Domenico Dolce sprach sich in einem Interview mit der italienische Wochenzeitschrift „Panorama“ gegen „synthetische Babys“ und „gemietete Gebärmütter“ aus: „Ich bin schwul, ich kann keine Kinder haben. Ich denke, man kann nicht alles im Leben haben… Das Leben hat einen natürlichen Lauf, es gibt Dinge, die nicht geändert werden. Und eines davon ist die Familie.“ Auch sprachen sich die Designer dagegen aus, dass homosexuelle Menschen Kinder großziehen – „Die einzig wahre Familie ist die traditionelle.“
Allgemein
Tame Impala – „Let It Happen“
Tame Impala stellen uns den ersten Song aus ihrem angekündigten dritten Album (Titel noch unbekannt) kostenlos als Download zur Verfügung. Finden wir gut. Geste wie auch Song.
Unsere im letzten Herbst gestartete Serie „Die besten Männerläden“ möchte keine Rangliste oder gar wertend sein. Vielmehr möchten wir in einer Zeit, die von Monobrandstores und Kaufhäusern geprägt ist, immer wieder auf die individuellen und inhabergeführten Läden hinweisen. Die Inhaber verfolgen meist eine eigene Vision und Philosophie. Und sie verfügen über die Fantasie, ihre besonderen Sachen in selbst gestalteter Umgebung zu präsentieren. Jede Saison machen sie sich für ihre Kunden, unter denen viele Stammkunden sind, auf die Suche nach einer Auswahl, die es eben nicht in den Fußgängerzonen der Großstädte gibt.
Schöne Grüße von der tollen Insel Rügen! 🙂 Bevor Horst und ich jetzt einen langen Spaziergang am Strand von Binz machen, verweise ich noch schnell auf meine Highlights der vergangenen Woche auf Horstson:
1) Am Donnerstag gab es Peters Sicht auf die kürzlich gezeigte Chanel-Kollektion für den Winter: Chanel: In der Brasserie Gabrielle
2) My-My-tten im Leben: Das Brillen-Label „Mykita“ hat es Julian angetan (mir übrigens auch). Bilder der Kampagne hatte er am Montag.
3) Für einen Ohrwurm sorgte Jan am Freitag: Inventions x „Maze of Woods“!
4) Ich saß am Computer und genoss die Live Streams von Louis Vuitton am Dienstag und Hermès am letzen Montag. Die Wiederholungen laufen übrigens noch …
Wer ein paar Impressionen von Rügen sehen möchte, der kann uns ja mal auf Instagram besuchen. Wir wünschen einen schönen Sonntag!
Gerade flatterte uns das Männer-Lookbook der Prefall-Kollection aus dem Mailänder Gucci-Headquarter ins Haus. Grund genug, es euch vorzustellen …
Die Looks stammen vermutlich noch zum großen Teil aus der Feder von Frida Giannini, denn von Alessandro Micheles großartigem, romantischen Einfluss (siehe zum Beispiel hier die Damenkollektion, und hier die Entwürfe für die Männer) finden wir hier leider noch nichts:
Am Dienstag zeigte Karl Lagerfeld die Chanel Herbst-Winter Prêt-à-porter Kollektion. Das Grand Palais wurde dafür in einen Ort verwandelt, der pariserischer nicht sein könnte. Man fühlte sich gleich wie in der berühmten Brasserie Lipp oder dem Café de Flore, das seit jeher einer der Lieblingsplätze von Lagerfeld in Saint Germain ist. Der Dekor war wie immer perfekt bis ins letzte Detail umgesetzt, inklusive der typischen, etwas grummeligen, in die Jahre gekommenen Kellnern und den wackeligen Champagnerkühler-Haltern.
Nicht fehlen durften die rot gepolsterten Sitzbänke, von denen man in den Cafés den ganzen Tag beobachten kann, wie sich manches Schicksal der Pariser Bourgeoisie – egal, ob das Kennenlernen oder die bevorstehende Scheidung – an einem der kleinen Tische entschieden wird. Der Franzose beschließt vom wirtschaftlichen Fortschritt bis hin zur Verlobung der Tochter alles in diesen Traditionshäusern beim Essen.
John Gallianos Thema für seine erste „richtige“ Maison Margiela Kollektion war „A fashion lo-fi: like Polaroids inflected with acid dreams“. Wenn mich mein nicht stark ausgeprägtes Technikwissen nicht im Stich gelassen hat, beschreibt „Lo-Fi“ Musik, die mit relativ einfachem Equipment aufgenommen wurde. Ob sich Galliano daran gehalten hat, also die Kollektion unter einfachen Bedingungen zu entwerfen, vermag ich nicht sagen, aber das Ergebnis überzeugt und verwundert gleichermaßen …
No Fur, no Fur, no Fur, but it’s an Industry – Karl Lagerfeld über Pelze
Posted on 11. März 2015Eine bekannte deutsche Modejournalistin soll der Legende nach mal gesagt haben: “Wozu brauche ich Strümpfe, solange ich bodenlange Pelze tragen kann?” Okay, die Dame ist nun schon seit Langem nicht mehr aktiv im Geschäft, ihre Aussage über Pelz habe ich aber immer noch im Hinterkopf. Karl Lagerfeld wird die Einstellung der Journalistin mit Sicherheit verstehen – zumindest äußerte er sich vor einigen Tagen in einem Interview mit der New York Times in vielerlei Hinsicht denkwürdig über den Einsatz von Tierfell in der Mode. Anlass des Interviews war die „Haute Fourrure“-Kollektion für Fendi, die Lagerfeld erstmalig im kommenden Sommer in Paris präsentieren wird.
Bevor ich mich jetzt zu weit aus dem Fenster lehne, überlasse ich das Wort Matthew Schneier von der New York Times und frage mal in die Runde, wie ihr zum Einsatz von Pelz in der Mode steht …
Baptiste Giabiconi hat ein Problem: er ist austauschbar. Sollte Karl Lagerfeld ihn irgendwann nicht mehr als seine Muse bezeichnen, wird „der Prinz von Paris“ von der Bildfläche verschwinden. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Giabiconi versucht also, sich selbst einen Namen zu machen: nach dem eher kläglichen Versuch, als Popstar durchzustarten, ist es ziemlich still um ihn geworden.
Nun gibt es aber Neues zu berichten: Die Mischung aus Monteur, Model, Muse und Musiker hat mit Elevenparis eine Capsule T-Shirt-Kollektion auf den Markt gebracht. Diese Kollektion ist nicht sonderlich originär, aber sie zeugt zumindest von Humor, da ein „Karl is my Father“-Shirt dazugehört:
Paris Openings – The sexual animalistic Dior Woman
Posted on 10. März 2015Die Präsentation der Dior Prêt-à-porter zog dieses Mal vom Musée Rodin in einen extra konstruierten Glaspavillon inmitten des Louvre im Herzen von Paris. Altroséfarbener Boden und gelackte beigefarbene Wände, erinnerten extravagant an die großen Einrichter der Sechziger aber in minimalistischer Strenge.
Was dann Raf Simons für Dior über den Laufsteg schickte, verblüffte und begeisterte zugleich. Der belgische Designer zeigte eine ganz neue Facette des Dior-Stiles, ohne die Heritage des Haues zu verlassen. Im Gegenteil – er entwickelt sie sogar weiter. Die Dior-Frau wird schärfer und zeigt mehr Sex-Appeal, natürlich mit Stil und auf eine sehr raffinierte Weise.







