistern diverse Schlagzeilen rund um ein Thema durch die (Mode-)Presse: „Fashion student turning Alexander McQueen’s skin into leather“, „Fashion That Gets Under the Skin“ oder „A human skin handbag is not fashion“. Ich klicke mich durch die Artikel, sichte Sinn von Unsinn und bleibe bei dem oben genannten Statement vom Guardian hängen: Eine Handtasche aus Menschenhaut sei keine Mode. Meine anfängliche Neugierde weicht einem angewiderten Gefühl, subito schnellt die Ethikschublade in meinem Kopf auf. Worum geht’s überhaupt?

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Meinung

Vetements – oder Ärger mit dem Polizeimantel

(Bild: Julia Kraft)

Vor einigen Tagen stolperte ich über einen Artikel von Alfons Kaiser in der FAZ, in dem er ein Interview mit Florian Winges führte. Winges bekam mit der Stuttgarter Polizei Ärger wegen „Amtsanmaßung“, da er einen Regenmantel des gehypten Pariser Labels Vetements mit der Aufschrift „POLIZEI“ trug.
Was man zunächst für einen Schildbürgerstreich hält, der dem Träger, gewollt oder ungewollt, viel Aufmerksamkeit verschafft, ist tief im deutschen Recht verankert. Uniformteile der Polizei dürfen nur Leute tragen, die auch im Dienste der Polizei stehen – so einfach ist es eigentlich.

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Gesellschaft Meinung Travel

Paris – Mon Amour

Seit fünf Jahren schreibe ich bei Horstson über Mode, Stil und die Hintergründe des Metiers und versuche, Pariser Haute Couture zu erklären. Ich erzähle die Geschichten, die von den Handwerkern, den Kreateuren oder den Menschen hinter den Kulissen berichten. Wir versuchen Euch Entdeckungen oder „Must-haves“ vorzustellen, die uns im Laufe des Jahres begegnen und manchmal gelingt es uns auch, Modeschätze zu heben. Das Schöne an diesem Blog ist, dass wir nicht nur wissen, wie unsere Leser ticken und dass wir zu vielen im Laufe der Jahre persönlichen Kontakt aufgebaut haben. Auch ihr wisst, wo die Schwerpunkte eines jeden einzelnen unserer Autoren liegen.
Obwohl wir uns nicht, wie auf anderen Blogs üblich, ständig selbst abbilden oder in den neuesten Klamotten zeigen, blinkt doch die ein oder andere Vorliebe eines jeden Autoren durch. So hat sich der ein oder andere Leser bestimmt schon ein Bild seines Lieblingsautoren gebildet. Dabei weiß jeder, der meine Beiträge ein bisschen studiert, dass ich ganz tief mit einer Stadt verwurzelt bin, die wie keine andere für die Freiheit, die Lebensart und die Kreation von Mode und Accessoires steht: Paris.

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Meinung

Sind Modeläden bald ganz aus der Mode?

Sieht irgendjemand gut darin aus und wer von meinen Kunden will das kaufen? … diese Fragen müssen sich die Einkäufer von High Fashion stellen. Und auf die Frage „Wie viele Teile aus einer neuen Kollektion bekannter Modehäuser (Labels) taugen Ihrer Ansicht nach wirklich zu Hits?“, hat Albert Eickhoff geantwortet: „Maximal zehn Prozent, also etwa 15 Teile. Man muss ein Händchen dafür entwickeln, die zu finden“ (Handelsblatt No. 246, im Interview von Thomas Tuma und Christoph Kapalschinski).

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Meinung

Beruf Knipsmamsell!

