Hallo allerseits, seid Ihr auch schon in fröhlicher Weihnachtslaune? Nein? Willkommen im Club! Vielleicht versetzt uns ja dieser knallrote Sweater von Très Click in die richtigen Stimmung für die besinnliche Vorweihnachtszeit. Ich denke ich würde ihn so kombinieren. Und falls das alles nichts bringt empfehle ich sofort einen großen Becher Glühwein auf dem nächsten Weihnachtsmarkt!
Männermode
Für die jetzt in die Boutiquen kommende Cruise Kollektion hat die Kreativdirektorin von GUCCI, Frida Giannini, gemeinsam mit dem Künstler Kris Knight eine der traditionsreichsten Prints des Florentiner Unternehmens neu interpretiert: Flora.
Das Originaldesign stammt aus dem Jahre 1966, als Fürstin Gracia Patricia von Monaco mit ihrem Mann, Prinz Rainier III. von Monaco, den GUCCI-Store in der Via Montenapoleone in Mailand besuchte. Aus diesem Anlass hatte Rodolfo Gucci den Künstler Vittorio Accornero damit beauftragt, als besonderes Geschenk ein Blumenmuster für ein Seiden-Carré zu entwerfen.
Das Ergebnis war ein Seidentuch, das mit neun Bouquets von Blumen aus allen vier Jahreszeiten, sowie Beeren, Schmetterlingen, Libellen und Insekten bedruckt war – eine farbenfrohe, bezaubernde und feminine Illustration. Sofort avancierte das Muster zum Klassiker von GUCCI und gehört heute zu den Heritage-Bausteinen des Hauses …

Bild: Courtesy of AP&CO Zürich
Heute geht es in unserer sich schon jetzt großer Beliebtheit erfreuenden Serie „Die besten Männerläden“ in den Nachbarstaat Schweiz. In ganz Europa scheint es eine Gegenbewegung zu den Mono-Brand-Stores zu geben und augenscheinlich tun sich gerne Menschen aus verschiedenen Berufszweigen zusammen, um durch die Mischung neuartige Konzepte zu kreieren, die den Bart des althergebrachten Herrenausstatters abschneiden und etwas Neues machen wollen.
Auch geht es häufig darum, das Qualitätsempfinden und die Stilistik, die man selber verinnerlicht hat, weiterzugeben. Professionalität ohne Steifheit und eine Mischung aus Formal- und Sportswear steht im Vordergrund – eben so, wie man heute in den Großtädten lebt und agiert. Solche Läden laden eher zum Entdecken und Genießen ein, als zum bloßen Konsumieren und helfen dem Kunden, seinen eigenen Stil zu kreieren. Die Ladeninhaber sind dabei so etwas wie beratende Freunde und Partner ihrer Kunden, das Team weiß über die Herstellung, Herkunft und Verarbeitung der Sachen Bescheid und der Besuch der Manufakturen oder Labels gehört für sie selbstverständlich dazu, um die Geschichten eins zu eins weitergeben zu können …
Sommer, Sonne, Sonnenschein – Dank Sandro Homme habe ich schon einmal an der Uhr gedreht und Weihnachten samt kalter Jahreszeit für einen kurzen Moment hinter mir gelassen. Vor ein paar Tagen flatterte das Loobook für die kommende Frühjahr- und Sommerkollektion in die Redaktion und „quelle surprise“, ich bin hellauf begeistert …
Meine Karriere mit Nike Air Max begann vor 17 Jahren, als ein silbernes Paar Air Max 97 in meinen Schuhschrank eingezog. Wenig später gesellte sich eine blaue Version hinzu und auch, wenn ich Nike in den vergangenen Jahren nicht immer treu geblieben bin, hat der Air Max einen festen Platz in meinem Herzen – alte Liebe rostet eben nicht …
Dylan Brosnan und Jack Kilmer für Saint Laurent Permanent Collection
Posted on 20. November 2014Es scheint der Trend des Jahres 2014 zu sein: die Söhne berühmter Väter als Model einzuspannen. Bei Patrick Schwarzenegger hat es funktioniert und bei Romeo Beckham sowieso. Nun schickt also Hedi Slimane gleich 2 schöne Söhne ins Rennen: Dylan Brosnan und Jack Kilmer sind die neuen Gesichter der Saint Laurent Permanent Collection. Ob sich deren Einsatz finanziell genauso gelohnt hat, wie beim Beckham Spross, der für die Weihnachtskampagne von Burberry angeblich 57.000€ bekommen hat, weiß ich nicht, allerdings gefällt zumindest mir das Ergebnis wesentlich besser: Die Söhne von Pierce Brosnan und Val Kilmer wurden von Hedi Slimane ins rechte Licht gerückt …
