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Kooperation Lookbook Männermode

Von nun an ging’s bergab: Balmain x H&M

Es ist auf Horstson schon eine liebgewordene Tradition, die alljährliche H&M-Designer-Kooperationen – nun ja – missglückt zu finden. Die diesjährige Kollektion macht da im Grunde genommen keine Ausnahme, nur dass diesmal die Frauenkollektion noch schlimmer ist als die der Herren.
Dass die Geschichte von Balmain voller Höhen und Tiefen gespickt ist, hatten wir schon vor einigen Wochen besprochen. Der Höhepunkt war in den letzten Jahren das (leider viel zu kurze) Gastspiel von Christophe Decarnin – eine Ära, in der sich sogar Michael Jackson in die Entwürfe des Franzosen presste, obwohl es damals nur eine Kollektion für Frauen gab. Decarnin verließ das Haus Balmain im Frühjahr 2011. Was dann kam, kann man am besten mit einem – wenn auch aus dem Zusammenhang gerissenen – Zitat eines weiteren prominenten Fan des Hauses Balmain, Hildegard Knef, beschreiben: „Von nun an ging’s bergab“:

Olivier Rousteing (Jahrgang 1985), den ich auf einen flüchtigen Blick mit Hao Tun Xiang, einem der Models, verwechselte, möchte mit der Kollektion übrigens seine Generation ansprechen – vielleicht ist das auch der Grund, warum ich keinen Zugang zur „#HMBalmaination“ bekomme. Eine Bewegung, die ein Zusammengehörigkeitsgefühl durch einen peinlichen Hashtag erreichen möchte, kann ich einfach nicht ernst nehmen.

Allgemein

Was braucht man als Mann?

Werbung – Der Artikel entstand in Zusammenarbeit mit McArthurGlen.

Herbst und Basics liegen erstaunlich dicht beieinander – während im Frühling und Herbst mit Farben nur so um sich geschmissen wurde, werden die Tage ab Oktober wesentlich kürzer und die Röcke bei den Frauen wieder länger. Basics verhalten sich ähnlich zurückhaltend. Mehr noch – sie bieten die Grundlage einer Garderobe. Der Komplettlook von Versace findet eben maximal am Abend im Club Gefallen, aber nur in den seltensten Fällen auf dem Weg zum Bäcker. Ein Basic-Komplettlook hingegen kann schnell langweilig wirken. Das ist auf dem Weg zum Bäcker kein Problem, abends im Club allerdings schon. Dazu aber nachher mehr, doch widmen wir uns erst mal den klassischen Basics, die eine Investition wert sind. Oberste Priorität hier: man greife auf Qualität zurück. Dass eben diese nicht teuer sein muss, kann man zum Beispiel bei einem Besuch eines Designer Outlets der McArthurGlen-Gruppe feststellen …

T-Shirts gehören definitiv zur Top Ten der Basics – gleich ob lang- oder kurzärmelig. Doch einfarbig sollten sie sein und gerade geschnitten, genauso wie Pullover. Bei Pullis ist es ziemlich egal, wie der Ausschnitt ist. Ist es aber ein V-Ausschnitt, empfiehlt sich als Kombination ein Hemd- kariert, gestreift oder unifarben. Geht’s zum Sport oder zum Sofa greift man auf einen lässigen Sweater zurück – hier vielleicht sogar mit einem College-Emblem: Wenn es nur fürs Abitur gereicht hat, pimpt ein Harvard-Logo das Ego zumindest temporär. Damit man „untenrum“ nicht nur mit klassischen Briefs oder Boxershorts glänzt, empfiehlt es sich, eben diese mit Chinos, Stoffhosen oder Jeans zu verhüllen. Wichtig, auch wenn deutsche Poptitanen anderer Meinung sind, niemals zur gebleachten Jeans-Variante greifen.
Wird es etwas kälter, brauchen wir drei Varianten von Jacken: Blouson, Blazer und Mantel sollten sich in jedem Kleiderschrank wiederfinden. Auch hier gilt unsere Faustregel: je klassischer und hochwertiger, um so besser. Das bringt den Vorteil mit, niemals aus der Mode kommen zu können.

