Verehrte Leser. Man sollte es ja keinem vorhalten, dass man Urlaub hat und am Strand liegt und fantastisches Essen konsumiert. Aber genauso ist es, wenn ihr diesen Artikel lesen werdet. Denn dann bin ich auf Ibiza in Urlaub. Ich habe ja aber gehört, dass Herr Wettervogel im ZDF gesagt hat dass es schön werden soll bei euch in Deutschland. Auf Ibiza hört man ja neben dem ganzen Gelalle von besoffenen Engländern auch ne ganze Menge Musik. Überall. Am Strand, im Hotel im Autoradio. Die Musik ist hier meist bekannt durch Sampler der Insel, der Clubs, vom Cafe del Mar und auch den DJ’s (zum Beispiel Guetta). Und da ich so ein gönnehafter Mensch bin, dachte ich mir: Machen wir uns doch alle ein schönes Wochenende mit ein bisschen Beachhouse Marke Ibiza. Ich wünsche frohes Strandbar- Park- Grillwetter und wir sehen uns Anfang September wieder.
Music
Kindheit. Manchmal schön, manchmal nicht so. Wir, die meist behütet aufgewachsen sind ohne irgendwelchen Medienrummel haben gut reden. Es gibt nämlich auch Kinder die werden einfach so ins Rampenlicht gezogen und sollen dann singen. Manche machen das ganz gut, manche nur ein einziges mal und einige bis sie eine Glatze haben. Aber immerhin sind sie dann schon keine Kinder mehr. Zumindest nicht äußerlich.
Also worum es jetzt GENAU im Video geht kann ich euch leider auch nicht sagen und ich habe es schon dreimal angeschaut. Es sieht alles wieder sehr gut aus, so wie wir es vor dem Video zu „Edge of Glory“, das in erster Linie ja eher eine laufende Versace-Vintage-Anzeige war, kannten. Große Hüte, viel McQueen, viel gefärbtes Haar und grotesker Kram der etwas an Puppen-Horrorfilme erinnert. Und natürlich Sex. Ohne einmal den Geschlechtsakt in ihren Videos zu vollziehen (beziehungsweise anzudeuten) kann die Gaga auch kein Video abdrehen. Aber was solls. Wenn man als Ausgleich diese tolle Ballade an einem alten Klavier in einem Maisfeld hämmert, kann man auch ein bisschen GV haben nicht wahr?
In der August Ausgabe der französischen Vogue fiel mir sofort die Strecke mit den 64 Keylooks der Herbst/Winter Saison ins Auge. Besonders die von meiner Lieblings – jetzt nach Carine Roitfelds Abgang aufgestiegener – Chefredakteurin produzierten Photos zeigen, von Inez van Lamsweerde photographiert, die besten Looks .
In bester Peter Lindbergh 90th inspirierter Manier der Streetscenes aus Amerika, begeisterten mich nicht nur die Looks, sondern besonders die vielseitigen Jungs einer meiner Lieblingsbands „The Parlor Mob“ aus New York. Als fashionable Statisten für die Looks von Chanel, Alaia und Givenchy bilden sie einen durchaus kontrastreichen, sexy Rahmen für das, was uns im Winter an Mode erwartet. Sicherlich hatten die Jungs viel Spaß bei dem Shooting für die Strecke „Escale a L.A“ in Los Angeles.
Ihre Musik erinnert Rockfans ein bisschen an Led Zeppelin und mir fielen die Jungs das erste Mal auf, als ich in Ihre CD „And you were a Crow“ reinhörte – Echt hörens- und empfehlenswert.
Und jetzt sind die Jungs auch noch fashionable Vogue Statisten. Eine wirklich gute und coole Band wie ich finde und eine super gelungene Modestrecke von Emmanuelle Alt.
Vielleicht gefällt euch Horstson Lesern ja „The Parlor Mob“ – bin gespannt auf Eure Meinung – gut schauen die Jungs ja auf jeden Fall aus…
Ja auch wir beleben alt bewehrtes wieder und ich hoffe euch jetzt wieder regelmäßig mit monothematischer Musik zum Wochenende beglücken zu dürfen. Warum zum Einstieg dieses Thema liegt natürlich auf der Hand.
