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Er ist wieder da: John Galliano für Maison Margiela

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Bild: Maison Margiela; PR

John Gallianos Thema für seine erste „richtige“ Maison Margiela Kollektion war „A fashion lo-fi: like Polaroids inflected with acid dreams“. Wenn mich mein nicht stark ausgeprägtes Technikwissen nicht im Stich gelassen hat, beschreibt „Lo-Fi“ Musik, die mit relativ einfachem Equipment aufgenommen wurde. Ob sich Galliano daran gehalten hat, also die Kollektion unter einfachen Bedingungen zu entwerfen, vermag ich nicht sagen, aber das Ergebnis überzeugt und verwundert gleichermaßen …
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Bilder: Maison Margiela; PR

Die Inszenierung war für Maison Margiela auf den ersten Blick gar nicht typisch, wobei die Frage ist, was für das Label nach dem Weggang von Martin Margiela überhaupt noch typisch ist: da tut ein frischer Wind, wie ihn jetzt Galliano in einer für ihn typischen Präsentation der Maison Margiela einhauchte, allen gut. Angefangen mit dem neuen Namen – ganz ohne „Martin“, über eine Geschichte, die die Kollektion zu erzählen scheint, bis hin zu Humor, den man vor lauter Dekonstruktivismus bei Margiela in den letzten Saisons vermisste. Obwohl man dem Team hinter Matthieu Blazy, dem von Suzy Menkes geouteten Designer hinter Maison Martin Margiela, durchaus Humor nachsagen kann, anders kann ich mir eine Zusammenarbeit mit Kanye West wie im Jahre 2013 nicht erklären …
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Bilder: Maison Margiela; PR

Schaut man sich die Kollektion genauer an, Barbara Markert hat es für den Modepiloten gemacht, kommen hinter all dem Make-up und der eigensinnigen Präsentation dann auch für das Label so typische Teile zum Vorschein: Papiertüten aus Leder, lange Mäntel, Handschuhe, die an Küchenarbeit erinnern … Allesamt Teile, die Fans von Martin Margiela beruhigen sollten. Auf der anderen Seite dann Models, die an die theaterhaften Inszenierungen von John Galliano erinnern.
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Bilder: Maison Margiela; PR

Am Ende wurde man dann schnell wieder in die Marketing-Realität zurückgeholt: John Galliano zeigte sich nicht zum Abschluss der Präsentation. Ich hoffe, es wird nun kein Mysterium um Galliano gestrickt …

Hier weitere Bilder der Maison Margiela Kollektion:
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Bilder: Maison Margiela; PR
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Bilder: Maison Margiela; PR
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Bilder: Maison Margiela; PR
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Bilder: Maison Margiela; PR
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Bilder: Maison Margiela; PR
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Bilder: Maison Margiela; PR
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Bilder: Maison Margiela; PR
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Bilder: Maison Margiela; PR

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  • Monsieur_Didier
    11. März 2015 at 12:50

    …ich war zuerst sehr begeistert, dann aber sehr verhalten, als ich die Präsentation unter anderem auf Youtube gesehen hab…
    so gar nicht MMM und auch nicht richtig Galliano…
    wie sagt man so schön: …nicht Fisch, nicht Fleisch…
    man muss mal sehen, was dabei in den nächsten Kollektionen raus- bzw. rumkommt…

    …und wenn ich mich recht erinner zeigte sich Galliano schon am Ende der Schau, in dem typischen weißen Kittel, wie ihn die Mitarbeiter der Couture-Werkstätten tragen…
    es ind in der Tat viele Margiela-Details zu entdecken und die Präsentation der Models bzw. das Make Up und die Kopfbedeckungen sind ganz Galliano, ich bin doch irgendwie irrtiert und verwundert…
    ich würde gerne wissen, wie sich Galliano mit dem ganzen fühlt und wie es ihm geht…

  • Siegmar
    11. März 2015 at 14:24

    das ist schon sehr gelungen, aber eben Galliano von maison margiela erkenne ich nicht wirklich etwas, man sollte abwarten wie Galliano die Marke „maison margiela“ weiterhin sieht.

  • Tim
    11. März 2015 at 14:32

    Passende Headline 😉
    Schöne Kollektion, aber nicht MMM