Bei den Accessoires geht es bewusst unmodisch zu: Krawatten, Schleifen, Socken & Co. bevorzugen wir einfarbig: Auch wenn die Kollegen drauf schwören, dass Frauen beim Anblick von Simpsons-Socken dahinschmelzen, strafen wir die Kollegen getrost Lügen.
Klassische Schnürschuhe, schlichte Sneaker und robuste Stiefel finden sich im Schuhschrank bzw. als postmoderne Installation der Putzfrau auf dem Flur der Wohnung. Oft aus dem Bewusstsein verdrängt ist die Tatsache, dass auch Männer ihren halben Hausstand in den Hosentaschen transportieren. Eine bessere Lösung bieten hierfür Aktentaschen oder für den Wochenendtrip ein Weekender. Zum Sport greift man zur Keepall oder zum Rucksack – wobei Männer hier Frauen vormachen, wie es geht: Denn wir hängen niemals kleine Stofftiere und anderen Unrat an die Reißverschlüsse. Pfui!

Schaut man sich nun also unsere Top Ten der Basics an, die man übrigens ziemlich gut in den McArthurGlen Designer Outlets kaufen kann, fällt zum einen auf, dass es eigentlich die Top Eleven sein müssten – denn eine schlichte hochwertige Uhr darf nicht fehlen. Zum anderen sind Basics genau die Kleidungsstücke, mit denen man beim ersten Besuch der Schwiegereltern die Zukunft nicht aufs Spiel setzt und gleichzeitig mit dem Vorgesetzten das Gehalt neu verhandeln kann. Das ist die Pflicht, doch kommen wir zum Knackpunkt bei Basics: der Kür. Was bei den Schwiegereltern und beim Chef vielleicht gut ankommt, muss noch lange nicht überall für Atemstillstand sorgen. Und auch die Schnitte und Stoffqualitäten ändern sich im Laufe der Zeiten: War in den 70er-Jahren der Griff zum Hemd aus 100% Polyester die richtige Wahl und die Schlaghose ein Beleg für Stilsicherheit, ändert sich der Zeitgeist fortwährend. Doch coole Männer sehen in Basics immer cool aus – klar. James Dean und Steve McQueen mussten nicht auf ein Statement-Shirt zurückgreifen, um Frauen den Kopf zu verdrehen. Dennoch bekommt auch das simpelste Outfit durch eine besondere Sonnenbrille oder ein schönes Tuch einen ganz besonderen Drive …

Ich frage jetzt einfach mal in die Runde, was für Euch Basics sind und wo ihr diese bekommt? Und war jemand von Euch schon einmal in einem Designer Outlet und ist fündig geworden?
Ich bin auf Eure Meinung zum Thema gespannt!

Die Center liegen übrigens für jeden gut erreichbar. Im Norden ist dies Neumünster nahe Hamburg, im Westen Roermond nahe Düsseldorf, außerdem gibt es ein McArthurGlen Designer Outlet in Berlin und für diejenigen, die im Süden wohnen, eines in Salzburg.

Der Artikel entstand in Zusammenarbeit mit McArthurGlen.

Allgemein

Sochino! Belstaff gewinnt gegen Anbieter von Fälschungen

Moschino Tasche Fake
Klassische Sochino-Tasche

Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich im zarten Alter von Acht Jahren stolzer Besitzer einer mit Diamanten besetzten Rolex war? Zuerst war mir der Neid meiner Klassenkameraden sicher, nach dem ersten Besuch im Schwimmbad dann der Spott: Die Uhr, die an meinem Handgelenk baumelte und vorgab, eine Uhr aus dem Hause „Rolex“ zu sein, füllte sich mit Wasser und fing wenig später an zu rosten. Ein solches Erlebnis prägt und ich habe seitdem kein Fake mehr getragen.
Manchmal, wenn es regnet, hoffe ich, dass es den nicht weniger stolzen Trägerinnen zahlreicher Taschen, auf denen „Chanel“, „LV“ oder, wie oben, „Moschino“ „Sochino“ steht, ähnlich ergeht wie mir und sich Rost bildet.

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Coffeetable Books

Gisele, oh Gisele!