Der Tod Amy Winehouse hat in jeglichen Medien die Diskussion über Sinn und Unsinn von Drogen wieder einmal angefacht. Wer was wie oft und vor allem warum konsumiert soll an dieser Stelle nicht Thema werden. Auch nicht die Frage ob Alkohol und Zigaretten als Droge bezeichnet werden können. Vielmehr geht es um das Thema: Suchtmittel in Songs. Mal in Form von Joints, von Zigaretten, Drogen im Allgemeinen, Entzug und so weiter. Die Liste der Anspielungen auf Suchtmittel und vor allem auch der Liebe als Droge sind schier endlos. An dieser Stelle sei mir verziehen, dass ich mich auf ein relativ eng gefasstes Musikfenster beschränke und Musik-Jahrzehnte wie die 70er/80er Jahre nicht berücksichtige. Es ist ja auch nur eine kleine spontane Auswahl. Ich verzichte aber auf „Rehab“ von Amy Winehouse. Traurig genug, dass sie sich sklavisch an den Refrain hielt.
Mein erstes Konzert der Band „Hercules and Love Affair“ werde ich wohl nie vergessen. (Genauso wenig wie alle die danach folgten und hoffentlich noch folgen werden.) Schwer beeindruckt hat mich damals Sängerin Nomi Ruiz. Das Energiebündel hat eine so unglaublich tolle Stimme.
Nach Beendigung der Konzert-Tour zum ersten Hercules and Love Affair-Albums stieg Nomi bei der Band aus – Schockschwerenot!
Aber jetzt ist sie zurück. Die neue Band heisst Jessica 6 und Nomi erklärte mir zu ihrer Inspiriation zu dem grandiosen Song ‚White Horse‘: White Horse is about indulging in the night life. Losing yourself to find yourself. It started off as a song inspired by Freestyle music and morphed into a dance track infused with Freestyle.
Video anschauen, Ton aufdrehen, Spass haben – so wie ich damals beim Konzert…
Mir ist GusGus noch vom „La Femme Nikita“ –Soundtrack in Erinnerung geblieben. Vielleicht erinnert ihr euch an die Serie auf RTL 2 mit der blonden Peta Wilson als Auftragskillerin wider Willen. Da waren die Techno/Soul Kombo aus Island wie sie sich selbst gerne bezeichnen mit ihrem Song „Gun“ drauf vertreten. So weit so gut. Und vergessen. Beziehungsweise diese musikalische Spur nicht weiter verfolgt. Gott sei Dank gibt es Itunes. Da bekommt man ja, ähnlich wie bei Amazon, Empfehlungen. Nicht so unangenehme Vorschläge wie manchmal beim Bücherriesen (nur weil man mal das Tantrabuch als Scherzgeschenk bestellt hat), sondern, wie in diesem Fall, eine kleine GusGus-Erinnerung. Deren neuestes Album „Arabian Horse“ (erschienen am 20.5.2011) ist wirklich, nunja wie soll man das beschreiben … ein elektronischer Leckerbissen. Mit „Selfoss“ beginnt das Album ein wenig wie Trentemoeller und endet eher ungewöhnlich in Richtung Yann Tiersen. Beim nun folgenden „Over“ sind die elektronischen Beats mit einer sanften männlichen Soulstimme unterlegt, die später von einer etwas lauteren Frauenstimme begleitet wird. die neben dem Drang zu tanzen dafür sorgt, dass man mehr möchte. Und das bekommt man spätestens beim nächsten Song „Without you“, der noch elektronischer daherkommt und nun vollends an den Herrn Trentemoeller erinnert, aber eben doch anders ist, wird es doch der anfangs mystische Klang des Songs durch einen überraschenden Refrain aufgelöst. So geht es weiter und weiter und GusGus haben mit „When your lovers gone“ und dem achtminütigem Abschlussstück „Benched“ noch so einiges auf diesem Album zu bieten. Wer also mal wieder Lust auf was nettes Elektronisches hat, dem ist das Album dringend zu empfehlen. Dem Pferd auf dem Cover scheint es auch zu gefallen.
Eine kleine Hörprobe gibt’s nach dem Klick.