Muse, Front-Row-Maskottchen, Co-Host, It-Girl und Star-Bloggerin – was kommt danach?
Eine der Segnungen unserer durch digitalisierten Gesellschaft ist es, sich selbst erfinden zu können. Als was auch immer. Nur Berufe wie Astronaut, Nobelpreisträger und noch ein paar, bei denen es entweder um Leib und Leben oder um zu viel Geld geht, eignen sich weniger für das Berufsdarstellertum.
Zum Ausgleich kann Mann oder Frau dann aber barrierefrei in die Traumberufe SchmuckdesignerIn, ModeratorIn, It-Girl, Muse (mit glänzenden Aussichten, sollte man es bis zu Karl Lagerfeld schaffen), Top-Model, SchauspielerIn, Superstar, BestsellerautorIn (besonders für Leute mit guten Beziehungen zu Talkshow-Produktionen geeignet), DesignerIn, BeraterIn für digitale Medien, BloggerIn (mit sehr langen und dünnen Beinen auch Star-Bloggerin) und neuerdings sogar FotografIn werden …

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Meinung

Dr. Mob, bitte dringend in der Aufnahme melden…

Das hier ist ein absoluter Notfall, es kann jeden Moment so weit sein und zwei Modeblogger namens David Roth und Jakob Haupt fliegen in sensationellen Looks du Jour in elegantem Bogen über das Kuckucksnest. Angetrieben von Gewaltphantasien, einem möglicherweise grenzwertigen Ego und innerer Verachtung für Leser und Kollegen.
Es wurden Dissertationen darüber verfasst, wozu pure Verzweiflung und relative Erfolglosigkeit Menschen treiben können. Das Problem, um das es hier im Kern vermutlich geht, wurde also wissenschaftlich erkannt und in all seinen Facetten beschrieben. Ob die zugrunde liegenden Studien die schamlose Benutzung von Modebloglesern und Instrumentalisierung von Blogger-Kollegen durch bloggende Poser, Berufs-Selbstdarsteller mit einschließen, weiß ich nicht. Ob es sich bei den handelnden Personen im Folgenden um solche handeln könnte, wissen wir als Nicht-Fachärzte nicht.

Als gemeiner Leser und Interessent des laut eigenen Aussagen der Macher besten Männermodeblogs Deutschlands, muss man sich dort schon mal so anmachen lassen: Habt ihr denn gar keinen Anstand. Wahlweise stünde auch noch ein von Jakobs Bloggerhänden zugefügter Nasenbeinbruch wegen, des Tragens von potthässlichen Männer-Accessoires von Louis Vuitton zur Auswahl …

Den Holzweg des Modeblogs Dandy Diary, mit dem ich mich bisher nicht beschäftigen wollte, weil kostenlose Werbung auf unserem netten und familiären Blog zu viel der Aufmerksamkeit wäre, muss ich nun nach dem Fashion Porno-Desaster und weiteren Gewaltausbrüchen in Berichten doch zum Thema machen. Ansonsten wäre das selbsternannte, angeblich aus Lust polarisierende Knüppel-auf-den-Kopf-Blogger-Duo für uns keine Erwähnung und Aufregung wert, da Gedanken ja bekanntlich frei sind und jeder das Recht auf seinen schlechten Geschmack hat und diesen nötigenfalls gewaltfrei verteidigen sollte.

Jetzt mal Hand auf’s Herz: Was ist denn mit euch los, ihr Top-Blogger? Und wer außer Lachs…, Bushido, Schwestern und Brüdern im Geiste liebt eure zornigen Klaus-Kinski-für-Arme-Poems, diese grottenschlecht gemachten, fantasielosen und inhaltlich völlig überflüssigen, billigen Filmchen mit Gewaltszenen? Auffallen um jeden Preis – und sei es, dass man auf Dandy Diary wegen der falschen Tasche von David niedergeknallt wird, wegen einer Ray-Ban auf der Nase mit dem Auto überfahren oder schon gerne mal wegen einer Jeansjacke mit dem Baseballschläger ordentlich verprügelt. Das alles war unappetitlich genug und ist für mich so fragwürdig, dass so ein Blog Teeangern und Kindern nicht frei zugänglich sein sollte. Ich weiß schon, ihr findet sicher eine fadenscheinige Begründung und schwupps mutiert euer möglicherweise pathologisches Faible für Gewalt dazu, dass diese Texte von mir verkannte, hohe Literatur sind; die Filme selbstredend Kunst, es sich also nur um ein Stilmittel handelt und nicht um einen Ausdruck eures Frusts, Zornes oder was auch immer.

