Die Liste der Erfolge, die Post Malone eingeheimst hat, ist lang: Für „Congratulations“ wurde ihm eine Diamantene Schallplatte verliehen; seine dritte LP – „Hollywood‘s Bleeding“ – erreichte neben dem Platinstatus auch vier Wochen lang Platz 1 der Billboard Top 200. Der Streamingdienst „Spotify“ kürte ihn jüngst zum weltweit meistgestreamten Künstler. Nicht zu vergessen ist auch ein alter Beatles-Rekord, den Malone brach: Die Pilzköpfe schafften es 1964, sechs Songs in den Top 20 der Billboard-Charts unterzubringen – Post Malone brachte hingegen neun Songs in die Top 20 der Hot 100.
Das ist natürlich nur eine Auswahl und die Liste der Rekorde ist lang. Sehr lang. Eines ist sicher: Was der US-Amerikaner anfasst, verwandelt er entweder zu Silber, Gold, Platin oder – und das schafft nicht jeder – zu begehrtem, proprietären Croslite. Hierbei handelt es sich um das Material, aus dem Crocs hergestellt werden.
Schon drei Mal kooperierte Post Malone mit dem Schuhlabel. Nun steht die vierte Zusammenarbeit in den Startlöchern.
News
(Dior Fall 2020; Bild: Brett Lloyd)
Bevor wir uns der eigentlichen Schau widmen, hier die News, die für einige Beobachter die eigentliche Neuigkeit darstellen wird: Dior kooperiert mit Jordan Brand. „Nimm‘ das!“, möchte man in Richtung Adidas und Prada rufen – beide Labels lieferten in ihrem ersten Drop der Zusammenarbeit eine etwas langweilige Version des Superstars ab. Ganz anders verhält es sich bei der Zusammenarbeit von Dior und Jordon Brand.
SALE at H&M Store, Broadway, Times Square – NYC; Foto: Will Buckner; Lizenz: CC BY 2.0
H&M entschleunigt testweise die Fast Fashion: Das Geschäftsmodell von Fast Fashion beruht auf dem Prinzip, die Kollektion laufend zu ändern und die Zeit von den Designs der Modeschöpfer zur Massenware in den Filialen stark zu verkürzen. Das Ziel liegt auf der Hand: Die Kunden sollen saisonunabhängig in die Läden gelockt werden. Das hat einige Zeit ganz gut geklappt, bis irgendwann der Ruf von Fast Fashion gelitten hat: Spätestens durch den Einsturz der Textilfabrik in Raza Plana, bei der 1.134 Menschen starben, wurde der Kunde aus dem Tiefschlaf geweckt. Zwar versprach die Textilindustrie schnelle Hilfe, doch die Opfer und deren Angehörige mussten viel Geduld mitbringen.
Choupette by Karl Lagerfeld; Bild: Steidl Verlag
Choupette ist ein alter Hase im Social-Media-Business: Schon Anfang 2012 feierte sie ihr Medien-Debüt mit einem eigenen Twitter-Kanal. Es folgte ein überaus erfolgreicher Instagram-Kanal, um dem nach dem Tod ihres „Vaters“, Karl Lagerfeld, der die Birmakatze 2011 von Baptiste Giabiconi geschenkt bekommen hat, ein kleiner Erbstreit ausbrach. Es galt zu klären, wer die Accounts weiterhin – finanziell sicherlich attraktiv – pflegen darf.
Es ist noch gar nicht so lange her, dass sich eine der Personen, die für Victoria’s Secret am Showkonzept und dem Model-Cast arbeiteten, ggü. der New York Times äußerte, wie sie – äußerst uncharmant – über die damalige Newcomerin Kate Upton denkt: „Wir würden Upton nie für eine Victoria’s-Secret-Show buchen.“ Mehr noch: Upton sei für diese Show nicht gut genug. „Ihr Look ist zu durchschaubar. Sie ist wie ein Seite-3-Mädchen … wie die Frau eines Fußballers, mit den viel zu blonden Haaren und der Art Gesicht, wie es sich jeder mit genug Geld kaufen kann.“
Diese Nachricht von 2012 beschreibt recht gut, warum es irgendwann mit dem Unterwäschelabel nicht mehr so rund lief. Schon seit längerer Zeit hat Victoria’s Secret mit Imageproblemen zu kämpfen – zuletzt durch den Skandal um Jeffrey Epstein. Der Sexualstraftäter soll im Kontakt zu Les Wexner, dem CEO, Gründer und Vorstandsvorsitzenden von Victoria’s Secret Mutterkonzern „L Brands“, gestanden haben.
