Die Woche auf Horstson – heute als Latenight-Edition. Schuld an unserem verspäteten Wochenrückblick ist ein Ausflug in die Lüneburger Heide …
Blicken wir also noch fix zurück:
1) Julian hat einen Blick auf die TOM FORD-Kollektion bei MR PORTER geworfen und sich in eine Jacke verliebt.
2) Heimlich, still und leise hat die Apple Watch doch noch unser Herz erobert. Schuld daran ist eine Kooperation von Apple mit Hermès.
3) Thom Browne überraschte diese Woche mit einer Installation im Le Bon Marché Rive Gauche in Paris. Sehenswert!
4) Auch wenn der Name „Beach House“ nach „La Boum“ klingt, lohnt es sich, das neueste Album der Dreampop-Band zu hören!
Wir wünschen einen schönen Abend!
Horst
Huch, was ist denn bei Givenchy los? Imagewandel? Nicht nur, dass der Großteil der Karten für die kommende Schau in New York nach dem „First come – first served“-Prinzip an Interessierte ausgegeben wird, auch das Lookbook kommt vergleichsweise zurückhaltend daher. Man mag sich fragen, ob das noch das Givenchy ist, für das Riccardo Tisci steht, oder eine mutige Variante von Cos?
Nichtsdestotrotz haben insbesondere die 3D-Strukturen und natürlich Model Xavier Serrano ihren Reiz, den ich Euch nicht vorenthalten möchte:
Lange war es still um die Apple Watch und wenn ich ehrlich bin: ich habe sie so gut wie nie gesehen. Man könnte sagen, die Begeisterung über die Uhr, die im Vorfeld jeder haben wollte und die es dann seit dem 24. April diesen Jahres zu kaufen gab, hielt sich in Grenzen.
Das könnte sich jetzt ändern, denn das französische Traditionsunternehmen Hermès kooperiert mit Apple. Das Ergebnis macht die Uhr an sich zwar nicht schöner, aber durch die Armbänder, die Hermès entworfen hat, wesentlich hochwertiger und begehrenswerter:
Frankreich im 18. Jahrhundert: Jean-Baptiste Grenouille wird aus seinem Kerker auf den Balkon des örtlichen Rathauses gezerrt, vor dem die aufgebrachte Bevölkerung auf dem Marktplatz auf die Vollstreckung des Todesurteils wegen Mordes wartet.
Grasse, der Ort, an dem diese Szene aus Patrick Süskinds Roman „Das Parfum“ spielt, gilt bis heute als die Welthauptstadt des Parfüms. Es muss schon ein ganz besonderer Ort sein und vielleicht ist auch irgendetwas im Grundwasser, das die Bewohner besonders affin für schöne Düfte werden lässt. Vielleicht sind es auch die Blumenplantagen, die es bis heute noch rund um Grasse gibt und die einen enormen Wirtschaftsfaktor darstellen – auch wenn der Großteil der Blüten mittlerweile importiert wird.
Ob in Grasse auch Basilikum angebaut wird, weiß ich nicht, kann es mir auch nicht so recht vorstellen. Doch die Parfümeurin Céline Barrel, die in Antibes, ganz in der Nähe von Grasse aufgewachsen ist, ließ sich für ihre neueste Kreation, „Tacit“ von Aesop, von dieser Gewürzpflanze inspirieren.
Kennt jemand von Euch noch „Wimmelbücher“? Das sind Bilderbücher, bei denen es nur so von Details wimmelt. Nun wird der ein oder andere sicher ein Kind sein Eigen nennen und kennt den Reiz, in einem solchen Buch auf Entdeckungsreise zu gehen. Aber es gibt bei herkömmlichen Wimmelbüchern einen gewaltigen Haken – zumindest aus der Sicht eines Erwachsenen: die Bildauswahl mag für Kinder optimal sein, für Menschen jenseits von zehn Lebensjahren ist es auf Dauer ermüdend, zum Beispiel Hühner auf dem Bild eines Bauernhofes zu suchen.
Das Buch „Where’s Karl?“, das jetzt im „Penguin Random House“-Verlag erscheint, ist mit einem klassischen Wimmelbuch vergleichbar.