Das war euch aber immer noch nicht hart und durchschlagend genug und da habt ihr euch – laut kundigen Insidern – an den Ideen anderer wie im Bauchladen bedient und euren Fashion Porno gedreht. Nicht etwa, um Berlin und die Welt mit einem Stück Kunst zu bereichern. Das wäre, selbst wenn ihr das, was ihr vorgebt zu können, wirklich könntet, dennoch – Eulen (keine Spiegeleulen, die halten das ja für Kunst) nach Athen tragen. Gäbe es einen Markt für gute Fashion Pornos, die würden längst von richtig guten Drehbuchschreibern und Regisseuren, also von Künstlern und Könnern, gedreht worden sein. Euch ist dieser Film ein billiges Mittel zum Zweck. Schnell bekannt werden und endlich viel Geld verdienen.
Egal, wer da auf eurem Weg, den ihr euch sinnbildlich mit härteren Waffen als euren Ellenbogen frei gekämpft habt, hinten raus fällt: Kinder, Jugendliche, egal. Leser und Blogger-Kollegen, die ihr für euer Ziel schamlos ausgenutzt und instrumentalisiert habt. Mit emsiger Hilfe von Presse-und Medienvertretern. Über irgendwas muss man ja schließlich berichten, und sei es, dass man Traffic für einen nach geltenden Jugendschutzbestimmungen, § 184 Abs. 1 Nr. 1 & 2 StGB und § 4 JMStV, nicht freigegebenen Porno schafft, der auf einem frei zugänglichen und zusätzlich durch frequenzstarke Kollegen geförderten Blog, für alle erreichbar war. Nun ist er das seit Tagen*** nicht mehr. Aber der Schaden ist eingetreten und es besteht auch wegen eurer uneinsichtigen Nachberichterstattung, weiterer Verstöße und trotziger Haltung kein Zweifel darüber, dass ihr wirklich nichts begriffen habt.
Ich versuche euch das jetzt mal leicht verständlich zu erklären: So lange sinnvolle Gesetze und auch solche ohne Sinn, eingehalten werden und damit sichergestellt ist, dass keine Gefahr besteht, dass Jugendliche und neugierige Kinder all den unsortierten Müll unbehandelter Neurosen und möglicher anderer Störungen, irgendwelcher geltungsbedürftiger Blogger, in ihre noch unschuldigen Köpfe und reinen Seelen gekippt bekommen, könnt ihr von mir aus noch zehn solche Filmchen drehen. Wen kratzt das. Ihr seid inhaltlich ein Nischenblog, der früher weniger stark segmentierte, aber seit geraumer Zeit regelmäßig mit Gewalt-Rhetorik und den anderen schon erwähnten Fashionblog-Faux-Pas verhaltensauffällig wurde und wird.
Ihr haltet euer Treiben im Taumel der Aufmerksamkeit und des Traffics, des Rummels um euch, den ihr euch durch die skandalöse Instrumentalisierung einer jungen Kollegin erschlichen habt, für den Erfolgs-Höhenflug von Dandy Diary. Ich vermute aber, ihr habt nur den Punkt übersehen, an dem der Aktionismus gekippt ist … habt nicht erkannt, dass sich euer Blog schon lange auf dem ungebremsten Niveau-Tiefflug befindet, ohne Not. Denn, ich denke, das schreiberische Können sollte längst ausreichen, auch einen skandalfreien und guten Modeblog zu schreiben. Anzeichen gibt es jedenfalls immer wieder dafür.
Ach ja, Jungs, erwachsen werden mit dem Hals einer Moet & Chandon-Champagnerflasche oder einer Wunderkerze im Allerwehrtesten ist schwer und die aufrechte Haltung will ob so vielen gebückten Stellungen und Positionen in Bodennähe auch erst mal erlernt werden. Ich verstehe das rein menschlich. Irgendwie müsst ihr ja langsam mal auf die Straße des Schotters gelangen.