Heidi wer? Es gibt verschiedene Wege, als Topmodel entdeckt zu werden: Claudia Schiffer zum Beispiel ertanzte sich die Aufmerksamkeit eines Modelscouts in der Düsseldorfer Diskothek Checker’s, Toni Garrn auf dem Weg zur U-Bahn. Nur aus einer Castingshow ist bisher noch kein Supermodel entsprungen. Auch Gisele Bündchen nicht: Als 14-jährige wurde sie in einem Einkaufszentrum entdeckt – ganz unaufgeregt und ohne halben Nervenzusammenbruch, weil sie kein Bild von Heidi bekommen hat.
Mit 18 hatte sie dann ihren Durchbruch, als sie 1998 auf der Ready-to-Wear-„Rain“-Show von Alexander McQueen lief. Schauen wir uns die Schau doch einfach noch mal an – vielleicht entdeckt ja jemand die Brasilianerin …

McQueen hatte „The Body“, damals noch mit braunem Haar, wegen ihrer Fähigkeit ausgewählt, in himmelhohen Absätzen einen rutschigen Laufsteg abzuschreiten. Noch im selben Jahr landete sie dann auf dem Cover der britischen Vogue und wurde schnell zum begehrtesten Covergirl ihrer Generation. Im darauf folgenden Jahr fotografierte Steven Meisel sie für das Cover der amerikanischen Vogue – ein Meilenstein und gleichzeitig ein Adelsschlag für ein Model.

Doch nicht nur die Fähigkeit, auf einem regennassen Laufsteg gehen zu können, machte Gisele Bündchen zu einem ganz besonderen Model: Auch ihre braungebrannter, athletischer Körper läutete als Kontrast zum Grunge der späten 90er die Rückkehr des sexy Models ein.
Der Rest ist Geschichte – über 1000 Titelbilder, ca. 450 Fashion Shows und diverse Kampagnen sprechen eine ganz eigene Sprache.

Eine Auswahl der Arbeiten mit Gisele Bündchen wurde jetzt von Giovanni Bianco in einem Buch zusammengefügt. In über 300 Bildern erzählt die großformatige Collector’s Edition Bündchens Leben – inkl. privater Aufnahmen und Werken von Fotografen wie David LaChapelle, Juergen Teller, Inez & Vinoodh, Mert Alas & Marcus Piggott und Corinne Day.
Der ganze Spaß ist auf insgesamt 1.000 nummerierte Exemplare, signiert von Gisele Bündchen, limitiert und hat natürlich seinen Preis: € 500 muss der geneigte Leser bezahlen. Allerdings lässt Gisele ihre gesamten Erlöse aus dieser Publikation karitativen Zwecken zufließen …

Gisele Bündchen
Giovanni Bianco, Steven Meisel
Hardcover, Schweizer Bindung, im Acrylschuber, 28,1 x 39 cm, 536 Seiten

Kooperation

Kooperation: Peanuts x Lacoste

Es gibt viele Möglichkeiten, seinen Geburtstag zu feiern: Prinz Azim von Brunei soll zu seinem 30. Geburtstag allein für den Blumenschmuck mehr als 100.000 Dollar ausgegeben haben und Kim Kardashian, Instagram-Starlet und Garant für einen stilsicheren Auftritt, überraschte ihre Tochter mit einem Riesenrad im Garten – wohlgemerkt feierte North West ihren ersten Geburtstag.
Dagegen wirkt der 65. Geburtstag der Peanuts wie eine WG-Party der Erstsemester. Und doch ist es wie im wahren Leben: Eine kleine Feier versprüht meist mehr Charme als ein großes und durchorganisiertes Fest mit allem Annehmlichkeiten …

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Allgemein

Die Woche auf Horstson – KW 41/2015

collage

Es ist wieder an der Zeit, die Woche Revue passieren zu lassen. Et voilà! Hier unser traditioneller Wochenrückblick:
1) Julian führte mit Ulrich Lang ein sehr lesenswertes Interview: Der feinsinnige Parfümdesigner hat mit ULRICH LANG NEW YORK eine Duftästhetik geschaffen, die seinesgleichen sucht.
2) In Zukunft kann mit Chanel Rugby spielen: Peter zeigte uns sein Objekt der Begierde.
3) Gucci hat die wohl beste Kollektion für Spring-Summer 2016 abgeliefert. Trotzdem werfen wir einen lohnenden Blick auf Fendi.
4) Für Horstson hat unser Gastautor „das heisseste Ding im Geolocating“ ausprobiert. Sein Resümee: Wallapop ist saftig und geil.
Wir wünschen einen schönen Sonntag!

