Eins ist sicher – das „G“ in „G-Shock“ steht ganz sicher nicht für „Gold“. Während das Edelmetall ein Synonym für Luxus ist, steht G-Shock – zumindest in Europa – für zweckmäßige Digitaluhren, die zwar allerlei Funktionen haben, von denen man den Großteil niemals braucht.
Ganz ähnlich wird es sich beim neuesten Streich aus Japan verhalten – der „MRG-G1000HG“. Es mag ein schönes Gefühl sein, dass die Uhr bis zu 20 Bar wasserdicht ist, nur ist diese Funktion beim Planschen im Meer eher zweitrangig. Macht aber nichts, finde ich.
Horst
Bild: Courtesy of Gucci
Alessandro Micheles Inspirationsquellen sind vielfältig – kaum eine Epoche, Dekade und Stilistik, die der Designer für Gucci nicht neu interpretiert hat. Michele vermischt Bekleidung und Bühnenkostüme, zitiert Bücher, Gedichte und erzählt ganz nebenbei trügerische und unorthodoxe Geschichten, die unterhalten oder manchmal sogar unbequem sein können. Peter erklärte es in seinem Beitrag zur kommenden Spring/Summer-Kollektion mit einem non-linearen Erzählprinzip, dem Alessandro Michele folgt. Das Prinzip besteht, so ist sich mein Kollege sicher „aus Brüchen, Löchern, Vorsprüngen, Querverweisen und unvorhersehbaren Verbindungen.“
Dass sich ein eindeutiger Querverweis in der neuen Schuhkollektion von Alessandro Michele für Gucci findet, sagt schon der Name: Queercore.
(Bild: Courtesy of Prada)
Auch wenn es hoffnungslos démodé ist – wir lieben es, uns an den Schaufenstern der Geschäfte die Nase platt zu drücken. Nun ist es leider mittlerweile so, dass viele Läden in Deutschland ihre Schaufensterdekorateure eingespart haben und statt aufwendiger Dekorationen lieber einen Pappaufsteller ins Fenster stellen. Schade, sind doch schon als Kind viele Wünsche entstanden, wenn man beim sonntäglichen Spaziergang die mit Playmobil dekorierten Auslagen das Highlight bildeten, oder? Warum sollte es also bei Erwachsenen anders sein?
(Die Mailänder Kunstakademie Accademia di Belle Arti in Brera; Bild: Bottega Veneta)
Neuigkeiten aus dem Hause Bottega Veneta: Das Label kündigt an, dass ab 2017 alle Kollektionen in zwei jährlich kombinierten Damen- und Herrenschauen präsentiert werden – jeweils für die Herbst/Winter und Frühjahr/Sommer-Saison. Zeitpunkt sind die Mailänder Damenschauen im Februar und September. Wer jetzt denkt, dass diese News ein alter Hut sind, hat sogar recht: Die Entscheidung ist die Weiterentwicklung der kombinierten Frühjahr/Sommer 2017 Schau, die 2016 in der Mailänder Kunstakademie Accademia di Belle Arti di Brera stattfand. Anlass war damals der 15. Jahrestag von Tomas Maier als Kreativdirektor von Bottega Veneta und das 50. Jubiläum des Hauses seit seiner Gründung in Vicenza, in der italienischen Region Venetien.
Normalerweise nutzen wir unseren Wochenrückblick für – wie der Name schon sagt – einen Blick zurück. Das werden wir auch dieses Mal machen, doch wir haben für morgen Abend eine Empfehlung: Ab 21 Uhr streamt das Auktionshaus Auktionata eine ganz besondere Show. Mit dabei: Bloggerin Leonie Hanne, Bunte Fashion-Directorin Petra Pfaller und Moderatorin Tanja Bülter, die aktuelle „Lifestyle-Trends“, wie es so schön heißt, präsentieren. So weit, so gut. Doch spätestens der „Vintage-Fashion-Experte“ dürfte den meisten Lesern ein Begriff sein: Peter. Hier ein kleiner Teaser!
