Steven Klein, einer der fünf besten Editorial-Fotografen der Welt, hat Ricardo Tiscis Rottweiler-Fantasien, deren modische Ausgaben euch Horst schon mal anhand der einschlägigen Modelle aus der Givenchy Kollektion gezeigt hatte, nun endlich auch in einem Editorial festgehalten. Wer sich wie Daisy schon vor harmloseren Hunden fürchtet, kann sich gemeinsam mit mir gruseln beim Anblick der Doppelseite mit zwei Models, einer ganzen Reihe verschrotteter Autos als Kulisse und nicht weniger als sechs ausgewachsenen und zähnefletschenden Rottweilern in Aktion.
Juni 2011
Zwischen Topmodel-Tingeltangel und Tussi-Terror? – GNTM: Das Finale
Posted on 9. Juni 2011Wer sich von mir erwartet, dass ich hier schon im zweiten Satz auf die kleinen und größeren Mängel der Kandidatinnen im Finale hin dresche, liegt falsch. Es stimmt schon, dass ganz augenfällig wieder keine neue Gisele Bundchen, Kate Moss oder Natalia Vodianova darunter ist, das wäre mir aber dennoch zu einfach und irgendwie ungerecht.
Heutige Topmodels oder besser gesagt die künstlich gehypeden Runway-Queens, die man seit einigen Jahren darunter versteht, weil sie die meisten Schauen pro Saison laufen, müssen auch nur hauchdünn sein, um möglichst artifiziell zu wirken, sehen oftmals ziemlich durchschnittlich aus und waren einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Freya Beha Erichsen wäre nie ein Topmodel geworden, hätte es Karl Lagerfeld nicht amüsiert, ein ultradünnes und schamloses Model zu pushen, das wie ein Junge aussieht. Und mittlerweile laufen viele Karrieren so. Was will man den Schützlingen von Heidi also noch vorwerfen?
Auf den britischen Shetlandinseln nimmt man die Wünsche und Bedürfnisse seiner Bürger offenbar noch ernst. Sehr ernst. Ein siebenjähriger Junge namens Bobby hat sich vor 15 Jahren in einem Brief an die Lokalzeitung darüber beschwert, dass die Bushaltestelle auf der Insel Unst kein Dach hatte (es war einem Sturm zum Opfer gefallen). Das ließen sich die Shetländer nicht zweimal sagen und Bobby bekam eine neue knallrote Bushaltestelle – mit Dach. Einige Tage später wurde sie mit einer Couch und einem Tisch ausgestattet, ein Fernseher und eine Heizung folgten. Der Wohltäter blieb allerdings anonym. Von da an wurde Bobby’s Bus Shelter in regelmäßigen Abständen umdekoriert – gerne an Feiertage angelehnt. Die Kreativität ging aber weiter: Im Laufe der Jahre wurden auch Themen-Dekos wie „Afrika“, „Space“ oder Farbmotti umgesetzt.
Jo is‘ denn scho wieder d‘ Wies’n? x BOSS Black „Wies‘n & Wasen Kollektion“ Herbst / Winter 2011
Posted on 9. Juni 2011Zwar liegt zwischen uns der der Wies’n zum Glück noch ein ganzer langer Sommer, aber man will ja gut vorbereitet das größte Volksfest der westlichen Welt erleben. Wenn es danach geht, dass die Maß zum ersten Mal über neun Euro kosten wird, braucht man als Gast der Wies’n auf jeden Fall ein strapazierfähiges Portemonnaie bei dem total g‘spinnerten Bierpreis…
Normalerweise sagt man einigen Textilriesen nach, sich bei einigen Designern zu bedienen und teilweise zeitgleich eine fast identische Kollektion auf den Markt zu bringen. Das sich ein Designer aber bei einem Kollegen bedient, ist selten und wenn dann nennt sich das Inspiriation und nicht Kopie.
Der englische Blog 00o00 hat nun Vivienne Westwoods „Planet Nebula“-Shirt dem Christopher Kane Shirt „Cosmic Constellation“ gegenübergestellt und siehe da: Man könnte eine „gewisse Ähnlichkeit“ feststellen, oder – was denkst Du?
