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Nicht stillschweigend: Aesop Tacit

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Bild: Aesop

Frankreich im 18. Jahrhundert: Jean-Baptiste Grenouille wird aus seinem Kerker auf den Balkon des örtlichen Rathauses gezerrt, vor dem die aufgebrachte Bevölkerung auf dem Marktplatz auf die Vollstreckung des Todesurteils wegen Mordes wartet.
Grasse, der Ort, an dem diese Szene aus Patrick Süskinds Roman „Das Parfum“ spielt, gilt bis heute als die Welthauptstadt des Parfüms. Es muss schon ein ganz besonderer Ort sein und vielleicht ist auch irgendetwas im Grundwasser, das die Bewohner besonders affin für schöne Düfte werden lässt. Vielleicht sind es auch die Blumenplantagen, die es bis heute noch rund um Grasse gibt und die einen enormen Wirtschaftsfaktor darstellen – auch wenn der Großteil der Blüten mittlerweile importiert wird.
Ob in Grasse auch Basilikum angebaut wird, weiß ich nicht, kann es mir auch nicht so recht vorstellen. Doch die Parfümeurin Céline Barrel, die in Antibes, ganz in der Nähe von Grasse aufgewachsen ist, ließ sich für ihre neueste Kreation, „Tacit“ von Aesop, von dieser Gewürzpflanze inspirieren.

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Wo ist Karl?

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Bild: Penguin Random House

Kennt jemand von Euch noch „Wimmelbücher“? Das sind Bilderbücher, bei denen es nur so von Details wimmelt. Nun wird der ein oder andere sicher ein Kind sein Eigen nennen und kennt den Reiz, in einem solchen Buch auf Entdeckungsreise zu gehen. Aber es gibt bei herkömmlichen Wimmelbüchern einen gewaltigen Haken – zumindest aus der Sicht eines Erwachsenen: die Bildauswahl mag für Kinder optimal sein, für Menschen jenseits von zehn Lebensjahren ist es auf Dauer ermüdend, zum Beispiel Hühner auf dem Bild eines Bauernhofes zu suchen.
Das Buch „Where’s Karl?“, das jetzt im „Penguin Random House“-Verlag erscheint, ist mit einem klassischen Wimmelbuch vergleichbar.

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Wegen Flüchtlingsproblematik: Zalando sagt Bread & Butter für Januar 2016 ab

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Bild: K.H.Reichert, „Flughafen Tempelhof“; Lizenz: CC BY 2.0

Zalando sagt die Bread & Butter für Januar 2016 ab. Hintergrund der Absage ist lt. eines Artikels der Textilwirtschaft die aktuelle Flüchtlingsproblematik in Berlin. Da mag man sich der ein oder andere vor Verwunderung die Augen reiben, doch Zalandos Schritt ergibt durchaus Sinn: In Berlin wird aktuell überlegt, einige Hallen des Flughafens Tempelhof, also auch die des Veranstaltungsorts der Messe, als Registrierungsstelle oder Unterbringungsort für Flüchtlinge zu nutzen.

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Und wo sitzt Anna? Givenchy Schau in New York für alle

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Bild: Mert Alas und Marcus Piggott für Givenchy

First come – first served: Die Women’s Wear Daily berichtet, dass im Grunde genommen jeder die Chance auf Tickets für die kommende Show von Givenchy hat: Riccardo Tisci wünscht sich „echte Menschen“ im Publikum seiner Show, die am 11. September in New York stattfindet. Das bedeutet, dass der Großteil der Karten nach dem „First come – first served“-Prinzip an Interessierte ausgegeben wird. Insgesamt geht es um 1.200 Tickets – 280 davon werden an Modestudenten des Fashion Institute of Technology, der Parsons The New School for Design, des Pratt Institute und der High School for Fashion Industries verteilt, 100 weitere Karten gehen an Anwohner der Location.
Ab dem 02. September kann man sich unter givenchynyfw15.com registrieren. Die Karten müssen dann am 11. September am Counter abgeholt werden. Bleibt eine Frage offen: Wo sitzt Anna?

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Onlineshopping: „Drei verfügbar Artikel“ bedeutet, dass noch mehr als drei Artikel verfügbar sind.

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Nur noch drei verfügbare Kartons. Bild: Zalando

Kennt jemand von Euch Sendungen auf einem dieser typischen Teleshopping-Kanälen, bei denen der Verkäufer – gerne ein ehemaliger Big Brother-Teilnehmer – Artikel anpreist, von denen man nicht in seinen kühnsten Träumen gedacht hat, dass sie überhaupt existieren? Meist läuft in einer Bildschirmecke so etwas wie ein Countdown: Nur noch 98 Blusen! OMG! Nur noch! NUR NOCH! Wer jetzt nicht zuschlägt, dem ist nicht zu helfen. Oder er ist noch Herr seiner Sinne.
Die Idee dahinter ist so einfach wie genial: Durch die mehr oder minder künstliche Verknappung wird ein Kaufreiz geschaffen – wenn so viele Menschen die Bluse binnen einer Stunde kaufen, kann sie doch nicht falsch sein. Spannend wird es dann am Ende, denn man muss sich beeilen – die letzten Stücke sind schon fast verkauft und wer will nicht glücklicher Besitzer eines solch exquisiten Traumes aus Polyester sein?
Zalando, einer der führenden Online-Modehändler in Europa, bediente sich einer ähnlichen Verkaufsstrategie, wie jetzt das NDR Wirtschafts- und Verbrauchermagazin „Markt“ und „NDR Info“ berichteten.