Doch kommen wir zu unserem Wochenrückblick:
(Bild: Nike)
Was habe ich die Nike Air Max 97 geliebt. Ich weiß sogar noch, was ich für sie bezahlt habe: Für 199 DM im örtlichen Sportgeschäft gehörten sie mir. Ich wurde für verrückt erklärt, so viel Geld für Sneakers zu bezahlen – „200 Mark für Schuhe, Sascha – das muss nun wirklich nicht sein“, klingelt noch heute in meinen Ohren. Es musste sein. Doch hätte ich auf mein Umfeld gehört: Nur wenige Monate später landeten die Nike Air Max 97 für 100 DM im Schlussverkauf. Einige Zeit später habe ich mir die Nike Air Max noch in einer blauen Ausführung gekauft, die ich tatsächlich noch im Schuhschrank stehen habe.
(Bild: Courtesy of Hermès)
Endlich! Langsam nimmt die Apple Watch Fahrt auf – zumindest im Bereich der Kooperationen. Erst vor einigen Wochen eroberte die Zusammenarbeit mit Nike mein Herz. Heute trudelten dann Neuigkeiten aus Paris in mein Postfach: Die Apple Watch Hermès präsentiert sich mit einem neuen Armband. Das neue Single Tour Armband für die Apple Watch Hermès in schwarzem Kalbsleder, ist mit dem „Équateur tatouage Carré“-Motiv von Robert Dallet geschmückt. Dallet? Aufmerksame Leser werden da sicher aufhorchen – Hermès, das wissen wir durch Peter, pflegt seit den Siebziger Jahren ein sehr enges Verhältnis zu dem Künstler und unterstützte in New York und München umfangreiche Dallet-Ausstellungen.
(Courtesy of Isaiah Lopaz)
Wie gerne würde ich sagen, dass ich keine Vorurteile habe, doch das wäre gelogen. Ich habe sie; wenn auch nicht bewusst, doch sie sind da, obwohl sie eigentlich gar nicht da sein dürften. Manchmal ertappe ich mich dabei, dass mir ein Vorurteil durchs Gehirn schießt, und würde am liebsten sofort im Erdboden versinken. Doch so einfach geht das natürlich nicht. Also bleibt dann nur, sich zu hinterfragen, zu reflektieren und zu versuchen, dem Vorurteil auf den Grund zu gehen und sie über Bord zu werfen. Das klappt mal mehr, mal weniger und macht vielleicht auch den Menschen aus. Das ist vielleicht lustig, zumindest wenn es um Kleinigkeiten geht. Vielleicht arbeiten sämtliche Anzugträger gar nicht von Nine-to-Five in langweiligen Büros? Ab einem gewissen Grad ist es aber nicht nur strunzdoof, sondern brandgefährlich, sich in diesem gleichermaßen schwierigen und schmierigen Gefühl der Vorurteile zu laben. Ihr wisst, was ich meine.
(Bild: Courtesy of Dent Kicks Custom)
In meiner Kindheit hatte ich einen Traum: selbstschnürende Sneaker. Nike war so nett und hat mir diesen Traum vor einigen Wochen erfüllt – zumindest fast. Der Preis sprengt leider meinen finanziellen Rahmen. Ganz andere Träume wurden hingegen (noch) nicht wahr: Es gibt keine annehmbare Chanel-Kollektion für den Mann und Louis Vuitton will partout nicht mit einem waschechten Streetwearlabel zusammenarbeiten.
Angenommen, Nicolas Ghesquière und Kim Jones, Louis Vuittons künstlerische Leiter für die Damen- und Herrenkollektionen, würden sich breitschlagen lassen und zum Beispiel mit adidas kooperieren, könnte das Ergebnis, zumindest wenn es nach Dent Kicks Custom geht, so aussehen:
(Bild: Courtesy of Persol)
Es gibt wenige Kalligrafen, denen ich auf Instagram folge. Um es genau zu sein, ist es nur einer: Paul Antonio Scribe, oder pascribe, wie er sich bei der Bilder-App nennt.
Während im chinesischen Raum, Korea und Japan die Kalligrafie immer noch einen hohen Stellenwert im gesellschaftlichen Leben hat, gerät die Kunst des Schönschreibens hierzulande immer mehr in Vergessenheit. T9 und Swype hinterlassen eben ihre Spuren. Dennoch gibt es sie, die Kalligrafen, die dafür sorgen, dass ab und zu einer wunderschöne Karte ins Haus flattert oder die Speisekarte ganz besonders ins Auge sticht.