Paris Fashion Week

Louis Vuitton Women’s Ready-to-Wear Spring-Summer 2016 Live Stream

Wir haben wieder Plätze für Euch in der Frontrow reserviert … Louis Vuitton präsentiert am Mittwoch, 07. Oktober 2015 um 10 Uhr die Ready-to-Wear Women’s Spring-Summer 2016 Collection. Da sicher nicht jeder Leser aktuell in Paris vor Ort ist, zeigen wir einfach die Schau im Stream – so kann man ganz bequem von zu Hause die Präsentation von Nicolas Ghesquière, dem künstlerischen Leiter des Hauses Louis Vuitton, am heimischen Bildschirm verfolgen.

Der Stream startet automatisch! Wir wünschen viel Spaß!

Ausstellung

Ausstellung: „Jean Paul Gaultier – From the Sidewalk to the Catwalk“ in München

Xevi Muntané; Tony, Mode d’emploi (Tony Ward), 2012; Veröffentlicht im Magazin Tétu, März 2012; © Xevi Muntané

Wir hatten vor einigen Wochen schon berichtet und nun ist es endlich soweit: Die Kunsthalle München feiert in Partnerschaft mit Swarovski ihre erste Mode-Präsentation, ihr 30jähriges Jubiläum und ihre 100. Ausstellung – wenn das kein Grund zum Feiern ist … Die Ausstellung „Jean Paul Gaultier – From the Sidewalk to the Catwalk“ läuft vom 18.09.2015 bis 14.02.2016 und wurde in Zusammenarbeit mit dem Montreal Museum of Fine Arts und der Maison Jean Paul Gaultier realisiert. Gestern gab sich nun das Who-is-Who die Klinke der Kunsthalle in die Hand und konnte vorab schon mal einen Blick riskieren. Das war allen Anschein nach ziemlich lustig …

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Ausstellung Fotografie

Ausstellungstipp – „WANTED: Peter Berlin“ in New York

Copyright Peter Berlin, „Self Portrait in Black Cap,” c. 1970s, Hand-painted vintage gelatin silver print, Courtesy ClampArt, New York City

Bevor es Instagram gab, gab es Menschen wie Andy Warhol. Diese Menschen hatten zu einer Zeit, als man noch mehrere Wochen darauf warten musste, bis der Film, den man zuvor im Fotogeschäft abgegeben hat, endlich entwickelt war, durch ihre Fotos einen ganz besonderen Zeitgeist dokumentiert. Diese Menschen zeichneten sich, neben einer ungeheuren Geduld, insbesondere durch den Pioniergeist aus – und dem Willen, ihren eigenen Ideen zu folgen. Einer dieser Vorreiter der Selbstinszenierung war Armin Hagen von Hoyningen-Huene, der es in den Siebziger Jahren unter dem Künstlernamen ‚Peter Berlin‘, insbesondere in der schwulen Subkultur, zu einer großen Popularität gebracht hat.
Die New Yorker ClampArt-Galerie widmet Peter Berlin nun eine Ausstellung …

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Ausstellung

Ausstellung: Juergen Teller „The Clinic“ in Berlin

Bild: Juergen Teller

„Ich war des Rauchens und Trinkens müde geworden. Diese Klinik ist das Beste, was ich für meinen Körper und meinen Geist getan habe.“
Im Rahmen der „Berlin Art Week“ präsentiert die Berliner Galerie „Contemporary Fine Arts“ Einblicke in Juergen Tellers Familienalbum und kombiniert diese mit aktuellen Werken des Künstlers. Die Idee zu dieser ungewöhnlichen Ausstellung lieferte Tellers Cousin Helmut, der dem Fotografen zu seinem 50. Geburtstag ein ganz besonderes Geschenk gemacht hat: „Er hat Bücher aus den eingelagerten und vergessenen Diapositiven meines Vaters gemacht. Als ich diese Bücher anschaute, musste ich weinen“, erklärt Teller. „Mein Vater nahm sich das Leben und doch sieht man auf diesen Bildern, dass es nicht alles nur dunkle Tage waren, und was für ein guter Fotograf er war.“

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