Unfreiwillig komisch ist der Artikel mit der neuesten Gewaltphantasie: Der richtet sich gegen Michael Michalsky, der die begnadeten Pornofilm-Produzenten doch tatsächlich von seiner StyleNite-Gästeliste entfernen ließ.

Dieser wunderliche Tor, weiß er denn nicht, wen er vor sich hatte?
Das wird er noch bitter bereuen. Spätestens bei der nächsten Dandy Diary x ?????? Fashion Week Opening Party, wenn es dann heißt: Michael Michalsky, du kommst da nicht rein. Allerdings könnte es auch sein, dass diese Party leider ausfallen muss und sich die Akteure irgendwann mal ihr Geld mit richtigen Jobs verdienen werden müssen, während dieser unverschämte Träumer und Fantast, Michael Michalsky, noch immer Mode macht.
Erfolg ist schon eine komische Sache, oder?

Der Werbevermarkter Brash, zur Glam-Gruppe gehörend, wird es über kurz oder lang wohl kaum toll finden, dass potenzielle und bereits Werbung schaltende Werbekunden auf Dandy Diary solchem Müll wie Gewaltaufforderungen, Gewaltvideos und nicht zuletzt einem Trash-Porno ausgesetzt werden könnten und werden. Finden Werbekunden das wirklich so geil, wenn es auf Dandy Diary vor Gewalt, Blut und Sperma nur so spritzt? Wohl kaum.
So läuft das Geschäft nun mal. Das ist jetzt ein kostenloser Service, für euch: Wer mit einem Modeblog kommerziell erfolgreich sein will, der kommt nicht daran vorbei, so seriös, freundlich und tadellos daherzukommen, wie Daimler & Co. Noch nicht mal das im TV salonfähige böse Sch-Wort hat auf einem guten Modeblog was zu suchen. Knarren, Baseballschläger und ähnliches schon gar nicht. Wie sehr wollt ihr den Kreis eurer Leser noch nach unten hin segmentieren? Bis ihr jeden Leser mit Namen kennt.

PS: Liebe Qualitäts-Medien, ist im Moment Saure-Gurken-Zeit oder hattet ihr nur irrtümlich die Gurkentruppen am Start und euch wegen der Haluzinogene im Drink auf der Stelle in zwei der schönsten Männer Deutschlands bis über beide Ohren verliebt?

*** Berlinale, Cannes, Venedig, Academy Awards oder am Ende nur die Venus, wir wissen es nicht, wer sich die vielleicht einzige Kopie des Fashion Pornos direkt vom Blog für Höheres geholt hat.

Meinung

Lieber Herr Hinz, Sie haben den Auftrag, ihre First Lady Bettina Wulff….

Dass es modisch so nicht weitergehen kann mit der Garderobe der besseren Hälfte unseres ersten Mannes im Staate, darüber herrscht nach dem Auftritt bei der Fürstenhochzeit Einigkeit. Und alles was recht ist, das hat die Marke Rena Lange nicht verdient, so glanzlos auf dem internationalen Parkett präsentiert zu werden.
Das Tragische daran: Diese attraktive und hochgewachsene Frau wäre ganz einfach auf leger-elegant oder je nach Anlass, sehr elegant zu bürsten, ist aber stolz darauf, sich nicht viel daraus zu machen, wer was trägt. An dieser Stelle muss ich leider auf ein Interview in einer Zeitung hinweisen, die ich nie kaufen würde. Mode? Ist mir nicht so wichtig. Besser kann man sich nicht outen. Berlin ist ja doch nur Out of Großburgwedel und das ist für Bettina Wulf wie mitten in Großburgwedel, wo es früher so schön war, die Brötchen mit dem Fahrrad in dem Outfit vom Bäcker zu holen, das Sie nun trägt, wenn Deutschlands Damen WM Fußball spielen.

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