Wo wir doch gerade über ungewohnte Kooperationen gesprochen haben: Balenciaga präsentierte vor wenigen Tagen im Théâtre du Châtelet einen 10-minütigen Kurzfilm, in dem die Simpsons für das französische Label modeln. Die Story der Episode ist so kurzweilig wie schnell zu erzählen: Homer möchte Marge etwas von Balenciaga schenken – was, ist ihm relativ egal: Ein Schal, ein Preisschild, Hauptsache, es ist erkennbar von dem Luxuslabel.
Dieser Wunsch wird im Balenciaga-Head-Quarter erfüllt und man schickt ein Kleid nach Springfield – inkl. Rechnung. Doch schaut einfach selbst die Episode der Simpsons für Balenciaga.
News
Fendace; Foto: Courtesy of Fendi
Wenn Fendi-Designer Kim Jones für Versace Kleidung entwirft und Donatella Versace, Kreativdirektorin von Versace, für Fendi und beide Kollektionen in einer Präsentation gezeigt werde, handelt es sich um keine Kollaboration. So lassen es zumindest beide Modehäuser verlautbaren und man fragt sich, warum ausgerechnet bei einer solchen Zusammenarbeit das Wort gescheut wird, das es am besten beschreibt – sonst zeigen sich weder Versace noch Fendi kooperationsmüde.
Kurznachrichten: Berliner Brandstifter streng limitiert, Eminente kooperiert mit Sophy Hollington und Dom Pérignon macht gemeinsame Sache mit Lady Gaga
Posted on 29. September 2021Bild: Dom Pérignon
Kurznachrichten, die es noch nicht auf Horstson geschafft haben, die aber unbedingt Erwähnung finden müssen: Die Berliner Brandstifter lancieren streng limitierten Aged Gin, Eminente Rum kooperiert mit Sophy Hollington und Dom Pérignon macht gemeinsame Sache mit Lady Gaga.
Duft-Trio: Miraceti, Karst und Erémia – Aesop lanciert Othertopias
Posted on 28. September 2021(Aesop Othertopias:, Karst, Erémia und Miraceti; Bild: Aesop)
Düfte lösen nicht nur Assoziationen zu bestimmten Orten aus, sondern lassen uns durch ihre Inhaltsstoffe auch auf der Suche nach unerwarteten Emotionen vereisen: nach solchen, die man empfindet, wenn man den Duft exotischer und seltener Stoffe einatmet, sich fern der Heimat der Selbstvergessenheit hingibt oder sich durch die Fantasie beflügeln lässt. Auf dieser Basis entwarf Barnabé Fillion für die australische Marke Aesop drei olfaktorische Reisen, die unterschiedlicher nicht sein können und die nun als „Othertopias“ lanciert werden.
(Bild: Dior)
Waren sonst die Teaser zu den Dior-Modenschauen eine verlässliche Quelle, wenn es darum ging, ein paar Infos zu dem zu bekommen, was einen erwartet, ist es dieses Mal ein wenig geheimnisvoller: Nahaufnahmen einer Discokugel und Lavalampen, Nippes und Bücher aus vergangenen Epochen.
Maria Grazia Chiuri macht es spannend, was sie für die Dior Ready-to-Wear Frühling-Sommer-Kollektion 2022 entworfen hat. Doch spätestens am Dienstag, 28. September 2021 wissen wir mehr, wenn der Live Stream um 14:30 Uhr startet.
Wir wünschen viel Spaß!
(Diptyque, Le Grand Tour, Milies; Foto: Diptyque)
1961 wurde Diptyque gegründet – das ist insofern besonders bemerkenswert, als dass Diptyque – zumindest gefühlt – schon immer da war. Doch weit gefehlt: Christiane Montadre-Gautrot, Yves Coueslant und Desmond Knox-Leet begegnen sich erstmals 1959. Der eine Maler, die anderen beiden entwerfen Stoffe für die englischen Prestige Häuser Liberty’s und Sanderson – und das, obwohl sie gerade erst die Uni verlassen haben.