(„Prada for adidas Limited Edition“; Foto: Prada)
Vor wenigen Tagen sorgte die Nachricht, dass Prada mit adidas Originals kooperiert, für Furore. Nun gibt es die ersten Bilder – ob diese ebenso für Wirbel sorgen werden, glaube ich nicht, wenngleich das Ergebnis durchaus überzeugt.
Die Dänische Königliche Bibliothek widmet Nick Cave eine Ausstellung: „Stranger Than Kindness“
Posted on 22. November 2019(„Stranger Than Kindness: The Nick Cave Exhibition“; Bild: PR)
Eins vorweg: Ich bin kein Fan von der Musik von Nick Cave, bin aber sehr großer Fan von der Person. Ich glaube, das wird einigen Lesern ähnlich gehen, insofern dürften die News, dass sich in wenigen Wochen eine ganze Ausstellung dem Musiker widmet, für Aufmerksamkeit sorgen. Unterstützt wird „Stranger Than Kindness: The Nick Cave Exhibition“, so der Name der Ausstellung, durch den Hauptsponsor Gucci und der dänischen Stiftung Beckett-Fonden.
(Prada Resort-Kampagne 2020; Fotos: Keizo Kitajima und Drew Vickers)
Puh, seit Abgabe meiner Masterarbeit sind zwar schon Monate vergangen und trotzdem fühlt es sich wie gestern an: Recherchieren, Ideen konkretisieren und das passende, finale Thema finden – Schweißattacken, größere wie kleinere Schreibblockaden und Abgabestress inklusive. In meinem Fall des wissenschaftlichen Arbeitens ging es um die Entwicklung von Modeausstellungen in den letzten Jahrzehnten. Ein spannendes Feld, wie ich finde. Hierfür habe ich diverse Experten von Häusern wie dem V&A, andere Institutionen sowie Designer zum Gespräch getroffen und einen einmaligen Einblick erhalten. Ich konnte mir ein mehr als umfangreiches Bild machen und wurde glücklicherweise auch mit einer Bestnote belohnt (worum es hier jedoch keinesfalls gehen soll. Angeben können andere überzeugender). Wie so oft folgte danach erst mal ein Loch, ein tiefes. Plumps, war ich da schnell reingefallen. Eine weitere Auseinandersetzung perlte in den Wochen nach Abgabe an mir ab, von Modeausstellungen wollte ich vorerst nichts mehr wissen.
(Gucci Weihnachtskampagne 2019; Courtesy of Gucci; Foto: Harmony Korine)
Weiter geht’s mit den Weihnachtskampagnen. Nach Prada gestern den Anfang gemacht hat, nimmt uns Gucci mit zu einer Kreuzfahrt. Diese gestaltet sich naturgemäß sowohl von den Gästen als auch vom Styling wesentlich bunter als bei den Kollegen aus Mailand. Doch schaut einfach selbst:
(Burberry Weihnachtskampagne 2019; Courtesy of Burberry; Foto: Mert Alas and Marcus Piggott)
Wie sich die Zeiten doch ändern: Kannte man bei Burberry vor einigen Jahren noch den gesamten Weihnachtskampagnen-Cast (Sir Elton John, James Corden, Julie Walters, Romeo Beckham, Naomi Campbell, Rosie Huntington-Whiteley, Michelle Dockery, James Bay, George Ezra und Toby Huntington-Whiteley) sieht es heute ganz anders aus: Neben Carla Bruni und Fran Summers wurden die aktuellen Burberry-Markenbotschafter Zhou Dongyu und Yoo Ah-in, Shay, Ikram Abdi Omar, Lea T, Boychild, Wu Tsang, Cecilia Chancellor, Sasha Pivovarova, Marina Morena, Mahmood, Ruben Loftus-Cheek und den Weihnachtsmann höchstpersönlich für die Kampagne fotografiert. Ikram Abdi Omar? Wu Tsang? Cecilia Chancellor? Marina Morena? Unter Umständen muss man einige Namen erst mal googeln, um sie zuordnen zu können. Die für Diversität zuständige Person bei Burberry hat ganz Arbeit geleistet.
