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Horst

Meinung

Wie ich die Medien hasse

(Einfach mal abschalten … Testbild; Rotkaeppchen68; CC BY-SA 3.0)

Boris Becker also auch – der ehemalige Tennisspieler ist also auch Berliner. Das weiß ich nicht, weil ich ihn kenne und er es mir gesagt hat, sondern weil ich heute zufällig Radio gehört habe. NDR fand es erwähnenswert, was Becker und andere Prominente auf Twitter zu den Ereignissen in Berlin gepostet haben.
Seit gestern Abend Spekulationen nonstop. Wie ich die Medien dafür hasse. Nicht nur, dass sie ihr Reputation verspielen, nein. Nicht-Themen werden aufgeblasen, nur um die geifernde Fangemeinde mit „News“ zu versorgen. Kein Wunder, wenn die Stimmung hochkocht und Ängste geschürt werden.

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Food

Der Whiskymixer mixt den Whisky …

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Schon wenn man das Wort Whisky hört, denkt man an die per Hand gefertigten Eichenfässer. In ihnen muss das Destillat vor dem Genuss mindestens drei Jahre lang gelagert werden, um später den Namen „Scotch Whisky“ tragen zu dürfen. Kein Geschäft also für Leute, die schnell reich werden wollen. Qualität bedarf eben manchmal Zeit – Zeit, die in aller Regel nur Unternehmen haben, die auf eine lange Geschichte zurückblicken können. Aber nicht nur das hat die Whiskybranche mit unseren liebsten Luxuslabels gemeinsam.

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Wochenrückblick

Die Woche auf Horstson – KW 50/2016

Treat yourself – mein Lieblings-Onlinehändler hat mit seinem gefühlt täglichen Reminder, sich verdammt-noch-mal endlich selbst zu beschenken, ganze Arbeit geleistet. Doch meine Wahl fiel auf eine neue (alte) Brosche von Chanel und eben nicht auf den neuen Sweater von Gucci, der eigentlich ganz oben auf meiner Wunschliste steht.
Wer noch etwas Inspiration für Geschenke sucht – ganz gleich, ob für sich oder seine Freunde und Familie – in unseren Highlights der Woche findet sich ganz sicher etwas:

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Kampagne

Wild Days and Nights in Rome: Gucci – Kampagne Spring-Summer 2017

Für den Bruchteil einer Sekunde hatte ich tatsächlich gedacht, dass das Model Lorens Miklasevics im Gesicht tätowiert ist. Schaut man sich die Bilder aber genauer an, fällt auf, dass die Farbe eher an Filzstift als an Tinte erinnert. Macht nichts – die Kampagne ist trotzdem sehenswert und erinnert nicht am Entferntesten an naive, kindliche Kritzeleien, sondern ist – genauso wie die Kollektionen von Alessandro Michele – ein Wimmelbild der Mode par excellence.

Allein die offiziell kommunizierten Inspirationsquellen machen schon klar, dass wir hier eben nicht nur schnöde Fotos sehen, die von Glen Luchford inszeniert und von Christopher Simmonds gestylt wurden, sondern um eine komplexe Geschichte: Das Haus und Atelier des Expressionisten Cy Twombly (dessen Werk übrigens vor Kurzem in einer großen Ausstellung in Tate Modern präsentiert wurde), die Arbeit des postmodernen Malers und Collagisten Mario Schifano und Einflüsse der Schauspielerin Laura Betti liefern den Stoff, aus dem Kampagnenträume sind.
Für die Tiere waren übrigens nicht die Tierpräparatoren von Deyrolle zuständig – die Models, neben Miklasevics habe ich noch Daisy Cvitkovic, Dwight Hoogendijk gesichtet, mussten sich im wahrsten Sinne des Wortes in die Höhle des Löwen (und des Tigers und der Giraffe) wagen. Und spätestens das macht dem Betrachter klar, dass Träger der Kollektionen von Alessandro Michele auf verschiedenen Ebenen Mut beweisen sollten …

Wer sich bis hierher durchgekämpft hat, wird natürlich noch belohnt: Hier das sehr sehenswerte Video zur Kampagne, zu der die italienische Künstlerin Nada den Soundtrack beisteuerte – allerdings unbewusst: „Amors Disperato“ wurde schon im Jahr 1983 veröffentlicht …

Fotografie

95.000.000 Fotos – One Day in Berlin

(Sein kleiner grüner Kaktus – Paul Ripke über die Schulter geschaut. Bild: Matthias Piket)