Was haben wir gewartet. Seit dem letzten mit Timbaland Co-produziertem Album „Volta“, war es etwas still um unser isländisches Wunderkind geworden. Also hatte man genügend Zeit Vespertine wieder heraus zu kramen oder sich wie ich in „Selmasongs“ (Musik aus „Dancer in the dark“) zu verlieren, weil man die CD beim Keller ausräumen wieder entdeckt hat. Jetzt haben wir die Möglichkeit eine neue Scheibe ins Regal zu stellen und uns an neuen Stimmexperimenten zu erfreuen. Die erste Single hat es natürlich auch schon ins Netz geschafft. „Crystalline“ heißt es und klingt, anders als zum Beispiel „Medulla“, wieder richtig schön nach der alten Björk. Klingt so, als würde die Gute direkt selber den ganzen Song auf einem Metallofon hämmern und gen Ende hin mit ordentlich Beats unterlegt werden. Release ist der 30.6.2011. Wir sind gespannt und hören so lange vielleicht auch „Post“ und „Homogenic“ nochmal durch.
Lara shouldn’t throw with stones cause that Hurts x CK One – Mtv Push @ Tape Berlin
Posted on 16. Juni 2011Ck One. Das Unisexparfum meiner Jugend. Roch immer etwas wie Persil (was ich damals sehr mochte) und jeder konnte es irgendwie gut tragen. Beim Mtv- Push/Ck One Event vergangenen Mittwoch roch es nicht nach Persil, dafür aber nach Rauch und Party. Im Berliner Tape Club zelebrierte der wohl bekannteste Gummibund der Welt die neue Kampagne/das neue Video von Fotografiegenie Steven Meisel. Gefilmt in einer Box mit viel schwarzem Kajal und viel nackten Oberkörpern tanzen und vergnügen sich dort u.a. Pixie Geldorf, Halbglatzköpfin Alice Dellal, Boxer Robert Evans und Models von der ganzen weiten Welt. Ebenfalls in der Box zu finden: Lara Stone. Ihres Zeichens niederländisches Topmodel. Diese moderierte charmant und etwas über ihren Dialekt stolpernd durch den Abend im Berliner Tape Club.
Wer Lust hatte, konnte sich in die Ck-Box stellen und ein eigenes Daumenkino seiner Tanz- bzw. Performanceeinlage ganz im Stil des Kampagnenvideos mit nach Hause nehmen. Für die Box scouteten ne Menge Models mehr oder weniger erfolgreich, denn die Hemmschwelle sich für alle sichtbar in einer Box zu bewegen war doch recht hoch. Nachdem Bodi Bill eine in Berlin gegründete Band die wie eine Mischung aus Whitest Boy Alive und Hot Chip klingen (leider) nur 3 Songs spielen durften, konnte man sich auf der geöffneten Terrasse den ein (oder wie ich den anderen) Drink genehmigen, bevor es gegen halb elf dann mit Hurts weiterging. Diese gaben wieder mal alles auf der Bühne und spielte alle veröffentlichten Songs plus zwei weitere vom Debutalbum „Happiness“ und wurden mit würdigem Applaus verabschiedet. Anschließend konnte man unter dem bekannten Holzbaum noch ein bisschen tanzen und auf Grund des wirklich fabelhaften Dj’s war man dann doch etwas traurig, dass man am Donnerstag wieder früh raus musste.
Mit Coldplay ist es ja so. Entweder man mag opulent-verträumte Popmusik mit einem weichgespülten Gutmenschen als Frontmann. Oder eben nicht. Ich gehöre zu den Coldplay-Fans und war leider noch immer auf keinem Konzert. Aber immerhin gibt es jetzt eine neue Single und somit hoffentlich auch irgendwann die Möglichkeit eines Livekonzertes. Mit „Every Tear is a waterfall“ macht die englische Kombo mal wieder das, was sie am besten können. Schöne Popmusik mit eingängiger Melodie. Nicht mehr und auch nicht weniger. Aber auch so ein Level halten zu können ist eine Kunst. Insofern einfach kaufen und neben den anderen Alben ins Regal stellen. Vorher aber natürlich rauf und runter hören.