Das Christopher Kane Shirt gabs übrigens zuerst…
Warum auch Bloggerkrokodile gerne mit Wattebäuschchen auf Kolleginnen werfen…
Posted on 8. Juni 2011Da kommt jetzt eine Art Daisy-Geständnis auf euch zu: Mein Ruf unter den BloggerInnen könnte besser sein. Allerdings nur um den hohen Preis, nicht ausschließlich für die Leser von Horstson zu schreiben. Man braucht meiner Meinung nach schon einen sehr robusten Magen, wenn man sich erfolgreich an all die Branchengrößen ran schmeißen wollte, um deren Gunst zu erlangen. All die kleinen Netzwerktricks zu nutzen, die bei den kleinen Indianerinnen in den PR-Abteilungen und –Agenturen so gut ziehen, weil man da in vielerlei Hinsicht gerne unter sich bleibt. Und da verrate ich jetzt kein facebook-Gruppengeheimnis: Das ist in unserer charmanten, von Frauen mit E-Gehirn-Stärke regierten Branche Gang und Gäbe, nach diesen ungeschriebenen Branchegesetzten zu spielen oder den eisigen Wind der Verachtung der sich selbst so nennenden Fashionistas in Gesicht und Nacken zu spüren. So werde ich wohl oder übel in Würde altern müssen, ohne je von all den Svedas, Annas, Katjas, Janas und so weiter anerkannt und oder gar gemocht zu werden. Das trifft sich aber ohnehin gut, da ich weder Zeit noch Lust habe, mich mit all den kalkulierten und selbst lancierten Erfolgsgeschichten zu befassen.
Ihr seht es schon am Header – für meinen fünften und vorerst letzten Ferienkoffer greife ich tief in die Schnulzenkiste und statte euch für Ferien aus, wie sie der politische und der Geldadel in den USA in der Vergangenheit so gerne verbrachte. Obwohl, etwas davon schwebt auch heute noch Sommer für Sommer über den Hamptons mit all den schönen Anwesen, den Preppy People darin und der tiefenentspannten Hollywood Prominenz in blendender Sommerfrischelaune. Auch wenn es euch dann regelmäßig zurück nach New York ziehen sollte, weil man das nun mal nützt, so in der Nähe zu sein, tun wir so, als würdet ihr eure Ferien hauptsächlich in diesem Naherholungsgebiet der betuchten New Yorker verbringen.
Die Streifenphobiker unter unseren geschätzten Lesern müssen jetzt noch einmal ganz tapfer sein – diesen fabelhaften Anlass zu maximaler Ringelstreifendichte konnte ich nicht streifenfrei verstreichen lassen… Als echter Hamptonian läuft man ohnehin nicht mit Scull-T-Shirts von Alexander Mc Queen durch die Dünen, das gehört sich nicht.
Aber lasst uns doch am besten gleich mit dem Kofferpacken beginnen: Los geht es mit schicken schwarzen Shorts von Jil Sander (links oben); zu denen endlich das tolle Hype Means Nothing Tee (rechts oben) mit dem Liz Taylor Print passt, das ich euch schon so lange zeigen will. Für drüber gibt es den geringelten Cardigan von Jil Sander (mittlere Reihe links); oder einen Roten Cashemere Pulli von Hemisphere (mittlere Reihe rechts). Allesamt keine aufregend modischen Teile, aber als entspannt eleganter Look genau richtig für diese Ferien. An den Füßen trägt man dazu am besten Rote oder Tiefdunkelblaue Chucks von Converse (untere Reihe links)…. oder die dezent karierten Searsucker Tennisschuhe (untere Reihe rechts), die sich Jack Purcell Plaid Sneakers nennen.
Bevor ich euch in einem Schwung die Auswahl von fünf kurzen Hosen zeige, bekommt ihr die karierte Schirmkappe von Moncler Gamme Bleue (erste Reihe links)auf den Kopf gesetzt. Die beiden eleganteren Shorts sind von Alfred Dunhill (erste Reihe rechts), mit dezentem Fischprint und von MR by Roland Mouret (mittlere Reihe links) in einem Offwhiteton mit Bundfalten und Umschlägen an den Hosenkanten. Die legeren Shorts sind von Rag & Bone (mittlere Reihe rechts) in Jeansform geschnitten und aus einem leichten Blau-Weiß melierten Stoff; von Ralph Lauren (unterste Reihe links) in Dunkelblau mit Nadelstreifen und einer kleinen Uhrentasche unter dem Bund; und von Viktor & Rolf in Weiß mit Dunkelblauen Karos (unterste Reihe rechts).
Dazu passen natürlich alle möglichen T-Shirts vom schlichten Weißen, das ich hier nicht zu zeigen brauche, bis hin zu Ringel-Sweatern und geringelten T-Shirts. Meine Wahl fiel auf den langärmeligen Mc Gregor Sweater von John Smedley (obere Reihe links), das ebenfalls langärmelige T-Shirt von A. P.C (obere Reihe rechts), ein ganz leichtes T-Shirt von Golden Goose (untere Reihe links) und das unregelmäßig gestreifte Dunkelblaue T-Shirt von Marc by Marc Jacobs (untere Reihe rechts).