Classic Gentleman Style – John Lobb Spring Summer 2015 Favorites
Posted on 19. November 2014Wer sich gerne klassisch und hochwertig anzieht oder sich für handwerklich gemachte Schuhe interessiert, für den ist John Lobb eines der Synonyme, die in keinem guten Schuhschrank fehlen sollten. Neben der Maßschuh-Abteilung in London, die so etwas wie den ultimativen Ritterschlag bedeutet, sollte man sich einmal im Leben für Schuhe entscheiden, die passgenau auf den persönlichen Leisten zu geschnitten sind. Neben klassischen Broques, Monks, Chelseas und Schnürern bringt das Haus Lobb aber auch immer wieder Re-Editionen von Modellen aus der Geschichte heraus oder auch raffinierte Saison-Kollektionen, die nicht nur durch die perfekte Verarbeitung und Passform brillieren, sondern auch durch eine modische Raffinesse und vor allem durch geschmackvolle Farbnuancen. Denn Klassik mit einer Prise Twist ist genau das, was den Gentleman vom normalen Mann unterscheidet …
Während es in der laufenden Saison bei Versus Versace vergleichsweise schlicht hergeht, wurde sich für Spring-Summer 2015 großzügig in den unendlichen Archiven des Hauses Versace bedient – also scheppert es regelrecht vor lauter Gold und Bling Bling und wird sicher eingefleischte Fans erfreuen, oder? No one can do Versace better than Versace …
Hier das Lookbook:

Bild: Paul Schimweg; BOB.STORE
In Zeiten von Monobrandstores und Vermassung der Innenstädte scheinen sie wie Inseln mit eigenen Gesetzen: die inhabergeführten Geschäfte. Stores, die sich Mühe geben, nicht nur sorgsam Brands auszuwählen, sondern auch jedes Teil beim Ordern zweimal in die Hand nehmen, um zu entscheiden, ob es nicht nur modisch hipp ist, sondern auch zur Philosophie ihrer Kunden und vor allem ihrer eigenen meist sehr klaren Vorstellung von Stil und Mode passt …
Bei der Recherche für diese Serie fand ich dann aber doch europaweit wahre Preziosen von Läden, die nicht schon seit hundert Jahren existieren, sondern von mutigen jungen Visionären begründet wurden – Menschen, die Mode lieben, aber ihre eigenen Einflüsse auf die Garderobe ihrer Kunden haben und ihre klare Zielvorstellung selbständig umsetzen mögen. Zwei Männer, die eine ganz klare Linie haben, sind Philipp Korselt und Marcus Paulus in Hamburg …
Bild: Atelier Christian von der Heide
Christian von der Heide ehrt mit seinen Arbeiten die klassische Handwerkskunst und zeigt einmal mehr, dass Luxus nicht zwangsläufig mit Dekadenz und Protz einhergehen muss: Die streng limitierten „objects trouvés“-Editionen seines Markenkonzeptes chvdh gefallen mir dabei mindestens so gut, wie seine selbstgestalteten Duft-Flakons. Anbei die Fortsetzung des Gesprächs für Horstson (Teil I gibt es hier zum Nachlesen)
Welche Rolle spielt überhaupt der Flakon für einen Duft?
Ganz früher gab es überhaupt keine Flakons. „Per fumum“ heißt aus dem Lateinischen übersetzt soviel wie „durch den Rauch“, Düfte waren damals eher als Räucherwaren bekannt. Irgendwann hat man Öl und Flüssigkeiten beigemischt und so benötigte man erste Behältnisse. Diese Form der Aufbewahrung hatte aber nur den Zweck, den Inhalt von Staub und Luft zu schützen. Das ist die eine Aufgabe eines Flakons, die sich bis heute erhalten hat. Die Entwicklung des heutigen Flakons hat sich erst um 1910 weitreichend verändert: Fortan wurden Flakons gezielt für einzelne Düfte entwickelt. Zuvor erfüllten sie den Zweck eines Einrichtungsgegenstandes, es gab eine Kammschale, Etuis, Puderdose und Flakons. Natürlich gab es auch schon Reisesets, Hermès hatte ein ganz elegantes Modell aus Leder und Sterlingsilber.







