Man muss es den Schweizern lassen: Neutralität beherrschen sie nicht nur politisch, sondern auch emotional – zumindest, wenn es nach dem gestrigen ESC-Finale in Basel geht. So wenig Windmaschine war selten, man musste sich regelrecht anstrengen, um wenigstens ein bisschen Tüll in Wallung zu bringen. Vielleicht lag’s am Hallenklima, vielleicht an der allgemeinen Windstille des Abends – oder man hatte schlicht Angst, Michelles Stiefeletten könnten bei zu viel Luftzufuhr abheben und als gefährliche Flugobjekte enden. Die erinnerten übrigens stark an etwas, das man sonst nur auf Technopartys in Brandenburg nach 4 Uhr früh sieht – bloß ohne Ironie.
Horst
Bild: Binta Kopp
Sie war einst nur ein Anhängsel. Jetzt darf sie endlich selbst auf die Straße: Die Mono[PA6] Musette, ursprünglich Außentasche des zirkulären Freitag-Rucksacks, ist ab sofort solo erhältlich. Die Entscheidung fiel nicht aus modischer Laune, sondern auf vielfachen Kundenwunsch – von Zürich bis Tokio wurde offenbar gefragt: „Gibt’s die auch einzeln?“ Jetzt gibt’s sie.
Soviel ist sicher: Glitzer
Am Samstag ist es wieder soweit: Natürlich schaut man den ESC. Nicht wegen der Musik – Gott bewahre – sondern wegen des Spektakels. Der Eurovision Song Contest ist das, was passiert, wenn man einen Moodboard-Algorithmus mit zu viel Tüll, zu wenig Selbstkritik und der gesamten Lagerware eines LED-Herstellers füttern. Und 2025? Wird das Ganze in Basel inszeniert, was passend ist – niemand versteht Glamour mit sozialdemokratischer Kühle besser als die Schweiz. Nicht.
Bild: © Louis Vuitton – All rights reserved
Kurz notiert: Louis Vuitton hebt die Personalisierung seiner Produkte mit dem neu aufgelegten „Mon Monogram“-Service auf die nächste Stufe. Was einst als funktionales Mittel zur Unterscheidung von Reisekoffern begann, ist heute eine kunstvolle Individualisierung auf edlem Canvas – maßgeschneidert für Kundinnen und Kunden mit Sinn für Stil und Geschichte.
Bild: Asics
Der Tag sollte kommen, und wir berichten hier über einen Hund als Markenbotschafter. Klingt nach einem PR-Gag – ist aber bittere Realität für alle Fitness-Influencer, die sich täglich mit Gym-Selfies und motivationalen Mantras abmühen. Denn Asics hat den „ultimativen Bewegungs-Motivator“ entdeckt: einen Samojeden namens Felix. Hallo Felix!
Bild: G.H. Bass
Es gibt Schuhe, die machen einfach alles richtig. Sie schreien nicht, sie glänzen nicht (außer man will’s), aber sie sind da – präsent, selbstbewusst, zeitlos cool. Genau das trifft auf Penny Loafer zu. Sie sind die leise Antwort auf laute Trends. Und plötzlich: der hottest Shit auf den Straßen, in Cafés, im Office.
Too Gay to Sell – Wie sich die Mode in dieser Pride-Saison ducken wird …
Posted on 13. Mai 2025Bild: Horstson
… zumindest mutmaßlich. Ach, wie mutig sie immer waren, die großen Modemarken. Im Juni wurde es die letzten Jahre traditionell immer bunt, queer und ganz solidarisch – zumindest bis zur Kasse. Aber 2025 bringt ein neues Problem mit sich: Donald Trump steht politisch wieder auf der Matte, und plötzlich ist scheinbar aus der Regenbogenflagge ein Risiko geworden.
Foto: Courtesy of Agnese Bedini
Die Denimbrand Diesel hat sich einen Platz in der ersten Reihe gesichert – mitten auf dem Markusplatz in Venedig, direkt am Puls der Lagunenstadt. Zwischen Tauben, Touristenströmen und der ewigen Kulisse der Dogen glitzert nun ein neues Aushängeschild des italienischen Labels.
Kampen, Rotes Kliff – die Ruhe vor dem Touristen-Sturm; Bild: Horstson
Bald ist es wieder soweit … In Kampen beginnt der Sommer nicht mit dem Wetterbericht, sondern mit dem ersten Polohemd in Sorbetfarbe. Pfingsten ist der inoffizielle Startschuss für alle, die sich zwischen Rosé und Rhabarber-Ton zur Haute Bourgeoise zählen. Da schreiten sie wieder, die kunstvoll gebräunten Damen und Herren, deren Kleidung signalisiert: Ich bin entspannt, aber auf exakt diesem Niveau.
Gucci kehrt mit Cruise-Show 2026 in seine florentinischen Wurzeln zurück
Posted on 10. Mai 2025Foto: Courtesy of Gucci
Gucci zieht es zurück zu seinen Ursprüngen: Die Modemarke hat angekündigt, ihre Cruise-Kollektion 2026 im historischen Palazzo Settimanni in Florenz zu präsentieren. Der Ort ist nicht zufällig gewählt – das traditionsreiche Gebäude im Herzen des Oltrarno-Viertels beherbergt seit 2021 das Gucci-Archiv und gilt als symbolträchtiger Ausdruck der Handwerkskunst und Kreativität, die das Label seit über einem Jahrhundert prägen.