Weil ohne Pullis auch an der zugigen Ostküste gar nichts geht, habe ich euch gleich einen ganzen Schwung schicker Feinstrickteile herausgesucht, damit auch wirklich für jeden etwas dabei ist. Von dem Navy-Grey Striped Back Pulli von John Smedley zeigen wir die Vorderansicht (obere Reihe links), stilecht mit Anker gestaltet – und den Rücken (obere Reihe rechts), der von der auf einer Seite geknöpften Schulter bis zum Bündchen durchgehend gestreift ist und daher auch stilecht in der HorstsonHansestadtHamburg ausgeführt werden könnte… Der sieht schon neu so aus, wie ein typischer Lieblingspulli, von dem man sich auch nach einem Jahrzehnt nicht trennen will. Immer passend zu den kurzen Hosen und Jeans sind der mit feinem Zopfmuster gestrickte Cable Knit Cashemere Sweater (mittlere Reihe links), von Polo Ralph Lauren und der Dark-Navy Sweater von Neil Barrett (mittlere Reihe rechts), dessen Ärmellochkanten und Halsausschnitt mit gestrickten Paspeln abgesetzt wurden. Noch etwas feiner kommen der Wool-Zip-Cardigan von Bottega Veneta (untere Reihe links) und der Ribbed Silk Sweater von Gucci (untere Reihe rechts) daher, den ich in Sandfarbe schon in den Trekkingkoffer gepackt habe. Seidenstrick von Gucci war schon zu Tom Fords Zeiten einer meiner Favoriten, weil sich diese Teile so toll auf der Haut anfühlen und federleicht sind.
Nun geht mein Koffer für die Ostküste schon längst nicht mehr zu und ich muss langsam zum Ende kommen, obwohl ich noch ziemlich viele schicke Teile für das Nachtleben und Dinner-Einladungen auf Halde habe, die ich euch aber auch in
einen Barfly-Bericht packen kann. Aber ohne Hemden und eine tolle Cabanjacke sind meine Vorschläge für eine Urlaubsgarderobe nicht komplett: Daher kommen hier noch das feine Hellblaue Check Cotton Shirt (obere Reihe links) von Margaret Howell, das ganz blass Puderroséfarbene in sich gemusterte Hemd von Simon Spurr (obere Reihe rechts) und das Kreidefarbene Slim Fit Garbadine Shirt von Incotex (untere Reihe links) …. und bevor wird den Koffer nun endgültig schließen, liegt ganz obenauf die Navyblaue Cabanjacke von Burberry (untere Reihe rechts); die sieht schön aus, ist aber auch entsprechend wind- und wetterfest. Ich verspreche euch, nun ist es aber erst mal gut mit Preppy-Chic, Navyblau und Ringelstreifen und wir gehen ein paar Mausgrauen und Schwarzen-Daisy-Modeberichten mit einer Prise Punck entgegen.
Lasst mich bitte wissen, ob in diesem letzten Ferienkoffer auch etwas für euch dabei ist …….
Und, wir haben schnulzig losgelegt und enden ausnahmsweise schnulzig, weil der Preppy-Eastcoast-Chic selten besser gezeigt wurde als hier:
Das nenn‘ ich ein Kontrast-Programm: Vorgestern widmeten wir uns einem der größten Mode-Avantgardisten names Walter Van Beirendonck und heute zeige ich euch die kommende Burberry Prorsum Pre-Spring 2012 Collection.
Christopher Bailey’s bediente sich eher bei den klassischen Elementen der Prorsum-Linie und so tragen wir, zumindest wenn es nach der Meinung des Designers geht, eher Wolle und Leinen als Neopren und Leder…
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Es gibt etwas, was Karl Lagerfeld ständig begleitet und meistens rechts neben ihm steht – egal wo er sich aufhält. Nun werden viele denken, dass es sich hierbei um das schwarze Baumwollkissen handelt, das ihm als Kind seine Kinderfrau genäht hat.
Ich rede heute von dem Lalique-Klassiker „Langeais“. Ein simples Kristallglas, das wie ein Weinglas aussieht und einen dicken mattierten Knoten unter dem Kelch hat. Die Gläser sind ein Klassiker des Jugendstilkünstlers und der Kristall-Legende René Lalique, dessen Vasen und Objekte berühmt sind und viele Haushalte zieren.
Es gibt noch Künstler die machen keinen geschätzt zweimonatigen Countdown zu ihren Videos (Lady Gaga) sondern haben noch immer den Überraschungseffekt. So auch unser aller Elektro-Liebesschmerz-Liebling Robyn. „Call your girlfriend“ ist die nächste Singleauskopplung aus „Body Talk“und kommt mit einem fabelhaften Flashdance inspiriertem One-Shot-Video daher. Sie braucht halt nur eine Lagerhalle und etwas Licht. Gut. Über das Outfit lässt sich (mal wieder) streiten, aber ich hoffe ich bekomme meine Schuhe endlich mal von ihr wieder.