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Johnny Depp für Dior

Vor einigen Monaten hatten wir schon berichtet: Johnny Depp ist das „Gesicht“ des neuen Dufts von Dior: „Sauvage“ – einer Neuinterpretation des Duftklassikers „Eau Sauvage“ aus dem Jahre 1966. Der Duft ist eine Legende: kreiert von Edmond Roudnitska, war es der erste Männerduft von Dior. Den Namen „Sauvage“ entlieh sich Christian Dior indirekt seinem Freund Percy Savage. Diors Butler kündigte den „König der Öffentlichkeitsarbeit“, so der Ruf des Australiers, mit „Monsieur Sauvage“ an – ein passender Name für den Duft, befand Dior.
Edit: Das Video wurde mittlerweile veröffentlicht!

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Die Woche auf Horstson – KW 35/2015

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Wir blicken zurück und starten nach vorn! Hier unser traditioneller Wochenrückblick:
1) Schnappschuss erprobt: Julian war für uns in München und konnte sich auf dem Photography Playground von Olympus austoben.
2) Lemaire x Uniqlo 2015 Fall-Winter: Christophe Lemaire hat für eine Capsule Kollektion mit Uniqlo zusammengearbeitet. Wir sind offiziell verliebt!
3) Christian Rich x FW14: Auch wenn die Zwillingsbrüder Taiwo und Kehinde Hassan ihr neues Album „FW14“ genannt haben – es ist alles andere als Last Season …
4) Mars & Venus – Viviennes Favoriten: Vivienne Westwood ließ sich von einem Gemälde François Boucher inspirieren.
Wir wünschen einen schönen Sonntag!

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Lookbook: Lemaire x Uniqlo 2015 Fall-Winter

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Bilder: Uniqlo

Wir hatten ja schon das ein oder andere Mal über die Zusammenarbeit von Christophe Lemaire mit Uniqlo gesprochen. Nun gibt es auch alles zu sehen, denn das Lookbook zur Kooperation wurde veröffentlicht.
Lemaire war übrigens maßgeblich daran beteiligt, Lacoste ein neues Image zu verpassen – was er definitiv geschafft hat. 2010 wechselte er dann als Nachfolger von Jean Paul Gaultier zu Hermès. Im Juli letzten Jahres trennte sich dann der französische Designer von Hermès, um seinen Fokus wieder auf sein eigenes Label zu richten. Und nun also eine Koop mit Uniqlo … Ich bin auf Eure Meinung gespannt!

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„Ich hasse Socken bei Männern – sie sind nie sexy!“ – CR MEN’S BOOK

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Lucky Blue Smith auf dem Cover von „CR MEN’S BOOK“; Bild: „CR FASHION BOOK“

Als Carine Roitfeld vor drei Jahren das „CR FASHION BOOK“ launchte, äußerte sie sich gegenüber der Women’s Wear Daily, dass der Name ja wohl keine große Überraschung sei. Sie ergänzte aber, dass es sich bei ihrem Magazin um ein „Fest der Mode und Kreativität“ handeln wird. Sie sollte Wort behalten. Jetzt, sechs Ausgaben später, überrascht Roitfeld hingegen schon: der kommenden Ausgabe (erscheint am 03. September) liegt das „CR MEN’S BOOK“ bei.
Das „CR MEN’S BOOK“ versteht sich als Mischung aus Mode und Fotografie. Auch wenn ich das Magazin noch nicht in den Händen hielt, bin ich mir ziemlich sicher, dass auch die Männer-Ausgabe den Ansprüchen des Ursprungsblattes gerecht wird: ein „Fest der Mode und Kreativität“. Nur eins wird es wohl nicht zu sehen geben: Carine Roitfeld hasst Socken bei Männern. Sie sind niemals sexy …
Das „CR FASHION BOOK“ (auf dem Cover Lady Gaga) kann ab sofort hier vorbestellt werden. Das Magazin inkl. des Supplements kostet $20.

Pride

Zu burschikos: Lesben lieber nicht Hervé Leger kaufen

Herve Leger Fall-Winter 2014; Bild: CHRISTOPHER MACSURAK; Lizenz: CC BY 2.0

Vor knapp 20 Jahren gab es einen Laden in Hamburg, bei dem die Besitzerin bestimmte, wer ihre Sachen kaufen darf. Damals war die Marktstraße noch ziemlich alternativ und die Sachen aus dem Laden schwer angesagt. Auch wenn die Designs aus der Distanz betrachtet mittlerweile eher an Kartoffeldruck als an große Mode erinnern, hatte man es damals einfach so die Schmach ertragen, eventuell nicht einkaufen zu dürfen.

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