Wegen Flüchtlingsproblematik: Zalando sagt Bread & Butter für Januar 2016 ab
Posted on 3. September 2015
Bild: K.H.Reichert, „Flughafen Tempelhof“; Lizenz: CC BY 2.0
Zalando sagt die Bread & Butter für Januar 2016 ab. Hintergrund der Absage ist lt. eines Artikels der Textilwirtschaft die aktuelle Flüchtlingsproblematik in Berlin. Da mag man sich der ein oder andere vor Verwunderung die Augen reiben, doch Zalandos Schritt ergibt durchaus Sinn: In Berlin wird aktuell überlegt, einige Hallen des Flughafens Tempelhof, also auch die des Veranstaltungsorts der Messe, als Registrierungsstelle oder Unterbringungsort für Flüchtlinge zu nutzen.

Bild: Mert Alas und Marcus Piggott für Givenchy
First come – first served: Die Women’s Wear Daily berichtet, dass im Grunde genommen jeder die Chance auf Tickets für die kommende Show von Givenchy hat: Riccardo Tisci wünscht sich „echte Menschen“ im Publikum seiner Show, die am 11. September in New York stattfindet. Das bedeutet, dass der Großteil der Karten nach dem „First come – first served“-Prinzip an Interessierte ausgegeben wird. Insgesamt geht es um 1.200 Tickets – 280 davon werden an Modestudenten des Fashion Institute of Technology, der Parsons The New School for Design, des Pratt Institute und der High School for Fashion Industries verteilt, 100 weitere Karten gehen an Anwohner der Location.
Ab dem 02. September kann man sich unter givenchynyfw15.com registrieren. Die Karten müssen dann am 11. September am Counter abgeholt werden. Bleibt eine Frage offen: Wo sitzt Anna?
Onlineshopping: „Drei verfügbar Artikel“ bedeutet, dass noch mehr als drei Artikel verfügbar sind.
Posted on 1. September 2015
Nur noch drei verfügbare Kartons. Bild: Zalando
Kennt jemand von Euch Sendungen auf einem dieser typischen Teleshopping-Kanälen, bei denen der Verkäufer – gerne ein ehemaliger Big Brother-Teilnehmer – Artikel anpreist, von denen man nicht in seinen kühnsten Träumen gedacht hat, dass sie überhaupt existieren? Meist läuft in einer Bildschirmecke so etwas wie ein Countdown: Nur noch 98 Blusen! OMG! Nur noch! NUR NOCH! Wer jetzt nicht zuschlägt, dem ist nicht zu helfen. Oder er ist noch Herr seiner Sinne.
Die Idee dahinter ist so einfach wie genial: Durch die mehr oder minder künstliche Verknappung wird ein Kaufreiz geschaffen – wenn so viele Menschen die Bluse binnen einer Stunde kaufen, kann sie doch nicht falsch sein. Spannend wird es dann am Ende, denn man muss sich beeilen – die letzten Stücke sind schon fast verkauft und wer will nicht glücklicher Besitzer eines solch exquisiten Traumes aus Polyester sein?
Zalando, einer der führenden Online-Modehändler in Europa, bediente sich einer ähnlichen Verkaufsstrategie, wie jetzt das NDR Wirtschafts- und Verbrauchermagazin „Markt“ und „NDR Info“ berichteten.
Vor einigen Monaten hatten wir schon berichtet: Johnny Depp ist das „Gesicht“ des neuen Dufts von Dior: „Sauvage“ – einer Neuinterpretation des Duftklassikers „Eau Sauvage“ aus dem Jahre 1966. Der Duft ist eine Legende: kreiert von Edmond Roudnitska, war es der erste Männerduft von Dior. Den Namen „Sauvage“ entlieh sich Christian Dior indirekt seinem Freund Percy Savage. Diors Butler kündigte den „König der Öffentlichkeitsarbeit“, so der Ruf des Australiers, mit „Monsieur Sauvage“ an – ein passender Name für den Duft, befand Dior.
Edit: Das Video wurde mittlerweile veröffentlicht!
Wir blicken zurück und starten nach vorn! Hier unser traditioneller Wochenrückblick:
1) Schnappschuss erprobt: Julian war für uns in München und konnte sich auf dem Photography Playground von Olympus austoben.
2) Lemaire x Uniqlo 2015 Fall-Winter: Christophe Lemaire hat für eine Capsule Kollektion mit Uniqlo zusammengearbeitet. Wir sind offiziell verliebt!
3) Christian Rich x FW14: Auch wenn die Zwillingsbrüder Taiwo und Kehinde Hassan ihr neues Album „FW14“ genannt haben – es ist alles andere als Last Season …
4) Mars & Venus – Viviennes Favoriten: Vivienne Westwood ließ sich von einem Gemälde François Boucher inspirieren.
Wir wünschen einen schönen Sonntag!





