Marc Jacobs hatte vor einigen Jahren eine Linie, die sich im untersten Preissegment ansiedelte und in der sich alles fand, wo sich der Name „Marc Jacobs“ drauf drucken ließ. Buntstifte, Schnürsenkel, Plastikringe – der dazugehörige Store in Paris, unweit vom damaligen Shoppingtempel Nummer 1, Colette, sorgte bei Schülern und Fashionistas gleichermaßen für Schnappatmung.
Horst
(Bild: Maciek Pozoga)
Notre-Dame, Rue du Faubourg Saint-Honoré, Louvre und der Champs-Elysées Boulevard – die touristischen Attraktionen von Paris haben nicht nur das architektonische Bild der Stadt an der Seine geprägt, sondern auch deren Image. Doch nicht alle Ecken der Metropole taugen als Postkartenmotiv. C.P. Company nimmt den Betrachter im Rahmen der Kampagne „Paris mon Amour“ mit auf eine Reise durch die Stadt – weit weg von dem Eiffelturm und den klassischen Stereotypen. Die „Reiseführung“ wurde vom Rejjie Snow übernommen, der nun schon zum zweiten Mal für das „Eyes of the City“-Projekts des Labels eine Stadt kuratiert.
Pringle of Scotland x H&M; Bild: H&M
Die Headline und der Header fassen eigentlich alles Wesentliche zusammen: Pringle of Scotland kooperiert mit H&M und wir zeigen einen Hund. Den Grund für diese Entscheidung lieferte die, nun ja, mangelnde Auswahl für Männer: Die Kollektion richtet sich ausschließlich an die Frau (bzw. genderfluiden Mann) oder eben an den besten Freund des Menschen.
Insgesamt umfasst die „Pringle of Scotland x H&M“-Kollektion 25 Teile und acht Accessoires. Der Fokus liegt – unschwer zu erkennen – auf dem Pringle-Logo und dem Rauten-ähnlichen Argyle-Muster, das in den 1920er-Jahren entwickelt wurde und das der Legende nach insbesondere eine elitäre Kundschaft anziehen sollte.
Nun darf sich die H&M-Kundin angesprochen fühlen:
Der Taschen Verlag zeigt „Ai Weiwei. The Papercut Portfolio“
Posted on 25. September 2019(Ai Weiwei; Bild: Gao Yuan/TASCHEN)
Ai Weiwei ist wohl das, was man kontrovers bezeichnet. Vor wenigen Wochen hat der Künstler in der „Welt“ erklärt, dass seine temporäre Wahlheimat verlassen will. Deutschland sei keine offene Gesellschaft, wie der 61-Jährige im lesenswerten Interview mit der Tageszeitung äußerte. „Es ist eine Gesellschaft, die offen sein möchte, aber vor allem sich selbst beschützt. Die deutsche Kultur ist so stark, dass sie nicht wirklich andere Ideen und Argumente akzeptiert. Es gibt kaum Raum für offene Debatten, kaum Respekt für abweichende Stimmen.“ Zudem hänge die hiesige Industrie von China ab, was auch der Grund ist, dass die Menschenrechtsfrage nicht angesprochen würde.
Nun ist Ai Weiwei bekannt für seine klaren Aussagen zu drängenden geopolitischen Fragen unserer Zeit, aber die Ankündigung seines Rückzugs aus seinem Exil in Deutschland sorgte für ein mediales Echo, das selbst den chinesischen Künstler überrascht haben dürfte.
Der Taschen Verlag präsentiert nun ein limitiertes Portfolio das Leben und Werk von Ai Weiwei. Im Mittelpunkt steht eine alte chinesische Kunstform, die 2.000 Jahre zurückreicht: Der Scherenschnitt.
(„Friends x Ralph Lauren“-Kollektion; © Ralph Lauren)
Hat Ralph Lauren im Kopierraum mit irgendeiner Frau rumgeknutscht? Um diese Frage ging es in Folge 8 der sechsten Staffel von „Friends“. Gestreut wurde das Gerücht von Rachel, die zu dem Zeitpunkt im Headquarter des US-Designers arbeitete und die ihrer Freundin Phoebe erlaubt hat, im Büro einige Kopien zu machen. Phoebe – im Glauben, Ralph Lauren im Kopierraum getroffen und geküsst zu haben – erzählt ihrer Rachel von der Begegnung, die, um sich interessant zu machen, die Begegnung an ihre Chefin weitertratscht.
Die italienische Designerin Maria Grazia Chiuri präsentiert am Dienstag, den 24. September 2019, in Paris die Dior Ready-to-Wear Frühling/Sommer 2019 Schau.
Da wir bei Horstson serviceorientiert sind und sicher nicht alle Leser vor Ort sein werden, zeigen wir die Schau im Live Stream.
(Bild: Dan Lecca)
Alessandro Michele betrachtet Mode grundsätzlich philosophisch – das, was wir bisher gerne als Wimmelbilder der Mode beschrieben haben – ist kein heilloses Durcheinander, wie es Kritiker dem Designer immer wieder vorgeworfen haben. Es ist eine sehr moderne und durchdachte Form von Design, die – trotz aller Muster und Brüche – regelrecht zeitlos ist. Kann jemand die einzelnen Kollektionen von Gucci der letzten Jahre dechiffrieren? Vielleicht gelingt es dem Kenner, einzelne Statement-Pieces zu benennen. Aber sonst? Michele nimmt der Mode auf überaus geschickter und erfolgreicher Weise die Geschwindigkeit, trotz zwei Haupt-, Pre-, Cruise- und diverser Capsule-Kollektionen.
Auch die Frühling/Sommer-Kollektion erklärt Alessandro Michele äußerst durchdacht.
(© VOGUE Deutschland 2019; Foto: Priya Ahluwalia)
Wir hatten vor einigen Tagen schon am Rande drüber gesprochen, nun gibt es nähere Infos zur „Vogue Ausstellung“. Die gemeinsame Ausstellung der deutschen Vogue und des Museums Villa Stuck hat sich das Ziel gesetzt, Mode im Kontext von Gesellschaft und Kultur zu zeigen. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema Mode kommt nicht überraschend; dass man sich zu Führungen durch Mitglieder der Redaktion anmelden kann, hingegen schon.
Die Vorstellung, sich von Christiane Arp durch die Räume führen zu lassen oder durch Robert Emich, dem stellvertretenden Chefredakteur des Magazins, einen Blick hinter die Kulissen der Vogue vermittelt zu bekommen, klingt spannend und für die Vogue ungewohnt nahbar.
(Bild: Demna Gvasalia Instagram)
2014 traten die georgisch-deutschen Brüder Demna und Guram Gvasalia an, mit ihrem Label Vetements die Modeszene auf links zu drehen. Und wie Vetements die Mode verändert hat: Demna Gvasalia, für das Design der Marke verantwortlich, ist ein guter Beobachter, der soziale Uniformen dechiffrieren kann und auch mutig genug ist, sie zu präsentieren. Nun kündigte Demna Gvasalia ggü. des US-Branchendienstes WWD an, Vetements zu verlassen. Wie konnte das passieren?
Wie doch die Zeit vergeht: Über ein Jahr ist es hier, dass Riccardo Tisci seinen Job bei Burberry antrat. Am 12. März 2018 übernahm der italienische Modedesigner als Chief Creative Officer seinen Posten bei dem britischen Label.
Am 17. September 2019 präsentiert der Designer nun seine Entwürfe für die Frühling/Sommer-Saison 2020 – wer nicht in London mit dabei sein kann, kein Problem: Wir zeigen die Schau ab 17:45 Uhr im Live Stream.