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Wie viele Fotos am Tag gemacht werden, lässt sich nicht genau sagen. Ein Großteil erblickt allerdings – Gott sei Dank! – niemals das Tageslicht. Dafür ist ungefähr bekannt, wie viele Bilder täglich bei Instagram hochgeladen werden: 95.000.000 – Tendenz sicher steigend, denn diese unglaubliche Zahl stammt aus einer Infografik, die der Onlinedienst 2015 veröffentlicht hat. Nun liegt Schönheit bekanntlich im Auge des Betrachters, aber man muss kein Fachmann sein, um ein Problem zu sehen: Die Welt wird von schlecht gemachten Fotos überschwemmt …

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News

Das ist die Farbe des Jahres 2017: Greenery

(Bild: Pantone Color Institute)

Wenn das mal keine gute Nachrichten sind: 2017 wird Kermits Jahr, denn Greenery ist die „Farbe des Jahres 2017“! Nicht, dass ihr versehentlich noch etwas in Rose Quartz oder Serenity kauft – die Farben des Jahres 2016 müssen ab sofort links liegen gelassen werden.
Ihr kennt das Prozedere: Jedes Jahr lanciert Pantone eine neue Farbe des Jahres. Den Angaben des Unternehmens zufolge nicht als Ergebnis einer frei aus der Luft gegriffenen Prognose, sondern als solches, das viele Spezialisten recherchiert, konzipiert und dokumentiert haben.

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Food Inspiration

Geschenktipps für Genießer

In wenigen Tagen ist Weihnachten und es sieht – zumindest bei mir – organisatorisch noch schlecht aus. Nötige Geschenke: vierzehn. Gekaufte Geschenke: bisher keins. Von mangelnder Zeit und Lust, sich durch die Fußgängerzonen zu quälen, ganz zu schweigen. Auch sollen die Geschenke von Herzen sein, bzw. zumindest so wirken, als wenn sich der Schenkende Gedanken gemacht hat – also richtig Gedanken. Es wird also langsam Zeit für Geschenketipps.
Den Anfang machen wir mit Geschenktipps für den Genießer, also den Connaisseur des kulinarischen Bereichs. Diese Gattung Mensch ist besonders kniffelig – haben sie doch meist schon alles und bzw. rümpfen selbst bei Tee von Mariage Frères die Nase – alles schon probiert!
Wir haben uns auf die Suche gemacht und tatsächlich sechs Dinge gefunden, die garantiert noch nicht jeder Genießer kennt.

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Interieur

Atomteller? Ja danke!

(Bild: © 2015 Andree Weissert & Mia Grau)

Wenn ich zurückdenke, welchen Stellenwert in meinem bisherigen Leben Atomkraftwerke hatten, kommt mir sofort eins in den Sinn: Man war schon immer dagegen. Überhaupt war man, so zumindest mein Eindruck als Kind, gegen alles und eine gesellschaftliche Opposition gehörte zum guten Ton. Es waren halt die Siebziger, die mich geprägt haben. Erschwerend kam hinzu, dass ich in einem SPD-geprägtem Elternhaus aufwuchs und selbst auf meiner Kiste, in dem ich mein Spielzeug mit Playmobil verstaute, klebte eine Anti-AKW-Sonne. Die Botschaft dahinter verstand ich natürlich nicht, wenngleich dieses Symbol bis heute etwas sehr freundliches für mich hat: eine lachende Sonne, eine Frage, ein freundliches „Nein danke“ – wem wird da nicht warm ums Herz? Da könnten sich sämtliche „FCK NZS“-Aufkleber eine Scheibe von abschneiden.

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Wochenrückblick

Die Woche auf Horstson – KW 49/2016

Wir haben es heute getestet: Der beste Weihnachtsmarkt in Hamburg ist gleichzeitig auch der kleinste. Der Winterpride am Anfang der Langen Reihe ist unsere Anlaufstelle für ein Glühwein. Swei Glühweih. Rei Lühwei. Hie Hühei. Flünei. Snlwln …
Der schönste Weihnachtsmarkt in Hamburg dürfte allerdings der von Roncalli auf dem Rathausmarkt sein, auch wenn uns der Pekingenten-Stand immer noch etwas Kopfzerbrechen bereitet.
Wer heute lieber zuhause bleibt, dem empfehlen wir die Lektüre der Highlights der Woche auf Horstson:

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Sneakers

Wie kommen eigentlich die Kleckse auf die Sneakers von Dior?

(Bild: Dior)

Vielleicht ist eine Frage, die sich der ein oder andere Leser schon einmal gestellt hat: Wie kommen eigentlich die Kleckse auf Diors Sneakers? Gut, wenn man ehrlich ist, hatte man diese Frage aus guten Gründen bisher lediglich bei Schuhen von Maison Margiela im Kopf, wie vor einigen Wochen ein Leser anmerkte, aber sei es drum.
Kris Van Assche sei dank, darf man diese Frage fortan und nur zu gerne auch bei Dior Homme stellen. Die Antwort darüber liefert ein kleines Video, das ich bei Hypebeast gefunden habe: per Hand.