Montadre-Gautrot, Coueslant und Knox-Leet entsprangen einer Generation, die sich stark von der Schriftstellerin Françoise Sagan inspirieren ließ. Sie begeisterten sich für die Kunst des Jugendstils und für die Kunst des schönen Schreibens, der Kalligrafie – Einflüsse, die sie in ihren Entwürfen umsetzten.
Sam Claflin ist das Gesicht der „Barbour Gold Standard“-Kollektion Herbst-Winter 2021
Posted on 24. September 2021(Foto: Barbour)
Modischer Staffellauf auf Horstson: Erst am Mittwoch zeigten wir hier die Kollektion aus der Zusammenarbeit von C.P. Company und Barbour, nun wurde der Sub-Linie des britischen Labels der Staffelstab übergeben. Barbour Gold Standard, so der Name der Premiumlinie, wurde erst Ende 2020 eingeführt, was für eine Marke, die vor 127 Jahren gegründet wurde, sicherlich ein ungewöhnlicher, wenngleich konsequenter Schritt ist: Die Kollektionen von Barbour sind zwar seit jeher ein Synonym für das britische Landleben, doch trotz drei königliche Patronatsurkunden von der Königin, dem Herzog von Edinburgh und dem Prinzen von Wales, steht das Label nicht für luxuriöse Trends, sondern eher für Klassiker.
Mehr als Selfies: „Frida Kahlo. Sämtliche Gemälde“
Posted on 23. September 2021(Banco de Mexico Diego Rivera Frida Kahlo Museums Trust / VG Bild-Kunst, Bonn 2021; reproduction authorized by the Instituto Nacional de Bellas Artes y Literatura, 2021)
Karl Lagerfeld merkte im Interview mit der britischen Tageszeitung „The Guardian“ einmal an, dass er nichts von Selfies hält: „Das Kinn ist zu groß, der Kopf ist zu klein. Nein, das ist elektronische Masturbation.“ Wie der Designer hingegen über Selbstporträts gedacht hat, lässt sich schwer sagen – insbesondere dann, wenn es sich um Werke von Frida Kahlo handelt.
(C.P. Company x Barbour; Foto: C.P. Company)
Aufmerksame Leser werden die News schon mitbekommen haben: C.P. Company kooperiert erstmals mit Barbour. Nun wird die komplette Capsule-Kollektion aus dieser Zusammenarbeit gelauncht. Die Kooperation passt wie die Faust aufs Auge, immerhin handelt es sich um zwei traditionelle Labels, die führend auf ihrem Sektor sind.
(Gucci Aria, Foto: Mert Alas und Marcus Piggott)
Übe die Gucci Aria Kollektion haben wir an anderer Stelle schon gesprochen, nun folgt die Kampagne bzw. der dazugehörige Clip. Beides ist nicht minder vielschichtig und kontrovers wie die Kleidung, immerhin sollen sie den Schwung des Eros als kreative Kraft hinter der zeitgenössischen Bildsprache einfangen. Um dieses hehre Ziel zu erreichen, wurden die Fotografen Mert Alas und Marcus Piggott ausgewählt, die Bilder unter der kreativen Leitung von Alessandro Michele aufzunehmen.
Neben den von Alessandro Michele persönlich ausgewählten Models lud der Kreativdirektor auch die italienische Band Måneskin und Kristen McMenamy ein, an der Kampagne mitzuwirken. Die Musik des Clips kommt von Madonna: „I Want You“. Folgerichtig spielt auch die Kampagne in einem Hotel, wie es schon bei Madonnas Musikvideos war. Auch ist das Hotel eine Referenz an Firmengründer Guccio Gucci, der in seiner Jugend im Savoy als Liftboy arbeitete und sich dort schon früh von den Gästen inspirieren ließ, die er dort beobachtete.
